. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
7. Januar 2010, 10:55 Uhr

Schluss mit dem Blindflug!

Schwarz-Gelb hat sich beim Regieren bislang an einer Fantasiewelt orientiert, nicht an der Wirklichkeit. Der Krisengipfel muss einen Neustart bringen - alles andere wäre verantwortungslos. Ein Kommentar von Hans Peter Schütz

Krisengipfel, Regierung Schwarz-Gelb regieren

Gespaltene Koalitionsspitze: Der FDP-Parteichef Guido Westerwelle, die CDU-Vorsitzende Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer (v.l.n.r.)© Sean Gallup/Getty Images

Jetzt treffen sich die Parteichefs also im Kanzleramt - Angela Merkel, Horst Seehofer und Guido Westerwelle. Aber Krisengipfel? Neee, rufen CDU, CSU und FDP laut. Krise kennen wir nicht, Krise gibt es nicht. Wir regieren die Republik doch fabelhaft. So ungefähr klangen die Botschaften, die vom Drei-Königstreffen der FDP und aus dem CSU-Berglager im Wildbad Kreuth ertönten. Und nichts wurde mit solcher Penetranz vorgetragen wie der Satz: Wir machen, was wir vor der Wahl versprochen haben. Wir halten Wort! Ehrenwort!

Wenn das so ist, so sollte man zum Beispiel den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer beim Wort nehmen. Der hat uns soeben mit der Erkenntnis überrascht, Politik müsse sich nach den Realitäten richten. Ach, was wäre es schön, wenn der CSU-Chef selbst einmal damit bei sich selbst anfangen würde. Wenn er mal gründlich nachforschen würde, wie zig Milliarden Euro aus der Kasse der von ihm kontrollierten Bayerischen Landesbank verschwinden konnten, ohne dass die CSU rechtzeitig aufmerkte. Oder welcher Sinn darin steckt, den Hoteliers eine Milliarde Mehrwertsteuer zu schenken, mit dem das ohnehin marode Mehrwertsteuersystem noch kränker gemacht wurde.

Kritik von Lammert

Statt sich auf Kampfgeschrei zu beschränken, sollten sich die Parteivorsitzenden auf ihrer Krisenkonferenz schlicht einmal darauf besinnen, dass Politik, die sich nicht an den Sachzwängen orientiert, verantwortungslos ist. Ihre Amtseide haben die Politiker in Regierungsämtern auf das Gemeinwohl abgelegt. Nicht auf ihre Parteiprogramme. Bislang jedoch operiert die schwarz-gelbe Regierung vor allem nach einem Gesichtspunkt, der mit politischer Gesamtverantwortung nichts zu tun hat: Wichtiger als Problemlösungen sind die Prozentzahlen unserer Partei.

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat dankenswerterweise versucht, seine Parteifreunde und die Kanzlerin daran zu erinnern. Der Vorgang hat Gewicht. Ein CDU-Bundestagspräsident ruft eine CDU-Regierungschefin zur demokratischen Ordnung. Erinnert sie daran, dass es parlamentarisch leichtfertig ist, Gesetze durchzupauken ohne jeden Blick auf die Realitäten. Als ob die Machtverteidigung jedes Mittel rechtfertigte.

Schluss mit der Taktiererei!

Vielleicht schafft es die kommende Krisenrunde, sich auf den Weg der Vernunft zu begeben. Etwa dadurch, dass sie beschließt, künftige politische Operationen und Geschenke an der nächsten Prognose über die künftigen Steuereinnahmen zu orientieren. Damit die derzeitige Blindfliegerei beendet wird, dass uns weitere Worthülsen erspart bleiben und sich die Koalition in der Finanz- und Haushaltspolitik an der Realität orientiert. Es ist verständlich, wie sich FDP und CSU darauf kaprizieren, umzusetzen, was sie vor der Wahl versprochen haben.

Vielleicht sollten sie sich aber endlich einmal einen Gedanken darüber erlauben, ob sie nicht Wahlkampf gemacht haben mit windbeuteligen Versprechungen. Unter welcher Voraussetzung macht also der angekündigte Krisengipfel Sinn? An seinem Ende müsste ein Neustart stehen, der sich realpolitisch orientiert. Will heißen: Steuersenkungen sind längst nicht so wichtig wie sinnvolle Investitionsanreize. Geld in Hoteliersbetten zu stecken oder Erbschaftssteuergeschenke zu verteilen, gehört nicht in diese Rubrik. Ferner muss die peinliche Taktiererei mit Blick auf die wichtige Landtagswahl im Mai in NRW aufhören. Wer weiterhin bis dahin über bevorstehende unbequeme Wahrheiten schweigt, vergeudet wertvolle Zeit für überfällige politische Entscheidungen. Bisher ist den Beteiligten der koalitionäre Kleinkrieg wichtiger gewesen als überlegte Krisenbewältigung. Und vor allem müsste die Kanzlerin Merkel endlich ihr Politik des Stillschweigens und Herumdrückens um klare Entscheidungen aufgeben. Mit der ihr zur Verfügung stehenden Richtlinienkompetenz geht sie bisher feige und fahrlässig um.

