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2. Januar 2009, 08:19 Uhr

Althaus liegt im künstlichen Koma

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus hat sich bei einem Skiunfall in Österreich am Neujahrstag schwer verletzt. Er erlitt eine Hirnblutung und befindet sich im künstlichen Koma. Der verantwortliche Arzt gab allerdings Entwarnung: Es bestehe keine Lebensgefahr für den Politiker. Eine Skifahrerin verletzte sich bei dem Zusammenstoß mit dem Christdemokraten dagegen so schwer, dass sie starb. Sein Helm rettete Althaus möglicherweise das Leben.

Althaus Thüringen Ski-Unfall Koma Ministerpräsident

Schwer verletzt: Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) liegt im künstlichen Koma© Hendrik Schmidt/DPA

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) ist am Neujahrstag bei einem Skiunfall in der Steiermark in Österreich schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei stieß der 50-jährige CDU-Politiker am Donnerstagnachmittag gegen 14.45 Uhr auf einer Piste der Riesneralm bei Donnersbachwald an der Kreuzung zweier Abfahrten mit einer 41 Jahre alten Skiläuferin aus den USA zusammen.

Die beiden Verletzten wurden zunächst von Rettungskräften zur Talstation gebracht, um dort von einem Rettungshubschrauber übernommen zu werden. Die Skifahrerin slowakischer Abstammung erlag noch auf dem Transport ins Krankenhaus ihren schweren Kopfverletzungen. Die "Thüringer Allgemeine" berichtet unter Berufung auf einen Polizeisprecher, dass Althaus einen Skihelm getragen habe, die bei dem Unfall ums Leben gekommene Frau jedoch nicht. Die Behörden wollen am Freitagvormittag in einer Pressekonferenz über den genauen Unfallhergang berichten.

Bei Althaus, der nach dem Unfall zunächst ansprechbar war, habe es danach Komplikationen ergeben, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Der thüringische Ministerpräsident wurde sofort ins Krankenhaus Schwarzach im Pongau geflogen, wo er am Abend gegen 18.15 Uhr eintraf und sofort im Schockraum behandelt wurde.

Lebensgefahr besteht derzeit nicht

Althaus erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und befindet sich derzeit im künstlichen Tiefschlaf, wie der behandelnde Arzt Christoph Collersbeck sagte. Der Patient habe auch eine kleine Hirnblutung. "Lebensgefahr besteht derzeit nicht", sagte Collersbeck. Am Freitag soll entschieden werden, ob man ihn aufwachen lassen könne.

Der CDU-Mann ist seit Juni 2003 Ministerpräsident des Landes Thüringen. Zuvor hatte er mehrere Jahre lang als Kultusminister gedient. Dem thüringischen Landtag gehört er seit 1990 an. Ende August, wenige Wochen vor der Bundestagswahl, wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Bislang wurde davon ausgegangen, dass Althaus wieder als Spitzenkandidat der CDU antritt. Seit zwei Jahren gehört Althaus auch dem Präsidium der Bundes-CDU an.

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Mike Mohring, reagierte bestürzt auf die Nachricht von dem Unfall. Er sprach den Angehörigen der ums Leben gekommenen Skifahrerin sein Beileid aus: "Wir hoffen und beten, dass der Zustand des Ministerpräsidenten sich stabilisiert und er von seinen Verletzungen genesen wird."

DPA/AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 19)
 
