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16. Januar 2010, 16:42 Uhr

2011 soll Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan beginnen

Der Verteidigungsexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, hat die Konsensbemühungen der Bundesregierung in der Afghanistan-Frage begrüßt. "Es ist gut, wenn Kanzlerin Angela Merkel das Gespräch mit Oppositionsführer Frank-Walter Steinmeier sucht", sagte Arnold der "Welt am Sonntag".

Der Verteidigungsexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, hat die Konsensbemühungen der Bundesregierung in der Afghanistan-Frage begrüßt. "Es ist gut, wenn Kanzlerin Angela Merkel das Gespräch mit Oppositionsführer Frank-Walter Steinmeier sucht", sagte Arnold der "Welt am Sonntag". Bevor die Regierung mehr Bundeswehrsoldaten nach Afghanistan schicke, müsse allerdings geklärt werden, was diese dort tun sollen. Sinnvoll seien mehr Bundeswehrsoldaten vor allem zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte, als Übersetzer oder bei der Aufklärung.

Berichten zufolge strebt Merkel einen Konsens mit der SPD bei den anstehenden Entscheidungen über den deutschen Einsatz in Afghanistan an. Ende Januar wird in London eine Afghanistan-Konferenz organisiert, auf der über eine neue Strategie beraten werden soll, um den seit acht Jahren dauernden Einsatz doch noch zu einem Erfolg zu machen. Die USA haben bereits eine Truppenerhöhung um 30.000 Soldaten beschlossen, die Europäer machen eine solche Entscheidung von einem neuen Konzept für das Land am Hindukusch abhängig.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel forderte, mit dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan bereits im kommenden Jahr zu beginnen. 2011 fange auch Amerika an, seine Truppen zu reduzieren, sagte Gabriel der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Das heißt: Auch Deutschland muss 2011 mit dem Abzug beginnen." Bis dahin müsse Deutschland aber "bedeutend mehr afghanische Polizisten und Soldaten ausbilden und das sehr viel schneller als bisher", sagte Gabriel weiter. Die Forderung nach mehr Kampftruppen in Afghanistan lehnte er als falsch ab.

AFP
 
 
 
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