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27. November 2008, 10:36 Uhr

Ohne Kontrolle in die Schweiz

Reisen über die Schweizer Grenze werden einfacher. Das Land ist jetzt Mitglied der Schengenzone. Personenkontrollen an den Grenzen entfallen im Dezember, Flugpassagiere müssen noch etwas länger auf die unbehelligte Einreise in die Schweiz warten.

Grenzkontrolle bei Basel: Die Einreise in die Schweiz wird jetzt erheblich einfacher© Rolf Haid/dpa

Die Innenminister der 27 EU-Staaten haben am Donnerstag offiziell beschlossen, die Schweiz in die Schengenzone aufzunehmen. Daher werden die systematischen Personenkontrollen an den Grenzen zwischen der Alpenrepublik und den Nachbarländern Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich am 12. Dezember eingestellt.

Nach schweizerischen Regierungsangaben überqueren täglich 700.000 Personen, 300.000 Personenwagen und 20.000 Lastwagen die Grenzen des Landes. Der Warenverkehr soll auch weiterhin kontrolliert werden, weil die Schweiz nicht dem europäischen Binnenmarkt angehört. Die Reisenden, deren Identität bisher zumindest theoretisch überprüft wurde, können sich jedoch auf Erleichterungen einstellen.

Die Kontrollen im Luftverkehr zwischen den Schengenstaaten und der Schweiz sollen mit der Umstellung des Flugplans am 28. März 2009 fallen. Zur Schengenzone gehören bisher 22 EU-Staaten sowie Norwegen und Island an. Die EU-Mitglieder Großbritannien, Irland, Rumänien, Bulgarien und Zypern sind nicht dabei.

DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
knilch_59 (27.11.2008, 13:31 Uhr)
Idiotische Entscheidung!
Der Warenverkehr wird weiter kontrolliert – klar! Da besteht ja auch akute Gefahr, dass unbemerkt Schweizer Gebirgsbananen in den Euroraum geschmuggelt werden. Und es stellt natürlich auch eine Gefährdung der heimischen Wirtschaft dar, wenn schweizerische Billignachbauten deutscher Qualitätsuhren plötzlich den Binnenmarkt überschwemmen.
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Zum Ausgleich sollen die Personenkontrollen wegfallen, damit die Geldköfferchen noch leichter haben, unbemerkt über die Grenze zu kommen?
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Die Schweizer müssen sich entscheiden: Entweder sie treten der EU bei, dann auch mit allen Pflichten. Oder sie bleiben „Ausland“, und dann sollten wir sie auch so behandeln. Aber diese Rosinenpickerei ist abzulehnen!
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