Ein Kommentar von Hans Peter Schütz
 
 
KOMMENTARE (10 von 31)
 
pat26 (08.01.2010, 16:17 Uhr)
@tannebaum
mit Ihrem letzten Kommentar bin ich nicht überein.
Sie haben sicher recht, wenn Sie den Bachelor kritisiern. Trotzdem gefällt mir Ihre Art und Weise nicht, wie Sie die heutigen Studenten diffamieren.

"parallel besuchte ich vorlesungen vom prof. schwanitz, weil ich den so toll fand."

Hier liegt ja das Problem, genau das ist heute nicht mehr möglich. Zum einen am strikt vorgegebenen "Stundenplan" und zum anderen an der nicht vorhandenen Zeit. Viele Diplomstudiengänge wurden, nicht angepasst, sondern deren Inhalt einfach in 6 Semester gepackt, statt 8.

Sie sprechen von fehlender "sozialer Kompetenz". Seien Sie doch erhlich, das war/ist doch ein grundsätzliches Problem vieler Hochschulabsolventen, nicht nur in heutiger Zeit.

"die studenten von heute leiden definitiv nicht unter zeitdruck.."
Wenn Sie das behaupten, haben Sie sich nicht wirklich informiert. Wie oben bereits erwähnt, ist das das Hauptproblem heutiger Studenten. Ein enormer Zeitdruck und Leistungsdruck. Wenn Sie dann keine gut betuchten Eltern haben und für Ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen müssen, wird das ganze sehr eng.

"aber wir werfen ein wahnsinnig gutes prinzip der dualen ausbildung über bord, weil wir nicht den fachkräftebereich fördern, sondern den studienbereich. das ergebnis: wer ne ausbildung macht, ist schon blöde. alle eltern verlangen gymnasialreife, notfalls per rechtsanwalt eingeklagt und jagen ihre sprösslinge alle auf die uni. und ich erhebe aml die ansicht, dass mindestens 40% dort nicht hingehören und 70% nicht über den bachelor (wenn überhaupt) hinauskommen."

Diese Aussage ist sicherlich falsch. Wo bitte schön, wird denn der Studienbereich besonders gefördert? Das Problem ist doch ein ganz anderes. Die Poltitik muss für Arbeitsplätze sorgen. Was bringt einen die Ausbildung, wenn man danach in die Arbeitslosigkeit rutscht. Schauen Sie sich doch mal die Zahlen an, von derer die nach der Ausbildung vom Betrieb übernommen werden. Die Wahrscheinlichkeit mit einem akademischen Abschluß einen Job zu bekommen ist immer noch wesentlich höher.
tannebaum (08.01.2010, 10:35 Uhr)
@pat26
die studenten von heute leiden definitiv nicht unter zeitdruck...

selbst schüler im gymnasium, die von 13 auf 12 klassen gekürzt wurden, haben eine höhere stundenzahl als die studenten.

und das man in lerngruppen abends stoff büffeln muss, dass gilt für jeden. der eine schüler macht dann hasuaufgaben, andere machen im abendgang ihr abi nach, andere besuchen die volkshochschule, etc...
studenten sind da heute nicht gerade die gruppe der notleidenen.

ich habe anfang der 80er studiert. bwl mit schwerpunkten arbeitsrecht und psychologie. parallel besuchte ich vorlesungen vom prof. schwanitz, weil ich den so toll fand. und abends jobbte ich im schachcafe. ich habe 4 jahre gebraucht, dann war ich dipl.kaufmann. wenn ich heute zurückdenke, dann war das dennoch die zeit, wo ich am meusten freizeit hatte. denn nie wieder konnte ich mir den tag so frei einteilen.

der bachelor von heute ist nicht mal ansatzweise ein vollstudium.

in new york hatte ich mal eine interessante vorlesung erlebt. hotelkellner für grandhotels "studieren" in fachlehrgängen, weil es keine ausbildung (schon gar nicht in dualer form wie bei uns) gibt. gleiches gilt für zahnarzthelferinnen. die "studieren" natürlich keine ewigkeiten, aber sie nennen es eben so.