starmax (02.01.2009, 10:00 Uhr)
Keine Meldung?
1000 Berliner stürmen Polizeiwache in Prentzlau, stecken 15 Autos in Brand - und es ist der deutschen Presse keine Meldung wert (ORF berichtet!). Da müssen die Knochen von Althaus viel viel wichtiger sein...
TschiTschi (02.01.2009, 09:48 Uhr)
Tragischer Unfall ...
..., der gewiss zunächst für alle Betroffenen - auch unabhängig der Schuldfrage - das Mitgefühl verlangt.
Interessant ist trotzdem die Frage, wer da wem reingebrettert ist und warum es (bisher?) keine Zeugen gibt, obwohl Herr Althaus doch mit seinen Gorillas unterwegs war.
Interessant auch die Frage, wie's jetzt in Thüringen weiter geht. Denn wenn die Gehirnverletzungen wirklich so schwer sind, kann es Monate dauern, bis Herr Althaus wieder voll belastbar ist (wenn er es überhaupt wieder werden wird). Spannend zu sehen ist, wie seine christlich demokratischen "Freunde" mit dieser Situation umgehen!
Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: Mein Mitgefühl gilt der getöteten Ski-Fahrerin, ihren Angehörigen und dem Menschen Althaus (+ Angehörige). Aber als Politiker ist man halt nicht nur Privatmann!
JanvanHelsing (02.01.2009, 09:46 Uhr)
gegessen wird nur zu Hause
@achat
sie gehen wohl nie auswärts essen o. fahren in andere Länder in Urlaub???
Die Tatsache das Hr. Althaus Politiker ist, setzt doch nicht voraus das er nur im eigenen BL Urlaub machen darf.
Zum Bericht u. den Kommentaren;
Es schlimm genug das eine Frau bei dem Unfall ihr Leben verlor, das hier aber Beruf o. sonst was diskutiert wird ist einfach nur geschmacklos.
Mein Beileid der Familie u. gute Genesung dem Herrn Althaus...
Dem STERN wünsche ich bessere Rechercheure u. lasst es einfach Agenturmeldg. zu Berichten aufblasen, dazu gibt es in D schon ein Blatt, allerdings mit 4 Buchstaben...
AchazIII. (02.01.2009, 09:24 Uhr)
Hat Althaus nicht in Thüringen genug Skigebiete?
Die unfreiwillige politische Botschaft dieser Meldung ist doch: Selbst der thüringische MP fährt lieber nach Österreich zum Skilaufen und gibt dort das Geld (sein eigenes?) aus. Thüringen , gewiss nicht arm an eigenen Skigebieten, reicht selbst ihm nicht.
2009 wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt.....
Die Linken wird diese Meldung freuen.
Sie liegen in den Umfragen ohnehin schon vorn.
Malt (02.01.2009, 09:24 Uhr)
Naja...Naja
Toller Bericht, muss ich schon mal sagen! Kein definitives Wort über den Unfallhergang, und nur lapidares aus der Krankenakte des Herrn Althaus. Interessanter wäre doch, wer wem reingefahren ist, denn auch auf Pisten gibt es Vorfahrtsregeln! Oder gab' es keine Zeugen? Braucht die Frau von althaus am Ende 3 Bodyguards, weil ihr Alter Schuld am Unfall trägt, und die Familie der tödlich Verunglückten das Krankenhaus des Unfallverursachers belagert? Wer weiß, wer weiß?
.
Also, ich finde, dass das die eigentlich Interessantere Nachricht wäre... denn darum geht es doch... jede Woche verunglückt irgendwo jemand tödlich beim Skifahren, darüber steht ja sonst auch nichts in der Zeitung, oder? Naja...
Clemens1964 (02.01.2009, 08:42 Uhr)
erschreckend nur,
wie wenig intelligent "der" stern leser ist, siehe dazu u. s. beitäge...
soondecember (02.01.2009, 08:23 Uhr)
übler Sport
Abfahrtsskifahren ist ein übler Sport, ich finde gerade im reiferen Alter sollte man diesen hirnrissigen Sport nicht mehr mitmachen. Wahrscheinlich kennt jeder jemand der schon einen schlimmen Abfahrtsskiunfall hatte.
Dazu ist es sehr teuer und die Landschaft leidet auch über die Massen.
Ich sage in meiner Familie, lasst uns Langlauf machen, da können wir die Landschaft geniessen und es ist nicht so gefährlich.
Was Kommentatoren in Richtung teuer angeht, nun wirklich teuer sind die Verletzungen im Abfahrtski durch den Massensport, die Allgemeinheit wird durch die vielen schweren Skiunfällen schon sehr belastet, auch der "beinah ganz normale" Bänderriss oder Knochenbruch, kostet das Gesundheitswesen richtig viel Geld.
Das ein Ministerpräsident ein paar Bodyguards hat, die auch der Frau zur Seite stehen, finde ich nicht verwerflich, schliesslich sind führende Politiker in dieser Hinsicht schon gefährdet.
pillowystar (02.01.2009, 08:05 Uhr)
Hm.....
....seine Frau wurde mit drei Leibwaechtern versehen "noch abends" in die Klinik eingeflogen....
Da draengen sich mir doch glatt 2 Fragen auf:
1. Verbringt man nicht als Ehepaar den Jahreswechsel in der Regel zusammen?
2. Ist Frau Althaus eine so stark gefaehrdete Person, dass sie gleich drei Leibwaechter braucht? Und wer bezahlt eigentlich den Flug dahin - wie die drei Leibwaechter vermutlich auch der Steuerzahler?
PatZ. (02.01.2009, 01:30 Uhr)
Word!
Ich denke, man kann hier alle bisherigen Meinungen unter einer zusammenfassen, denn (komischerweise) stimme ich Euch allen vollkommen zu (ausser hayabusa-treiber und sotospeak :D)
In diesem Sinne:
WORD!
(engl. (ugs) fuer vollkommenes Zustimmen)
peterhamburg (01.01.2009, 23:30 Uhr)
Hohlköpfe
Da stirbt eine Frau und man macht sich hier Sorgen, welchen Beruf sie gehabt hat? Die Anteilnahme wird davon abhängig gemacht, ob schwarze Pisten Kreuzungen haben, in welchem Tempo den Berg hinabgefahren wird oder ob jemand Alkohol getrunken hat?
Warum kann man nicht einfach sagen:
Schlimme Sache - hoffentlich geht´s ihm bald besser. Mein Beileid an die Familie und Freunde der Verstorbenen.
Geht doch.
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