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12 oder 13 Schuljahre? Das Turbo-Abitur erhitzt die Gemüter der Eltern. Immer mehr West-Bundesländer rudern zurück und ermöglichen die Hochschulreife nach altem G9-Modell - der Ansturm ist riesig.
Krankenpfleger, Krankenschwestern und Hebammen in Deutschland sollen nach dem Willen der EU-Kommission künftig zwölf Jahre zur Schule gehen müssen.
Afghanistan ist das Land mit den schlechtesten Bedingungen für Mütter und Kinder - in Norwegen ist die Lage am besten.
Kinder der dritten bis achten Schulklasse, die Spaß an der Mathematik haben, melden sich einmal im Jahr zum internationalen Känguru-Wettbewerb an, der in diesem Jahr am 17. März stattfindet. Zum Üben nicht nur für den Wettbewerb stellt der Hanser Verlag nun eine eigene App vor. Die hier gestellten Aufgaben bringen Kinder zum Schwitzen, fordern aber auch ihre Eltern heraus. Die meisten Kinder sind froh, wenn die Mathestunde vorbei ist und sie Zahlen und Formeln wieder vergessen können. Das ist schade, denn Mathematik kann spannend, unterhaltsam und lehrreich sein. Um all die Schüler einmal zu fördern und zu fordern, die gern im Kopf mit Logik und mathematischem Sachverstand zu Werke gehen, gibt es einmal im Jahr den internationalen Känguru-Wettbewerb. Er wird vom Verein "Mathematikwettbewerb Känguru e.V." organisiert - der sitzt in Berlin und wirkt an der berühmten Humboldt-Universität. Mitmachen bei diesem Wettbewerb dürfen die Kinder der dritten bis achten Klassenstufe. Im letzten Jahr machten 825.000 Schüler aus Deutschland mit - eine beeindruckende Zahl. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Teilnahme völlig freiwillig ist. Zum Üben bietet der Hanser Verlag nun eine eigene App für das iPhone und den iPod touch an. Schüler, Geschwister und Eltern können sich in "Mathe mit dem Känguru" mit ihrem Namen anmelden und so ein eigenes Profil erstellen. Das merkt sich die eigenen Erfolge - und vor allem auch, welche Aufgaben bereits gestellt wurden, um Wiederholungen zu vermeiden. Die Kinder können sich gezielt für ihre Klassenstufe anmelden und bekommen dann nur Aufgaben gestellt, die ihrem Alter entsprechen - und die so auch im nahenden Wettbewerb drankommen könnten. Ältere Schüler und Erwachsene, die die App nur "just for fun" zum mathematischen Fitbleiben benutzen, können sich auch für "Alle Klassen" entscheiden - und bekommen dann ein Potpourrie aus sämtlichen Aufgaben gestellt. Am besten startet man die App im Trainingsmodus. Hier gibt es keine Zeitbegrenzung und man darf auch einen zweiten Tipp abgeben, wenn die erste Lösung nicht gestimmt hat. Im Fragenkanon gibt es Aufgaben unterschiedlicher Gewichtung. Manche sind recht leicht zu knacken, bringen dann aber auch nur 3 Punkte. Echte Hirnwindungsgeradebieger sind die Aufgaben, für deren richtige Lösung gleich fünf Punkte ausgelobt werden. Passend zu jeder Aufgabe gibt es fünf angebotene Lösungen. Nach dem Multiple-Choice-Verfahren muss eine richtige Antwort ausgewählt werden - die anderen vier sind falsch. In der App steht ein Highscore bereit, der die Höchstpunktzahlen der Spieler notiert. Das sorgt für mehr Anreiz beim Grübeln, Rechnen und Knobeln. Die Aufgaben haben es echt in sich. Hier ein Beispiel aus den Klassenstufen 3+4: "Welche 4 Ziffern müssen in der Zahl 4921508 ausgestrichen werden, um die kleinstmögliche drei-stellige Zahl übrig zu behalten?" Oder: "Die Summe von 8 Zahlen ist 1997. Eine dieser 8 Zahlen ist 997. Ich ersetze sie durch 779. Wie groß ist dann die Summe der 8 Zahlen?" Wer genug trainiert hat, startet die Prüfung. Hier hat der Matheprofi die Qual der Wahl, ob er 5, 10 oder 20 Aufgaben knacken möchte. In diesem Modus ist die insgesamt verfügbare Zeit knallhart beschränkt