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24. September 2008, 17:51 Uhr

"Intrige? Das ist Quatsch"

Altkanzler Gerhard Schröder will beim Sturz von Kurt Beck als SPD-Vorsitzender seine Finger nicht im Spiel gehabt haben. Als er mit den Medien über die Vorgänge in seiner Partei gesprochen habe, sei "die Messe am Schwielowsee bereits gelesen" gewesen.

"Wir wussten nicht, was los ist:" Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder© Miguel Villagran/AP

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hat den Verdacht zurückgewiesen, er habe zum Amtsverzicht des SPD-Vorsitzenden Kurt Beck beigetragen. "Intrige? Das ist Quatsch", sagte Schröder der Wochenzeitung "Zeit". Erst drei Tage nach dem Rücktritt von Kurt Beck habe er mit dem "Spiegel" über die Vorgänge in der SPD gesprochen. "Zu dem Zeitpunkt war die Messe am Schwielowsee bereits gelesen", sagte Schröder. Am Rücktrittstag selbst habe er zusammen mit seiner Frau Doris die Ereignisse am Fernsehen verfolgt. "Und wir wussten nicht, was los ist", sagte Schröder weiter.

In seinem Buch "Ein Sozialdemokrat", das an diesem Donnerstag in Berlin vorgestellt wird, schreibt Beck, über die "Kandidatenfrage" sei vor der offiziellen Verkündung in Einzelheiten berichtet worden, "die neben Beteiligten auch auf Gerhard Schröder verwiesen". Im Gespräch mit der "Zeit" wunderte sich Schröder über diese Darstellung und verwies auf einen an ihn gerichteten Brief Becks vom 10. September. Von einer Spur, die auf ihn verweise, sei darin nicht die Rede. Vielmehr dankte Beck "für die Unterstützung und den Rat".

Beck: Halbsatz sinnentstellend aus dem Zusammenhang gerissen

Beck widersprach inzwischen vehement der Darstellung, er habe Schröder beschuldigen wollen. Der entsprechende Halbsatz sei sinnentstellend aus dem Zusammenhang gerissen worden. Ihm sei berichtet worden, dass Schröder gegen ihn agiert habe. Er habe sich aber davon überzeugen können, dass diese Darstellung falsch gewesen sei. Dies habe er in seinem Buch auch deutlich gemacht.

Das Verhältnis zwischen Beck und seinem designierten Nachfolger Franz Müntefering ist offenbar auch nach der Aussprache vom vergangenen Freitag schwer beschädigt. "Mehr als dass man miteinander anständig und ordentlich reden kann, hat es nicht gebracht", sagte Beck in einem Interview mit dem Stern. Er werde voraussichtlich auch nicht am SPD-Parteitag am 18. Oktober teilnehmen, auf dem Müntefering zu seinem Nachfolger gewählt werden soll: "Ich will vor allen Dingen nicht für irgendwelche geheuchelten Bilder herhalten." Seinen Rücktritt bezeichnete der frühere SPD-Vorsitzende als richtig. Am Ende habe er eine "unerfüllbare Mission" gehabt. Er hätte es sich nicht vorstellen können, "mal an die Grenzen der psychischen Kraft" zu kommen. Politik könne krank machen. Er habe in der SPD-Führung keine Freunde gehabt. Beck kritisierte erneut den Umgangsstil in seiner Partei: "Wir duzen uns, wir nennen uns Genossen, aber wir verhalten uns nicht so."

joe/AP
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
lorac (25.09.2008, 20:38 Uhr)
Ausgerechnet Gerd Gazprom....
... dieser Herr hat ganz schön mitgedreht, sollte die Steineule Kanzler werden, wird Gas Gerd den Franzwalter wie eine Marionette führen!!!
ganzbaf (25.09.2008, 09:25 Uhr)
Quatschkanzler hat auch...

viel Quatsch gemacht.
Sich bei den letzten BTW zum Wahlsieger erklärt... ;-P
.
Ja, ne, echt: Diesem ahnunglosen Großmaul ist nicht zu helfen und nicht zu glauben.
NewWorld (24.09.2008, 22:29 Uhr)
Man kann....
...über Schröder sagen was man will, aber wenn nach 9/11 uns Angie schon Kanzlerin gewesen wäre, hätten wir schon einige Soldaten im Irak verloren. Denkt mal drüber nach.
Dann wären die Anschläge von London und Madrid vielleicht die von Berlin und Frankfurt gewesen.
Denkt mal drüber nach.
Schönen Abend noch.
Silbador (24.09.2008, 20:28 Uhr)
2x haben die Deutschen den zum Kanzler gewählt
Ich kann es bis heute nicht nachvollziehen.
Das Ergebnis der unnützen Gerd-Show-Jahre = die große Koalition, die nichts wirklich bewegt. Deutschland stagniert, das Umfeld wächst, "D" geht den Bach runter - aber was soll´s solange die oberen 10.000 abkassieren.
Sch...
fuchs0202 (24.09.2008, 20:14 Uhr)
mietling
ja, herr beck, da haben sie nicht genug geboten. herr schröder dient sich immer dem höchstbietenden an. der begriff moralische korruption hat unter ihm ganz neue dimensionen angenommen.
Georges13437 (24.09.2008, 20:02 Uhr)
How, es sprach der Heuchler aus Hannover
Der schlechteste Kanzler in der Geschichte der Bundesrepublik hat gesprochen und wieder mal Unsinn geredet, wie am Abend seiner Wahlniederlage. Gott sei Dank, wird diese SPD des Herrn Schröder, geboren aus den Wurzeln des Verrates und der Lüge, bei der nächsten Bundestagswahl, einen aussichtslosen Kampf führen und das ist gut so.
Es werden schon die Wähler aus der Pfalz ihren Kurt rächen.
MfG Georges13437
utospatz (24.09.2008, 19:24 Uhr)
Da erzählen die etwas vom Altkanzler Schröder,
ohne zu wissen, dass so ein Dämlack des deutschen Volkes Bärentöter!
Wäre mein verstorbener Papa nicht schon lange entsorgt, hätte er zum Einschmelzen eines solchen Arschloches einen Flammenwerfer geborgt!
utospatz (24.09.2008, 19:14 Uhr)
Da kenn ich ein Land,
das von parteiploitischen Idioten wird verbrannt! Nachdem ich erkannt, wie unter Wasser Fische küssen, ist mir eingebrannt, dass jeder der sozial sich äußert seine Konto-Nummer nicht hat genannt!
Gib deshalb einem jeden dießer Trottel eine Milliarde €uro und keine Kontonummer, lass schwimmen ihn, tausendmal um den Äquator, er wird ihn niemals finden, da aus Geldgeilheit er niemals in der Lage, seine eigene Hausnummer zu finden!
vegefranz (24.09.2008, 18:18 Uhr)
Leute wie Russen-Gerd und Lügilanti sind der grund, ....
..... warum die Bürger von den Politikern immer mehr angekotzt sind.
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