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11. November 2009, 13:00 Uhr

Rentnern droht neue Belastung

Die 20 Millionen Rentner in Deutschland haben möglicherweise bald weniger Geld in der Tasche. Darauf hat die Rentenversicherung hingewiesen. Sollte die Regierung wie geplant den Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung einfrieren, müssten in der Folge auch Ruheständler steigende Beiträge allein tragen.

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Rentner müssen möglicherweise bald steigende Krankenversicherungsbeiträge allein tragen© Gerit Borth/DDP

Auf die etwa 20 Millionen Rentner in Deutschland kommen voraussichtlich neue Zusatzbelastungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu. Darauf hat der Präsident der Deutschen Rentenversicherung, Herbert Rische, am Mittwoch in Würzburg hingewiesen. Grund dafür ist die Absicht der neuen Bundesregierung, den Arbeitgeberbeitrag zur GKV einzufrieren. Weil damit auch der Beitrag der Rentenkassen zur Krankenversicherung der Rentner festgeschrieben würde, müssten Ruheständler wie auch Beschäftigte steigende Beiträge allein tragen, sagte Rische in Würzburg. Vor allem für die Bezieher niedriger Renten würden die finanziellen Spielräume enger.

Der Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung bleibt 2010 indes stabil bei 19,9 Prozent des Bruttolohnes. Dies sei nun offiziell im Bundesgesetzblatt festgeschrieben worden, teilte der neue Bundesarbeitsminister Franz Josef Jung (CDU) mit und wertete es als "ein wichtiges Signal für Beschäftigte und Unternehmen". Dass der Beitragssatz stabil bleibt, ist allerdings keine Überraschung. Erhöht werden müsste er nur, wenn die Rücklagen der Rentenversicherung unter einen Minimalwert von 20 Prozent einer Monatsausgabe sinken würden. Tatsächlich liegen sie aber derzeit bei fast 100 Prozent. Gesenkt werden könnte der Satz nur, wenn 150 Prozent erreicht wären.

"Da wird man noch einiges tun müssen"

GKV-Präsident Rische äußerte Zweifel an den Plänen der schwarz-gelben Regierung zur Bekämpfung von Altersarmut. "Da wird man noch einiges tun müssen." Eine garantierte Rente nach lebenslanger Beitragszahlung für Geringverdiener könne nur über zusätzliche Steuergelder sichergestellt werden.

Die geplante Anhebung der Minijob-Verdienstgrenze von 400 auf 600 Euro im Monat birgt nach Risches Einschätzung die Gefahr, dass damit immer mehr sozialversicherungspflichtige Jobs verdrängt werden. Wenn am Ende die Hälfte der Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor beschäftigt sei, könne man "die beitragsfinanzierte Sozialversicherung in die Tonne treten", warnte der Rentenexperte.

Union schließt Rentenerhöhung 2011 nicht aus

Der rentenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der Union, Peter Weiß stellte derweil die angekündigte doppelte Nullrunde für die Rentner infrage. "Wir werden in diesem Jahr wahrscheinlich keine Lohnerhöhungen haben." Deswegen sei für das kommende Jahr auch nicht mit einer Rentenerhöhung zu rechnen, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im RBB-Inforadio mit Blick auf die Wirtschaftskrise:. "Bei der Prognose für 2011 wäre ich etwas vorsichtiger. Das müssen wir einfach abwarten."

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung, Alexander Gunkel, hatte am Dienstag in Würzburg gesagt, erst 2012 sei wieder mit einer geringen Rentenerhöhung zu rechnen. In den kommenden beiden Jahren würden die Renten wegen der Lohnentwicklung nicht steigen.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 40)
 
galonero (12.11.2009, 15:40 Uhr)
Rente
Lieber raptor, das Buch Methusalem-Lüge ist 2006 erschienen, wie kann ein Autor vor 10 Jahren über eine Rente mit 67 schreiben????
Sie haben von Nichts eine Ahnung, und das fanatisch!!!!
nformationen zum Buch
ISBN 3446406999
Autor Ernst Kistler
Verlag Hanser
Sprache deutsch
Seiten 270
Erscheinungsjahr 2006
Extras -
Preis ab 19,90 Euro
knilch_59 (12.11.2009, 12:47 Uhr)
@raptor-xl
1. Die Rente ist eine Versicherung! Die Leistungen hängen nicht von der Bedürftigkeit, sondern von den eingezahlten Beiträgen ab. Kapitaldeckung ist KEINE Voraussetzung für das Versicherungsprinzip, im Gegenteil (sonst wäre es Sparen)
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2. Auch die Tatsache, dass die Teilnahme Pflicht ist, ändert nichts am Versicherungsprinzip (siehe Krankenversicherung, Kfz-Versicherung, usw.)
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3. Jede Vorsorge, also auch die kapitalgedeckte Rente, hängt letztlich von der Produktivität zu dem Zeitpunkt ab, zu dem sie gezahlt ist, weil zu jedem Zeitpunkt dem Geld ein produktiver Gegenwert gegenüberstehen muss (Siehe Osswald v. Nell-Breuning, ca. 1957). Wenn im Jahre 2050 30 Millionen Rentner jeden Monat 1.500 Euro ?entsparen? möchten, muss der Kapitalmarkt robust genug sein, um auf der anderen Seite auch 45 Mia monatlich wieder sparen zu können. Wenn es aber nur noch 20 Mio Erwerbstätige gibt, müssten die jeder jeden Monat 2.250 Euro pro Nase sparen können, sonst crasht der Markt, die Kurse fallen = RENTE-NIX-MEHR-WERT-SEIN (Erklärung für FDP-Fans = FÜR-DOOFE-POLITIK)
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4. Wenn gestiegene Produktivität auf alle Mitglieder einer Volkswirtschaft zu verteilen ist, stellt sich die Frage der Verteilungsgerechtigkeit: wie bekommt man im Jahr 2050 die 20 Millionen Erwerbstätigen dazu, dass sie tatsächlich bereit sind 30 Mio Rentner und 10 Mio Kinder mitzuversorgen? Heute meckern wir schon über eine Umverteilungsquote von über 50%, dann benötigen wir rund 75% (einschließlich der Beschäftigten im öffentlichen Sektor). Und FÜR-DOOFE-POLITIK fordert gerade mehr Netto vom Brutto!!!
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So bleibt wieder einmal stehen: Ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wirkt fragwürdig, weil es völlig wissensfrei postuliert wird. Fordern Sie als nächstes die Aufhebung der Schwerkraft, weil sie lästig ist?
raptor-xl (12.11.2009, 10:54 Uhr)
@andre1971germany
richtig! die rente ist eine umlage und keine versicherung. die genration jetzt versorgt die alten. und weil die jetzige generation aber parallel keine kinder in die welt setzt, klappt das kartenhaus zusammen.
da können politiker noch so viel von gestiegener produktivität sprechen, es fällt zusammen!