und bei einer falschen Antwort darf nicht noch einmal neu geraten werden. Auf diese Weise wird der echte Känguru-Wettbewerb sehr gut simuliert. Die App selbst ist frisch und farbig gestaltet, lässt sich intuitiv bedienen und macht auch sonst einen sehr modernen Eindruck. Über das Haus-Symbol ist der Spieler jederzeit ganz schnell wieder im Hauptmenü. Fazit: Es gibt so wenig gute Schul-Apps, mit denen die Kinder an ihrem iPod touch üben und knobeln können. Insofern ist "Mathe mit dem Känguru" eine echte Offenbarung. Die Kinder können mit der App nicht nur für den Wettbewerb pauken, sondern sie generell gleich für mehrere Schuljahre verwenden, um ein wenig neben den Hausaufgaben zu üben und den mathematischen Verstand zu fördern. Insofern sollten Eltern die 1,59 Euro ganz schnell in die Hand nehmen, um ihrem Nachwuchs einmal eine sinnvolle App zu besorgen. Wenn man bedenkt, dass entsprechende Übungsbücher leicht das Zehnfache kosten, sind die App-Kosten doch ein Schnäppchen. ( Carsten Scheibe ) Mathe mit dem Känguru 1.1 Anbieter: Carl Hanser Verlag Größe: 1,8 MB Preis: 1,59 Euro Sprache: Deutsch Wertung: ***** (5 von 5) Link zur Homepage Link zum AppStore
Oder: Die Kinder sind die Kinder sind die Kinder, die allerliebsten. Worum es heute geht: Der Schulbesuch zu zweit, ein Einkauf für Drei macht mehr Spass, bisschen wie Falschgeld, Star Warser-Aufnäher, ein Besuch im Zoo zu viert, alte Zeiten/neue Zeiten, ein Diktat am Abend und nur zu gern erfüllte Nacht- Streichel-Sonderwünsche. Und immer wieder grüßt das verdammte Murmeltier: wenn der getrennte Papi nach der Trennung immer wieder Einiges tun muss, was vor der Trennung selbstverständlich war und es hinterher noch sein sollte, so wirken neue Selbstverständlichkeiten nach wie vor ab und zu ein wenig - unwirklich. Wenn man etwa als Mutter und Vater vor den Lehrern von Marie beim Elternsprechtag in der Schule sitzt und die Bestätigung erfährt, dass eine vergangene Ehe doch mehr Spuren hinterlässt auf der gewundenen, kleinen, zarten Seele der Tochter als es manchmal den Anschein zu haben scheint. Weil sich nämlich ein neunjähriges Mädchen oft verhält als sei sie schon fünfzehn und stets ganz vernünftig und rücksichtsvoll und sensibel und irgendwie viel zu groß für ihr so junges Alter. Weil sich Marie - wie jedes andere Kind - verantwortlich fühlt für die getrennten Eltern, was sie natürlich weder muss noch soll noch überhaupt. Aber sie macht sich dauernd Gedanken und wünscht sich, dass der getrennte Papi wieder zurückkommen möge. Auch das wollen die Kinder, wir wissen es doch, aber es ist jedes Mal ein Angang, vorsichtig zu erklären, warum das nicht gehen wird; Mami und Papi aber immer Mami und Papi bleiben werden. Die emotionale Quadratur eines gewesenen Kreises, das soll nun ein Kind halbwegs verstehen, ohne dabei auf grüblerische Gedanken zu kommen. Und die Kinder sind die Kinder sind die Kinder, die allerliebsten und da muss sich der getrennte Papi am Riemchen reissen, aber hallo. Und wenn er's mal nicht muss wie zum Beispiel beim Einkauf im Supermarkt, dann geht's ihm um so besser. Denn es ist doch eindeutig schöner, für Drei einzukaufen als wie vor Lichtjahren, früher, nur für sich allein. Auf dem Band liegen für Alexander, Marie und den getrennten Papi einfach mal mehr Sachen als bei einem Allein-Einkauf. Ich komme mir dann halt alleiniger vor und bilde mir ein, das würden die Anderen in der Einkaufsschlange sofort bemerken - ist Blödsinn, weiss ich, totaler Blödsinn. Nur gibt es eben Situationen, Stunden oder Tage oder Wochen, da wird der Kopf plötzlich verdächtig leicht, es fehlt die Verbindung von Herz und Kopf und vice versa. Es macht sich eine so schwere Leere breit, obwohl das doch gar nicht geht, eine