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Massenprotest gegen den bisher größten Nato-Gipfel: Viele tausend Aktivisten haben am Sonntag mitten im Zentrum der Millionenstadt Chicago gegen Krieg und Nato-Politik demonstriert.
Nun rollen sie. Ein Bus nach dem anderen gießt Demonstranten in Amerikas drittgrößte Stadt Chicago. Ein buntes Sammelsurium des Protests gegen den Doppelgipfel von Nato und G8-Nationen streift durch die Wolkenkratzerschluchten.
"Schande, Schande", skandierten Demonstranten vor Schloss Bellevue, Vuvuzela-Getröte demolierte den Zapfenstreich. Bizarrer hätte der Abschied des Präsidenten nicht ausfallen können.
Alle demonstrieren gegen Stuttgart 21: Anzugträger, Rentner, normale Bürger. Oft klassische CDU-Wähler. Merkel und Mappus vergrätzen sie zusehends - und setzen ihre Macht aufs Spiel.
Sind Pflastersteine ein Mittel zur Meinungsäußerung? Der gewalttätige "Schwarze Block" der Anti-G8-Demos spaltete die Gipfel-Gegner. Wie die Steinewerfer zum Zankapfel wurden, berichtet der letzte Teil der stern.de-Serie über die Folgen von Heiligendamm.
Demonstranten haben ein Recht sich zu wehren, sagt der Berliner Arzt und Linksaktivist Michael Kronawitter. Im Interview mit stern.de spricht er über gewalttätige Proteste beim G8-Gipfel und über die Lust am Steinewerfen.
CDU-Politiker Clemens Binninger ist überzeugt: Die Polizeiführung in Hamburg hat bei den jüngsten Demonstrationen "absolut richtig" gehandelt. Im stern.de-Interview erklärt er, wer seiner Meinung nach wirklich die Versammlungsfreiheit gefährdet.
Die Krawalle von Rostock haben die Anliegen der friedlichen G8-Kritiker diskreditiert. Die unerträglich gewalttätigen Schwarzkapuzen haben Schluss gemacht mit dem Mythos, sie ließen sich einhegen. Und sie haben Schluss gemacht mit dem Mythos, die Polizei wisse, was sie tue.
Mit ihrem Busen-Plakat hat Vera Lengsfeld Kapriolen in den Medien geschlagen und die eigene Partei gegen sich aufgebracht. Aber damit hat die Einzelkämpferin kein Problem. Ihre Kernkompetenz heißt: Zoff.
Allein die Berliner Polizei hatte 6000 Sicherheitskräfte im Einsatz, die sich stundenlange Straßenschlachten mit Randalierern lieferten. Zu wenig Beamte, sagt die Gewerkschaft der Polizei: Die heftigen Krawalle zum 1. Mai hätten die Lücken im Personalbestand offenbart. Auch angesichts der zunehmenden Gewalt seien Menschenleben gefährdet.
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