wäre nämlich die rente eine versicherung, dann könnte man die kündigen. und das wäre toll! denn dann könnten die leute von heute für sich selbst sorgen und der staat bringt nur noch die jetzt zu versorgene generation bis zum ende durch.

so aber wird es sein, dass heute die jungen die alten versorgen, selbst aber keine kinder in die welt setzen und parallel kein geld zur eigenvorsorge zurücklegen, was dann zu massiv steigender altersarmut führen wird. jeder halbwegs normale mensch weiß das, aber macht dennoch kaum was. alle warten auf vater staat. und der schweigt oder lügt in diesem thema...
raptor-xl (12.11.2009, 10:48 Uhr)
@galonero
das mir empfohlene buch ist schon vor zehn jahren erschienen und leider auch wieder längst überholt. es war eine zeit, wo sich alle mal absonderten. da gab es auch nieten in nadelstreifen und andere bücher, die alle eins machten: einige beispiele nehmen, verrühren und die dann eigene wahrheit daraus erfinden.
und wenn die bevölkerung dann angst hatte von der vergreisung und der nieten in den chefetagen, dann gab es ein anderes buch: sorge dich nicht, lebe...

der gleiche mist und alles keine lösung, um sein eigenens leben in den griff zu bekommen. die rente, die man morgen haben will, muss man sich alleine erarbeiten. ein anderer wird dafür nichts mehr zahlen. in spätestens 20 jahren ist ende damit. das errechnet jeder professor einer hochschule, aber jeder politiker behauptet dennoch in der talkshow das gegenteil. entscheiden sie, wem sie glauben.
Fakten (12.11.2009, 09:23 Uhr)
Nur weiter in Afghanistan/NATO...
...die Milliarden verschwenden!

Darueber regt sich wohl niemand auf? Ein Volks von Schafen und Kaelbern das schon einmal schmerzhaft erfahren musste wie so etwas endet.

Wie? Kann uns nicht passieren?
andre1971germany (12.11.2009, 08:29 Uhr)
Argument vorwegnehmen
...jetzt kommt gleich der Satz "ööh, da sind doch soviele versicherungsfremde Leistungen drin".
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Stimmt nur bedingt, die Fremdrenten wuren am Ende von Kohl drastisch runtergefahren und er Steuerzuschuss übertrifft ie verbliebenen mittlerweile um ein weites
andre1971germany (12.11.2009, 08:27 Uhr)
Rein-Raus
Die Rente ist ein Umlage und keine Versicherung im herkömmlichen Sinne.

So wird i.d.R. nur das in dem Monat an Rente ausgezahlt was an in dem Monat an Beiträgen eingegangen ist. Geht weniger rein kann theoretisch auch weniger raus.
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Da der Staat aber schon so einiges an Steuergeld reinpumpt, werden die Folgen für die Rentner da ja jetzt schon abgemildert.
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Für die ganz Beklopp*** nochmal ganz langsam: Wenn eine Kuh viel Gras frisst kann sie viel Scheissen, frisst sie nix kommt auch nix!
tatanuna (12.11.2009, 00:02 Uhr)
Rentner werden gemolken
Bin seit 1.11. d.J. Rentner. 47 Jahre Beitrag gezahlt und fast immer oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient. beziehe eine etwas auskömmliche Rente, die durch FDJ-Merkel und Guidolein praktisch gekürzt wird.Reduziert doch endlich die Beamtenüberversorgung, denn die fressen den Staat langsam auf.Liebe Rentner wählt doch bei der nächsten NRW-Wahl nicht die Schwarz- Gelben als Warnschuss und gebt bei der nächsten BTW den schwarz-gelben nicht eure Stimme.Dann wird nämlich FDJ-Merkel bei 20% landen.
galonero (11.11.2009, 22:58 Uhr)
Rente
Wer also bis jetzt eine Anwartschaft von 1.000,00 Euro Altersvorsorge erwitschaftet hat bekommt nur noch 750,00 Euro ausgezahlt. Na vielen Dank Herr Raffelhüschen!!!! Stärkt die Rentenversicherung, nieder mit den Privatanbietern wie Allianz und Co.
galonero (11.11.2009, 22:54 Uhr)
Rente
Altersvorsorge, nicht Alterversorgung!!!
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