leere Schwere, noch so ein Blödsinn? Ein bisschen läuft der getrennte Papi dann wie Falschgeld durch die Stadt, um zum Beispiel Star Warser-Aufnäher bei H&M für die Einkaufstasche zu kaufen, die findet Alexander gerade wahnsinnig cool, die hat ihm schon mal die Schwester des getrennten Papi auf T-Shirts genäht. Und der getrennte Papi fühlt sich wie in einem Film, aber wie in einem Film, der irgendwo neben ihm und nicht in ihm abläuft. So ähnlich ist es, wenn auf Wunsch der Kinder ein Besuch im Zoo zu Viert am Wochenende unternommen wird und bei jeder Station dort ein oder mehrere Situationen aus den gemeinsamen Familien-Zeiten in den Sinn kommen. Aber darüber wird kein Wort verloren, was brächte das auch, wem und warum und so-wie-so. Nur dass alte und neue Zeiten sich zwischendurch verwässernd ineinander verweben und sich die Schichten der Erinnerung über- und untereinander schieben, zwischendurch weiss der getrennte Papi gar nicht, wie ihm geschieht. Aber auch das soll alles ganz normal sein und der Rest des Lebens hat doch weiterzugehen, das gehört sich jetzt einfach. Da hilft es mit Marie ein Diktat zu machen, das erdet und katapultiert den getrennten Papi in seine ersten Schuljahre, die er nicht unbedingt in der besten Rückschau drauf hat, eher weniger. Da relativieren sich die Diktat-Fehler der Tochter sehr schnell als das was sie eben sind: Diktat-Fehler, die korrigierbar sind. Das kann von anderen Fehlern des getrennten Papi durchaus nicht behauptet werden. Vor allem wenn's Fehler sind, die eigentlich bevor sie noch gemacht wurden, schon als solche gesehen wurden, die Alarmglocken läuteten, allein: sie passierten, sehenden Auges und mit wehenden Fahnen und sie sind einem kleinen oder grossen Untergang geweiht, denn sich der getrennte Papi auch selbst verpasst hat, no way out und dann doch wieder. Da lasse ich mich dann gerne mal ablenken von den Kindern, die schon von der schönen Blässe der Müdigkeit gezeichnet, einmal mehr gestreichelt werden wollen, in den Schlaf. Wer könnte diesen Wunsch nicht allzu gut nachvollziehen. Alexander möchte bitte erst noch am rechten Ohr und hinterher auf dem Rücken gestreichelt werden und schläft darüber ein mit einem gemurmelten "Ich hab' Dich lieb, Papi". Marie reicht es, an der linken Schläfe sanft berührt zu werden und auch sie versichert dem getrennten Papi ihre unverbrüchlichen Tochter-Liebe. Plötzlich ist es ganz stille im Schlafzimmer, friedlich, als würde die wilde Welt sich mal eben so gar nicht mehr drehen, sondern sich von den Menschen erholen und sich hinlegen und einfach ruhen. Dazu alsbald dann mehr vom getrennten Papi...
Die gute Nachricht: Deutsche Schüler haben sich bei der Pisa-Studie verbessert. Alles andere wäre auch inakzeptabel gewesen. Doch eines sollte der Bildungspolitik zu denken geben: der Aufstieg der ostasiatischen Staaten.
Deutschlands Schüler sind nur Mittelmaß - das ist die schlechte Nachricht der neuen Pisa-Studie. Die gute: Die Ergebnisse im Lesen und in Mathematik haben sich verbessert. Doch bis zum einsamen Spitzenreiter Shanghai ist es noch ein langer Weg.
Deutschlands Schüler sind besser geworden. Aber gegen kleine Finnen und ihre Altersgenossen aus Asien haben sie noch immer keine Chance - wenn es um Lesen und Rechnen geht.
Die Hamburger haben den Mut ihrer schwarz-grünen Regierung bestraft - und Deutschlands Schülern einen Bärendienst erwiesen. Die dringend notwendige Bildungsoffensive gerät nun ins Stocken.
Flackernden Bildschirmen kann bei uns auch der jüngste Kopf kaum noch entgehen. Schon Babys werden von den bunten Bewegtbildern magisch angezogen. Aber was machen diese mit einem Gehirn, das sich erst noch entwickeln muss?
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