all diese berufe werden bei uns über eine normale ausbildungszeit von drei jahren (mit möglicher verkürzung) vermittelt. würden wir diese berufszweige mitzählen, so stünden wir im vergleich zu den usa gar nicht schlecht dar...

aber wir werfen ein wahnsinnig gutes prinzip der dualen ausbildung über bord, weil wir nicht den fachkräftebereich fördern, sondern den studienbereich. das ergebnis: wer ne ausbildung macht, ist schon blöde. alle eltern verlangen gymnasialreife, notfalls per rechtsanwalt eingeklagt und jagen ihre sprösslinge alle auf die uni. und ich erhebe aml die ansicht, dass mindestens 40% dort nicht hingehören und 70% nicht über den bachelor (wenn überhaupt) hinauskommen.

die normalen ausbildungsberufe haben fachmangel, denn dass, was als rext aus den schulen übrigbleibt, ist derart schlecht erzogen und gebildet, dass viele realschüler an der aldikasse mathematisch (trotz scanner) verzweifeln.

auf der anderen seite überschwemmen wir das land mit bacheloraspiranten, die alle keinerlei fachliche kenntnisse haben. von der arbeitswelt nichts verstehen. keine sozialkompetenz besitzen, die führung von menschen nicht beherrschen und aber meinen, sie wären jetzt die gurus.

ihr übersteigertes selbstwertgefühl, verstärkt mit dem angeblichen studium in der tasche, macht es dann zum verhängnis, wenn diese in der arbeitswelt scheitern. der anteil der nicht vermittelbaren bachelor steigt. viele sind gefrustet, wenn sie nur praktika bekommen, aber denen fehlt eben jede soziale kompetenz.

ich habe mal an einem auswahlverfahren teilgenommen. groß angelegt mit 50 kandidaten und rollenspielen. aufgabe: erklären sie bitte dem verwaltungsangestellten in einem großraumbüro, dass er einen zu starken eigengeruch durch mangelnde hygiene entwickelt.

es war eine katastrophe. die meisten wollten lustig sein, kumpelhaft wirken und waren doch tölperhaft. das war schillerstarße oder frei schnauze, aber keine sozialkompetenz !!! ein solcher abteilungsleiter würde es schaffen, dass die leute ihn nach drei wochen nicht mehr ernst nehmen, dann verachten und schliesslich hassen, weil er denen sicher auch den aufstieg versaut.
Administrator (08.01.2010, 09:15 Uhr)
@Prologo
@Prologo
Ihr Kommentar wurde gelöscht! Beleidigungen sind gegen die Regeln und werden entfernt!

Herzliche Grüße,
Ihre stern.de-Admins
pat26 (07.01.2010, 19:16 Uhr)
@tannebaum
Sie haben teils sicherlich recht mit Ihren Argumenten. Wer ist aber verantwortlich für unser Bildungssystem? Da können Sie den Schülern und Studenten keinen Vorwurf machen. Hier ist wiederum die Politik gefragt.

"wer heute als bachelor denkt, er hat studiert, der leidet unter realitätsverlust. "

Na ja, die Aussage finde ich wiederum beleidigend. Nicht umsonst demonstrieren momentan Studenten gegen bologna und werden dafür noch als asoziales Pack beschimpft.
auwei (07.01.2010, 17:43 Uhr)
@tannebaum
Zitat: "als ich das studium beendete, da schlugen nicht mal 26% der schulabgänger einen akademischen weg ein. dennoch fanden auch realschüler locker eine ausbildungsstelle." Das war - wann? Außerden - was hat die Tatsache, dass ein Bchelor "hinterhergeworfen" wird, mit dere Geldhürde für weniger Betuchte zu tun?
Zitat: "und ich warte immer noch auf ihren beweis, dass es uns hier sooooo schlecht innerhalb der eu geht. " Der Beweis ist nicht zu erbringen, weil es eben auf das "wir" ankommt. Was die Kaufkraft der unteren Mittelschicht und der unteren Schicht betrifft - recherchieren wir einfach die Zahlen. Es geht nicht darum, ob der bundeseutsche Geringverdiener weniger zu knabbern hat als der spanische (das hat er vermutlich nicht), sondern wie die Lasten und der Anteil an der Wertschöpfung zwischen den gesellschaftlichen Gruppen verteilt werden - "Einkommensschere" nennt sich das. Und auch dazu gibt es belastbare Zahlen. Und damit verabschiede ich mich aus der Diskussion, das Ganze überstrapaziert doch ein wenig die Kommentaroption. Eines noch: Zitat: "es ist schlichtweg falsch, dass alle arbeitgeber reich sind. vielen geht es sogar sehr schlecht, weil die derzeit keine kredite bekommen und die eigenkapitaldecke zu dünn ist.
(...) dabei ist es schlicht falsch, dass reiche keine steuern zahlen. sie tun es immer, wenn sie hier arbeiten." So einen Blödsinn habe ich auch nicht behauptet, das ist viel zu pauschal.
tannebaum (07.01.2010, 17:24 Uhr)
@nightmare_online
a.) anscheinend verstehen sie den zusammenhang zwischen arbeitskosten, sozialabgaben, lohnstückkosten und lohnzusatzkosten nicht.
ohne dieses wissen aber, können sie kaum in den vielen zahlen des statistischen bundesamtes ersehen, was letztendlich hinten rauskommt.

