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7. April 2009, 15:13 Uhr

Terrorverdächtiger drohte mit Brudermord

"Das nächste Mal muss ich dich umbringen." Nur selten richtet ein Mann diese Worte an seinen Bruder. Daniel Schneider, einer der Terrorverdächtigen aus der "Sauerland Gruppe", hat es getan. Richter und seine Komplizen waren weitaus stärker fanatisiert als bisher bekannt. Der stern begab sich auf Spurensuche - und wurde fündig.

Terrorverdächtige, Sauerland Gruppe, religiös fanatisiert, Daniel Richter

Daniel Schneider bei seiner Festnahme im September 2007: Er drohte seinem Bruder mit Mord© Uli Deck/DPA

Die Terrorverdächtigen der sogenannten "Sauerland Gruppe" waren religiös weitaus stärker fanatisiert als bislang bekannt. Nach Informationen des stern drohte einer der Männer seinem jüngeren Bruder mit Mord aus religiösen Gründen. "Ich verschone dich noch einmal, weil du mein Bruder bist. Das nächste Mal muss ich dich umbringen", soll der damals 21-jährige Konvertit Daniel Schneider gesagt haben, nachdem sein Bruder den Propheten Mohammed kritisiert hatte.

Am 22. April beginnt vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf der Prozess gegen den heute 23 Jahre alten Daniel Schneider, Fritz Gelowicz, 29, Atilla Selek, 24, und Adem Yilmaz, 30. Die Bundesanwaltschaft wirft den Männern der "Sauerland Gruppe" vor, im Auftrag der "Islamischen Dschihad Union" (IJU) Anschläge auf US-amerikanische Kasernen, Diskotheken und Pubs geplant zu haben. Drei der Verdächtigen waren am 4. September 2007 in einem sauerländischen Ferienhaus verhaftet worden, als sie versuchten, aus 730 Kilogramm Wasserstoffperoxid und Weizenmehl Sprengstoff herzustellen. Der vierte wurde kurze Zeit später in Istanbul festgenommen. Wie der stern erfuhr, hatten die Männer rund 9000 Euro für die Anschlagsplanung investiert.

"Die Rübe abhauen"

Die jungen Männer wurden offenbar vor allem durch ihren Aufenthalt in arabischen Sprachschulen und in einem pakistanischen Ausbildungslager, das der IJU zugeschrieben wird, radikalisiert. Nach seiner Rückkehr aus Ägypten und Pakistan habe Daniel Schneider nicht nur seinem eigenen Bruder mit Mord gedroht, sondern auch einem anderen Verwandten. Wenn dieser nicht bereit wäre, zum Islam zu konvertieren und die Schutzsteuer der Muslime zu bezahlen, müsse er ihm "die Rübe abhauen", soll Schneider nach Angaben des Verwandten gesagt haben. Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen die vier Terrorverdächtigen umfassen mehr als 500 Aktenordner. Über 800 Datenträger in einem Umfang von 3,6 Terabyte wurden ausgewertet.

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KOMMENTARE (2 von 2)
 
RDUKE7777777 (08.04.2009, 07:33 Uhr)
Ich dachte...
...inzwischen hätte sich auch bis zum stern durchgesprochen, dass die Sauerland-Gruppe ein riesiger Fake war. kein Sprengstoff gefunden, das was sie gefunden haben eignet sich nicht für den Bombenbau, und die Sprengzünder kamen von der CIA. Alles nachlesbar. Und jetzt neue "Fakten" zur Sauerlandgruppe?
Stern, ich glaub Euch nichts mehr. Es gab tausende Leute, die die Sauerland-Sache schon früher enttarnt haben, aber der Stern macht mit der Terrorhysterie weiter, bis es nicht mehr geht.
Angst vor der Wahl?
derSchuft (07.04.2009, 17:06 Uhr)
naja
Religiion und Frieden ist immer so eine Sache...aber Fundamentalisten haben mit ihrer ursprünglichen Religion ohnehin nicht mehr viel am Hut.
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