unsere arbeitskosten liegen auf platz 6 (so war es 2008) in der eu. im gewerbetreibenden segment sogar platz 2 oder 3. also sehr weit oben!
wissen sie, warum wir abgenommen haben? weil der bereich dienstleistungen so billig ist. und wissen sie, wer das runterdrückt? hartzIV-ler ohne ausbildung oder zwischenfinanzierte schulabbrecher, die als stellvertretende hauptkartonzerreisser ein leben der unqualifizierten und kaum vemittelbaren fristen müssen.
also nicht, weil der staat die arbeit billig macht. ganz sicher nicht!!! die ursache liegt in den billigen jobs, die von leuten gemacht werden, die für höhere aufgaben die qualifikation nicht haben.

und dann schauen sie mal auf den vergleich der sozialabgaben und den lohnzusatzkosten (kaum einer macht so viel urlaub oder erhält derart geld im krankheitsfall, etc.).

wenn sie sich aus allem die summen ziehen (mit einem taschenrechner schaffen auch sie das) und dann mal schauen, was so netto bleibt, dann wissen sie, was bleibt.
zwischen der entwicklung der brutto- und der nettogehälter ist ein riesiges loch.

aber auch für sie noch einmal zur info: der böse arbeitgeber ärgert sich auch, dass die lohnkosten so hoch sind. die sozialkosten muss auch fast zur hälfte tragen und etwas weniger lohnnebenkosten wären auch nicht schlecht. denn er leidet darunter sehr...

denn es ist der staat, der beiden seiten das geld nimmt. der böse, böse arbeitgeber (also ihr privates feindbild) kann da gar nichts für.

b.) ich gehöre nicht zur merkeltruppe, habe nicht deren parteibuch und erzähle auch nicht, dass der aufschwung irgendwo angekommen ist.

sie sind so oberflächlich, dass sie selbst das nicht bemerken. eine andere deutung ihres aufnehmungsvermögens kann ich nicht ausschreiben, weil die regeln das verbieten würden.
tannebaum (07.01.2010, 17:06 Uhr)
@auwei
ohne studium keinen job? was für ein schwachsinn!!! als ich das studium beendete, da schlugen nicht mal 26% der schulabgänger einen akademischen weg ein. dennoch fanden auch realschüler locker eine ausbildungsstelle.

heute wird jedem der bachelor nachgeworfen, der bis drei zählen kann. allein in berlin geht über die hälfte aller schüler auf ein gymnasium!!! und das allein bei den sprach- und integrationsproblemen. von defiziten in mathe, chemie und biologie rede ich erst gar nicht!!!
die schulen hier schreiben regelmäßig brandbriefe an den senat, weil ein normaler unterricht unmöglich ist. aggression, zu volle räume, desinteresse und störungen machen einen unterricht unmöglich. wissensvermittlung gleich null.
und das nicht, weil die lehrer streiken oder keinen bock haben. es sind die schüler, die sich nicht benehmen.


wer heute als bachelor denkt, er hat studiert, der leidet unter realitätsverlust.

vier von fünf bewerbern mit dem bachelor können mir nicht in 30sekunden sagen, was 3% von 80 ist. die kommen mit abstrakten wissen, aber ohne jede praktische erfahrung und wollen am besten den laden gleich übernehmen.
aber wären im einfachsten verkaufsgespräch nicht mal in der lage zu errechnen, ob sich ein skonto oder ein preisnachlass für das unternehmen lohnt.
kaum einer kann debitor und kreditor unterscheiden, aber kauen dir stundenlang was von algebra ins ohr...

die leuten finden keine jobs, weil ihnen grundelementare dinge nicht zugänglich sind. von kopfrechnen bis rechtschreibung. von manieren bis erziehung. es fehlt an allem und davon viel...

und viele firmen suchen ihr heil in den bachelorabgängern, weil sie hoffen, dort auch nur etwas niveau zu finden, was bei heutigen realschülern oder gar hauptschülern gar nicht mehr zu finden ist.
letztere sind auch in 30 minuten und selbst mit taschenrechner nicht in der lage, die oben stehende aufgabe zu errechnen!!!

das ist die realität!!!


und ich warte immer noch auf ihren beweis, dass es uns hier sooooo schlecht innerhalb der eu geht.

unsere lohnkosten sind zu hoch. etwa platz 6 in der eu. aber netto sind wir immer schlechter dran... schuld sind hohe sozialabgaben, lohnzusatzkosten und das ist alles der staat. der arbeitgeber zahlt das gleiche meist auch noch.
fast 90% aller arbeitgeber kommen aus dem mittelstand und die leiden ebenfalls unter den hohen lohnkosten. und die meisten besitzer dieser mittelstandfirmen können selbst nur von den gehältern einiger banker (auf denen hier immer rumgetrampelt wird) nur träumen.
es ist schlichtweg falsch, dass alle arbeitgeber reich sind. vielen geht es sogar sehr schlecht, weil die derzeit keine kredite bekommen und die eigenkapitaldecke zu dünn ist.

das die regierugnen immer die reichen als verursacher darstellen, ist dreist und verlogen. dabei ist es schlicht falsch, dass reiche keine steuern zahlen. sie tun es immer, wenn sie hier arbeiten.

aber wenn sie nur ihr vermögen verwalten, ganze firmen oder reihenweise immobilien besitzen, dann finden sie viele möglichkeiten geld zu sparen, abzuschreiben oder andersweitig vor dem fiskus zu retten.

neider sprechen von steuerschlupflöcher. aber das ist falsch. die haben ja nicht die reichen gemacht. diese "löcher" sind da, weil der staat sie -trotz wissen darüber- nicht schliesst. es ist also alles legal. und der staat selbst sollte die frage beantworten, warum er da nichts unternimmt.

ps: die größten abschreinungen durften unternehmen übrigens unter rot/grün machen. so viel geld gab es noch nie für die vom staat.
nightmare_online (07.01.2010, 16:40 Uhr)
@tannebaum
ROTFL, wieder mal nach dem Motto "Kenntnisfrei und Spass dabei" unterwegs? Oder negieren sie schlicht die Realität (was ich angesichts Ihres Parteibuches verstehen könnte)? Bei Destatis können sie sich die Fakten raussuchen. Und die sind genauso wie ich sie beschreiben habe. Und apropos lügen: Gelogen haben sie. Und die Bundeskanzlerin. Als sie nämlich woichenlang über die Dörfer zug und verkündete "Der Aufschwung kommt bei den Menschen an".
auwei (07.01.2010, 16:13 Uhr)
@tannebaum
Zitat: "
1. dann zeigen sie mir mal eine, die ihre argumente stützt. ich wage jeden vergleich mit spanien, portugal, griechenland, polen, tschechien, etc..." Was ist mit UK, Frankreich, Skandinavien, Benelux?
2. Ich rede vom Studium (ohne lässt sich ja kaum noch ein Job finden.
3. Was hat die Lohnsteuer mit Steuerflucht und halbseidener Armrechnerei zu tun? In punkto Vermögen scheinen wir d'accord, ich wüsste wirklich nicht, was ich nicht verstanden haben sollte.
tannebaum (07.01.2010, 16:02 Uhr)
@auwei
zu schnell getippt.... lohnsteuer, nicht lehnsteuer
MEHR ZUM ARTIKEL
Treffen noch im Januar Krisengipfel soll Koalition kitten

Seit Wochen knirscht es mächtig im Gebälk der Koalition. Vor allem der Steuerstreit entzweit die neue Regierung. Ein Krisengipfel soll nun den Zwist beenden, den offiziell niemand zugeben will. mehr...

stern-RTL-Wahltrend Schwarz-gelbe Koalition liegt in Umfrage knapp vorn

Union und FDP starten in der Gunst der Wähler mit einem knappen Vorsprung ins neue Jahr. Im "Stern"-RTL-Wahltrend kommt die Union wie in der Woche zuvor auf 35 Prozent, die FDP stagniert bei 12 Prozent. Die SPD verharrt bei 22 Prozent. mehr...

Schwarz-Gelb Neues Jahr, alter Streit

Der Beginn der schwarz-gelben Regierungszeit war holprig und auch ins neue Jahr ist die Koalition mit altem Streit gestartet. Auf den anstehenden Treffen von FDP und CSU in Stuttgart und Wildbad Kreuth könnte sich der Ton nochmal verschärfen. Stoff für Auseinandersetzungen gibt es reichlich: mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe