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So ungerecht geht es zu in Deutschland

Wie ungerecht geht es in Deutschland zu? Auf diese Frage des stern haben hunderte Leser ihre Meinung bei uns abgegeben. Die Mehrzahl der Zuschriften lesen Sie in diesem Artikel.

Was ist ungerecht bei uns ...

  • dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird
  • dass Manager ihr Gehalt erhöhen, während ihre Leute entlassen werden
  • dass Manager nicht für ihre Fehler bzw. Fehlentscheidungen zur Rechenschaft bezogen und durch teure RA vertreten werden, die sie aus allem heraus boxen, so dass im Höchstfalle eine Bewährung- oder Geldstrafe heraus kommt, während bei Ottonormalverbraucher jeder Fehltritt gesühnt wird.
  • dass Manager selbst bei einer Pleite gehenden Firma eine Abfindungen bekommen, während sich ein Arbeiter oder Angestellter nach einem Jahr auf Sozialhilfe Niveau befindet.
  • dass die noch vorhandene Arbeit nicht auf alle arbeitsfähigen Menschen verteilt wird, so dass alle z.B. statt acht und mehr Stunden nur noch 6 Stunden oder weniger arbeiten.
  • dass oft keine Leute eingestellt werden obwohl die gebraucht werden und die, die noch da sind für zwei arbeiten müssen, z.B. Kranken- und Altenpflege
  • dass wir von unseren Politikern belogen werden
  • dass alles nur auf Gewinn bedacht ist und alles Menschliche verloren geht
  • dass wer arm ist, schlechtere medizinische Leistungen erhält
  • dass es eine zwei Klassen Medizin gibt
  • dass durch die Null Runden die Rente immer weniger wird, während die Lebenshaltungskosten ständig steigen
  • dass wer arm ist früher stirbt
Ursula L. Jordan
Berlin


Ungerecht ist eigentlich sehr milde ausgedrückt!
Was in Deutschland schon lange nicht mehr stimmt, ist die Verhältnismässigkeit der Dinge. Es kann nicht sein, daß jemand, der ein Leben lang in einem Unternehmen gute Arbeit geleistet hat, vergleichsweise schlecht dasteht, wenn das Unternehmen "umstrukturiert". Es ist gelinde gesagt unmöglich, daß ein sogenannter Manager Millionen kassiert wenn er ausscheidet und dann sein Wissen in ein Konkurrenz-Unternehmen einbringt. Wenn jemand in ein Unternehmen einsteigt, das von Generationen aufgebaut wurde, und dann 10-20 Mio. p.a. erhält, dann stimmt etwas nicht mehr. Normalerweise wird die Bezahlung nach dem Grundsatz der Leistung einer Person festgelegt, bzw. welches Wissen in die Firma oder die Behörde eingebracht wird.
Um es kurz zu machen: Es muss von oben angefangen werden, die Dinge in Ordnung zu bringen, nicht von unten. Vielleicht sollten die "Entscheidungträger" sich mal morgens um 6 Uhr oder früher in den Bus oder Zug setzen und hören was das Volk sagt.
Karl Tröger
Hanau


Himmelschreiende Ungerechtigkeiten in Deutschland, die von Eliten beschlossen werden, die selbstverständlich niemals selber davon betroffen sind! Dies ist schon die erste Ungerechtigkeit bevor es richtig losgeht.
  1. Immer dann wenn es wichtig wäre wird das Volk nicht direkt gefragt und es entscheiden "repräsentative" Politiker, gut bezahlt von dubiosen "Nebenarbeitgebern" über unser Geschick.
  2. Der Reichtum der Geld-Elite mehrt sich weiter . Dies spaltet die Gesellschaft immer schneller. Trotzdem will man beschämende Skandal-Löhne nach unten nicht begrenzen.
  3. Die Lebensleistung älterer Arbeitnehmer zählt nichts mehr. Ein 25jähriger, der noch keinen Tag im Leben gearbeitet hat wird einem 50 jährigen mit 35 Arbeitsjahren, dessen Chef die Firma ins ach so günstige Ausland verlegt hat, nach 12 Monaten bei der finanziellen Unterstützung gleichgestellt. Allerdings erst dann wenn der 50jährige seine Altersvorsorge bis auf den geringen Schonanteil verbraucht hat. (Dies wurde von Sozialdemokraten eingeführt)
  4. Manager handeln nach rein kapitalistischen Motiven. Sie haben keinerlei gesellschaftliche Verantwortung für ihr Tun. Man ist geneigt anzunehmen, je größer der Flopp, desto besser wird ihnen der Abschied mit Millionen versüßt. Die Rickes, Sommers, Schremps, Essers, Schumachers, Kleinfelds usw sprechen eine allzudeutliche Sprache. Ob Opel, Karstadt oder BenQ...... aber egal, dann werden eben tausende "Kosten auf zwei Beinen" elegant entsorgt. Alles immer unter der Maxime der globalen Zwänge. Ein Arbeitnehmer, der grobes Fehlverhalten an den Tag legt fliegt raus und steht oft vor den Scherben seiner Existenz. Einem unfähigen Manager wirft man dagegen die Millionen hinterher, damit er bloß nicht zurückkommt.
  5. Ungleiche Behandlung zwischen Kassenpatienten und privat Versicherten. Beschämend auch die scheinheilige Diskussion und das Erstaunen der Politik über die Besserstellung der privat versicherten Patienten (Termine, Wartezeiten, sonstige Privilegien) Eine solch allgemeine Lebenserfahrung aus der ganzen Gesellschaft wird von der Politik zynisch und erstaunt in Frage gestellt.
  6. Obwohl unsere neue Kriegslust in der Welt eine Söldnertruppe anstelle der alten Bundeswehr erforderlich macht, hält man an der ungerechten Wehrpflicht fest. Da nur noch wenige junge Männer "gezogen" werden, wird der ganze Vorgang immer unsinniger.
  7. Anstelle den zukünftigen Rentnern über ihre zu erwartenden Bezüge im Alter reinen Wein einzuschenken, wird von der Rente mit 67 gefaselt. Dies ist auch zukünftig aus Ermanglung an arbeitenden Senioren eine reine Ankündigung zur drastischen Rentenkürzung. In der Masse wird man in der Wirtschaft wie immer den bequemen Weg suchen und keine älteren Arbeitnehmer aufqualifizieren, sondern wie in den 60er Jahren, bedingt durch die Demografie nach Gastarbeitern schreien.
  8. Kindermangel in Deutschland. Nach den neoliberalen Richtlinien der Sozial-Destroyer um die "Sinns und Westerwelles" wäre die Entscheidung nach Familiengründung mit mehr als einem Kind und den daraus folgenden Sachzwängen ein ökonomischer Supergau. Kinderreiche Familien erleben diese Ungerechtigkeiten täglich aufs Neue.
Ich möchte hier schließen, obwohl ich noch lange weiter schreiben könnte. Mit 50 Jahren und einem relativ sicheren Job bin ich über die weiteren Entwicklungen in einem der noch reichsten Länder der Welt sehr gespannt. Da wir erst am Anfang der Sozial-Egalisierung auf ein deutlich niedrigeres Niveau stehen, wird dies zu zwangsläufig zu Problemen führen. Die Gerechtigkeitsfrage wird uns weiter begleiten und zu einem deutlich härteren Umgang miteinander führen. Denn nichts anderes heißt "Eigenverantwortung"! Verantwortung hat man für andere, bei sich selbst ist die Grenze zum Egoismus winzig klein. Warum nicht Leben und Leben lassen?
Mit freundlichem Gruß
Herbert Jansen
Inden/Frenz

Ich habe von 1964 bis 2000 schon das getan, was man der jetzigen jungen Generation dringend empfiehlt, nämlich für eine Betriebsrente vorgesorgt. Meine Beiträge wurden aus meinem "versteuerten" Gehalt entrichtet. Jetzt wird diese Betriebsrente erneut versteuert. Es ergibt sich also eine Doppelbesteuerung. Ist das gerecht?
Horst Wachholz

Die manifest gewordene Ungerechtigkeit kann man an zwei Verhaltensweisen (Trends) in unserer Gesellschaft festmachen:
  1. Die sinkende Wahlbeteiligung
  2. Die Nachwuchsverweigerung
Beide Schwerpunkte verhalten sich fließend, ja sie bedingen sich und sind die Folge einer nicht akzeptierten globalisierten Wirtschaftsform, die als im Kern und nicht nur in ihren Auswüchsen als lebensfeindlich und ungerecht angesehen wird.
Zu 1. Die Parteien vertreten nicht mehr die Bevölkerung, sondern nur noch die Interessen der Wirtschaft. Eine vernetzte Funktionselite und wissenschaftlich ausgebuffte Lobby, die jederzeit über die Medien Zugang zur Öffentlichkeit hat, sorgt in einer für die normale Bevölkerung nicht mehr zu toppende Arroganz und Dominanz dafür, dass die anstehenden "Reformen" stets zu Lasten der Normal-Bevölkerung gehen, aber nie zu Lasten der oberen 15-18 Prozent der Bevölkerung.
Zu 2. Die verunsicherte und allein gelassene Unterschicht sorgt in ihren Lebensvollzügen dafür, dass Arbeitsplatz- und Zukunftsängste sich weit in die Oberschicht der gehobenen Mittelschcht hinein auswirken. Hier gilt, wer Zukunftsängste haben muss, der wird keine Kinder mehr zeugen. Spätestens hier schließt sich der Kreis. Der Begriff und Wert der Freiheit ohne soziale Sicherheit, wie sie von der globalisierten Wirtschaft immer weniger gewährleistet werden kann, wirkt hohl und verliert deshalb immer mehr an Bedeutung.
Fazit: 80-85 Prozent der Bevölkerung empfindet keine Teilhabe mehr am Geschehen in unserer Gesellschaft und auch keine Teilhabe am riesenhaften Reichtum in dieser Republik. Deshalb bedarf es mehr Bürgerbeteiligung auf verschiedenen Ebenen. Zum anderen brauchen wir runderneuerte, glaubwürdige Parteien. Weil die so genannten großen Volksparteien das Vertrauen zerschlagen haben, sollten nur noch kleinere Parteien zugelassen werden. Dadurch wird automatisch mehr Bürgernähe erzielt. Und letztendlich muss der Einfluss der Eliten und der Medien zurückgedrängt werden. Die Bevölkerung muss durch ein neues Presserecht direkten Zugang zur Öffentlichkeit erhalten. Die Meinungsfreiheit des Einzelnen und somit auch die Meinungsbildung, ist bei uns durch die Zugangsregularien der Verleger und Besitzer von Verlagen und Redaktionen zur Pressefreiheit für die o.a. Eliten verkommen. Hier muss etwas geschehen, da die Meinungsbildung über die Parteien wegen des Vertrauensverlustest nicht mehr gegeben ist.
Wen nichts geschieht, wird unsere Demokratie implodieren, mit allen negativen Folgen. Denn zu einer revolutionären Tat ist diese Bevölkerung, wie in vorindustriellen Phasen üblich, nicht mehr fähig. Hier hat die von der Wirtschaft dem Individuum zugewiesene Rolle als Konsument zu Verfügung zu stehen, längst Wirkung gezeigt. Die Fremdbestimung schreitet voran, dank der universalen Globalisierung.
Günter Bialkowski
Aerzen

  1. Wir alle zahlen SOLI obwohl versprochen wurde nur für ein paar Jahre
  2. Rentner zahlen auf ihre sowieso knappe Rente Krankenkasse und Pflegeversicherung
  3. Überall wo Zwangsabgaben/Mitgliedesbeitrag gezahlt wird werden wir über den Tisch gezogen Siehe Gesundheitswesen oder Öffentlich Rechtlicher Rundfunk /TV usw.
Günter Wengler

Hallo, eine zum Himmel ( oder auch zur Hölle ) schreiende Ungerechtigkeit ist es für mich wenn ein Mitbürger, der eine einfache, aber ebenso ehrenwerte wie notwendige Tätigkeit ganztags ausübt, z.B. ein Briefträger, von seinem Verdienst keine Familie mehr ernähren kann.
Ein Staat der dies zulässt handelt unwürdig. Ein solches System habe ich nie gewollt und finde es schade darin groß geworden zu sein!
Reinhard Felten

Hallo Stern, ich bin auch der Meinung, dass es in Deutschland ungerecht zugeht. Für mich als Betroffene besonders im Blickpunkt: Die Bildung. Ohne enstprechende finanzielle Mittel ist es kaum möglich, eine den Interessen und Fähigkeiten entsprechende Förderung zu bekommen. Das reicht von der Abschaffung der Lehrmittelfreiheit bis zu fehlenden kostenlosen Angeboten für musikalische/kreative/sportliche Entfaltung. Außerdem fehlt die notwendige finanzielle Absicherung über ein Minimum an Bildung hinaus, z.B. für den Besuch einer weiterführenden Schule. Dies alles muss von den Eltern getragen werden, die aber evtl. mehr als ein Kind haben, dem sie dieses gern ermöglichen würden. Ohne zusätzliche finanzielle Mittel aus dem Verwandtenkreis wäre ich über die Realschule nicht hinausgekommen. Ein weiterer Feld, wo es meiner Meinung nach extrem ungerecht zugeht, ist die Steuerpolitik. Nur wer Geld hat, kann auch Steuern sparen, dem Rest wird das hart erarbeitete Geld gar nicht erst in die Hand gegeben. Hier spreche ich aus meinen Erfahrungen als Steuerfachangestellte.
Was einen als 'normalen Bürger' aber am meisten wurmt, ist die Eigen-Protektion der Politiker-Kaste. Es geht nicht um absolute Beträge, es geht darum, dass man das Gefühl hat, dass alles auf eine Wahrung der Besitzstände und 'Vetternwirtschaft' hinausläuft. Ein völliger Mangel an Objektivität sich selbst gegenüber. Relativierend muss ich sagen, dass es mir persönlich nicht schlecht geht, ich nicht das Bedürfnis habe, auszuwandern und dass es sicherlich in vielen anderen Ländern noch schlimmer ist. Aber ich habe auch keine Kinder, bin jung und gesund, und habe eine gute Bildung. Das hat nicht jeder.
Es gibt bestimmt auch Länder, die das Thema 'Gerechtigkeit im täglichen Leben' besser interpretiert haben!
Viele Grüße,
Martina Hesse
Braunschweig


Hallo Stern-Macher,
meiner Meinung nach geht es in Deutschland immer ungerechter zu. Auf der einen Seite werden Mio.-Deals mit Vorständen und anderen Größen der BRD gemacht und andererseits werden die einfachen Menschen immer Ärmer.
Wie kommt es? Die Antworten die wir von der Politik erhalten, sind gelinde gesagt, immer nur verharmlosendes Geschwätz. Zwar wird gesagt, man muss sich privat vorsorgen wie z. B. über Riester od. sonstiger Altersvorsorge, aber wie viel Cash hat ein Familienhaushalt od. Single- noch zur Verfügung? Da kann ein pauschaler Abwinkerer der anders Denkenden (nicht betreffene)nicht darüber helfen, das anscheinend sehr viele Menschen immer mehr in finanzielle Not kommen, oder wie gibt es das, das in einem der reichsten Länder dieser Erde es Kinder gibt, die Hungrig in die Schulen od. Kindergärten kommen?
Ich habe hierfür auch kein Rezept. Aber ich denke mir das sehr viele Menschen diese Demokratie als Abartig einseitig einstufen und sich wieder einen starken Mann wünschen. Und dies ist eine Gefahr für unsere Demokratie! Hier sind die Politiker gefragt und denen werfe ich Blindheit vor. Sie sehen längst nicht mehr die Not der Bürger, sondern diese machen nur noch Kniefälle vor den verschiedenen Lobbyisten. Und darum geht nichts mehr weiter in diesem Staat.
Unsere Politiker (alle Parteien), Lobbyisten der verschiedenen Verbände/Organisationen und sonstige Wirtschaftslenker sind die Totengräber Deutschlands! Sie alle haben Schuld, wenn wir wieder einmal einen starken Mann an die Macht bekommen. Liebe Politiker, Euch interessiert das Volk nicht mehr! Dafür aber hat die NPD neuen Zulauf.
Gruß
Michael van der Hirtz

Guten Tag Stern-Redaktion,
Seit 19 Jahren selbständig freiberuflich arbeitend hatte ich vom ersten Tag meines Berufslebens Geld fürs Alter zurückgelegt, wohlverstanden seinerzeit nicht steuerlich begünstigt ( die "Vorsorgepauschale" war bereits mit den Beiträgen für die Krankenkasse ausgeschöpft ). Das kleine Vermögen durfte ich darüberhinaus noch im Rahmen der Vermögenssteuer jedes Jahr erneut wieder versteuern. Nun bin ich bald 59 Jahre, meine Auftraggeber sämtlich im Ruhestand, die Jüngeren arbeiten lieber mit jüngeren Externen zusammen. Wenn ich die nächsten Jahre es nicht schaffen sollte, mich finanziell über Wasser zu halten, muß ich meine über Jahrzehnte angesparte Altersvorsorge aufbrauchen. Wirklich zu dumm, dass ich mein Geld nicht "schwarz" ins Ausland geschafft habe oder besser noch gleich verkonsumiert habe. Wie schrieb Herr Wickert einmal so richtig: Der Ehrliche ist der Dumme, oder eben diejenige, die brav Geld anspart als von vornherein sich auf die staatliche Unterstützung zu verlassen. Das finde ich ungerecht.
Ann Junk
Hamburg

Ungerecht ist es, wenn Menschen 8 Stunden oder mehr am Tag arbeiten gehen und damit nicht genug verdienen um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können, der Staat Lohnkostenmodelle (1 EUR Jobs) fördert und damit immer mehr reguläre Jobs zerstört, Beiträge für Versicherungsleistungen steigen und dafür von immer weniger Leistungen erbracht werden. Andererseits sieht man, dass es in den Nachbarländern auch anders geht, nur scheint hier unsere Politik blind für funktionierende Beispiele zu sein.
Thomas Seyffarth
Wentorf


Sehr geehrte Damen und Herren,
leider gibt es eine Vielzahl von Ungerechtigkeiten, die in Deutschland bereits zum Standard geworden sind. Hier nur eine kleien Auswahl, die mir spontan einfällt:
  1. Durschnittsrente Arbeiter / Durschnittpension Beamte : ca. 850€ / 2400€
  2. Entlohnung in deutschen Firmen: Ausländische MA bekommen in sehr vielen Firmen für gleiche Arbeit und oft für sogar viel bessere Ausbildung ein viel geringeren Lohn. Eine Differenz von 2000€ ist keine Seltenheit.
  3. Gewaltige Unterschiede zwischen Privatpatienten und Kassenpateinten. Die meisten Einrichtungen sind von Kassenpatienten bezahlt, oder? Warum dann diese Unterschiede zu ungunsten der Kassenpatienten??
  4. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld ist drastisch gekürzt worden. Jedoch die Beiträge nicht. Wer bekommt das zu viel eingezahlte Geld?
  5. Viele Bundesbürger (viel zu viele) haben keine Lust auf Arbeit. Bekommen dennoch viel zu hohe Unterstützung vom Staat. Leider in vielen Fällen völlig übertrieben hoch sind. Im Vergleich zum Durschnittsverdienst hat dies nichts mehr mit einem gesunden Menschenverstand zu tun.
Das lediglich nur eine kleine Auswahl durch meine eigene Erfahrung in dieser Republik.
Mit freundlichen Grüssen
Hans-Jürgen Wittig

Ich sag's kurz nund bündig: Solange sich Wirtschaft, Justiz und Politik, egal welcher Coleur, nicht Hand in Hand, sondern in die (schmutzigen ?) Hände arbeiten, gibt es für die sogenannten kleinen Leute keine Chancen mehr. Siehe hierzu die z. Zt. geführte Armendebatte, die bereits 15 Jahre früher hätte kommen müssen, sowie beispielsweise die Kanther - CDU - Schwarzgeld-Affäre, wo doch tarächlich nach der x-ten Revision gerichtlich festgestellt werden sollte, ob sich Herr Kanther als Anwalt, Volljurist, Ex-Innenminister und Abgeordneter über die Folgen seines Tuns bewußt war. Unglaublich!
Die Beispiele ließen sich aus den Tageszeitungen beliebig fortsetzten. Es geht in den Betrieben, Gemeinden/Städten über das Land und den Bund los und endet dann, wenn sich endlich einer traut, irgendwann vor der Justiz. Und dann kommt der Ackermann-Spruch: Die Zahlungen waren zur "Stabilisierung der Gegenwart im Interesse der Zukunft" nötig. Dann wird prozessiert auf Teufel komm raus, hierzu fehlt den Kleinen dasGeld , bis das Ergabnis passt. Es fehlt dann nur noch, daß die evtl. anfallenden Prozesskosten in den sogenannten Abfindungen einkalkuliert sind. Die Korruption lebe hoch !
Die Nichtwähler werden wohl auch alles ungerecht Behandelte sein. Ich halte das System nicht mehr für reformierbar.
Mit freundlichen Grüßen - ein nicht ungerecht Behandelter.
Gustav Eckel

Sehr geehrte Damen und Herren,
erst einmal ein großes Lob, dass Sie die Sache angehen und bereit sind, die Mails von jedem "Otto-Normalverbraucher" zu lesen und auszuwerten.
Nun zu meiner Meinung: Leider geht es in Deutschland schon von oberster Ebene an nicht gerecht zu. Ein paar Beispiele:
  • Wie können Politiker, die selbst mit ihren Familien alle privat versichert sind, über eine Krankenkassen-Reform entscheiden? - Wundert es da wirklich jemanden, dass das System weiterhin ungerecht bleibt und weiterhin die wirklich gut verdienenden die kleinsten Beiträge (in die Privatkassen) zahlen und dafür aber grundsätzlich besser und bevorzugt behandelt werden?
  • Für jeden wird die Mehrwertsteuer angehoben, nur die Steuer auf die wichtigen, notwendigen Dinge bleibt beim ermäßigten Satz von 7 %. Zu diesen Dingen zählen auch lebende Pferde, Original-Kunstwerke, Hummer und Langusten in Dosen etc. - Es ist doch sehr rücksichtsvoll von den Politikern, ihren Kollegen den Erwerb dieser Dinge zu erleichtern, nicht?
  • Verschwendet ein normaler Arbeitgeber Geld von seinem Betrieb, muss er generell mit einer Kündigung rechnen, wenn nicht mit einer Schadenersatz-Klage. Ganz anders aber auf den oberen Ebenen. Hier werden Steuergelder verschwendet ohne Ende (man erinnere sich z.B. an die Maut-Pleite), aber die Verantwortlichen machen ungestraft munter weiter und behalten ihre Gehälter und Pensionen ohne die geringsten Abstriche.

Beste Grüße,
Gisela Degen
Mainz-Kastel


Ich finde es ungerecht und äußerst unfair, wie dieser Staat und diese Gesellschaft mit Arbeitnehmern von 50plus umgeht.
Aus dem "normalen" Erwerbsleben als "zu teuer" ausgegrenzt, stehen viele von uns - trotz hoher Motivation und hoher Qualifikation - auf der Straße. Bei der Arbeitsagentur werden wir a priori als "nicht vermittelbar" eingestuft und so lange mit Bewerbungstrainings und ähnlichen Beschwichtigungsstrategien hingehalten, bis wir durchgereicht werden können zu ALG II.( die internen Dienstanweisungen der Agentur für Arbeit, wie man mit Erwerbslosen ab einem bestimmten Alter zu verfahren habe, sind ja mittlerweile offenes Geheimnis) Dort angekommen, werden wir zunächst einmal ausgeplündert. Denn das, was wir uns in einem langen Arbeitsleben mühsam erarbeitet haben um unser Alter zu sichern (denn wir sollen ja alle eigenverantwortlich für unser Alter vorsorgen, nicht wahr?) , wird uns jetzt erst einmal abgenommen - wir sind ja "nicht bedürftig". Wir müssen uns hochnäsig abfertigen lassen von Sachbearbeiter/Innen die dem Alter nach unsere Kinder sein könnten und deren Arbeitsplätze wir über Jahre mitfinanziert haben, man bezeichnet uns als "Sozialschmarotzer" und versucht uns einzureden, dass wir an unserer Situation selber schuld seien. In den Medien kommen wir in der Regel nicht vor, denn dort sind Erwerbslose nur dann Thema, wenn sie ihre Kinder verhungern lassen oder anderweitig kriminell werden. Uns wir sind - leider(?) - zu gut erzogen, um Randale zu machen oder auf die Barrikaden zu gehen. Eine durch und durch unbefriedigende Situation, die durch die Krokodilstränen unserer Herren und Damen Politiker über die "Neue Unterschicht" und das "Prekariat" nicht besser wird. Eins dürfte aber so sicher sein, wie das Amen in der Kirche: Dieselben Leute, die heute den Kopf zusammenschlagen über das in Deutschland neu entstehende Lumpenproletariat, werden in spätestens 15 Jahren im Sechseck springen. Denn dann wird die jetzt betrogene und ausgeplünderte "Generation Gold" ins Rentenalter kommen - und wir werden ein massives Problem haben mit der selbst fabrizierten Altersarmut in unserem Lande.
Almuth Wessel
Gütersloh


Die Politiker verdienen nebenbei in den Aufsichtsräten bei den grösseren Firmen mit. Dadurch entstehen auch Interessenskonflikte. Viele Politiker neben an Inforeisen teil, die mehr Urlaubskarakter haben(siehe Landtagspräsident Jürgen Gansäuer mit der China Reise). Ausserdem zahlen die Politiker nicht in die Rentenkasse ein und nach ein paar Jahren im Kabinett erhalten Sie mit jungen Jahren eine Pension, die ein Arbeitnehmer mit 50 Jahren Rentenbeitrag nie erreichen kann. Die Pensionen und Diäten steigen, die Bruttorenten bleiben stabil, aber mehr Beiträge fallen an (bedeutet weniger Nettorente).
Diese Liste kann man weiterführen.
Die Grossen kassieren immer mehr.
Und die Kleinen müssen das Finanzieren.
Jörg Sigmundzik
Gehrden


Sehr geehrter Herr Osterkorn,
ungerecht ist für mich folgendes:
  • Die Politiker sollten alle in die AOK oder Barmer einzahlen.
  • Selbige sollten in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen und nur auf derselben Berechnungsbasis wie andere auch Auszahlungen erhalten.
  • Eigentum sollte mehr verpflichten: Kein Stellenabbau, wenn gleichzeitig Milliardengewinne gemacht werden.
  • Höhere Steuern für Gutverdiener, nicht erst ab 500.000 Euro!
  • Weniger Kindergeld (s. Frankreich), dafür mehr kostenlose (Klein-) Kinderbetreuung. Studiengebühren sind in Ordnung.
  • Ganztagsschulen einführen mit Eignungsprüfung nach dem 8. Schuljahr.
  • Krankenkassenbeiträge berechnen nach dem tatsächlichen Einkommen, also keine Beitragsuntergrenze annehmen, dann wären vielleicht auch mehr Menschen versichert.
  • Zigarettensteuern werden nicht komplett an die Krankenkassen weitergeben.
  • Privatkrankenkassen nur noch für Zusatz-(Luxus-)Leistungen zulassen, sonst nur noch (s. Holland) gesetzliche Kassen für alle.
  • Volksentscheide fehlen. Wir müssen zu wichtigen Themen abstimmen dürfen, z.B. Europavertrag, Türkei-EU-Beitritt.
  • Höhere Strafen für gefährliche Straftäter, lebenslang muss lebenslang heißen, nicht 25 Jahre, Strafen zusammenzählen.
  • Einheitsrente einführen.
  • Strompreiserhöhungen werden nicht verhindert, obwohl unser Strom zu großen Teilen aus Kohle und Atomkraft gewonnen wird.
  • Einschränkung der individuellen Freiheiten (Flugverkehr, Telefone überwachen, Internet überwachen u.a.) zugunsten scheinbarer Sicherheit. Diese Freiheit ist grundgesetzlich verankert!
Es gäbe noch einiges mehr, aber das sollte erst mal reichen, oder?
Mit freundlichen Grüßen,
Richard Priester
Köln


Es ist ungerecht, wenn der Spitzensteuersatz von 53% auf 39% sinkt, während gleichzeitig der Staat kein Geld hat für genügend Sozialarbeiter (siehe Bremen), für Vollzugsbeamte (siehe Siegburg) und und und.
Es ist ungerecht, wenn der Staat bei der Unternehmenssteuerreform auf 8 Mrd. € verzichtet, die er sich durch die Mehrwertsteuererhöhung doppelt wieder reinholt.
Es ist ungerecht, wenn der Staat auf die Vermögenssteuer verzichtet (ca. 7 Mrd.€, während er z.B. bei Arbeitslosen massiv einspart.
Es ist ungerecht, wenn Daimler- Chrysler jahrelang keine Steuern zahlt, während dadurch z.B. die Stadt Sindelfingen auf dem letzten Loch pfeift und gleichzeitig die Aktionäre fette Dividenden einstreichen.
Es ist ungerecht, wenn die "Umzugskosten" von Unternehmensteilen in Billiglohn-Länder steuerlich absetzbar sind, wärend die Pendlerpauschale zusammengestrichen wird.
Es ist ungerecht, wenn die Finanzämter Millionäre nur ungenügend überprüfen (so der Bundesrechnungshof), während gleichzeitig für jeden Bleistift eine Quittung vorgelegt werden muss.
Es ist ungerecht, wenn Scheidungsväter wie Junggesellen besteuert werden, während Erlöse aus Unternehmensverkäufen unversteuert bleiben.
Es ist ungerecht, wenn gescheiterte Manager mit -zig Millionen € "abgefunden" werden, während Tausende von Arbeitnehmern "freigesetzt" werden.
Die Liste könnte noch sehr lange fortgesetzt werden. Ich höre hier auf.
Mit freundlichen Grüßen
G. Guballa
Dülmen


Ungerecht finde ich unter anderem:
  • dass sich Konzernvorstände schamlos ihre ohnehin üppigen Gehälter um zweistellige Prozentwerte erhöhen, während ein Aufschrei durch sämtliche Arbeitgeberlager geht, wenn die Gewerkschaften es wagen, für die Arbeiter und Angestellten fünf Prozent Lohnerhöhung zu fordern (von denen am Ende sowieso höchstens zwei Prozent übrig bleiben);
  • dass Firmen trotz schwarzer Zahlen hunderte oder tausende von Arbeitsplätzen abbauen;
  • dass viele Firmenchefs ihre Mitarbeiter nur noch als lästige Kostenfaktoren betrachten und nicht würdigen, dass diese nicht nur "Arbeitnehmer", sondern vor allem "Arbeitskraftgeber" sind, deren gutes Recht es ist, für ordentliche Arbeit einen gerechten Lohn zu erhalten, der ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht;
  • dass Menschen über 50 kaum noch eine Chance haben, einen Job zu erhalten, aber bis 67 arbeiten sollen;
  • dass junge Menschen, die jahrelang studiert und viel Kraft und Geld in ihre Ausbildung investiert haben, häufig lediglich schlecht bezahlte Praktikumsplätze angeboten bekommen statt vollwertige Arbeitsplätze;
  • dass Politiker, die bis an ihr Lebensende finanziell ausgesorgt haben, der Meinung sind, dass es den Hartz IV - Beziehern immer noch viel zu gut geht. Jeder Politiker, der darüber nachdenkt, Hartz IV zu kürzen, sollte dazu verdonnert werden, ein Jahr lang davon zu leben!
Mit freundlichen Grüßen
Doris Weber
Oldenburg (Oldb.)


Was heißt schon "gerecht"? Ein sehr subjektiver Begriff je nach Standpunkt des Betrachters. Daß es nicht nur hier in Deutschland ungerecht zugeht, ist gar keine Frage. Aber Josef Ackermann wird es als gerecht empfinden, daß er für seine Facharbeit, die der Deutschen Bank Milliardengewinne einspült, mit rund 12 Mio Euro/Jahr belohnt wird, und ein Ingenieur, der auch Facharbeit abliefert, wird es als ungerecht empfinden, daß er dafür mit nur 80.000 Euro abgespeist wird. Und diese gewaltigen Diskrepanzen lassen sich auch auf anderen Feldern finden. Schauspieler etwa, Sänger, Musiker, Sportler - sie alle tun nicht mehr, als möglichst gute Facharbeit zu produzieren. Würde man diese Relationen deutlich näher zusammenführen, käme man dem Begriff "Gerechtigkeit" schon sehr viel näher. Der Staat könnte dies fördern durch eine Umstellung des Besteuerungssystems. Hohe bzw. überzogene Einkommen stark belasten, niedrige entlasten. Die Kapitalbesteuerung wäre der Schlüssel dafür. Es gibt weltweit keine Tätigkeit, die es wert wäre, mit mehr als 200.000 Euro/Jahr belohnt zu werden. Und wer bestätigt jetzt, daß dies gerecht wäre? Das Prekariat, wer sonst!
Wolfgang Schmidt
Kümmersbruck/Bayern


Hallo und Moin Moin!
Ungerecht in Deutschland ist z.B.
  • dass unsere Damen und Herren Politiker sich nicht darum kümmern, wie es dem "kleinen Mann" geht,
  • dass Menschen bis 67 arbeiten sollen, aber junge Leute zu Hause sitzen und keinen Ausbildungs- Platz, keine Arbeit finden,
  • dass ich als Rentnerin mit fast 68 Jahren noch im Minijob arbeiten gehen muss und mein 54jähriger Mann seit 4 Jahren arbeitslos zu Hause sitzt (z.Zt. Job für 3 Monate mit einem Brutto-Stundenlohn von 6, 80 - Netto ca. 5 Euro) und für ein Leben lang eingezahlte Arbeitslosenbeiträge nun mit Hartz IV fast keine Leistungen bekommt, weil ich für über 40 Jahre Vollzeitarbeit in der DDR und das Großziehen von 3 Kindern eine Wahnsinnsrente von 745 Euro bekomme,
  • dass es noch immer große Unterschiede zwischen Ost- und Westrenten in der Punktebewertung gibt,
  • dass man als "Ostrentner" oft in den Medien diskriminiert wird, weil wir an allen finanziellen Miseren des Staates schuld sind,
  • dass genug Geld da ist für Beamten- und Ministerpensionen, für Diätenerhöhungen usw.,
  • dass Beschäftigte im Handel im Minijob keine Rechte haben (generell kein bezahlter Urlaub, kein anteiliges Urlaubs- oder Weihnachtsgeld), aber immer arbeitsbereit sein müssen, Kassen-Differenzen selbst vom Minilohn zahlen müssen, kein Krankengeld bekommen, keinen Rentenanspruch erwerben usw. (das betrifft nicht mich persönlich, ist mir aber hinreichend bekannt),
  • dass die Gesundheitsreform mal wieder die Ärmsten betrifft,
  • dass die Mehrwertsteuererhöhung besonders Rentner und Arbeitslose trifft,
  • dass man als Hartz-IV-Empfänger generell unter den Tatverdacht des Erschleichens von Leistungen gestellt und dies in entsprechenden Amtsschreiben zum Ausdruck gebracht wird (z.B. wird von Tatbeständen gesprochen, Gelegenheit, sich zum Sachverhalt zu äußern, Vollzug der Aufrechnung also wie in einem Kriminalfall, wo sich ein Beschuldigter äußern muss. Begründung der ARGE - das sind bundeseinheitliche Vordrucke. Ein "Mitglied einer Bedarfsgemeinschaft" ist in diesem Staat absolut nichts wert, seine Menschenwürde wird mißachtet,
  • Diese Liste ließe sich noch beliebig lange fortsetzen, mir fällt da noch viel ein.

    Ich habe mir nicht träumen lassen, dass ich mir einmal nichts sehnlicher wünschen würde, als Deutschland den Rücken kehren zu können - aber leider haben wir dafür kein Geld! Uns geht es nicht darum, Leistungen vom Staat zu erbetteln, sondern mein Mann möchte ganz einfach nur arbeiten und dafür einen menschenwürdigen Lohn bekommen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Irmgard Sönnichsen
    Flensburg


    Sehr geehrte Redaktion,

    In Deutschland legen Beitragbemessungsgrenzen fest, bis zu welchem Einkommen aus abhängiger Beschäftigung der jeweilige Arbeitnehmer Zwangsmitglied bei den Sozialkassen ist. Ich sage absichtlich Kassen, denn Versicherungen im engeren Sinne sind es nicht. Diese Grenzen leiten sich aus dem Grundgesetz ab, wonach jeder Bedürftige Anspruch auf Unterstützung durch die Allgemeinheit hat. Das ist auch gut so. Mittlerweile hat der Gesetzgeber aber weite Teile der Bevölkerung qua Bemessungsgrenze zu Bedürftigen erklärt, obwohl dieses es nicht sind. Die Bürger führen so einen nicht unerheblichen Teil ihres Einkommens an eine gigantische Umverteilungsmaschine ab, die in ihrem Verfahren mehr als undurchsichtig ist. Insbesondere bei der Rente führt das über die Generationen zu massiven Verzerrungen. Ein 30 jähriger darf zeitlebens einzahlen, für ihn selbst bleibt nur eine Grundrente. Das ist kein Generationenvertrag mehr, das ist kalte Enteignung. Wir leisten uns in diesem Lande einen Sozialverwaltungsapparat, der an Verfettung kaum noch zu übertreffen ist.
    Der neue Adel, also die politische Klasse und die höhere Verwaltungsebene eben dieser Sozialverwaltung, die oft genug mit Parteigenossen besetzt ist, mästet sich selbst auf Kosten des Volkes. Regelmäßige Kritik in den Medien perlt anscheinend wirkungslos ab, ein moralisches Verantwortungsbewusstsein scheinen diese Damen und Herren nicht zu besitzen, das soziale Netz dieser Personengruppe mit üppigster Pensionierung gleicht eher einer Betondecke. Bei den Krankenkassen führt das dazu, dass für die eigentlichen Leistungserbringer fast nichts mehr übrig bleibt. Wir rationiert unser Gesundheitswesen zu Tode, ohne dass hierüber eine politische Diskussion geführt wird (wie viel Medizin kann noch für wen sein?). Statt dessen wird uns von den zuständigen Ministern dreist ins Gesicht gelogen, alles würde besser, man habe alles im Griff, Probleme machten allenfalls die korrupten Ärzte/ Versicherungsmakler/ katholischen Priester, Sozialtherapeuten/ Lehrer, je nachdem, welche Berufsgruppe gerade im Visier des Ablenkungsstörfeuers ist. Das ein Exkanzler bei Gazprom anheuert und ein widerliche Autobiographie unters Volk bringt, ist bei dem ganzen nur noch ein winziges, Brechreiz erregendes Detail.
    Dieses Verhalten wirkt demotivierend auf die gesamte Bevölkerung. Ich unterhalte mich jeden Tag mit bis zu 100 Patienten aus allen sozialen Schichten in meiner Praxis. Fast alle sagen das selbe. Das Volk ist nicht dumm, es wird nur für dumm verkauft. Und das ist ungerecht. Ach ja, eine politische Justiz haben wir natürlich auch, gerade das Bundessozialgericht kommt oft zu Urteilen, die dem juristischen Laien teilweise wie Rechtsbeugung vorkommen müssen, die aber gerade den ganzen beschriebenen Schwachsinn weiter zementieren. Die Richter haben natürlich auch ein Parteibuch. Der einzige Unterschied zum klassischen Adel ist, man kommt ohne blaues Blut in diese erlauchten Kreise. Rein in eine Partei, Hirn raus, Rückgrat raus, und dann ab nach oben schleimen. Möglichst keinen Beruf selbstständig ausüben, man könnte ja mit der normalen Bevölkerung in Kontakt kommen.
    Gute Nacht
    Dr. med. Jan Löhler
    Bad Bramstedt


    Sehr geehrte Damen und Herren,
    als Mutter von zwei Töchtern im Alter von 11 und 14 Jahren, ärgert es mich sehr, dass man fast überall für Kinder ab 12 oder 13 volle Eintrittspreise bezahlen muss. Sei es im Kino oder Tierpark( es sei denn es gibt Familientickets ), das finde ich ungerecht. Haben Kinder in diesem Alter ein eigenes Einkommen oder was rechtfertigt sonst diese Regelung?
    Mit freundlichen Grüßen
    Heike Wollherr
    Potsdam


    Lieber Stern,
    ungerecht ist es, unseren Kindern Milliarden Schulden vor die Füße zu kippen und den Rentnern in die Tasche zu greifen, anstatt für Vollbeschäftigung zu sorgen. Dabei ist es so einfach: Wir können das Autobahnnetz privatisieren und mit dem Geld den Straßenbau ankurbeln. Die Staus verursachen der Wirtschaft einen Schaden von über 100 Milliarden Euro pro Jahr. 12 Milliarden Liter Sprit werden dabei in die Luft geblasen. So gesehen ist der Straßenbau auch das beste Programm zur Abgas- Reduzierung.
    Wir können wenigstens einen Teil unseres Kraftstoffbedarfs aus der heimischen Kohle decken. Nicht nur wegen der gefährlichen Mischung aus Iran und Uran steht unsere Kraftstoffversorgung auf tönernen Füßen. Wir haben alles dazu: Das Know-how, den Rohstoff in Hülle und Fülle und Arbeitskräfte im Überfluss.
    Wir müssen nicht nur Bürokratie abbauen, sonder vor allem Bürokraten. Wir stecken in einem viel zu großen Anzug. Dass gleichzeitig 16000 Lehrer fehlen und nicht genug Beamte zur Verfügung stehen, um die Verbraucher vor Gammelfleisch zu schützen, ist ein Skandal.
    Oberstes Ziel muss es sein, den über 4 Millionen Arbeitslosen wieder zu beschäftigen und ihnen damit ihr Selbstwertgefühl zurückzugeben.
    Hermann Mezger
    Prüm


    Ungerecht ist,
    • daß fast sämtliche Politiker nur am Erhalt ihrer Macht und ihrer Partei interessiert sind, nicht am Volk, dann wundern diese sich wenn niemand mehr wählt! Total bürgerfern!
    • daß das Geld aus der Renten"versicherung" für zweckfremde Dinge ausgegeben wurde und die Rentner nur noch Nullrunden fahren. Außerdem wird auch Jung gegen Alt aufgehetzt. Mit der Arbeitslosen"versicherung" wird es jetzt genauso gemacht
    • daß die deutschen Staaatsbürger weniger Rechte haben als die Migranten oder die "deutschen" Staatsbürger. z.B. Wohungssuche, Kindergeld (ein Witz! Deutsche haben kaum noch Kinder)
    • daß Verbrecher mehr Rechte haben und der Staat sich mehr um diese sorgt als um die Opfer.
    • daß z.B. ich (jetzt 61 J.) seit meinem 14 Lebensjahr in sämtliche Kassen zahle und jetzt entweder selbst bezahlen muß oder hohe Zuzahlungen habe
    • daß die Politiker das alles, also sämtliche Sorgen ihres Volkes kennen (siehe Wahlversprechungen) aber nach der Wahl sich nicht mehr darum kümmern. Ich wähle nicht NPD, aber es wundert mich nicht, daß einige das tun.
    • daß unser Staat überall in der Welt mit Hilfe vertreten ist (Entwicklungshilfe für goldene Toilettendeckel, Soldaten, EU Gelder usw.) aber seine eigenen Bürger vergißt.
    • daß unsere Politiker erst jetzt darauf kommen, daß Migrantenkinder deutsch lernen müßen. Da das bis jetzt nicht der Fall war wundert mich das Ergebnis der Pisa Studie nicht.
    • daß unser Sozialsystem schon seit Jahrzehnten von illegalen Ausländern mißbraucht werden kann ohne daß etwas dagegen getan wird . Der neu beschloßene Kompromiss ist wieder so ein schlechter Witz
    • daß z.B. Raucher ( ich bin Raucher) von der Krankenkasse (auch so ein Thema) keine Hilfe bekommen, aber Drogensüchtige jede (noch so teure) Hilfe bekommen.

    Mir fallen noch tausend Sachen ein, aber dann würde es ein Buch.
    Gruß
    Ingeborg Noll

    Ungerecht ist:
    dass die Politik in eklatanter Weise bei ihren "Reformen" und "Anpassungen" von Gesetzen/Vorschriften mit sozialer Wirkung den sozialen Ausgleich aus den Augen verloren hat und in unverantwortlicher Weise das Kapital hofiert.
    dass das von allen erarbeitete Volksvermögen sich in immer größerem Maß bei einer Minderheit des Volkes konzentriert, ohne das hier seitens der Politik andere Rahmenbedingungen gesetzt werden.
    Wenn die Politik die soziale Verantwortung von Unternehmen bemüht, ist das absolut nur bla, bla, weil nicht die notwendigen politischen Taten folgen, vielmehr versucht die Politik hierdurch nur von ihren eigenen Versäumnissen abzulenken.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Marschhausen
    Langwedel
Sehr geehrte Damen/Herren, ich bin seit 18 Jahren verwitwet, habe nächstes Jahr zwei studierende Kinder, für die ich € 2000,00 pro Jahr Studiengebühren zu entrichten habe. Zudem habe ich ab 2007 Lohnsteuerklasse I. Wäre es nicht gerecht, solange ich die Studiengebühren bezahle, das Kind/die Kinder in der Lohnsteuerkarte einzutragen? Immerhin investiere ich in 2 potentielle Einzahler in unsere Rentenkasse.
Ruth Schütz-Mitterhusen

Sehr geehrte Damen und Herren,
da wir zunehmend eine Wirtschaftsdiktatur haben, ist die Demokratie zum Schaden der Bevölkerung in Deutschland im Begriff sich aufzulösen. Anstand und Solidarität werden zu Fremdworten. Der Ungerechtigkeit und damit verbundenem Unfrieden sind Tür und Tor geöffnet !
Mit freundlichem Gruß
Christine Rehder
Geesthacht


Was ist ungerecht bei uns ? Ich will es mal so ausdrücken: Es fehlt uns an Vorbildern in Politik und Wirtschaft und an einer sozialen Großzügigkeit, dass führt meiner Meinung nach zwangsläufig zu Ungerechtigkeiten, weil dafür der Blick für die Menschen verlorengegangen ist. Wir haben inzwischen eine ziemlich schlechte Unternehmenskultur, Beispiele von Mißmanagement sind hinlänglich bekannt, auch das führt zu Ungerechtigkeiten, weil sich der sogenannte "kleine Mann" verschaukelt fühlt und die "Großen" nicht ernsthaft belangt werden.
Aber für mich gilt nach wie vor: Auf Dauer hat nur der Ehrliche mehr Erfolg. Ungerecht ist, dass die Ehrlichen in unserem Land noch immer bestraft werden.
Jutta Ohl
Itzehoe


Ungerecht bei uns ist,dass jemand 1963 mit 16 Jahren seine Lehre begonnen hat, 2005 mit 58 Jahren und 42 Jahre Berufstätigkeit entlassen wird nach 18 Monaten Arbeitslosengeld auf Sozialhilfeniveau herabgesetzt wird.
Das dieses Gesetz auch noch den Namen eines Mannes trägt der sich seine Nutten von VW hat bezahlen lassen ist eigentlich die Krönung.
Viele Grüße
Peter Blankenburg
Berlin


Liebe Stern Redaktion,
erst mal herzlichen Dank, dass Sie dieses Thema ernst nehmen. Die Meinung der Bevölkerung kann sich nicht durch Wählen einer bestimmten Partei bestimmen lassen und daher finde ich diese Möglichkeit sehr wichtig auf diesem Weg vielleicht Gehör zu finden. Was bedeutet Ungerechtigkeit eigentlich? Darüber muss man sich erst einmal Gedanken machen. Ungerechtigkeit sollte nicht mit Neid oder Eifersucht verwechselt werden, sonder an konkreten Bespielen bemessen werden.
  • Ich finde es ungerecht, wenn für gleiche Arbeit unterschiedlicher Lohn bezahlt wird.
  • Ich finde es ungerecht, dass Managementgehälter steigen und Mitarbeiter entlassen werden.
  • Ich finde es ungerecht, dass die Firmen ihre Waren im Ausland produzieren, was zu noch mehr Arbeitslosigkeit führt. Dann haben die Leute auch kein Geld, um die Markenwaren zu kaufen und es werden noch mehr entlassen.
  • Ich finde es ungerecht, dass Firmen Mitarbeiter entlassen und dennoch so wahnsinnig viel Geld haben, um Sponsorengelder zu zahlen, damit Sportler Monatsgehälter in Millionenhöhe erhalten.
  • Ich finde es ungerecht, dass Mitarbeiter bei Fehlern des Managements die Konsequenzen tragen (durch Entlassung) und die Verantwortlichen bei der Entlassung auch noch eine dicke Abfindung kassieren und dann nachher wieder irgendwo im Aufsichtsrat sitzen und weiter abkassieren.
  • Ich finde es ungerecht, dass die Preise nach dem Euro gestiegen sind und die Wirtschaft der Bevölkerung einzureden versucht, dass es gar nicht stimmt. Gab es vor dem Euro Joghurt zu fast 2 DM?
  • Ich finde es ungerecht, dass alle Kosten steigen wie Versicherungen oder Transport, aber die Leistungen entsprechend schlechter werden.
  • Ich finde es ungerecht, dass meine Mutter, berufstätig bis 35 und dann zwei steuerzahlende Kinder grossgezogen hat, nur eine Rente von 680,- € bekommt und Hatz IV nicht viel tiefer liegt, wobei viele noch nie etwas in die Staatskasse eingezahlt haben und dies auch voraussichtlich nie tun werden.
  • Ich finde es ungerecht, dass die Rente irgendwann erst ab 70 oder älter angetreten werden darf, aber die Firmen jemanden über 50 gar nicht mehr einstellen, weil dieser zu alt ist.
  • Ausserdem finde ich es ungerecht, dass die jungen Menschen heute dreifach !! für die Rente bezahlen müssen. Zum einen durch hohe Beträge, um die heutigen Rentner zu finanzieren, dann bis 70 arbeiten, damit die eigene Rente umso später ausbezahlt wird und auch noch eine private Rente finanzieren, da es eh nicht sicher ist ob die staatliche zu gegebenem Zeitpunkt dann noch reicht.
  • Ich finde es ungerecht, dass bestimmte Berufsgruppen weniger arbeiten und mehr bekommen. z.B. Beamte (kürzere Arbeit, mehr Geld), Politiker (ein paar Jahre arbeiten, lebenslang Rente)
  • Ich finde es ungerecht, dass man sich gegen dieses System nicht wehren kann.
  • Ich finde es ungerecht, dass manche Bürger den Ausländern dafür die Schuld geben.

Gabriele Fighiera-Berg
Rheinmünster


Für mich bedeutet Gerechtigkeit, wenn Menschen, die anderen Leid zugefügt haben (in erster Linie physisches Leid, besonders Kindern, den wehrlosesten Mitgliedern der Gesellschaft), hart genug bestraft werden. Ich bin oft entsetzt, welche geringen Strafen in solchen Fällen verhängt werden. Unsere Justiz urteilt in meinen Augen oft ungerecht, weil das Justizsystem es so vorgibt. Vergewaltiger und Kinderschänder entkommen aufgrund psychischer Gutachten ihrer Strafe, Eltern, die ihre Kinder fast zu Tode prügeln oder verhungern lassen, werden zu milde bestraft. Nach meinem Dafürhalten besteht hier Handlungsbedarf, wenn jemand, der Steuern hinterzogen hat, länger ins Gefängnis muß, als ein Pädophiler, der dann irgendwann wieder aus der psychologischen Betreuung entlassen wird, um das nächste Kind zu missbrauchen. Auch wenn ich jetzt pauschal urteile, ist mein Gesamteindruck unseres juristischen Strafverteilungssystems eher der, dass Strafen selten gerecht verteilt werden.
Mit freundlichem Gruß,
Nicole Granzin

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie bitten in Ihrem Artikel um Aussagen und Wertungen zum Thema Gerechtigkeit in Deutschland. Ich bin 45 Jahre jung und habe immer gern in diesem Land gelebt, weil ich die Auffassung vertrat, dass in Deutschland ein jeder die Möglichkeit hat, an Wohlstand und Sicherheit Teil haben zu können, wenn er oder sie es möchte. Ich selbst hatte als Tochter eines Beamten im mittleren Dienst die Möglichkeit, zunächst eine christlich geprägte Privatschule zu besuchen und dann ab 1980 ein Studim beginnen zu können. Dies war bedingt durch Nebenjobs auch ohne die Zahlung von BAFöG möglich. Heute gehöre ich zu der Gesellschaftsschicht, die bedingt durch ein Jahreseinkommen über 50 TEUR durch das Höchstmaß an Steuern und Abgaben (ledig) zur Erhaltung der Sozialsysteme beiträgt. Ich habe diese Abgaben immer gern gezahlt, weil ich daran geglaubt habe, dass auf diese Weise ein starker Staat erhalten werden kann. Seit etwa 2003 beginne ich allerdings zunehmend zu zweifeln, ob meine Werte noch im Einklang stehen mit der Politik, die zunehmend zu anderen Rahmenbedingungen führt, als ich sie mir wünschen würde. Ich denke dabei insbesondere an die Agenda-Politik des Ex-Kanzlers Schröder und an die Gläubigkeit unserer Damen und Herren Abgeordnete an die Einflüsterungen von Arbeitgeberseite und Institutionen wie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Ich bitte immer um Erklärung, wie es möglich sein sollte, mit der Politik der Verunglimpfung und Demütigung von erwerbslosen Menschen, etwa 4,5 Mio. arbeitslose Menschen in ca. 300.000 offene Stellen zu bringen. In diesem Land werden mittlerweile Opfer zu Tätern gemacht und dies nicht zuletzt mit Hilfe einer wenig kritischen und fast gleichgeschalteten Medienlandschaft. Diese Land ist so reich wie nur sehr wenig andere Länder und mit Hilfe von klugen Konzepten und Reformen, die diesen Namen auch verdienen, sollte es möglich sein, mehr Menschen durch die Vermittlung sozialversicherungspflichtiger Arbeit wieder am gesellschaftlichen Wohlstand teilhaben zu lassen.
Leider fließt der Reichtum nicht mehr in den Wohlstand aller, sondern in die Taschen einiger weniger Kapitalgesellschaften und dies ist nicht ausschließlich der immer wieder bemühten Globalisierung geschuldet sondern den politischen Rahmenbedingungen, die hier eindeutig falsch gesetzt werden. In diesem Land geht es nicht mehr um die Förderung und Stärkung des Mittelstandes und der kleineren Unternhemen, die immerhin zu etwa 80 % die Arbeitsplätze schaffen. Diese sind abhängig von einem starken Binnenmarkt und einer guten Investitions- und Kauffkraft. Die Poltik sondert zwar fast täglich Bekenntnisse zur Stärkung des Mittelstandes ab, die Lobbyarbeit der Großunternehmen scheint allerdings besser zu funktionieren.
Nicht die Menschen im Lande reden dieses Land schlecht, jahrelang haben Politiker und Medien alles dazugetan, um an diesem Land und seinen Menschen kein gutes Haar zu lassen ( zu teuer, zu faul, zu ungebildet etc.) Mit Hartz IV, der Schaffung von Ein-Euro-Jobs und Minijobs haben die poltischen Rahmenbedingungen dazu geführt, dass die Verunsicherung immer weiter anwächst. Wenn man Menschen keine Perspektiven mehr aufzeigen kann, warum sich Leistung lohnen soll, darf man sich über die derzeit sichtbar werdenen gesellschaftlichen Verwerfungen wirklich nicht wundern. Mittlerweile leben wir alle hier nicht mehr solidarisch miteinander, sondern zunehmend werden Gruppen gegeneinader aufgestellt, z. Bsp. Alte gegen Junge, Arbeitslose gegen Menschen mit (Noch)-Arbeit, Kinderlose gegen Menschen mit Kindern, Raucher gegen Nichtraucher , Kranke gegen Gesunde usw.
Was uns fehlt, ist eine gemeinsame "Vision" darüber, wohin unsere Gesellschaft sich entwickeln soll. Ich für meinen Teil möchte auch weiter in einer Gesellschaft leben, die sich der alten, kranken und schwächeren Menschen annimmt. Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung jetzt gesenkt wird. Wenn es nach mir ginge, sollte die Abgabe in gleicher Höhe bestehen bleiben, um damit wirksame Instrumente zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu finanzieren.
Seit fast 15 Jahren versuchen wir nun, mit Hilfe von neoliberalen Reformen Arbeitsplätze zu generieren und weil das nicht gelingt, rufen alle nach einer Erhöhung der "Dosis". Ich würde mir wünschen, dass die Damen und Herren in den zuständigen Stellen sich wieder dazu bereitfinden, auch neue Konzepte und Ideen aufzugreifen und zu durchleuchten. Hier wären auch die Medien gefordert, nicht jeden Unsinn, der von Professoren (fast gleichlautenden Namens) in Sendungen wie "Sabine Christiansen" herausposaunt wird, einfach nachzureden, sondern kritisch zu hinterfragen. Hier wäre meine Bitte insbesondere an den Stern, seiner früheren Rolle eines kritischen Mediums wieder gerecht zu werden. Insbesondere bitte ich darum, für den Erhalt eines starken Staates zu plädieren, denn nur Reiche können sich einen armen Staat leisten.
Ich denke, wenn die Mehrzahl der Menschen in diesem Land in einer gemeinsamen "Idee" über die Zukunft dieses Landes mitgenommen werden kann, werden sich Kräfte bündeln lassen. Mit den dazugehörigen politischen Rahmenbedingungen zum Wohle des Volkes (dies kann auch kurzfristig eine Verschlechterung von Situationen bedeuten, wenn klar ist, dass es mittel- und langsfristig zu Verbesserungen führt), werden auch Ungerechtigkeiten abnehmen. Die Verunsicherung von Menschen durch die hebeigeredete Erosion z. B. des Rentenverfahrens (das Umlageverfahren ist das kostengünstigste und bisher am längsten bewährte) mag die Versicherungswirtschaft mit Freude erfüllen, die Beispiele aus anderen Ländern (Chile, Argentinien) zeigen jedoch deutlich die Gefahren privatwirtschaftlicher Vorsorge. Ebenso verhält es sich mit prekären Arbeitsverhältnissen und Mini- und Midijobs. Auch hier sollten die Medien ihre gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrnehmen und nicht der Übertragung jeglicher Aufgaben in private Hände das Wort reden (Beispiel Strom, Wasserversorgung in England usw.), auch wenn es noch so modern daherkommen mag.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Mit freundlichen Grüßen
Iris Lucyga
Ungerecht finde ich, dass die Generation über 50 rausgedrängt wird aus der Arbeit und nur noch unter ihrem vorherigen Qualifizierungsnievau beschäftigt wird. Dadurch wird Arbeit verbilligt.
Ingrid Geltl
Weilheimer Arbeitslosenzentrum WALZ


Gerne folge ich dem Aufruf, mich zu dem Thema äußern- doch wo fängt man an?
Eigentlich tendiere ich dazu zu sagen, dass Egoismus die Quelle der Ungerechtigkeit ist. Der Mensch ist egoistisch veranlagt, um den Fortbestand der Spezies Mensch zu gewährleisten. Das soll nicht als Ausrede herhalten, doch ist es ein Versuch den Irrsinn zu erklären, wie es angehen kann, warum die Menschen sehenden Auges andere Mitmenschen verhungern lassen.
Daher geht es in Deutschland genauso ungerecht zu, wie überall auf der Welt. "Erst kommt das Fressen und dann die Moral" dichtete schon Bertold Brecht. Heute geht es jedoch nicht mehr nur um das Fressen, sondern auch um das große Auto, das kleine Handy und die ausgefallene Freizeitbeschäftigung. Man will immer mehr und das ruhig auch auf Kosten anderer. Was von der Natur angelegt wurde, um den Menschen in seiner Entwicklung weiter zu treiben, wendet sich gegen uns. Moral und Verständnis schaffen es nicht, sich dagegen zu behaupten. Oder doch? Tendenzen gibt es - Ehrenamtliche Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Projekten, Millionenspendende Prominente usw. Die größte Ungerechtigkeit, die in in Deutschland wohl empfunden wird, ist die wirtschaftliche Tendenz. Dass Menschen und ihre Arbeitskraft z.T. einfach nicht mehr gebraucht werden, treibt alle um. Denn was bedeutet das für die Zukunft? Und- kann man die Tendenz aufhalten? Hier herrscht, glaube ich, der größte Diskussionsbedarf.
Mit freundlichem Gruß
Susanne Baade

Das finde ich ungerecht:
  • Das Kinder bezüglich ihrer Herkunft so unterschiedliche Entwicklungs- und Bildungs-chancen haben
  • Das so viele Menschen trotz ganztägiger Arbeit kaum von ihrem Gehalt leben können
  • Das so Wenige so viel und so Viele so wenig Vermögen besitzen
  • Das kleine und mittlere Einkommen einen so großen Anteil an der Steuer- und Abgabenlast tragen
  • Das ich Zeit meines Arbeitslebens so viel in die Rentenkasse einzahlen muss ohne die Chance zu haben, im Alter selbst eine angemessene Rente zu erhalten
  • Das Politiker sich selbst Diäten und Pensionsansprüche gewähren können
  • Das es in der BRD keinen Volksentscheid gibt
  • Das Alte und Pflegebedürftige unwürdig und ungenügend versorgt werden
  • Das Menschen die lange Zeit gearbeitet haben nach einem Jahr genauso behandelt werden wie Menschen, die nie gearbeitet haben
  • Das es leistungsstarken und innovativen Menschen so schwer gemacht wird, selbständige Unternehmen aufzubauen
  • Das für Täter von Straftaten mehr unternommen wird als für die Opfer dieser Taten
  • Das wir uns noch immer ein Schul- und Prüfungssystem leisten, dass in seiner Bewertung die Prüfungsleistungen stärker bewertet, als die eigentliche Leistungsfähigkeit
  • Das kleinkriminelle Schwarzfahrer zu Haftstrafen verurteilt werden und Menschen wie Kohl, Koch und andere, die den Staat um Millionen geprellt haben, ungeschoren davon kommen.
  • Das Ein-Euro-Jobber für Tätigkeiten eingesetzt werden, die eigentlich durch klein- und mittelständische Firmen erledigt werden müssten und letzteren damit wichtige Aufträge entziehen
Michael Rothe

Meiner Meinung nach sollten die Leute in Deutschland nicht vergessen, dass es nirgendwo in der Welt so sozial zugeht wie hier. Die Einkommenunterschiede sind vergleichsweise dank umverteilungspolitik so niedrig wie in keinem anderen Land.
Die leute sollten aufhören zu jammern und ihr Schicksal selbst in die hand nehmen. Und ich gehöre nicht zu den Gutverdienern...
Mit freundlichen Grüßen
P. Stumpf
Braunschweig


Vor dem Hintergrund des "Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes" (AGG) – Antidiskriminierungsgesetz - , dessen Ziel es ist, … ungerechtfertigte Benachteiligungen aus Gründen … des Alters … zu verhindern oder zu beseitigen, finde ich die nunmehr fast 17 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer nicht erfolgte Angleichung des aktuellen Rentenwertes Ost an den aktuellen Rentenwert West nicht nur ungerecht, sondern ausgesprochen demütigend.
Es handelt sich - aus meiner Sicht - um einer Fall staatlich gelenkter Diskriminierung einer Gruppe von Menschen, die sich kaum dagegen wehren können und wohl auch nicht sollen. Eine Demokratie, deren Vorhandensein in Deutschland sehr gern medial und in politischen Statements gepriesen wird, sieht aus meinen bescheidenen Kenntnissen doch ein wenig anders aus.
Die einzige mögliche Reaktion dieser allmählich zur "Unterschicht" konvergierenden Bevölkerungsgruppe ist ihr Wahlverhalten. Ich glaube, dass sie das begriffen hat.
Reinmar Teubert
Oschatz


Ungerechtigkeiten begegnen meiner Familie und mir in folgenden Bereichen:
  1. Wahlen: Warum gibt es keine Alterbeschränkung bei Wahlen? Warum düfen 80jährige Greise mit ihrer Stimme über das Leben von Teenangern, die kurz vor dem Berufsleben stehen, bestimmen? Die Politik ist für Alte bestimmt, obwohl die Jugend den Staat trägt.
  2. Rente:Wieso bekommen die Alten das Geld hinterhergeworfen, aber wir jungen Leute müssen immer mehr dafür aufkommen und uns darüber hinaus noch mehrgleisig um eine eigene Altersversorgung kümmern. Unser Renteneintrittsalter liegt dazu noch jenseits von Gut und Böse.
  3. Beruf: In meiner Branche ist es wenig hilfreich, die Generation über 50 mit staatlicher Unterstützung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Diese Generation (bis auf ein paar Ausnahmen) kommt mit der Technik nicht mit, sollen aber als Entscheider fungieren. Das geht schief. In Zukunftsbranchen müssen Menschen, die noch ne Zukunft haben, gefördert werden, nicht die, die kurzfristig in Rente gehen.
  4. Studiengebühren: Herr Koch und seine Kollegen können ja mal aus Solidarität ihre entsprechenden Studiengebühren nachzahlen. Die heutige Jugend so zu schröpfen und selbst nichts geleistet zu haben, ist widerwärtig und fast schon kriminell.
  5. KiTas:KiTas müssen 1. ganztags verfügbar und 2. finanziell erschwinglich bleiben, wenn nicht sogar vom Staat übernommen werden. Junge Familien haben sowieso schon höhere Ausgaben (siehe oben), da muss geholfen werden!!!
  6. Strafmaß: Das deutsche Strafmaß für Gewaltverbrechen muss verschärft werden. Serienvergewaltiger und Mörder dürfen keinen Freigang erhalten und auch nicht vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Den Gefängnisinsassen geht es außerdem noch zu gut. Ein klein wenig türkische Verhältnisse im Knast wären sehr angemessen, wenn man das Leid der Opfer und Hinterbliebenen bedenkt. Entschädigungszahlungen für Opfer und Hinterbliebene müssen angehoben werden, aber nicht auf amerikanisches Niveau.
  7. Politik: Politiker, die nach einer Wahl klar und deutlich mit ihren Versprechen brechen, müssen ihrer Ämter enthoben werden. Beispiel MwSt-Erhöhung.
Es gäbe noch mehr Beispiele...
MfG
Matthias Olschack
Ich finde es ungerecht, dass Familien mit sehr hohem Einkommen, Kindergeld beziehen und diese "Sozialleistung" auch noch annehmen. (Evtl. Frau von der Leyen auch ?)
Monika Augst
Oldenburg


Sehr geehrte Damen und Herren,
Was ist ungerecht in Deutschland:
  1. daß Bürger wie ich, die 40 und mehr Stunden in der Woche arbeiten, fast die Hälfte Ihres Bruttogehaltes abgeben müssen.
  2. daß Bürger wie ich, die freiwillig gesetzlich versichert sind (inzwischen 550 EUR Beitrag zahlen) fast alles selbst zahlen müssen, z.B. beim Zahnersatz (Brücke kostet ca. 2.700 EUR, ersetzt bekomme ich 376 EUR). Hätte ich das Geld, das ich bis jetzt in die Krankenkasse eingezahlt habe (bis jetzt 45 Jahre, in Anspruch genommenen Leistungen: 2 Geburten und eine Bilddarmoperation), nur auf ein Sparbuch gelegt, könnte ich mich jederzeit 1. Klasse behandeln lassen.
  3. daß Familien mit 2 Kindern und mehr, die Hartz IV bekommen gestellt sind als z.B. Arbeiter und Angestellte, die die ganze Woche arbeiten.
  4. daß Jugendliche, wie im Fernsehen gezeigt, gar nicht arbeiten wollen und trotzdem Unterstützung bekommen.
  5. daß der Sparerfreibetrag schon wieder gekürzt wird. Man ist wirklich der Dumme, wenn man in diesem Land versucht, für sich selbst zu sorgen.
  6. daß wir immer noch für die ehemalige DDR zahlen.
  7. daß das Ostmark zum größten Teil 1 zu 1 umgetauscht wurde. (Wir waren 5 Jahre nach der Wende in Mexiko, nachdem wir Jahre gespart hatten. Wir waren 7 Personen in der Gruppe 3 aus dem Westen und 4 aus dem Osten. Im Laufe der Reise stellte sich heraus, daß die Herrschaften in den 5 Jahren die ganze Welt bereist hatten, während das für uns die 1. größere Reise war)
  8. daß die Rente der Ostdeutschen aus den Rentenbeiträgen und nicht aus Steuern bezahlt wird
  9. das gleiche gilt für die Krankenkasse, die Pflegeversicherung usw.
  10. daß wir Unmengen an die EU zahlen (mindestens 10 Milliarden EUR netto)
  11. daß unsere Regierung die Interessen Deutschland in der EU überhaupt nicht vertreten werden
  12. daß Frau Merkel die Einladung an Mr. Bush zum Grillen nicht selbst bezahlen mußte
Ich könnte die Liste unbegrenzt fortsetzen.
Wir leben fast in einem kommunistischen Land. Bei der Gesundheit wird es immer schlimmer, aber kein Wunder, wenn die Gesundheitsministerin eine 150% Kommunistin ist, die nur in der SPD ist, weil bei uns die kommunistischen Parteien verboten sind.
Der sogenannte Mittelstand (dazu zähle ich mich auch) wird in unserem Land schamlos ausgepreßt. Wenn ich etwas jünger wäre, würde ich es so wie die 150.000 Auswanderer machen, nämlich dieses Land verlassen.
Mit freundlichen Grüßen
A. Friedl

Ungerecht finde ich, dass langjährig Berschäftigte, die unter Umständen 30 bis 40 Jahre Sozialleistungen gezahlt haben, nach 12 bzw. 18 Monaten HARTZ IV Empfänger weden. Der Personenkreis der langfristig Beschäftigten, die das Pech haben durch den Strukturwandel ihre Arbeit zu verlieren und über fünfzig Jahre alt sind, sind auf dem aktuellen Arbeitsmarkt selten erwünscht.
Warum wird nicht wie in Spanien, Dänemark oder den Niederlanden Arbeitslosenhilfe, wenn auch auf niedirgen Niveau älteren Menschen bis zum Renteneintritt gewährt.
Fragen nach Schonvermögen, Bedarfsgemeinschaft, Leistungsmißbrauch, Sanktionen und der damit gewaltige verwaltungsmäßige Aufwand würde reduziert und man könnte wirklich diejenigen unterstützen, die eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. Von unseren europäischen Nachbarn Mitmenschlichkeit lernen wäre angesagt und eine ganz neue arbeitsmarktpolitische Diskussion unter Berücksichtigung der Realitäten des Arbeitsmarktes.
Karsten Veth

Sehr geehrter Herr Osterkorn,
Ihrer Aufforderung, meinem Ärger über Ungerechtigkeiten in Deutschland Luft zu machen, komme ich gern nach.
  1. Ich finde es ebenso wie Ihr Kollege Petzold auch ungerecht, dass ältere Arbeitnehmer, die 30 Jahre oder länger Monat für Monat in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, genauso lange Arbeitslosengeld bekommen wie jüngere Arbeitnehmer, wobei ich neben anderen das Argument von Herrn Petzold "Die Jüngeren haben weitaus größere Chancen, einen neuen Arbeitspatz zu finden" (Stern Nr. 46, 2006, S. 5) ganz besonders überzeugend finde.
  2. Sehr ungerecht finde ich in diesem Lande, welche Überversorgung die Politiker sich zugeschasst haben, wenn Sie nur nach wenigen Jahren aus den Parlamenten ausscheiden. Gerade in Zeiten, wo Rentnern/innen, Pensionäre, Arbeitslose u. a. erhebliche Leistungskürzungen in Kauf nehmen müssen, finde ich diese Überversorgung dreist, unverschämt und Diebstahl am Volkseinkommen, wobei erschwerend dazu kommt, dass sie keinen Cent für ihre Altersversorgung eingezahlt haben und dass viele von ihnen nicht mal mehr Mittelmaß erreichen. Man kriegt die Wut, wenn man mal darüber nachdenkt. Dabei fehlt Geld in so vielen Bereichen; als Beispiel nenne ich Schule und Bildung. Kein Wunder, dass so viele Leute nicht mehr wählen gehen und inzwischen kritisch zur Demokratie in Deutschland stehen.
  3. Da Bildung in unserem Land wichtiger denn je ist, sollte die Ausbildung unserer Kinder vom Kindergarten bis nach dem 1. Studium kostenlos sein. Das Geld dafür sollte man bei der Überversorgung der Politiker (siehe Punkt 2) einsparen.
  4. Die Verteilung der Geld- und Sachwerte in unserem Lande finde ich sehr ungerecht: Dei einen werden immer reicher, andere werden immer ärmer. Allein die Kinderarmut bei uns ist ein Skandal.
  5. Als Lehrer finde ich es äußerst ungerecht, dass ich ab 2007 die Kosten für mein dringend benötigtes Arbeitszimmer nicht mehr steuerlich absetzen kann. Jeder Arbeitnehmer erhält seinen Arbeitsplatz kostenfrei; niemand braucht den Arbeitsplatz selbst einrichten, Strom- und Heizungskosten dafür bezahlen oder andere Aufwendungen aufbringen. Da mir als Lehrer ein adäquater Arbeitsplatz in der Schule nicht zur Verfügung gestellt werden kann, muss ich in meinem Haus einen Arbeitsplatz einrichten. Diesen Arbeitsplatz stelle ich ab 2007 meinem Arbeitgeber, dem Land NRW, kostenlos zur Verfügung, was wieder eine von den vielen Einkommensminderungen der letzten Jahre bedeutet. Hier möchte ich am Rande vermerken, dass ich vor einigen Wochen Herrn Ministerpräsident Rüttgers, der ja jetzt die soziale Karte zu spielen versucht, zu diesem Thema eine eMail geschrieben habe, allerdings bis heute keine Antwort erhalten habe. Wer soll denn diesen Menschen noch irgendetwas glauben?

Ich finde diese Initiative des Stern gut, bezweifle aber, dass sie bei den jetzigen Mehrheiten in der Großen Koalition, etwas bewirken kann.
Mit freundlichen Grüßen
Rudolf Sökeland

Deutschland eine Bananenrepublik?
Im Bereich der Altersvorsorge und der Krankenversicherung haben wir in Deutschland ein Zwei-Klassensystem, das in Europa einmalig ist. Dass die gesamte gesetzliche Sozialversicherung auf Lug und Betrug aufgebaut ist, lässt sich am einfachsten an folgendem Sachverhalt aufzeigen. Der Sachverständigenrat (vulgo: Die fünf Weisen) hat im November 2005 bei der Vorstellung seines Jahresberichts darauf hingewiesen, dass zur vollständigen Finanzierung der sogenannten versicherungsfremden Leistungen in der Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung zusätzlich insgesamt 65 Mrd. Euro an Bundeszuschüssen aus Steuermitteln notwendig seien. Das entspricht für Arbeitnehmer und Rentner im Durchschnitt einem Zuschlag zur Lohnsteuer von mehr als fünfzig Prozent, der auf dem Umweg über die Sozialversicherungsbeiträge eingezogen wird. Da alle, die in Deutschland öffentlich zu Wort kommen oder Entscheidungen treffen von diesem Sachverhalt profitieren, zu Lasten von Arbeitnehmern und Rentnern, kann dieser bisher erfolgreich totgeschwiegen werden. Und auch die Sozialgerichte weisen entsprechende Klagen mit Hinweis auf allerhöchste Rechtsprechung ab.
Mit freundlichen Grüßen
Otto W. Teufel
Kirchheim b. München


Vorher war ich Arbeitnehmer. Jetzt bin ich selbständig.
Vorher konnte ich nicht einmal das alles von der Steuer absetzen, was ich zur Erwirtschaftung meines Lebensunterhaltes an Kosten hatte.
Heute kann ich sogar Kosten aus meinem Privatleben absetzen.
Einer meiner Geschäftfreunde hat sich eine Villa gebaut, für die er keinen Euro Mehrwertsteuer bezahlen mußte. Dabei hat lediglich sein Unternehmen als Bauherr fungiert, so daß die Mehrwertsteuer wieder zurückfliessen konnte. Und sein Unternehmen "vermietet" seine Villa an ihn.
Wenn das keine Ungerechtigkeit zwischen Arbeitnehmern und Selbständigen ist...
W. Kappeller
Kitzingen


Mir entfuhr ein Aufschrei als ich das las. Was Alles ungerecht ist? Schlagen Sie doch die Zeitung auf! Unternehmen die trotz Milliardengewinne die Leute rausschmeißen Politiker die 15 Nebenjobs haben, in den Aufsichtsräten sitzen und dies zulassen Vorstände die bei Euroumstellung ihre Gehälter auf 1:1 umstellten Ausverkauf in Deutschland. Manager spielen verrückt ... Konzerne mit Traditionen, die zerschlagen werden damit Manager absahnen Korruption in Deutschland, gerade in der Politik mit der Wirtschaft Preise die sich verdoppeln, Lebenshaltungskosten die steigen, Löhne die sinken die Liste würde endlos lang werden...
Norbert Löffler

Hallo Stern-Team,
Zum Thema Ungerechtigkeit in Deutschland moechte ich folgendes sagen:
Ich habe dank der Hilfe meiner Eltern mein Studium sowohl in Deutschland als auch in den Vereinigten Staaten absolviert und somit einen guten Start in mein Berufsleben gehabt. Jedoch haette alle Unterstuetzung meiner Eltern nichts gebracht, waere in mir nicht der Wille gewesen, mein ‘Glueck’ in die eigenen Haende zu nehmen. Das Leben ist voller Entscheidungen, und leider sind viele Deutsche nicht willens, diese Entscheidungen zu treffen, sondern lehnen sich zurueck, lassen andere entscheiden und beschweren sich im nachhinein. Oder, auch sehr beliebt, jeder Versuch, eine neue Wendung einzuleiten wird sofort totdiskutiert. Positives Denken, sowie zukunftsweisende Ideen akzeptieren, ist in Deutschland leider schwierig.
Ich lebe seit einiger Zeit in England, habe vorher in den USA gewohnt und konnte mir von daher eine distanzierte Meinung zu Deutschland aufbauen – es ist interessant, sich die Lage Deutschlands mal von aussen anzuschauen. Ich finde es schade, wie missguenstig die Mehrheit der Deutschen ist. Man darf sich ueber Erfolg nicht freuen, da man sonst leicht zur Zielscheibe von Anfeindungen wird.
In meinen Augen hat Deutschland oder eher die Deutschen das Problem, dass sie mehr verlangen als sie willens sind einzubringen, und der Neid viel Energie auffrisst. Ehemalige Kommilitonen bruesteten sich mit Spruechen wie: unter 60.000 fang ich gar nicht erst an zu arbeiten – das ohne jemals Erfahrung in der wahren Arbeitswelt gesammelt zu haben. Viele davon sind noch immer arbeitslos, halten sich mit Aushilfsjobs ueber Wasser und beschweren sich ueber die Ungerechtigkeit in Deutschland. Wenn jemand erfolgreich ist, und dann im Laufe der Karriere mal stolpert, wird diese Tatsache ausgeschlachtet und man freut sich hoehnisch ueber den Fall. Arbeitnehmer erwarten von ihrem Arbeitgeber Gehaltserhoehungen, jegliche Annehmlichkeiten die denkbar sind, und das alles bei einer 35-h Woche. Wie soll das funktionieren?
Auch wenn es ein alter Hut ist – die Medien spielen in meinen Augen in diesem Ungerechtigkeits-Neid-Cluster eine nicht unwesentliche Rolle: in den Medien sieht man die Schoenen und Reichen, die taeglich Champagner schluerfen, Schoenheits-OP’s anpreisen, die grossen Autos fahren und grosse Gehalter kassieren. Firmenbosse werden angeprangert, weil sie viel Geld verdienen, und gleichzeitig Mitarbeiter entlassen. Leider sind zu wenig Menschen in Deutschland bereit, mal hinter die Kulisse zu schauen – oftmals steckt hinter dem Reichtum harte Arbeit, hinter der Schoenheit lange Jahre Training.
Leider versteht man in Deutschland nicht, dass nur weil es jemand anderem gut geht, beeinflusst das nicht im geringsten mein Leben im negativen Sinne. Es fuehrt einem vielleicht lediglich vor Augen, das man im Leben mehr erreichen kann, wenn man sich ein wenig anstrengt.
Ich wuensche Deutschland, dass es aufhoert sich von Neid zerfressen zu lassen und die Energie, die es in Misgunst steckt lieber positiv verwendet.
Mit freundlichen Gruessen
Ariane P. Doepfner
Ist "ungerecht" was "unrecht" ist? Gibt es eine absolute Ungerechtigkeit oder empfinden wir nur als ungerecht, was uns selbst schadet?
Wenn etwas in diesem Staat, dieser sogenannten Demokratie ungerecht ist, dann die Tatsache, dass die, die sich Recht anmaßen, dieses immer zuerst zu ihrem eigenen Vorteil verwenden. Egal, ob in Politik, Verwaltung oder Wirtschaft. Noch schlimmer aber ist, dass man uns dieses Unrecht auch noch als "Wohltat für das Volk" verkaufen will. Für wie dumm werden wir eigentlich gehalten?
Zahnärztin Regina Rüger
Betzdorf


Hallo lieber Stern,
auch wenn ich sicher bin, dass diese Mail aber auch rein gar nichts bewirkt, hier meine Meinung:
Vor 10 Jahren verdiente ich brutto 2.800 DM. Heute verdiene ich brutto 2.800 €. Habe heute eine Familie zu versorgen und erhalte dadurch steuerliche Vergünstigungen. Meine Frau kommt (halbtags) auf netto 600,- €. Wir kommen aber hinten und vorne nicht rum!
Ich habe eine anständige Ausbildung und bin Industriefachwirt.
Wer mir erzählt, dass der Euro kein Teuro ist, gehört mal für einen Monat zu einer normalen Familie in Deutschland gesteckt.
Ich arbeite Ø 9 Stunden am Tag als verantwortlicher im Vertrieb. Habe zweistellige Zuwachsraten pro Saison erarbeitet. Jetzt ist eine Unternehmensberatung im Haus und ich muss Angst um meinen Job haben, weil ich erst ein Jahr dabei bin.
Nebenher habe ich ein Gewerbe angemeldet, mit Zustimmung meines Arbeitgebers. Das heißt ich arbeite im Schnitt 13 Stunden am Tag. Weiß noch nicht wie es ausgeht, weil es erst seit einem Monat läuft.
Es darf nichts passieren. Kein Defekt der Waschmaschine. Ich schiebe den Winterreifenwechsel vor mir her, weil nach Abzug von Kosten wie Strom, Kredittilgung der Wohnung, Telefon, Beträge für meine Altersversorgung nur noch 150,- € übrig bleiben. Den Rest bestreitet meine Frau mit ihrem mickrigen Lohn.
Es wird verlangt immer mehr zu arbeiten –aber für welches Gehalt? Der Strom wird immer teuerer, aber Utz Claasen von der ENBW ist ja auf dem richtigen Weg. Herr Ackermann erwirtschaftet mit Entlassungen Spitzenrenditen und große Unternehmen werfen die Arbeitnehmer trotz toller Ergebnisse raus.
Es ist nicht die Frage, was wir denken. Es stellt sich mehr die Frage:
Wie soll das weitergehen?
Ich habe unlängst einen Leserbrief an Sie geschickt. Immer mehr Menschen wenden sich während der Wahlen von der Demokratie ab. Ich sehe nicht schwarz; sondern braun und befürchte Schlimmstes. In 3 Landtagen sind sie schon!
Aber ich sage Ihnen eines und beziehe mich auf meinen Briefeingang. Es wird sich nichts ändern. Wir müssen nur noch mehr buckeln.
Michael Rausch

Darüber könnte man eine ganze Bücherreihe schreiben...
Es fängt damit an, dass unsere Rentner, die die Republik einst gross gemacht haben, Heute die Armutskinder der Nation sind! Und durch die einseitige Geldgier der Regierung auch in den nächsten Jahren immer weiter ins Aus gestellt werden. Das gleiche gilt für die Arbeitslosen und Hartz IV - Empfänger. Die Regierung greift schamlos immer tiefer in die Geldbeutel der sowieso schon Armen. Warum? Weil die sich nicht wehren können, sie haben keine Lobby.....
Unsere eh schon zu geringe Anzahl an Arbeitsplätzen wird noch weiter verringert durch hemmungslose Zusagen der Regierung and das Ausland, vermehrt Arbeitsplätze für Ausländer zur Verfügung zu stellen. Sind wir Deutschen der Regierung nichts mehr wert? Sicher nicht! Firmen, die ihre Werke ins Ausland verlagern, werden sogar noch staatlich unterstützt. Sowohl finanziell, als auch aussenpolitisch. Warum auch nicht, denn nach Regierungsmeinung wollen die deutschen Arbeitslosen ja doch nicht mehr arbeiten......
Unser Staat hat kein Geld sagt die Regierung. Ok, dann muss sie, wie in jeder Familie auch, sparen. Das ist soweit in Ordnung, nur.... während in der Familie an unnötigen Ausgaben gespart wird, spart unsere Regierung an den menschen in Deutschland, um das Geld hemmungslos im Ausland zu verteilen. Siehe die erste "grosse" Tat einer ünfähigen "Shopping" Kanzlerin, die nichts besseres zu tun hatte, als trotz Geldnot sofort die Leistungen Deutschlands in die EU um 20% zu erhöhen. Deutsche Soldaten riskieren ihr Leben in der halben Welt, ist das nötig? Nein, es sei denn um den unermesslichen Geltungsdrang deutscher Politiker im Ausland zu unterstützen.
Demokratie? In Deutschland herrscht eine diktatorische Nehmokratie!!!!! Ein typisches Beispiel dafür sind die letzten Wahlen und Steuererhöhungen. CDU und SPD hacken seit vielen Jahren aufeinander herum, aber wie es darum ging, das Regierungs-Ruder zu behalten, war man (oder vielmehr Frau) sich ganz schnell einig, zusammen zu gehen. Tatsache ist, dass 67% der deutschen Wähler KEINE CDU wollten, und fast genauso viele KEINE SPD wollten (ungeachtet der Menschen, die aus Protest gar nicht mehr wählen gehen!) Kein Wunder, dass sich jetzt die Menschen entscheiden, mal ganz anders zu wählen.... Obwohl mir persönlich das Partei-Programm der NPD bei weitem zu rigoros erscheint, erscheint es mir ganz und gar undemokratisch eine missliebige Partei einfach verbieten zu wollen. Zumindest solange nicht, bis dieser Partei direkte Verbrechen nachgewiesen werden können. Das Ganze erinnert stark an die schwärzesten Zeiten des Nationalsozialismus. Die haben auch alles verboten und verteufelt, was nicht in die Regierungsmeinung passte.
Vielleicht wird ja auch bald das Wort "rechts" verboten.... Naja, das Wort "links" wie Linkspartei passt den Damen und Herren ja genauso wenig!
Pressefreiheit? Ein Witz der Weltgeschichte! Lesen Sie einmal die Zeitungen in Italien, England oder auch Russland in der Landessprache. Dann erfahren Sie eine Menge über Deutschland, dass hier einfach nicht publik gemacht wird. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass z.B. keinerlei Information über einen ungemein lukrativen Energiepakt veröffenlicht wurde, den Russlands Staatschef uns, der Bundesrepublik angeboten hat? Selbstverständlich hat unsere Kanzlerin, im Hinblick auf die Interessen ihres Freundes Bush, diesen (unter Hinweis auf die europäische Energie-Charta) sofort abgelehnt.
Pressefreiheit in Deutschland heisst, die Redakteure haben die Freiheit, alles zu verschweigen, was nicht in ihre Meinung, oder nicht das Regierungskonzept passt. Zur Tarnung ist allerdings ein bisschen Kritik erlaubt..... Starke Worte aber sind verpönt!
Fazit: Unsere Regierung regiert.... für sich und das eigene Image im Ausland, aber nicht für das Volk
Lothar Urbaniak
Echzell


Um gleich auf die Fragestellung einzugehen, ich bin zwar noch Schüler einer gymnasialen Oberstufe und mag mich daher evtl. nicht so recht mit "der ungerechten Welt" da draussen auskennen, jedoch finde ich man muss alles im Verhältnis sehen. Im Gegensatz zu anderen Ländern, auch innerhalb der EU, finde ich ,dass gerade Deutschland ein sehr ausgewogenes System hat. Von Ungerechtigkeit finde ich relativ wenig, denn gerade hier hat jeder die selbe Chancen auf Erfolg, egal ob man in einer ärmeren oder reicheren Familie aufwächst, im Gegenteil dazu stehen ganz vorne die USA und England, in diesen Ländern hat man sogut wie keine Chancen auf eine gute oder Elite-Universität zu kommen wenn man nicht das nötige Kleingeld hat. Deshalb finde ich sollten die Bürger erstmal in ihrem Umfeld schauen wo genau die Ungerechtigkeit liegt.
Fabian Richter
Rodgau


Ich finde es geht in Deutschland mehr als gerecht zu, jeder hat die Möglichkeit, eine Karriere oder Lebensentwicklung entsprechend seiner Möglichkeiten und Fähigkeiten zu machen dafür gibt es genügend Beispiele. Wichtigste Voraussetzung ist natürlich der Wille, Selbstbewußtsein und eine gewisse Begabung Dinge zu tun, die Andere eben nicht tun. Das dies nun nicht jeder kann, versteht sich von selbst. Ich glaube, daß sind Dinge, die man auch an der besten Schule nicht lernen kann. Da kann im geringen Umfang nur das Elternhaus mitwirken. Nur darf man dann nicht von Ungerechtigkeit sprechen. Ich finde in der Schule sollten die Kinder viel besser auf das Leben vorbereitet werden.
Ein Fach Verbraucherschutz oder Recht im Alltag statt Religion oder Ethik wäre zur Abwehr von Ungerechtigkeiten im späteren Leben sicher sehr von Vorteil.
Es wird aber auch immer Menschen geben, die für die eigenen Unzulänglichkeiten andere verantwortlich machen und dies als Ungerecht empfinden oder die ein mangelndes Demokratieverständnis haben und manche Mehrheitsentscheidung für ungerecht halten, weil sie eben anderer Meinung waren.
Rolf Haushälter
Stühlingen


Ungerechtigkeit in Deutschland
Es stellt sich eher die Frage, wie demokratisch eine Gesellschaft ist, die sich dieses Attribut in dicken Lettern auf die Fahnen schreibt. Damit ist es in Deutschland nicht mehr weit her. Ich denke das beurteilen zu können, da ich eine Hälfte meines Lebens vor dem Mauerfall in Ostdeutschland gelebt habe. Die Parteien aller Farben sind sich so ähnlich geworden in ihren Programmen und Zielen, dass von Wahl keine Rede mehr sein kann. Alle regieren auf Abbau fester Arbeitsplätze und Privatisierung hin. Alle sind zufrieden damit, dass „Opposition“ zur Volksberuhigung nur solange „stattfindet“, bis sie eine Koalition eingeht. Alle haben kein ernsthaftes Problem damit, dass in Deutschland wieder rechte Parteien mitregieren, und sind sich einig darin, dass es mittels Hartz IV wieder Zwangsarbeit gibt. Vor Hartz IV gab es lange Zeit eine Zumutbarkeitsregelung in Deutschland, was die Annahme von Arbeit bei Arbeitslosigkeit betrifft, das hatte doch sicherlich einen berechtigten Grund. Keine der Parteien prangert ernst- und glaubhaft die Wirtschaft an, die sich zu Recht wieder in goldenen Kapitalismuszeiten wähnt, wo der Arbeiter ein Tagelöhner sein soll, der sich in lebenslanger, prekärer Lebenssituation befindet und gefälligst auch noch seine Rente, Pflege und Krankheit absichern soll. Auf dieses Modell der modernen, globalisierten Gesellschaft regieren alle zugelassenen Parteien straff und einig hin. Moral und Ethik sind Begriffe, die höchstens in intelektuellen Gesprächsrunden bemüht und belächelt werden.
Beim Mauerfall hat sich die Regierung der DDR komplett verabschiedet weil sie überflüssig geworden war. Vielleicht erlebe ich es noch, das sich unsere Parteien selbst eliminieren, weil sie nichts mehr zu regieren haben, wenn der Staat komplett verkauft worden ist und das Solidarprinzip für soziale Hilfeleistung aufgelöst wurde.
Abgesehen von der Tatsache, dass wir von EINER Partei regiert werden, gibt es noch manches, was mich an die DDR erinnert. Die Rolle des BND im Ausland z.B., die zunehmende totale Überwachung im öffentlichen Raum, die Zugriffsmöglichkeiten öffentlicher Ämter auf persönliche Daten, Konten u.s.w., oder die Art und Weise, wie heute Ausländer, welche abgeschoben werden sollen, in Nacht- und Nebelaktionen aus ihren Wohnungen getrieben werden. So wurden in der DDR Leute von der Stasi abgeholt.
Möglicherweise funktionieren Gesellschaften ob "demokratisch" oder "sozialistisch" immer gleich ungerecht, weil der Mensch zu humanistischerem Handeln nicht wirklich befähigt ist. Menschen, die sich für Menschen interessieren und nicht für Gewinne, werden immer in der Minderheit sein, also bekommen die Menschen die Gesellschaften, welche sie nach dem Mehrheitsprinzip verdienen.
Ein Unterschied zur DDR fällt mir noch ein, den der Meinungsfreiheit. Aber stellen sie sich vor, alle haben eine Meinung und niemand hört zu.
Nina Sandmann
Berlin
Ist das ungerecht?; „Normale“ Bürger, von Moral und Gesetz fest im Griff gehalten, zahlen Steuern, füttern gierige Konzerne mit Strom- und Gasgebühren, brauchen Lupen, um Kleingedrucktes zu entziffern und müssen, ohnmächtig vor Wut zusehen wie Deutschland, von Korruption, Vetternwirtschaft, Speichelleckerei, Werbeverarsche und Castingshows, bei denen der Angepasste mehr Chancen hat, als der Couragierte, jeden Tag mehr zur Bananenrepublik Nummer 1 mutiert? Nicht Talent, Disziplin und Motivation entscheiden über Beschäftigung, sondern Netzwerke und Beziehungen, im Volksmund auch „Vitamin-B“ (Gibt’s den in der Apotheke?) genannt? Einsam ist der, der unbequem und schwierig, immer wieder, bei fast jeder Gelegenheit, für wahre Demokratie, Toleranz, Frieden und Respekt kämpft und diskutiert? Der Angepasste ist immer gut drauf, auch wenn´s im schlecht geht, er arbeitslos ist, seine Bewerbungen und Mühen sinnlos scheinen? Er nimmt immer Rücksicht auf die anderen? Egal ob es seine Freiheit einschränkt, seine Gesundheit leidet, sein Erwerb auf die Konten anderer fließt?
Ist das alles ungerecht?
Nein und Ja!
Nein, in einer Welt, in der nur der Einzelne zählt, Egoismus und Gier, gepaart mit Macht, die Maxime des menschlichen Daseins bilden und die alle Philosophien des sozialen Miteinander ignoriert!
Ja, das alles ist ungerecht, wenn man an einer fairen, friedvollen und sozialen Welt, mit einem intakten Ökosystem und glücklichen Menschen seinen Lebensinhalt sieht…sowie ich es mir erträume…
Andreas Schreyer
Berlin


Als besondere Ungerechtigkeit empfinde ich:
  • Steuerzahler und Leistungsempfänger sind gläsern geworden und machen sich bei dem kleinsten Fehler strafbar
  • Steuergeld- und Beitragsverschwendung der öffentlichen Hand sind keine Straftatbestände
Cornelia Koch
Bielefeld


Für die Herren der führenden "Volksparteien" habe ich als überwiegend CDU- Wählender der seit 40 Jahren das Glück hat die Einzahlungen in die Renten- und Krankenkasse leisten zu können, folgenden Rat.
Folgen Sie nicht allein dem Zeitgeist ! Achten Sie das Recht der Jugend aber vernachlässigen Sie nicht die älteren und schwächeren Deutschen (auch die keinen Migrationshintergrund haben), mit deren Wählerstimmen Sie auch gewählt werden. Die, die seit Jahrzehnten soweit es Ihnen möglich ist, für ihr eigenes Wohl, Ihre Familien und für einen nach Möglichkeit gerechten Staat Deutschland arbeiten. Wenn die scheinbar nicht mehr dem Zeitgeist und der vermeindlich globalen Realität entsprechenden Werte wie Alter, Lebenserfahrung, Familie, Ehe, immer mehr in den Hintergrund rücken oder von den Medien und auch den Politikern gerückt werden, denke ich, wird es für Deutschland als eines der Zugpferde Europas (seit Beginn des EU- Prozesses) nicht gut ausgehen.
Die Geschichte wiederholt sich sicher nie aber sie sollte von den Eliten einschließlich den demokratisch gewählten Politiker (die sich den Eliten sicher zugehörig fühlen) beachtet werden. Manchmal treten Veränderungen ein ohne lange Vorwarnung (s. 1848, 1918, 1923, 1929, 1933, 1939 ...)
H. D.
Hamburg


Sehr geehrte Damen und Herren, ich finde auch das es sehr ungerecht in Deutschland vonstatten geht und möchte Ihnen gerne folgende Beispiele nennen. endtokenli
  • Ich bin für Gleichberechtigung und folge dem Grundsatz gleiche Rechte gleiche Pflichten und kann deshalb nicht verstehen das junge Männer Wehr/Zivildienst leisten müssen, junge Damen aber nichts.
  • Das Studenten die sich bereits im Studium befunden haben plötzlich Studiengebühren zahlen müssen, ohne sich entsprechend darauf vorbereiten zu können. Wobei ich ohnehin nicht verstanden habe, das zunächst mit diesen Geldern nur Löchern in den Länderhaushalten gestopft worden sind und es heute immer schwieriger ist an ein bafög zu kommen, weshalb eigentlich nur noch Kinder reicher Eltern in den Genuß einer akademischen Ausbildung kommen.
  • Das Beamte nicht in die Rentenkasse einzahlen, aber Pensionen wesentlich mehr Wert sind als die normale Rente.
  • endtokenol PS: Dies ist nur ein kleiner Auszug von Gründen, warum ich mich u.a. dazu entschlossen habe Deutschland nach meinem Studiumsabschluß den Rücken zu kehren.
    Mit freundlichen Grüßen
    Sven Piper

    Ich will mich kurz fassen: Als Mitarbeiter einer Bank fühlt man sich doch um den Erfolg der Arbeit betrogen, wenn man jahrelang Entbehrungen hinnimmt, alles gibt, seine Gesundheit opfert und dann trotz der steigenden Gewinne mit dem Verlust des Arbeitsplatzes rechnen muss. Dies lässt sich in anderen Branchen ebenfalls beobachten. Hinzu kommt, dass die Vorstände für diese Politik mit steigenden Löhnen belohnt werden. Deutschlands soziale Marktwirtschaft ist in Gefahr. Der Globalismus führt dazu, dass die Politik die Staatsziele vernachlässigt. Es gibt nur wenige Menschen, meist alte konservative, die sich entgegenstellen, wie z.B. die Manager von Haribo, Deichmann, DM, Trigema und Co. Leider eine aussterbende Spezies.
    Gruß
    Ingo Heinrich

    Verglichen mit zahlreichen anderen Staaten der Erde leben wir Deutschen im Paradies. Dennoch klagen wir alle darüber, wie ungerecht es in unserem Land zugeht. Es steht außer Frage, dass in Deutschland Dinge passieren, die äußerst ungerecht sind. So sind beispielsweise die in einigen Bundesländern eingeführten Studiengebühren nicht rechtens, da jungen Leuten aus ärmeren Familien ein Studium damit verwehrt bleibt. Diese Vorgehensweise der Landesregierungen spaltet das Land in eine Zweiklassengesellschaft, da alles darauf hinausläuft, dass in Zukunft ein Hochschulstudium zum Privileg der Reichen wird. Auch über die Gerechtigkeit unseres Rechtssystems lässt sich streiten. Warum muss ein Raubkopierer bis zu fünf Jahre im Gefängnis verbringen, während ein Kinderschänder oftmals nach drei Jahren wieder in die Freiheit entlassen wird? Hat demzufolge jemand, der das Leben eines unschuldigen Kindes für immer zerstört hat, eine mildere Strafe verdient als eine Person, die der deutschen Musikindustrie einen geringen Schaden zugefügt hat?
    Man könnte noch unzählige weitere Beispiele anbringen, um zu zeigen, wie ungerecht es in unserem Land zugeht. Es ist unbedingt vonnöten, sämtliche Veränderungen herbeizurufen, um diese vorherrschenden Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Bereits 1997 hat Roman Herzog gesagt: "Durch Deutschland muss ein Ruck gehen." Diese Aussage könnte man heute immer noch treffen, da bisher kein wirklicher Ruck durch unser Land gegangen ist. Unter diesem „Ruck“ versteht man auch, dass in den Köpfen der Bürger ein Umdenken stattfinden muss. Es ist nicht nur alleine die Aufgabe der Politiker, für Gerechtigkeit zu sorgen.
    Wir leben in einer Demokratie. Dies bedeutet nicht, dass sich der Bürger nur von den Rechten, die ihm der Staat zusichert, bedienen darf. Er muss auch eine Gegenleistung erbringen, denn eine Demokratie lebt davon, dass sich die Menschen aktiv an der Gestaltung des politischen Systems beteiligen. So sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass man zur Wahl geht. Allerdings sagen die Wahlbeteiligungszahlen etwas anderes. So blieb bei den letzten Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern weitaus mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten den Wahllokalen fern. Dagegen hört man überall die Leute darüber klagen, wie ungerecht die Politik doch ist, die von der Regierung gemacht wird. Jemand, der nicht zur Wahl geht, muss sich auch nicht über Ungerechtigkeiten in der Politik beschweren, weil es von seiner Seite her auch ungerecht ist, der Demokratie den Rücken zu kehren.
    Im Artikel 17 des Grundgesetzes ist das sogenannte Petitionsrecht verankert. Dieses besagt, dass jeder Bürger das Recht hat, sich an den zuständigen Stellen zu beschweren, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt. Ferner haben alle Bürger das Recht, sich zu versammeln und gegen aus ihrer Sicht rechtswidrige Angelegenheiten zu demonstrieren. Volksbegehren und Demonstrationen haben schon mehrfach Politiker dazu bewogen, Entscheidungen rückgängig zu machen, da es auch in ihrem Interesse ist, die Mehrheit des Volkes hinter sich zu bringen.
    Indem sich sämtliche Bürger aktiv in die demokratische Gestaltung der Gesellschaft einbringen, kann man zwar nicht erwarten, dass sich plötzlich sämtliche Ungerechtigkeiten in Luft auflösen, aber zumindest wäre dies ein Anfang.
    Die Menschen dürfen nicht nur frustriert über sämtliche Ungerechtigkeiten jammern, sondern sie müssen selbst aktiv werden und dafür sorgen, dass Veränderungen herbeigeführt werden.
    Die Rockband "Die Ärzte" hat es in einem ihrer Lieder trefflich auf den Punkt gebracht: "Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär' nur deine Schuld, wenn sie so bleibt."
    Sandra Hartung
    Kahla


    Warum fragen Sie nicht danach, wo es gerecht zugeht in Deutschlad. Die Liste ist kürzer und macht noch Hoffnung.
    Gruß B. Meise

    Als die größte Ungerechtigkeit in Deutschland empfinde ich die ungerechte Verteilung des Nettovermögens. So besitzen 50 Prozent aller Haushalte (diejenigen mit niedrigem Einkommen) weniger als 5% des Nettogeld- und Nettoimmobilienvermögens, 10 Prozent der reichsten Haushalte dagegen mehr als 45%. Die Tendenz ist in beide Richtungen fallend bzw. steigend, so dass der viel gepriesene Wirtschaftsaufschwung hauptsächlich den reichen Bevölkerungsschichten zugute kommt. Jeder normale Erwerbstätige merkt das an seinem stagnierenden oder sinkenden Realeinkommen. Politiker können hier wenig bewirken, da die Spielregeln von den „Global Playern“ festgelegt werden. Die Politik kann nur dazu beitragen, Rahmenbedingungen (z.B. mit Einschnitten in die Sozialsysteme) festzulegen, so dass die internationalen Finanzströme nicht am eigenen Land vorbei fließen. Das führt aber nicht zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen für die Allgemeinheit. Hieraus resultiert auch der Frust eines großen Teiles der Bevölkerung, dass nämlich Opfer, die gebracht werden, nicht ihnen zugute kommen, sondern als Gewinne auf den internationalen Finanzmärkten abgeschöpft werden.
    Dr. Gerhard Lottes
    Münster


    Nachdem ich mich mit der Frage beschäftigt habe, was in Deutschland ungerecht ist, sind mir spontan einige grundlegende Dinge eingefallen:
    Bei vielen umstrittenen Themen erfolgt leider keine Differenzierung der Bürger. Ein Beispiel dafür ist die Arbeitslosigkeit. Oft werden Arbeitslose, die sich wirklich um einen Beruf bemühen oder nach langer Zeit der Arbeit einfach entlassen werden, mit solchen in einen Topf geworfen, die noch nie in ihrem Leben einen Finger gerührt haben und es vermutlich auch nie tun werden. Ein weiterer Punkt, in dem nicht richtig unterschieden wird, ist die Einführung der umstrittenen Studiengebühren. Es wird nicht unterschieden, ob ein Student lange Zeit studiert, weil er ein sehr umfangreiches Studium belegt, oder weil er ständig ein neues Studium anfängt und nicht bei einer Sache bleibt.
    In den Medien hört man immer wieder Beschwerden darüber, dass es hier zu wenig Familien mit Kindern gibt. Doch wenn Studenten schon verschuldet ihren neuen Lebensweg beginnen, dann frage ich mich, wie sie dann noch eine Familie ernähren sollen. Hinzu kommt, dass sich die Studienzeit erhöhen könnte. Ich denke nicht, dass man sich ausreichend auf Prüfungen vorbereiten kann, wenn einem ständig im Hinterkopf die Frage schwebt, wie man das Studium bezahlen bzw. den Kredit zurückzahlen kann. Durch die Annahme von Aushilfsjobs etc. wird ebenso die Zeit zum Lernen verringert und da das Studium nicht unnötig in die Länge gezogen werden soll, stehen die Absolventen der Prüfungen unter erheblichem Druck.
    Ebenso fragwürdig wie die Studiengebühren halte ich die Praxisgebühren. Es gibt Menschen, die täglich Medikamente einnehmen müssen, welche häufig nur auf Rezept herausgegeben werden. Und nur um an dieses notwendige Rezept heranzukommen, muss man dann jedes Quartal die Praxisgebühren sowie das Rezapt bezahlen, ohne überhaupt untersucht zu werden. Da fragt man sich, wieso man überhaupt noch in eine Krankenkasse einzahlt
    Studiengebühren, Praxisgebühren sowie die Erhöhung der Mehrwertsteuer wären vermutlich nicht nötig, wenn die Bundestagsabgeordneten auf übertrieben hohe Diäten verzichten würden. Ein Durchschnittsbürger, der sein Leben lang hart arbeitet, kann von einem Verdienst in dieser Höhe nur träumen.
    Zum Thema Justiz, was ja eigentlich Gerechtigkeit bedeutet, halte ich auch etwas für sehr ungerecht, nämlich die Tatsache, dass Täter oftmals besser dastehen als die Opfer oder sogar die Polizei. Ich beziehe das zum Großteil auf den allseits bekannten Mord an Jakob von Metzler. Es kann doch nicht angehen, dass ein Kommissar Angst um seinen Beruf haben muss, weil er einem Mörder „Folter" angedroht hat, während der besagte Mörder fröhlich und wahrscheinlich ohne sich auch nur Gedanken um die Studiengebühren machen zu müssen, mit Justitias Hilfe Jura studiert. Allein die Tatsache, dass ein feiger Mörder einen solchen Studiengang belegen kann, halte ich für grotesk. Aber zumindest würde das erklären, warum das Justizwesen so verkommt.
    Der letzte Punkt, den ich ansprechen möchte, ist unsere Regierungsform: die Demokratie. Nun vielleicht würde der Begriff „Scheindemokratie" besser zu dieser Staatsform passen. Denn ich persönlich verstehe unter einer Demokratie das Mitbestimmungsrecht des Volkes. Doch das einzige Mitbestimmungsrecht, das wir besitzen, ist die Wahl der Personen, die grundlegende Entscheidungen treffen können. Aber selbst an wichtigen Entscheidungen teilzuhaben, ist nicht möglich. Mit wichtigen Entscheidungen meine ich solche, die alle Bürger betreffen, wie zum Beispiel die Einführung des EURO. Ich frage mich, was daran so schlimm sein sollte; in der Schweiz funktioniert es ja auch. Man müsste natürlich differenzieren zwischen sinnvollen Beschlüssen und Beschlüssen, die der Staat lieber selbst in die Hand nehmen sollte, wie eine Steuererhöhung, denn da würde natürlich niemand zustimmen. Aber da der Staat, wie ich vorhin schon erwähnte, nicht in der Lage ist ordentlich zu differenzieren, ist es kein Wunder, dass eine Volksabstimmung in Deutschland wohl nie zustande kommen wird.
    F. Moos

    Für mich besteht eine Ungerechtigkeit darin, dass es Leiharbeitsfirmen gestattet wird, nicht nur unqualifizierte Arbeitskräfte, sondern auch Facharbeiter zu einem Hungerlohn zu beschäftigen (6,50 EUR pro Stunde), sodass diese Arbeitnehmer für einen Vollzeitjob teilweise nur 700,00 EUR im Monat netto verdienen bei einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden. Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man sagt, dass es sich hierbei um moderne Sklaverei und Ausbeutung sonders gleichen handelt.
    Die einzigen, die hierbei richtig gut verdienen, sind die Leiharbeitsfirmen und die Arbeitgeber, die solche Arbeitnehmer einstellen.
    Freundliche Grüße Andrea Inderst
    Scheßlitz


    Ich arbeite als Nachtwache im Krankenhaus und finde es sehr ungerecht gegenüber Patienten das es immer weniger Pflegepersonal gibt und das dieses wenige Pflegepersonal immer mehr Aufgben bekommt die nichts mit der Pflege am Patienten zu tun haben. Das viel zu wenige Personsl ist die Hälfte der Arbeitszeit damit beschäftigt zu dokumentieren oder abzuheften und der Patient kommt viel zu kurz man hat viel zu wenig Zeit für Gespräche mit dem Ptienten und das ist grade das was die Patienten meistens am meisten brauchen. Ich find es ungerecht das es immer weniger Pflegepersonal für immer mehr Patienten gibt und man immer das Gefühl hat der Patient kommt neben dem ganzen Schreib- und Abheftkram zu kurz, es müsste einfach wieder mehr Pflegepersonal geben oder andere Mitarbeiter die sich ausschliesseslich mit den Patienten beschäftigen und die den Patienten ohne Zeidruck zuhören können.
    T. Wichmann

    Ich finde es in höchstem Maß ungerecht, dass ein Angestellter keinen Cent bekommt, ohne dass das Finanzamt nicht schon voll zugegriffen hat. Steuern zahlen nur die Dummen. Die Reichen werden reicher und die Armen ärmer!
    Beispiel: Jeder selbständige Kaffee-Wirt kann sein Einkommen so verschleiern, dass er fast nichts an Steuern bezahlt. Eine Bon-Pflicht für jeden verkauften Kaffee (ähnlich wie in der Schweiz) wäre die Lösung! Kontrollen wären sehr einfach und entsprechende Strafen zur Abschreckung notwendig. In der Schweiz traut sich kein Wirt etwas zu verkaufen ohne entspr.Kassen-Bon.
    Leider wurde der "Heidelberger Professor" rüde nieder gemacht. Er hätte eine gute Steuerreform auf den Weg gebracht und das weitgehend ohne Steuerschlupflöcher!
    Unsere Politiker sind allesamt Feiglinge und Nichtskönner einschl. der Kanzlerin. Jetzt weiß doch jeder,dass sie es nicht kann!
    Die sogenannte Gesundheitsreform ist eine einzige Katastrophe! Solange die PKV's nicht voll in die Solidargemeinschaft einzahlen, ist die Reform ungerecht.
    Es werden zwar immer wieder Kompetente Leute anghört, aber man nimmt sie nicht ernst und macht dann teilweise das Gegenteil. Der gesunde Menschenverstand wird nicht bemüht! Man schaut über die Partei-Hutschnur nicht hinaus!
    Wenn das so weiter geht, scheint mir die Demokratie sehr in Gefahr!!
    Mit freundlichen Grüssen
    Winfried Rau
    Bad Waldsee
    Sehr geehrte Redaktion,
    es war Ihr Blatt, der vor paar Jahren die Tatsachen offenbarte, dass der Lohn eine Verhandlungssache sei. Ich selbst habe ich miterlebt, dass zwei Arbeitnehmer, die gleiche Arbeit verrichteten und leiteten, nicht das gleiche Lohn kassierten. Und an dem Lohn Bescheid stand: "Nur von Betreffenden zu öffnen". Dahinten stand die Ideologie, frei nach Kirgaard: "Jeder ist so lange glücklich, bis er erfährt, dass sein Nachbar glücklicher ist."
    Nun, wenn man einen deutschen Manager fragte, warum er 4, statt 2 Millionen jährlich bekommen soll, dann hieß es: "In USA bekommen meine Kollegen 10." Also, "da unten verbietet man das Neid" und oben treibt man es auf die Spitze!
    Es gibt auch andere Ungerechtigkeiten, die sich vor 30 Jahren durch Theorien von gleichen Schuld von Täter und Opfern von Soziologen und Kriminologen aufgestellt, eingeschlichen haben. Nun sieht man ein Lichtblick in diesen Tunnel: Gerade beendete Studie der Uni München fand, dass "Entscheiden sei nicht die Person oder das Verhalten des Opfers, sondern die Zuschreibung der Opferrolle durch die Täter"! Da kann man sich am Kopf fassen, wie viele Opfer durch falsche Theorie jahrelang zu Verzweiflung, ja bis zum Selbstmord getrieben wurden.
    Radoslav Res
    Dortmund


    Hallo, die Anzahl der Ungerechtigkeiten in Deutschland ist kaum noch zu fassen,und hat seit der grossen Koalition noch drastisch zugenommen. Hier einige gravierende Beispiele:
    1. Bei Arbeitsverlust mit einer Abfindung profitiert der Staat durch hohe Besteuerung. ( die meisten Betroffenen sind in einem Alter bei dem kein neuer Job in Aussicht gesellt werden kann.)
    2. Die Rentenbezüge danach sind so gering,dass bestehende Verpflichtungen nicht weiter aufrecht erhalten werden können z.B.: Lebensversicherungen ,Hausfinabnzirungen.....
    3. Falls eine Firmenaltresversorgung bestand greift die Krankenkasse kräfftig zu.
    4. Rentenerhöhung ist nicht in Sicht,bisher gab es nur Kürzungen.Gleichzeitig steigen die Lebenshaltungskosten drastisch,z.B.: Strom Gas, Wasser,Benzin.... (Die heutingen Rentner hatten nie die Chance Riester in Anspruch zu nehmen.)
    5. Die Arbeitsmarktzahlen sind vermutlich manipuliert,denn es kann nicht sein,dass die Arbeitslosenzahl sinkt und gleichzeitig Enlassungen im grossenStil erfolgen z.B.: Siemens Mobile,Telecom... Die unfähigen Manager Sind davon in den meisten Fällen nicht betroffen
    6. Die Regierung kann nahezu ohne Gegenwehr der "Opposition" jedes Gesetz durchbringen. Davon sind im Wesentlichen die Kleinen wie Arbeitslose,Leute der"Unterschicht" und Rentner betroffenDies Leute wird man in Zukunft an dem Zustand Ihrer Zähne erkennen.!

    Fazit: Die Regierung unter Merkel hat kein Konzept und bastelt nur an den Proiblemen herum.
    Gruss,
    Richard Rademacher

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich finde es ungerecht, dass die Zahlunsdauer ALG 1 nahezu unabhängig von der Einzahlungsdauer ist. Je mehr Beitragsjahre, desto längere Zahlung. Die Jobchancen für über 50jährige sind katastrophal schlecht, der Absturz in Hartz4 vorprogammiert.
    Gruß
    Dr. Thomas Kleij
    Rheda-Wiedenbrück


    Nach einem 1jährigen!!! unbezahlten Praktikum in der Medienbranche und einer unberechtigten Kündigung in der zweiten!!! Ausbildungswoche (wo ich eine erneute "Probezeit" antreten musste) habe ich nur eins gelernt. Wir leben in einer Raubtiergesellschaft. Ohne Beziehungen bist du gar nichts. Die "Generation Praktikum" sind die modernen Sklaven der Gesellschaft.
    Wo man auch nur hört oder liest: Korruption, Misswirtschaft und Skandale. Bestes Beispiel was momentan allerorts in Deutschland schief läuft ist das sinnlose Milliardengeschäft des Grünen Punkts und keiner schert sich einen Dreck drum.
    Ich habe für das Praktikum meinem Bausparvertrag gekündigt und stehe jetzt wie ein Depp da. Meine Zukunftsaussichten? Zeitarbeitsfirma. Wozu habe ich mein Abitur gemacht? Wenn ich schon so verbittert bin dann verstehe ich jeden Hauptschüler der auf gar nichts mehr bock hat...
    David Tomanek

    Ich bin Kontingentflüchtling und ich kann mit Sicherheit sagen,dass im Großen und Ganzen in Deutschland die Gerechtigkeit herrscht;im Vergleich zu den anderen Länder,aber selbst das Vergleichen ist blöd.Als Individuen sind alle Menschen ungerecht von den anderen Mitmenschen gehandelt worden.Ungerecht gemäß der Verfassung?Wenn Sie das beweisen,dann heißt es,dass wir in einem gesetzlosen Staat wohnen oder zumindest die Gesetze funktionieren nicht,aber das ist nicht der Fall.

    Viele Deutsche sind sehr unglüklich aufgrund des mangelnden Komunikation. Die Geschlossenheit der Deutschen übersteigt den Begriff "Privatsphere". Ungerecht wurde ich in fast allen Ämtern behandelt, aber es liegt eher an Inkompetenz der Beamten. Wenn die Deutsche mehr miteinander reden werden,bewältigen sie alle Probleme. In Mecklenburg-Vorpommern,Sachsen sitzen im Bundesrat die Nazis,es ist für mich undenkbar.Die Menschen gehen nicht zur Wahl.Die Regierung schließt die Augen und lernt aus der Geschichte nichts.DAS IST DIE GRÖßTE UNGERECHTIGKEIT!!!!! Studiengrundgebühren,das schlimmste ist, was passieren kann,wenn Deutschland keine kluge Köpfe mehr "produziert".Ich soll Ihnen nicht erklären,welche Konsequenzen das Kreditsystem für die Studenten hat.Sogar die Arbeitslösigkeit soll nicht im Wege stehen,Ein Mensch muss klug sein:basta.
    Mit freundlichem Gruß
    Aleksander Iyet

    Natürlich geht es in unserem Land nicht gerecht zu. Die "Gleichmacherei" quer durch alle Kulturen in unserem Land hat zu vielen Ungerechtigkeiten geführt. Mich persönlich ärgert, weil selbst betroffen, das bei Rentenversicherung und Krankenversicherung eine Gleichmacherei herrscht welche völlig ignoriert das z.B. der eine sein ganzes Arbeitsleben gezahlt hat und keinen Deut besser, ja bei Arztleistungen teilweise sogar schlechter, dasteht wie jemand der sich sein ganzes Leben erfolgreich um Arbeit und Beruf herumgemogelt hat.
    Rainer Brenk
    Hage


    Im Jahre 2000 gehörten wir noch zu den sogenannten Besserverdienenden und Leistungsträgern der Gesellschaft. Wir zahlten den Steuerhöchstsatz. Ich zahlte 400 DM für den Kindergarten unserer Tochter. Und wissen Sie was: Wir waren erst vor kurzem aus dem Ausland zurückgekehrt und bezahlten das gern! weil Deutschland ein Sozialstaat war. Weil mir klar war, dass von unseren Steuern vielleicht ein Mensch seine Arbeitslosenhilfe bekommt und ein benachteiligtes Kind einen Gratis-Kindergartenplatz. Wir hatten das Gefühl einer weiten sozialen Gerechtigkeit, einer Umverteilung von oben nach unten, einem Staat, der sich der großen Lebenskrisen seiner Bürger annimmt.
    Wir waren lange nicht in Deutschland gewesen und wußten nicht, wie sehr sich Deutschland verändert hatte: Wir bekamen es erst mit, als mein Mann arbeitslos wurde. Nach einem Jahr waren wir eine Bedarfsgemeinschaft, keine Familie mehr und unser Schicksal hieß Hartz IV. Plötzlich lernten wir die Schattenwelt kennnen: Zwangsumzug, Zwangseineurojob; Depression; das ganze Elend, das so gerne von den Regierenden vergessen wird.
    Das ganze Gerede von Leistung, von Bildung, vom sozialen Aufstieg ist Lüge. Ohne Beziehungen oder wenn man älter ist, dann kommt man nicht mehr weit.
    Eine Gesellschaft, die einem jede Chance verwehrt und für die Zukunft nur noch das Existenzminimum aufrecht erhält, das ist wirklich ungerecht. Wo manche so viel haben und andere so wenig geht der soziale Friede, auf den wir so stolz waren, kaputt.
    Linda Zenner

    Durch einen ungebremsten Raubtierkapitalismus bedingten Jobabbau treibt man die Leute ins Prekariat und drangsaliert bzw.entwürdigt sie dann auf Behörden oder Jobcentern. Welch menschenverachtende Politik!Welcher Betroffene kann noch Vertrauen in die Vertreter Macht haben? Wieviele stellen zurecht das System in Frage und steigen aus?
    Bruno Piroth

    eine der größten ungerechtigkeiten ist das kapital. klar haben wir irgendwie hier in deutschland ein hohes lohnvivau doch es kann doch nicht sein, das innerhalb kürzester zeit das meiste teurer wird, die gewinne in die höhe steigen, und die einkommen sinken. man soll (muss) vorsorgen für die rente, die gesundheit wird immer teuerer sowie nicht zu vergessen auch die energiekosten. nur was eigentlich das schlimmste ist, das alle die oben sitzen und entscheidungen treffen, darüber bescheid wissen und nicht den mum haben konsequent daran zu arbeiten, vernünftige Lösungen zu finden. aber man beißt ja nicht um sich, denn keiner tut dem anderen weh oder man hat angst seine position zu verlieren. und so werden leider keine entscheidungen getroffen die auch unangenehm sein können. klar kann man nicht alles unter einen hut bringen doch sollte man es probieren und vielleicht auch viel mehr erklären ohne vieler fremdworte.
    M. Grabbe
    Sehr geehrter Herr Osterkorn,
    wo soll ich anfangen und wo aufhoeren, was bei uns in der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft alles ungerecht ist.
    Aus meiner Sicht ist der Verfall der Gesellschaft und ihrer Werte der erste wichtige Punkt.
    Eltern uebernehmen keine Verantwortung fuer ihre Kinder und wir lassen es zu und subventionieren das auch noch.
    Menschen setzen verantwortungslos Kinder (trotz Pille und anderer Verhuetungsmoeglichkeiten) in die Welt, wenn wir Glueck haben, dann kuemmern sie sich nicht darum, lassen diese Kinder hungern und verwahrlosen. Wenn es schlimmer kommt, werden die eigenen Kinder misshandelt, erschlagen, eingefroren oder eingetopft.
    Die Leistungstraeger unserer Gesellschaft – inzwischen eine schuetzenswerte Minderheit – ca. 29 Mio. Buerger von 82 Mio. Einwohnern zahlen für 46 Mio. Transferleistungsempfaenger – ist das gerecht?
    Der Erfinder von Hartz IV besticht, korrumpiert und „bescheisst“ auf Teufel komm raus. Ist das sozial gerecht und vertretbar?
    Buerger, die jahrelang in die Sozialkassen eingezahlt haben, werden Buergern gleichgestellt, die gerade erst mit der Arbeit angefangen haben. Ist das sozial vertretbar?
    Ein sexueller Schwerbrecher spielt stundenlang auf einem Gefaengnisdach Katz und Maus mit der Polizei und wir lassen das zu. Er erhaelt auch noch heissen Tee und eine Decke. Hatte der Taeter Mitleid mit dem jungen Maedchen?
    Claudia Roth, der rote Pumuckel der Gruenen mit der Hexenwarze im Gesicht, geht auf die Strasse wenn es um die Todesstrafe in den USA geht, aber Todesstrafen in China, Pakistan, Saudi Arabien usw. interessiert sie nicht!
    Ungerecht ist auch, dass immer noch nichts entscheidendes in Deutschland passiert, obwohl inzwischen die meisten wissen, was und wie es angegangen werden muss. Man laesst die Karre einfach an die Wand fahren und die Dummen sind die, die in den letzten Jahrzehnten anstaendig und ehrlich ihrer Erwebstaetigkeit nachgegangen sind, ohne ihre jaehrlichen Krankheitstage in Anspruch genommen zu haben.
    M. Bucak

    Besonders ungerecht finde ich das deutsche Schulsystem. Wie kann es sein, dass jedes Bundesland sein eigenes Schulsystem hat? Wieso gibt es kein einheitliches deutsches Schulsystem? Ich komme aus Erfurt und wie allgemein bekannt ist, hat Thüringen mit das schlechteste Schulsystem überhaupt. Ich verstehe nicht, warum sich die Politik nicht darum kümmert und mehr in Bildung investiert. Der Nachwuchs und dessen Ausbildung ist das wichtigste einer Gesellschaft. Wie kann man das also so vernachlässigen??? Es ist kein Wunder, dass wir bei der Pisa-Studie so schlecht abschneiden. Es interessiert weder die Politiker noch die Schulen, sogar die meisten Eltern interessieren sich nicht dafür.
    Da ich von Deutschland nicht gerade begeistert bin, bin ich dieses Jahr nach Spanien ausgewandert. Ich bin von dem spanischen Bildungssystem sehr begeistert. Zum einen ist es in ganz Spanien einheitlich. Besonders gut finde ich, dass die Schüler nach der Grundschule nicht auf Gymnasium, Real- oder Hauptschule aufgeteilt werden. Zum zweiten gibt es eine Vorschulpflicht. Diese gilt für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Dort lernen sie lesen, schreiben sowie die Grundrechenarten und fangen an Englisch zu lernen. So ein ähnliches System sollte es auch in Deutschland geben, denn ich finde die Kinder werden besser auf die Schule vorbereitet und werden mehr gefördert. Aber Deutschen ist dies ja eh egal...
    Mandy Rademacher
    Málaga, Spanien


    In der Berufswelt gibt es Hierarchien. Das ist normal und für die Entscheidungsfähigkeit eines Unternehmens wichtig.
    Allerdings verbindet eine überwiegende Zahl von Menschen, die auf Arbeitsplätzen in hohen Ebenen der Hierarchien sitzen, Ihren beruflich hohen Status mit einer allgemein höheren Wertigkeit gegenüber ihren Mitmenschen. Daraus resultieren dann Arroganz, höhere Einkommensforderungen, und letztendlich auch Raffgier. Da solche Vorgesetzte sozialen Anforderungen an Vorbildfunktionen nicht gerecht werden, resultieren daraus letztendlich alle ungerechten Verhaltensweisen der unterstellten Menschen (die Mehrheit).
    Peter Uhlig

    Ich halte die Entwicklung der sogenannten sozialen Schichten für zunehmend ungerecht. Es gibt bedauerlicherweise schon längst eine 2-Klassengesellschaft. Zu spüren ist das In der gesundheitlichen Versorgung, sowie in fast allen anderen Bereichen auch. In unserem "Rechtsstaat" kommt jemand aus der Oberschicht juristisch eher zu seinem Recht, notfalls wird das Recht auch mal zu dessen Gunsten verbogen. Die Chancengleichheit für junge Leute in Schule, Studium und Beruf ist heute längst nicht mehr gegeben. Alles wird nach dem sozialen Status bestimmt. Ursache für die Ungerechtigkeit sind die politischen Entscheidungen, die durch Lobbyisten bestimmt und gesteuert werden. Es ja schon bezeichnend, wenn Bundesminister Seehofer öffentlich sagte, "Wir können keine Politik gegen die Pharmaindustrie machen..." Da muß sich doch zwangsläufig jeder die Frage stellen: "Warum nicht?"
    Es ist ungerecht und erschreckend, mit welcher zunehmenden Schnelligkeit die Reichen reicher und Armut größer wird in Deutschland. Die Frage ist, wie lange wird die "Unterschicht" bereit sein, diese Entwicklung hinzunehmen?
    Bernd Hallbauer
    Wolfsburg


    Folgende Titel benenne ich zu dem Thema:
    • Gesundheitsreform mangelhaft zumal sie mit steigenden Kosten startet
    • Steuergerechtigkeit und Vereinfachung
    • Verschleppung des Solidarzuschlages; Mittel müssten wenigstens auch in westliche Infrastruktur fliessen
    Mit freundlichem Gruss
    Hans Matthes
    Lübeck


    Im Allgemeinen finde ich es als Unrecht: Wie wir uns schon lange auf den Lohrbeeren der Nachkriegsgenerationen ausruhen. Viel zu viel Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Unmengen von Urlaub, usw. Kein Wunder, das wir bei Wachstum und Bildung weit hinter allen entwickelten Laendern hinterher hinken. In keinem anderem Land kann man Zentral Asiatische Sprachen auf Steuerzahler Kosten bis man 32 Jahre alt ist studieren, sich dann wundern warum man wohl Arbeitslos ist, und der Steuerzahler zahlt dann brav das Arbeitslosengeld. Hier in den USA habe ich mit 21 fertig studiert und trage seit dem mit meinen Abgaben zur Staatskasse bei, mit zwei Wochen Urlaub im Jahr.
    David Hilkes
    Chicago, USA


    für das was hier in deutschland abgeht gibt es keine worte ich muss dazu sagen das ich halb deutscher und halb mexikaner bin. Nehmen wir die mehrwertsteuererhöhung mal als beispiel... da sagt die eine partei (CDU) wir brauchen diese 2 % erhöhung.... die andere (SPD) aber nö wir wollen keine steuerhöhung es würde nur schaden... okay also gehn die braven bürger das wählen was sie für richtig halten.... so dann kam es zur grossen koalition und die entscheiden sich gegen aller menschenmöglichen logik anstatt für 1 % was die mitte wär oda was auch immer, für 3 %!!! gehts noch??? als ich das gehört hab wär ich vor wut fast geplatzt.....und was machen die anständigen braven deutschen bürger...? nichts, rein garnichts...unvorstellbar...
    Günter Jr. Macher
    Rödermark


    Ich finde es nicht richtig das Managergehälter wahllos gezahlt werden auf Kosten von Personalabbau, was ja durch die Allgemeinheit getragen werden muss wie das Arbeitslosengeld. Ein Managergehalt dürfte sich nur daran messen, was ein Arbeiter im Betrieb verdient und davon höchstens das 10 fache und nicht das Tausendfache wie die Deutsche Bank Herrn Ackermann und Konsorten und die Firma Siemens Herrn Kleinfeld und Konsorten. ( nur 2 von vielen )
    Karin Schirrmacher
    Fulda
    Ungerecht ist, dass
    1. es keine angemessenen Erbschafts- und Vermögenssteuern gibt.
    2. es keinen dritten höheren Mehrwertsteuersatz für Luxusgüter gibt.
    3. unanständig hohe Managergehälter nicht mit 90 % Einkommensteuer belegt werden.
    4. es in den gesetzlichen Versicherungen eine Beitrags-bemessungsgrenze gibt.
    5. in den gesetzlichen Versicherungen zu wenig Anreize gibt, Geld einzusparen.
    6. Politiker nicht bereit sind zuzugeben, keine Vollbeschäftigung erreichen zu können. Das hätte nämlich zur Folge darüber nachzudenken, wie diese Menschen angemessen zu behandeln sind. Angemessene Einkünfte können aber nur erreicht werden, wenn alle mehr Steuern zahlen oder wenn die vorhandene Arbeit gerechter verteilt wird. Beides läuft auf Minderung aller Einkünfte hinaus. Eine gerechtere Verteilung der Arbeit halte ich für weniger ungerecht.
    7. so genannte Wirtschaftsweise ungehindert ihren Stuss verbreiten können. (Hans-Werner Sinn usw.)
    Herbert Becker
    Remscheid


    Wenn wegen Geld- und Zukunftsmangel dieses deutsche Volk kleiner wird, so ist es nur zu verständlich. Kleines Einkommen, kaum Kindergarten - weil nicht bezahlbar - ungenügende Schulbildung und somit schlechte Chancen für Berufsleben, dazu noch Verschwendungssucht im öffentlichen Bereich machen die große Kluft zwischen arm und reich sichtbar.
    Es gäbe viel zu tun, aber lassen wir es lieber liegen, Kollege kommt gleich... bald...wann ?
    Klaus-Dieter Trenkner
    Geesthacht


    Ungerecht für mich als niedergelassener Hausarzt ist, dass fast alle Betroffenen, zahlreiche Fachleute und nicht zuletzt der Großteil der Bevölkerung die geplante Gesundheitsreform ablehnt, diese aber dennoch von den "Volksvertretern" durchgeboxt wird und zuguterletzt von den Betroffenen in allen Bereichen (Patienten, Therapeuten, Ärzten) wieder ausgebadet werden muß. Nur die Politiker werden von den Nachteilen Ihrer Reformen (Z.b. die Privat-Patientin Ulla Schmidt) nichts zu spüren bekommen.
    Dr. med. Klaus Spitzmüller
    Freiburg/Brsg.


    Ungerecht
    • ist das Steuersystem: Die Vorschläge des "Professors aus Heidelberg" waren nicht neo-liberal sondern gerecht.
    • ist das Wahlrecht: Partei-Ideologie-Funktionär-Lobby-gesteuert; keine Volksabstimmung möglich,
    • ist der Föderalismus in der heutigen Form: 16 mal der gleiche Mist !!!! In einem Europa der 25 leisten wir uns 16 Kleinstaaten mit einem Aufwand der himmelschreiend und Resultaten (Kultusministerkonferenz/Rechtschreibreform), die deprimierend sind.
    • ist, dass wir uns noch immer und überall Norbert "die Rente ist sicher" Blüm ansehen und anhören müßen.
    Peter Bielenberg
    Glinde


    Wäre ich Arbeitslos, würde ich micht über die meisten Sachen gar nicht aufregen. Ich würde wahrscheinlich sehr viel schwarz arbeiteten, Privat für die Rente vorsorgen, keinen Kindergartenbeitrag zahlen, keine Bahn mehr fahren, Miete + Nebenkosten würde der Staat übernehmen....
    Ja , Deutschland ist sehr schön.... aber arbeiten in Deutschland lohnt sich absolut nicht mehr. Das ist das größte Problem!
    Arbeiten muß sich endlich wieder lohnen !!!
    Holger Bergmann
    Windeck-Herchen


    Ungerecht ist, wenn eine Frau sich für Kinder entscheidet, hauptsächlich bei den Kindern bleibt, keine versicherungspflichtige Arbeit findet (trotzdem rund um die Uhr arbeitet), um damit für die eigene Rente vorzusorgen und dann als Witwe mit 60%/50% von der mageren Rente ihres Mannes leben muss und die eigene Rente zu gering ist. Es bleibt nicht mal soviel übrig, dass bald nicht mal mehr die Gas- und Strompreise bezahlt werden können. Wer will es den jungen Frauen mit dieser Aussicht verdenken, dass sie besser auf Kinder zu verzichten, vor allem derjenigen mit guter Ausbildung. Männer haben dieses Problem nicht, das ist ungerecht. Wäre da die Witwenverbrennung gerechter? Weil man dann nur noch lästige Bürgerin ist?
    Antje Poelmann
    Moormerland


    Ungerecht, aber vor allem verantwortungslos ist für mich das gegen das Gesamtsystem "Deutschland" gerichtete Handeln von Schlüsselkonzernen zum Vorteil Ihrer Aktionäre. Darunter verstehe ich besonders die Energiewirtschaft und die Pharmaindustrie, die unter Ausnutzung ihrer monopolähnlichen Macht unter Hinweis auf die freie Marktwirtschaft in den letzten Jahren die Preise weit über die allgemeine Teuerungsrate hinaus erhöhten und die Gewinne unanständig steigerten. Die vier Energieriesen verweisen auf höhere Einkaufspreise und verschweigen dabei, dass sie sich die Energie als Erzeuger selber verkaufen. Die Pharmaindustrie nimmt wirkungsvolle, billige Medikamente gezielt vom Markt, verändert leicht den Namen und die Rezeptur und verkauft das im Grunde gleiche Medikament erheblich teurer.
    Gerd Seier
    Husum


    Ich finde es ungerecht, daß der Staat den Steuer- und Abgabenzahler immer mehr belastet, aber gleichzeitig vor geringeren Leistungen (z.B. bei Rente und Gesundheit) warnt und private Vorsorge fordert. Wie soll private Vorsorge funktionieren, wenn das Nettoeinkommen sinkt (auch Dank der Kürzung der Pendlerpauschale, Weihnachtsgeld etc.) die Mehrwertsteuer erhöht wird und Kinder zu versorgen sind ? Ich bin es leid immer mehr zur Kasse gebeten zu werden, gleichzeitig erhebliche Einschnitte bei meinen eigenen Ansprüchen hinnehmen zu müssen und dann auch noch von der Politik eine 'Vollkaskomentalität' attestiert zu bekommen !
    Thomas Grünebaum
    Die Borniertheit mit der Politiker/innen Entscheidungen treffen und umsetzen können ohne selbst von den Konsequenzen betroffen zu sein finde ich ungerecht.
    Holger Quernheim
    Iserlohn


    Warum nicht eine hohe Steuer auf Luxusartikel, 25% auf den Porsche oder die Rollex, eine niedrigere Steuer auf Artikel des allgemeinen Bedarfs, 10% aufs Bügeleisen, 5% auf Lebensmittel? Dem Porschefahrer tut es nicht weh, es sei denn, er ist ein Großkotz, der mehr scheinen will als er ist. Als langjähriges SPD-Mitglied war ich zu Anfang noch beeindruckt von der Merkel-Power. Leider wurde sie vom Winde verweht. Diese Regierung ist ein Jammerspiel sondergleichen, die Leute sollten ihren Job besser beherrschen, in einer am Erfolg orientierten Firma wären sie schon innerhalb der Probezeit "geflogen".
    Ja, ich fände es richtig, dass langjährig Berufstätige im Falle der Arbeitslosigkeit mehr Geld bekommen, schließlich haben sie auch lange Jahre eingezahlt. Genauso ist es mit der Rente. Hätte ich dieses Geld privat anlegen können, würde ich das Dreifache der jetzigen Summe bekommen. Wenn ich von der Arbeit so kaputt bin, dass ich nicht bis 65 Jahre arbeiten kann, bekomme ich € 700, als kleines Rädchen habe ich nicht mehr zu erwarten. Aber es sind die kleinen Rädchen, die die große Maschine antreiben, die satten Gewinne gehen an die, die eh schon genug haben. Aber die bekommen ja, wie sattsam bekannt, den Hals nicht voll.
    Gertrud Schorn

    Für mich ist es ungerecht, wenn Menschen etwas wollen oder gar fordern, aber nicht dafür kämpfen oder wenigstens eine minimale Anstrengung dafür auf sich nehmen, frei nach dem Motto unserer Geiz-ist-geil-Gesellschaft, in der jeder alles will für am liebsten Null Gegenleistung!
    Aber so läuft es nicht und dieses Umdenken muss bei den Menschen in Deutschland endlich stattfinden.
    Markus K. Cholewik
    Hilden


    Ungerecht ist unser Steuersystem, das jeden einzelnen viel zu sehr belastet und einigen wenigen mit Hilfe von Subventionen bevorzugt. Von der desolaten, sozial vollkommen ungerechten Mehrwertsteuererhöhung will ich hier gar nicht schreiben. Unser monatliches Einkommen wird unter anderem durch eine Lohnsteuer gekürzt, die eine große Belastung bedeutet, während einige wenige, die entweder bei der Steuererklärung findig genug sind oder irgendwelche hochgradig komplizierten Bedingungen erfüllen, auf Kosten der Allgemeinheit Subventionen erhalten. Auch ein Ehegattensplitting, das in erster Linie den Bestverdienern dieses Landes nutzt, ist ungerecht und hat nichts mit dem Schutz der Familie zu tun. Das Geld wäre besser in mehr Kinderbetreuungsmöglichkeiten angelegt. Gerecht wäre ein Steuersystem, das niedrigere Steuern für alle bringt und damit, dass jedem Bürger mehr Geld bleibt, die Binnennachfrage ankurbelt.
    Stephanie Werner
    Hattersheim


    Ungerecht ist meiner meinung, dass junge leute beim einstieg in den arbeitsalltag nicht mehr die möglichkeit bekommen richtig fuß zu fassen indem sie sich was von ihrem verdienst beiseite legen können.man opfert seine freizeit dafür,dass einem am anfang jeden monats fast die hälfte des erarbeiteten vom staat abgezogen wird und man kaum noch, wenn überhaupt, etwas für sich selbst übrig hat, wenn man für seinen eigenen lebensunterhalt aufkommen muss.man sollte als jugendlicher (oder bis etwa 25) von steuern und diesen unnötigen unkosten befreit sein, um sich unabhängig machen zu können.schließlich arbeitet man noch lange genug und ist ohne standbein oft in ein leben hineingezwungen, welches man nie richtig ausgelebt hat.man braucht sich nur anzusehen was aus der jugend wird..man hängt nur rum und weiß, für jemanden der kein "berufsohn" ist, wird es wohl nie etwas anderes geben...
    Martina Quaschny
    München


    Ungerecht in Deutschland (aber auch woanders in der Welt) ist die Tatsache, dass die Dummheit und Geilheit regiert und zwar quer durch alle Schichten. Da es dabei vollkommen egal ist, ob sich ein Herr Fiffi von Lotterleben oder Hartz4-Kalle davon leiten läßt, ist es ungerecht, daß die einen etabliert und die anderen geächtet sind; sie disqualifizieren sich nämlich beide. Diejenigen wenigen, die sich von anderen Motiven, etwa Ehrlichkeit, Mitmenschlichkeit, Nachhaltigkeit und Respekt oder ähnliche in unserer Gesellschaft verkümmerten Werten führen lassen, werden ebenfalls ungerechterweise als Träumer oder Spinner, und natürlich aufgrund ihres Nichtbesitzstandes, als Versager abgestempelt. Dabei sollten diese doch eigentlich die Richtung einer (aufgeklärten) Gesellschaft vorgeben oder nicht? Aber die Aufklärung war ja auch nur ein gesponnener Gedanke ohne wirkliche Umsetzung. Also können wir ja immer so weitermachen bis wir vor lauter Dummheit und Geilheit in absoluter Dekadenz und Ignoranz kollabieren. Wir wären nicht die ersten in der Geschichte, denen dies aus den gleichen Gründen widerfährt.
    Ungerecht ist auch, dass ihr wahrscheinlich nur reißerische Stories zur Sozialdebatte in unserem Lande sucht, um dieser der sabbernden Meute zum Frass vorzuwerfen. Womit wir wieder bei der Geilheit wären.
    P. Wessa
    Berlin
    Ich wünsche mir für jedes Kind in unserem Land eine liebevolle Vorschulbetreuung, die von gut ausgebildetem und engagiertem Fachpersonal erbracht wird und wo die kindliche Förderung in kleinen Gruppen stattfindet, sodass auf jedes Kind ausreichend eingegangen werden kann. Dadurch können meiner Meinung nach auch häusliche Defizite teilweise ausgeglichen werden. Die finanziellen Beiträge sollten für alle Familien erschwinglich, eine gesunde Essensversorgung möglichst kostenlos sein. Das dabei in den Konzepten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse (z.B. Förderung von mehr Bewegung) umgesetzt werden, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Gleiches muss sich in der Schulzeit fortsetzen. Schließlich darf nicht der soziale Status der Herkunftsfamilie darüber entscheiden, ob und welchen Platz ein heranwachsendes Kind in der Gesellschaft findet. Eine solche Benachteiligung, gegen die man sich als Kind kaum wehren kann, wird langfristig unsere Demokratie und ein friedliches Zusammenleben gefährden.
    Anke Sittig

    Müssen Millionäre in unserem Land Kindergeld beziehen? Ich meine nein, denn das ist mehr als ungerecht. Ab 10.000,00 € Monatseinkommen sollte es kein Kindergeld mehr geben.
    Harold Bornträger
    Siegen


    Ungerecht finde ich
    1. daß ich mit 54 Jahren im Falle einer unverschuldeten Arbeitslosigkeit (was z.Zt. nicht ausgeschlossen ist) und 38 1/2 Jahren Einzahlung i.d. Arbeitslosen-VERSICHERUNG ohne Pause nur 1 Jahr Arbeitslosengeld bekomme. Genausoviel wie jemand, der vielleicht 3 Jahre gearbeitet hat. Und danach bekomme ich gar nichts mehr, weil mein Mann verdient! Nach 38 1/2 Jahren Unabhängigkeit und Selbstständigkeit werde ich in die Abhängigkeit meines Mannes übergeben. Na - vielen Dank - eine Riesenungerechtigkeit!!
    2. daß mit Aufnahme einer Arbeit s o f o r t jede Zahlung von Hartz IV gestoppt wird. Egal, ob man erst nach 6 Wochen (nämlich zum 15. des darauf folgenden Monats) das erste richtige Geld vom neuen Arbeitgeber erhält. Wer zahlt aber am 1. die Miete - in dem ersten Monat, wo man noch nichts verdient bzw. nur für ein paar Tage Geld erhält? (Ich kenne viele Hartz IV-Empfänger, die keinerlei Rücklagen, die man diesen Leuten immer unterstellt, haben. Die wirklich von der Hand im Mund leben). Hier müsste es einen Monat Überbrückung geben. Ich bin sicher, es würden viel mehr Arbeitslose arbeiten gehen, wenn die Angst nicht da wäre, wochenlang ohne Geld dazustehen!!!!! Und was ist, wenn die Arbeit nichts Dauerhaftes ist oder man kann die Erwartungen nicht erfüllt?
      Dann geht der ganze aufwändige Papierkrieg wieder los. Und die Zeit vergeht, ehe man wieder Geld erhält. Da schrecken ganz viele vor zurück und dann wundert man sich, warum viele so schwerfällig sind! Der Apparat "Bundesagentur für Arbeit" machts möglich.
    3. dass die Politiker sich selbst eine horrende Altersversorgung zugestehen, die ein Normalsterblicher niemals erreichen wird.
    4. dass man trotz 45 Jahren Arbeit Abzüge bei der Rente hat!
    5. dass die SPD einer MWST.-Erhöhung zugestimmt hat, obwohl es hieß "mit uns nicht".
    6. dass die Politiker heute etwas versprechen, was sie morgen nicht halten. Und sie schämen sich nicht einmal für ihre Wortbrüchigkeit. Wo bleibt der Anstand und die Zuverlässigkeit? Sie sind nur noch am Machterhalt interessiert. Ich ertappe mich dabei, dass ich schon hohnlache, wenn irgendwelche Versprechungen gemacht werden und ICH weiß, dass es nicht eingehalten wird. Und so ist es in den meisten Fällen auch. Nur, warum weiß ICH das schon, warum nicht die Leute, die uns das versprechen oder ankündigen???? Sie schämen sich nicht einmal für ihr Verhalten!! Ich finde das skrupellos, verlogen und verantwortungslos.
    7. dass die Politiker es zulassen, dass die Energiekonzerne die Preise derartig nach oben treiben.
    8. dass die Benzinkosten ins Astronomische abdriften. (Die Verantwortlichen zahlen keine Benzinkosten, sie werden in Nobelkarossen auf Kosten der Steuerzahler herumkutschiert).
    9. dass die abgehalfterten Politiker, die abtreten müssen aufgrund von Fehlverhalten auch noch immense Überbrückungsgelder und weiterhin Geld bekommen und für ihr Fehlverhalten so noch belohnt werden.
    10. dass die Beamten keine Arbeitslosenversicherung und keine Rentenversicherung zahlen müssen. Bekommen dafür aber eine üppige Pension und werden niemals arbeitslos.
      Wir "Normalen" tragen die Kosten und das ganze Risiko allein!!!! (Es stimmt heute nicht mehr, dass die Beamten ein kleines Gehalt erhalten, wir bekommen auch nicht mehr und haben noch die Sozialabgaben zu zahlen!!!)
    11. dass die Beamten-Pensionäre und Beamten-Witwen eine 13. Pension erhalten.
    12. dass wir "Normalen" jetzt auch die Rente versteuern müssen.
    13. dass auf Firmenrenten und Abfindungen etc. Sozialabgaben zu zahlen sind.
    14. dass die Ostdeutschen - obwohl sie nicht eingezahlt haben - mehr Rente erhalten als wir, die wir jahrelang eingezahlt haben.
    15. dass die Sozialkassen von den Politikern geplündert wurden für alles mögliche und wir heute die Zeche dafür zahlen müssen - nämlich höhere Beiträge!
    16. dass kriminelle Ausländer/Asylanten etc. nicht sofort ausgewiesen werden, sondern noch aufwändige Gerichtsverfahren einleiten können (auf Kosten der Steuerzahler!!! Ich als Deutscher muss meinen Rechtsanwalt selbst bezahlen!!!!!)
    17. dass dafür integrierte nicht straffällig gewordene Ausländer/Asylanten etc. ausreisen müssen, wenn die "Rechtslage" das erfordert.
    18. dass wir hohe Krankenkassenbeiträge zahlen müssen und zusätzlich alles noch selbst zahlen müssen.
    Margot Frank-Schirmer
    Nordstemmen
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wem hilft die Anprangerung und die damit evtl. verbundene Forderung der Begrenzung der Managergehälter, wenn die gutverdienende Verkäuferin dadurch auch nicht mehr verdient? Wenn der Manager nur noch 2 Millionen statt 4 Millionen verdient, muß diese Verkäuferin nur 75 Jahre statt 150 Jahre arbeiten, für sein Jahresgehalt. Dadurch bekommt die Verkäuferin auch nicht mehr Lebensqualität. Wenn man der beschriebenen Verkäuferin mithilfe der "ver.di" statt dessen das doppelte Gehalt erstreitet, der Manager seine 4 Millionen im Jahr weiter bekommen würde, müsste die Verkäuferin zwar immerhin noch weitere 75 Jahre für ein Jahresgehalt des Managers arbeiten, wäre aber bestimmt glücklicher und sozial besser abgesichert.
    Das Gehalt des Managers mag zwar ein kritisierbarer moralischer Aspekt sein, ist aber nicht unbedingt die Ursache für Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und für weitere negativen Auswirkungen der Globalisierung.
    Nun, die ver.di sieht offensichtlich ihre Fähigkeiten, nachweisbar eher in Vermittlung von Sterbeversicherungen an Mitgliedern mit krebskranken Familienangehörigen - sogar ohne Gesundheitsprüfung - als eine Organisation für ein solidarisches Gesundheitssystem und menschenwürdigere Tarifabschlüsse. Vielleicht bekommt sie sogar Vermittlunggsprämien für solche Versicherungen und für Reiseangebote für ihre Mitglieder, um mit den Werbeprämien monetär ihren Mitgliederschwund zu kompensieren.
    Die ver.di versteht ihre Stärke offensichtlich nur noch - wie die derzeitigen politische Parteien mit sozialem Anspruch, und Regierungen - Ungerechtigkeiten gerechter zu verteilen, in einer Ära des unüberschaubaren materiellem Reichtums für eine Selbstachtung der gesamten Menschheit. H.U.Beckherrn
    Frankfurt


    Wir Deutschen vergleichen uns mit unseren Mitbürgern und prüfen, ob wir nicht etwa benachteiligt sind. Wie ein Kleinkind wenden wir uns an den „Vater“ Staat und fordern Zuwendung. Kommt diese nicht im geforderten Umfang, ist der Staat ungerecht.
    Gunnar Bluhm
    Berlin


    Lieber STERN,
    desweiteren finde ich es ungerecht, ohne Lohnausgleich länger arbeiten zu müssen. In BaWÜ schon seit einigen Monaten 39h, statt 38,5 und in Bayern schon 40,06h. Wann soll man dann das viele Geld ausgeben, das man hat ;-) ?! Abends bin ich viel zu müde dazu und am Samstag ist es mir zu voll.
    Ich arbeite als Erzieherin in einer Kita mit vielen Kindern aus Migrationafamilien. In unserer Gruppe sind es 7 deutsche Kinder und 18 Kinder aus Migrationsfamilien. Es ist doch absehbar, dass es weniger Kinder gibt. Warum verkleinert man nicht die Gruppen um optimale Förderung zu ermöglichen und entlässt statt dessen Erzieherinnen und schließt Gruppen. Wenn wir uns gezielt um einzelne Kinder kümmern können, können wir diese viel intensiver und individueller fördern.
    Maria Königer

    Ich behaupte, es gibt keine Gerechtigkeit. Selbst der liebe Gott kann mit diesem Begriff nichts anfangen. Gelegentlich bete ich zu Gott und bitte ihn zu veranlassen, jeder Politiker möge auf der Stelle tot umfallen, wenn er das Wort Gerechtigkeit auch nur in den Mund nimmt. Und was passiert? Nichts.
    Ralf Dempewolf
    Berlin


    ungerecht ist, das wir mit drei kindern zu den "asozialen" der gesellschaft zählen, obwohl immer wieder darauf hingewiesen wird, das die deutschen mehr kinder bekommen sollen/müssen
    ungerecht ist, das wir als arbeitnehmer und ohne vermögen, mit 3 kindern vollen kindergartensatz, vorschulgebühren und büchergeld zahlen müssen, obwohl die bundesregierung die familien "doch so unterstützen will"
    ungerecht ist, das wir jedes jahr angst haben, vor steuernachzahlung, weil wir nämlich als "normalsterbliche" nichts abzusetzen haben !
    gerecht wäre es, wenn kein bürger zur nächsten bundestagswahl ginge. nur das zu erwartende ergebnis wäre dann wohl wieder ungerecht (oder gefährlich) !
    S. Barkentin
    Hamburg


    Liebe Redakteure des Stern!
    In diesem Land hat jeder ein Chance, für sich selbst etwas zu gewinnen: Job, Familie und persönliches Glück. Dies erfordert allerdings – je nach Situation – sich persönlich kräftig anzustrengen. Das „Was ich schon alles probiert habe!“ reicht eben nicht immer. Die Chance ist aber da. Das Jammern über Ungerechtigkeiten (die sicher existieren!) ist oft nur eine Ablenkung von der eigenen Bequemlichkeit.
    Markus Jotzo
    Hamburg
    Guten Tag,
    Hier ein konkretes Beispiel aus meinem Bekanntenkreis:
    Beamtenwitwe ohne Kinder (7 Jahre als Hilfsarbeiterin gearbeitet, Volksschulabschluss) erhält Pension in Höhe von ca. 2.800,00 Euro.
    Kaufm. Angestellter (abgeschl. Berufsausbildung und Abitur) 35 Jahre sozialversicherungspflichtig beschäftigt erhält Rente in Höhe von ca. 850,00 Euro.
    Da gerät jedes Rechtsgefühl aus der Fassung.
    Herbert Müller
    Meckenheim


    Hier meine Top10 der Ungerechtigkeiten in Deutschland:
    1. Es gibt Führungspersonal, das 200- 250 mal mehr als der Durschnitt verdient. Arbeiten diese Leute auch 200 mal mehr, haben sie wirklich 200 mal mehr Verantwortung?
    2. Politiker die jeden Tag meineidig werden, da sie nur ihre eigenen Interessen oder die Interessen der Firmen vertreten, in deren Aufsichtsrat sie sitzen. Warum steht uns ein gewählter Politiker nicht voll und ganz zur Verfügung. Jegliche Nebentätigkeit sollte verboten sein. Dafür sollten sie aber auch mehr Geld bekommen.
    3. Die Lügen und Verarsche der Energiekonzerne. (zu DM Zeiten schwankte der Benzinpreis immer um 5-6 Pfennig, jetzt sind die Schwankungen komischerweise mehr als doppelt so hoch, 5-6 Cent)
    4. Dass Rasern und Dränglern auf den Strassen nicht das Handwerk gelegt wird
    5. Dass man in Deutschlands Städten kaum einen Schritt machen kann, ohne von Zigarettenqualm belästigt zu werden.
    6. Dass trotz Millionen von Arbeitslosen Baustellen an Bahn oder Strassen monate- oder sogar jahrelang bestehen und meistens mehr Maschinen als Menschen zu sehen sind
    7. Die Kosten für Altenheimen, Krankenhäuser und auch für Gefängnisse explodieren. Das Personal verdient allerdings nicht allzuviel. Wohin verschwinden diese Unsummen Geld? Warum werden die Kostenrechnungen nicht veröffentlicht.
    8. Vor der Justiz ist jeder gleich, wie kommt es dann, dass Ackermann, Helmut Kohl und Co. nicht im Knast sitzen
    9. Warum kommen notorische und bekannte Kinderschänder und Vergewaltiger immer wieder auf freien Fuß
    10. Warum schmeissen wir die ganze Krankenversicherungsorgie nicht einfach über den Haufen und finanzieren das Gesundheitswesen für alle gleich über Steuern.

    11. Sorry wurden doch 11:
    12. Warum gibt es die GEZ?
    Stefan Krissel

    Hallo liebes Stern Team,
    Ungerecht ist das ich mit einer 40 Stunden Woche am Ende abzüglich von Miete , Monatskarte , Strom , GEZ ( die ich auch ungerecht finde !!!) noch 504.- Euro für 2 Personen habe,das sind pro Nase 227.- , eigentlich so wie ein Hartz V Empfänger . Nur das ich mit meinem paar Mücken die als Steuern anfallen , diesen Müll auch noch mitfinanzieren muß.
    Ungerecht ist es das offensichtlich die Menschen die uns vorrechnen wie man mit knapp 300.- Euro übern Monat kommt , mit dem drei bis vierfachen oder 10 fachen nachhause gehen und sich dann noch beschweren das kein Geld in den Steuerkassen ist und im selben Atemzug Diäten erhöht werden.Ungerecht und frech ist eine Mehrwertsteuer von 19 % somit verbleibt mir und allen anderen am ende noch weniger.
    Ungerecht ist es , das ich obwohl ich jeden Tag zur arbeit gehe mir keinen Urlaub leisten kann und mit meiner Tochter noch nie verreisen konnte.
    Ungerecht ist es das ich kein Einzelfall bin.
    Angela Balge

    Ungerechtigkeit:
    Beitrag im Plus-Minus Magazin der ARD, Arbeitskräfte im europäischen Ausland gesucht, auch über 50 Jahre. Etwas stimmt hier in Deutschland nicht mehr? Wachtum in der Wirtschaft soll da sein!? Nächstes Jahr 19 % MwSt., Spüren einen Niedergang, das relativ hohe Einkommen reicht seit Einführung des Euros nicht mehr aus. Kreditaufnahmen sind an der Tagesordnung, eine Überschuldung ist absehbar.
    Hier Lohnverzicht seit 2 Jahren, die Vorstände erhalten 30 % mehr, wie kann das angehen. Überlegungen auszuwandern bestehen, keine Perspektive mehr. Angst vor Hartz4 lähmt, Angst dort zu enden nach 39 Jahren Arbeit und Studium. NEIN DANKE DEUTSCHLAND
    Geraldo Grottke
    Was ist ungerecht?
    Ist wo unrecht ist auch zwangsläufig Recht?
    Ist es Recht das man gegen Kinder lachen klagen kann?
    Ist es Recht das diejenigen die direkt von unseren
    Kindern profitieren, sich am lautesten beschweren?
    Ist es Recht das Politiker aller Parteien gleichermaßen anklagen, deutsche Frauen bekämen zu wenig Kinder und gleichzeitig die Kinder unfreundlichste Politik in ganz Europa machen?

    Ich verdiene auch mehr zu verdienen,
    Denn: ich arbeite im Schnitt auch 20 Stunden länger als der Durchschnittsverdiener,
    Denn: ich trage in meinem Beruf als selbständiger Bauunternehmer auch mehr Verantwortung und mehr privates Risiko, auch für die Gesellschaft. Wir haben seit 1991 25 Arbeitsplätze geschaffen mit einem privaten und selbstschuldnerischen Investitionsvolumen von ca. 25T€/Arbeitsplatz für technische Basis und Umlaufkapital, Weiterhin haben wir in der Zeit 28 Lehrlinge ausgebildet.
    Dafür, dass ich noch arbeite wenn andere ihre Freizeit genießen erarbeite ich in der 41 – 60 Arbeitsstunde die 30 % Steuern, mit denen ich also auch schon überproportional zum gesellschaftlichen Steueraufkommen beitrage.
    Und damit nicht genug: Zu guter letzt „darf“ ich dafür, dass ich länger arbeite, mehr Risiko trage, mehr Steuern zahle, auch noch für gleiche Leistungen wie Eintritte in Bäder oder Kinos, Bahntickets, Kindergartengebühren, etc. mehr zahlen als die Nehmer der Gesellschaft und Erziehungsgeldansprüche bleiben mir auch verwehrt.
    Arbeit muss sich lohnen! Und man muss ein Recht haben das gleiche zu zahlen bzw. die gleichen sozialen Leistungen zu erhalten wie alle, erst recht wenn man mit seiner verantwortungsvollen und zeitintensiven Arbeit die Grundlage für die Finanzierung dieser sozialen Errungenschaft schafft.
    Thomas Heppner
    Jena


    Ungerechtigkeit in unserem Land findet man in allen Formen und Ausübungen, daher ist für mich persönlich eine Wertung ausgeschlossen. Was mich persönlich besonders empört ist aber dass unser Land von Vertretern einer verkrusteten nicht mehr im Sinne des Grundgesetzes handelnden „Parteiensystem“ regiert wird. Die weder auf die Bedürfnisse der Bevölkerung eingehen noch das Volkes, dem eigentlichen Souverän, nach ihren Willen befragen. Dass die etablierten Parteien auch zukünftig weder Volksbegehren noch –entscheide zulassen wollen, wird mit dem Wunsch der Ratifizierung der EU-Verfassung, ohne die Zustimmung des Volkes, deutlich! Man will dem Volk ihr von Grundgesetz zugesprochenes Recht nicht gewähren. Daher haben Politik- und Parteienverdrossenheit einhergehend mit sinkender Wahlbeteiligung „Hochkonjunktur“. Doch warum verschließen viele Verantwortliche in den Medien davor ihre Augen?

    „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.“ (GG Artikel 20.2)
    „Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.“(GG Artikel 21.1)
    „Dieses Grundgesetz verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“ (GG Artikel 146)
    Jürgen Wenzel
    Karlsruhe


    Ungerecht ist, dass:
    • soziale Leistungstraeger, wie Polizisten, Krankenschwestern, Pflegepersonal unterbezahlt sind
    • dass Manager fuer verursachte Vermoegensschaeden nicht haften.Alle freien Berufe muessen-teuere- Vermoegenshaftpflichtversicherungen haben...
    • dass Bundestagsabgeordnete absurd ueberversorgt werden, was ihre Pensionen angeht und gleichzeitig keine Steuern fuer eine enorme Aufwandspauschale entrichten muessen

    • und
    • dass Italien Fussballweltmeister geworden ist trotz des Verdachts einer gezielten Provokation des Kapitaens der franzoesischen Mannschaft
    Es gaebe noch mehr, aber es schreiben sicher auch andere..!
    Steffen Mayer
    Brüssel, Belgien
    Guten Tag,
    Gerechtigkeit bedeutet, daß jeder Mensch die Chance hat, seine Potentiale zu fördern und zu entfalten und ein Leben nach seinen Vorstellungen und Möglichkeiten zu leben. Es ist ungerecht, wenn Menschen durch gesellschaftliche Auslese und äußere Zwänge in Lebenssituationen "gepresst" werden, in die sie nicht hineinwollen. (Berufswahl, verwehrte Bildung etc.)
    Peter Hohberg
    Würzburg


    Wem wundert es noch, dass wir keine Gerechtigkeit mehr haben, denn Politiker zu sein ist kein Lehrberuf und jede "Pfeife" kann sich nach Belieben bedienen. Es gibt zu viele Nieten in dieser Kaste, die nur ihr eigenes Fort- und Einkommen im Blick haben!
    F. Kolb

    Ich empfinde es als extrem ungerecht, dass auf Pressekonferenzen Millionen-, wenn nicht gar Milliarden-Gewinne für die Aktionäre verkündet werden und am nächsten Tag in den Firmen Massenentlassungen erfolgen, um noch mehr Gewinn zu erzielen. Der Kuchen, der zur Verteilung ansteht, ist groß genug für alle.
    Weiter finde ich ungerecht, dass Leute wie Herr Hartz (nur ein Beispiel), in diesem Staat zu Reformen herangezogen werden und selbst genau wissen, dass sie betrügen und lügen. Wie soll der „kleine Mann“ auf der Straße das akzeptieren, der für seinen Lebensunterhalt Tag für Tag in einem ungeliebten Beruf arbeitet, sich gegen Mobbing und Bossing wehren muss, diese Reform mitfinanziert und mehr recht als schlecht lebt. Er hat keine Chance, sich vom großen Kuchen ein solches Stück herauszuschneiden, wie das (was jetzt öffentlich bekannt ist, ich möchte nicht wissen, was da unter der Oberfläche tobt) die Manager bei VW, DaimlerChrysler, Siemens etc. machen. Herr Hartz wird bei einer Verurteilung garantiert mit einem „blauen Auge“ davon kommen, wie alle anderen auch. Man kann nur an der Gerechtigkeit zweifeln.
    Ich selbst stehe in Lohn und Brot, bin alleinstehend und baue mir eine Selbständigkeit auf, damit ich nicht länger abhängig bin von solchem Unternehmertum. Auch das macht dieser Staat einem nicht leich. Mit 42 Jahren sind meine besten Jahre auf dem ersten Arbeitsmarkt gezählt. Das kann es doch nicht gewesen sein?
    Sybille Kleinicke
    Stuttgart


    • Mobilität und weite Anfahrtswege verlangen = Pendlerpauschale kürzen und Lohnverzicht
    • Diäten erhöhen = vom Volk fordern, den Gürtel enger zu schnallen.
    • zum Konsum auffordern = den Menschen durch höhere Steuern, Abgaben und Lohnverzicht die Möglichkeit dazu nehmen.
    • eheähnl. Gemeinsch. in Not füreinander aufk. lassen = für diese aber keine Privilegien (steuerlich und rechtlich) gelten lassen.
    • Für "Kleinkram" abzugsf. Steuerpauschalbetrag jährl. 46.000 Euro für Politiker = jeder Selbständige muss für jeden noch so kleinen Betrag einen Nachweis erbringen.
    • nach geringer Angehörigkeit in der Politik große Pensionen = bei Selbständigen reicht nicht einmal der abzugsfähige Freibetrag für eine angemessene Versorgung.
    • Tabaksteuer wird mit Rücksicht auf die Einnahmen in Etappen erhöht = nicht um der Volksgesundheit willen (pervers!).
    • Es gäbe viele weitere Beispiele, für die an dieser Stelle kein Platz ist.
    M. Sievers
    Hef


    Die schlimmste Ungerechtigkeit besteht nicht etwa darin, dass viele Leute ziemlich reich sind, sondern, dass sie sich - ganz legal - weitgehend bis komplett vor dem Zahlen von Steuern und Sozialbeiträgen drücken können.
    Karl-H. Quoss
    Glückstadt


    Sicher gibt es die ein oder andere Ungerechtigkeit in Deutschland. Ich finde es aber viel schlimmer, dass man versucht, es jedem Recht zu machen und damit erst die lähmende Bürokratie in unserem Land entstehen konnte. Ich bin überzeugt, dass das Leben viel einfacher wäre, wenn wir auch mal Ungerechtigkeiten akzeptieren würden.
    Helmut Fien
    Furtwangen
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich möchte Ihnen einen Punkt zur gesetzlichen Krankenversicherung mitteilen, den ich als ungerecht empfinde:
    Zwei Ehepaare mit dem gleichen Familieneinkommen von 7.000,00 € pro Monat zahlen einmal für ihren Krankenversicherungsschutz 500,-- €, wenn ein Ehegatte die 7000,00 € allein erzielt und 1000,00 €, wenn das andere Ehepaar je Ehegatte 3.500,00 € verdient. Ich weiss, dass die Ursache in der Beitragsbemessungsgrenze liegt, finde dies aber gleichwohl als ungerecht.
    Für den gleichen Krankenversicherungsschutz für 2 Personen werden somit einmal 6.000,00 € und einmal 12.000,00 € im Jahr erhoben. Vielleicht könnte man ja die Beitragsbemessungsgrenze für Versicherte mit einem Ehegatten erhöhen ?
    Hans Rosenke

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    vorweg: ich bin Rentner und habe 44 Jahre ohne Unterbrechung gearbeitet,die meiste Zeit Höchstbeträge in die gesetzliche Rentenversicheung eingezahlt und nun diese Rente.
    Außerdem werde ich nun noch mit allen Sozialhilfeempfängern in einem Atemzug genannt.
    In Deutschland, einmalig in der Welt, werden Ausländer besser als Inländer behandelt.Wir können doch nicht die ganze Welt beglücken. Klare deutsche Interessen vertritt kein Politiker, schon seit Jahren.Fleiß wird bestraft.Politiker sind unglaubwürdig geworden durch ihr anderes Verhalten nach einer Wahl.
    Hans-D. Hölscher
    Wolfenbüttel


    Ungerechtigkeit wird es in dieser Welt immer geben. Schlimm daran ist nur, daß in Deutschland die zunehmende Ungerechtigkeit durch die Politk von Christdemokraten und Sozialdemokraten erst richtig "gesellschaftsfähig" gemacht werden.
    Hans-Joachim Weiß
    Bremerhaven


    Reform ist ein Wechsel auf die Zukunft, den das Volk bezahlt, und zwar vor Fälligkeit. Das ist ungerecht.
    Karl-Lorenz Fliege
    Meschede


    Es hilft nur noch ein Aufstand der Gerechten in einem Land wo einerseits Millionäre Kindergeld beziehen und man es andererseits ALG II-Empfängern vom 'Almosen' abzieht.
    Jürgen Bieler
    Burghaun


    Es ist ungerecht, daß das Rentenniveau in den neuen Bundesländern speziell für Frauen deutlich höher ist als für Frauen in den alten Bundesländern.Die Rente ist ein Generationenvertrag und deshalb kann es nicht sein, daß jemand der vierzig Jahre keinen Pfennig in unsere Sozialsysteme eingezahlt hat, besser gestellt ist als eine vergleichbare Person im Westen.Das ist nicht nur ungerecht-das ist eine Frechheit!
    Udo Klünder
    Schöneck


    Ich zahle für meine Tochter einen monatlichen Unterhalt von 306 Euro,bei einem Einkommen von 1100 Euro...Das Ungerechte an der Sache ist,das ich keinerlei Rechte habe,in Bezug auf meine Tochter und ich finde,bei meinem Einkommen ist der Unterhalt zu hoch.Warum werden die veralteten Tabellen nicht überarbeitet oder von Fall zu Fall geprüft?...Das meine damalige Lebensgefährtin wieder verheiratet ist und in besseren finanziellen Verhältnissen lebt wie ich,dass interessiert niemanden...Sie kann sich beispielsweise einen 3 wöchigen Urlaub nach Ägypten leisten...Wenn bei mir einmal der Lohn nicht pünktlich kommen sollte,weiß ich nicht, wie ich die Miete bezahlen soll.Daher bin ich schon am überlegen, Deutschland zu verlassen,eigentlich traurig..oder?
    Torsten Reinhold
    Ungerecht ist vieles, aber als persönliche Ungerechtigkeit ist die ungleiche Bezahlung in meinem Beruf zu nennen. 17 Jahre nach dem Fall der Mauer leisten wir als Lehrer genau das Gleiche wie unsere Kollegen im Westen, aber die Bezahlung entsprach all die Jahre nie dem der Westkollegen. Man muss dabei auch bedenken,dass sich das auch auf die Rente auswirkt. Nach 40 Jahren Schuldienst bekomme ich ganze 1100,00 € Rente. (Wer das nicht glaubt, dem kann ich eine Kopie des Rentenbescheids schicken.) Die Lebensunterhaltskosten sind bei uns noch höher, weil Strom,Wasser ,Abwasser und Abfall noch mehr kosten. Aber eins muss man sagen, wir wollten die Einheit und das ist kein Jammern, wie uns immer unterstellt wird ,sondern das Benennen einer von mehreren Ungerechtigkeiten in unserem vereinten Deutschland.
    Ursula Jirmann
    Glauchau


    Ja, ich fühle mich auch persönlich ungerecht behandelt in Deutschland, gerade als eine der wenigen, die noch Arbeit hat!Durch eine verfehlte Politik muss ich die andere Hälfte der Republik, die keine Arbeit hat, mitfinanzieren, dafür "darf" ich bis zu 9,5 Stunden täglich einen Linienbus durch die Stadt steuern. Und meine neueingestellten Kollegen, die nur über eine Billigfirma beschäftigt sind, werden noch ungerechter behandelt, da sie für die gleiche Arbeit 40% weniger Geld bekommen!!!!
    Und wer in Deutschland so mutig war, Kinder in die Welt zu setzen, wird dafür auch noch bestraft. Wenn meine Töchter nach diversen Praktika etc. keinen Job bekommen, kann ich sie mit meinem sehr durchschnittlichen Lohn noch mit über Wasser halten und evtl. bald auch noch für das Pflegegeld meiner Eltern aufkommen. Ach so, für meine eigene Rente sollte ich natürlich auch noch vorsorgen......
    Ich "habe fertig" mit diesem Land und möchte ,falls ich meinen Ruhestand noch erleben sollte, in ein sympathischeres Land auswandern.
    Christine Reichelt

    Was wir heute erleben ist die Angst der Bürger vor den Regierenden in Berlin. Eigentlich sollte es umgekehrt sein: Angst der Regierenden vom Volk nicht wieder gewählt zu werden !
    Das ist einer Demokratie unwürdig und zeigt, dass diese Demokratie zu einer Parteien-Diktatur verkommen ist. Ich kann nur jedem empfehlen zur Wahl zu gehen und eine ungültige Stimme abzugeben. Es begann mit der Ära Kohl, die den Beginn der Verdummung der deutschen Bevölkerung darstellt. Der Anschluss der ehemaligen DDR sollte aus der Portokasse bezahlt werden, was tatsächlich gar nicht möglich war.
    Steuergeschenke an Großunternehmen (Siemens, Deutsche Bank, Daimler-Chrysler) haben dafür gesorgt, dass die Regierung Schröder (der Kumpel der Bosse) bei den Menschen im Lande immer unglaubwürdiger wurde. Weiter ging es mit Hartz4 und all den Ungerechtigkeiten, die die Betroffenen täglich zu spüren bekommen. Das Schlechtreden der gesetzlichen Rentenversicherung hat sicherlich vielen privaten Anbietern tolle Abschlüsse gebracht. Die Frage ist nur, ob jemals jemand in den Genuss dieser Art von Versicherung kommen wird ? Es gibt keinen Staat in Europa der seinen Bürgern ähnliche Demütigungen zumutet hat.
    Heino Held
    Bremen


    Ungerecht und äusserst empörend empfinden wir neben den ständigen Preistreibereien der Energie-und Stromlieferanten das Alterseinkünftegesetz. Dieses Gesetz hat es fertig gebracht, das der steuerpflichtige Anteil meiner Erwerbsunfähigkeitsrente von 21% auf 50% hochschnellte, damit fallen also mehr als 2 Monatsnettorenten zurück an den Staat. Ungerecht finden wir weiterhin die immer noch gewährte Auszahlung von Weihnachtsgeldern an Pensionäre; wo bleibt da der Aufschrei und die Interessenvertretung der Rentner?
    Inge + Klaus-Peter Janotte
    Siegen
    Dass Jugendliche kaum Lehrstellen und anschließend gute Jobs finden, ist eine Katastrophe. Für Kinder im Kindergarten sind nicht so qualifizierte Kräfte da wie im Ausland, wo sozialpädagogische Studien für solche Jobs Voraussetzung sind. Und in der Gesellschaft haben Kinder keinen Stellenwert mehr, Intoleranz und Rücksichtslosigkeiten sind an der Tagesordnung. Ich bin froh, daß ich mich durch den Hindernislauf Kindererziehung mit meinen zwei Söhnen durchgeschlagen habe und "nur noch" eine Lehrstelle für meinen Jüngsten brauche. Wer keine Chancen in der Gesellschaft hat, agiert negativ, im Privaten wie in der gesamten Gesellschaft.
    Es gibt viel Ungerechtigkeit im Detail: Warum müssen unterhaltspflichtige Männer die Steuerklasse I annehmen und von 3 wechseln? Der Staat verdient am Trennungsleid der Menschen und zieht ihnen noch Geld aus der Tasche, das gerade dann nötig ist, wenn zwei Familien unterhalten werden müssen. Und warum müssen sehr stark gehbehinderte Menschen Riesenprozesse führen, um die Erlaubnis zu bekommen, auf Behindertenparkplätzen zu parken? Im Sozialrecht gibt es Ungerechtigkeiten en masse und viel total Unlogisches.
    Und warum soll es den Wettbewerb von Krankenkassen fördern, wenn jetzt alle einen Einheitstarif nehmen sollen? Ich zahle bisher 12 % Kassenbeitrag, von dem über die Hälfte in Ausgleichsfonds für die teuren Kassen gehen, die wie die AOK nicht wirtschaften können. In Zukunft muß ich über 14 % zahlen und alle Kassen bekommen dasselbe, ob sie gut oder schlecht wirtschaften.
    In der Masse der Erlebnisse liegt die Krux: hier wird zu viel Murks gemacht. Wäre ich jünger, würde ich auswandern. Ich habe von diesem Land und der Engstirnigkeit und dem ständigen Versuch, uns Bürger für blöd zu erklären, die Nase gestrichen voll.
    Karin Geißler

    wie schön, dass endlich mal jemand danach fragt, was ich ungerecht finde - und sich obendrein bereit erklärt, meine Meinung zu veröffentlichen! Es wird zwar nicht viel nützen, aber bitte sehr:
    Ich ärgere mich zunehmend über die Ungerechtigkeit, dass die Menschen, die heutzutage überhaupt noch arbeiten wollen und dürfen, vom Staat scham- und anscheinend grenzenlos durch immer höhere Zwangsabgaben abkassiert werden.
    Und dass von einem Großteil dieser Abgaben dann andere Menschen, die zwar arbeiten könnten, es jedoch weder wollen noch müssen, ein sorgenfreies Leben auf der faulen Haut führen können, ist die größte Ungerechtigkeit überhaupt.
    Natürlich fällt mir auch sonst noch eine Menge zu dem Thema ein, doch über diese beiden Punkte empöre ich mich am stärksten.
    Claudia Vockrodt
    Schretstaken


    Ich finde es ungerecht, das Männer für ihre beruflichen Tätigkeiten mehr Geld bekommen als eine Frau, die die selbe Arbeit verrichten.
    Andrea Herold
    Grethem


    Ungerecht ist es, dass alle politischen Parteien und Interessensgruppen immer wieder den Begriff der Ungerechtigkeit instrumentalisieren, um in der Bevölkerung Emotionen zu stimmulieren und damit ihr ganz eigenes Süppchen kochen.
    G. Melchior
    München


    Was ich ungerecht finde:
    Das Berufspolitiker nicht in die sozialen Systeme einzahlen müssen, und trotzdem mit dicken Abfindungen und Pensionen nach Hause gehen können, ganz egal was sie geleistet haben. Ein paar Jahre in politischen Gremien, Fraktionen oder Ausschüssen reichen aus, um sich ein schönes Leben zu machen, wofür andere Jahrzehnte arbeiten müssen. Politiker sollten die gleichen Ängste haben, bei schlechter Leistung ins soziale Nirvana verschwinden zu müssen. Keine Vergünstigungen, kein Lobbyismus! Nur die gleichen Chancen und Möglichkeiten wie jeder andere auch. Außerdem sollte es keine Amnestie mehr geben für Steuergeschenke und politischen Machtmissbrauch. Rigorose Aufklärung, und, da es um politische Ämter geht, konsequente Strafen.
    Das die ersten Schritte zur Bildung, und zwar der Kindergarten, Geld kosten, und das Studium kostenlos bleibt. Das wir Stipendien für Ausländer vergeben, und die eigenen Kinder keine Chance erhalten. Das wir Fördern, anstatt auch zu fordern. Das wir lerntechnisch in den rosigen Zeiten der 68er Bewegung stecken geblieben sind, anstatt modern und zeitgemäß die Möglichkeiten nutzen. Das Lehrer sich nicht fortbilden müssen, sondern jahrelang ein und denselben Stoff, in ein und derselben Art und Weise präsentieren. Das es türkischen Unterricht schon an Grundschulen gibt, obwohl es wichtiger wäre, die deutsche Sprache zu lernen.
    Das sexuelle Straftäter oder Kinderschänder sich durch irgendwelche psychologischen Gutachten vor harten Strafen schützen können, selbst wenn die Schuld eindeutig erwiesen ist, der Steuerhinterzieher jedoch, so lange er kein Politiker ist, mit mehrjährigen Haftstrafen rechnen muß (ohne diesen Strafbestand beschönigen zu wollen).
    Uwe Reuber
    Herne
    Ungerechte Politik!
    Die Ungerechtigkeit der Politik im Staat hat sich mit dem erfolgreich gewachsenen Lobbyeinsatz entwickelt. Seit dem für die Mehrheit der Regierungsmitglieder und Mandatsträger in den Länder- und Bundestagen ihre Nebenverdienste zum Hauptverdienst wurde und das Mandat nur als lästiges Hindernis auf dem Weg zu den Nebenverdienst gesehen wird ist, bleibt die Gerechtigkeit vermehrt auf der Strecke.
    Der Wähler kann sich nur noch als Stimmvieh fühlen. Er darf nicht erfahren von wem und für wie viel sich seine „Vertreter“ ihre Unabhängigkeit haben abkaufen lassen. Von Konzernen bezahlte Lobbyisten sitzen als Ministerialbeamte getarnt in einflussreichen Positionen oder schreiben die Reden unserer „Volksvertreter“.
    Die Korruption, auch als „Beatmung“ oder „Landschaftspflege“ bekannt, steigt. Ich nenne dies "verkaufte Demokratie". Wenn sich der politisch interessierte Bürger sich dann mit Ekel von der Politik abwendet, können dies die „Verantwortlichen“ überhaupt nicht verstehen. Mit dieser ungerechten Politik sind die etablierten Parteien die besten Wahlhelfer für radikale Parteien.
    Thomas Habersetzer
    Unterschleißheim


    Was ich ungerecht an Deutschland finde:
    1. Politikerdiäten werden maßlos um € 3000 im Monat erhöht, während das Sozialgeld und Hartz IV weiterhin € 345 und nicht, was wirklich notwendig wäre, € 501 beträgt.
    2. Asylbewerber erhalten, ohne zu arbeiten, seit der Regierung Kohl ein mehrfaches an Einkommen als es heutzutage Hartz IV- und Sozialgeldempfänger erhält. Wo bleibt da die Gerechtigkeit ???
    3. Das verhalten der GK ist ungerecht, in dem man einfach, ohne das Volk zu fragen, eine Gesundheitsreform durchsetzt, die vornehmlich die Armen und Arbeitslosen bestraft! Also keine medizinische Versorung mehr für sozial schwache !!!
    Andreas Ellermann

    lieber stern, ich finde es total ungerecht, dass ich als angestellte lehrerin mindestens 500.-euro jeden monat weniger verdiene als meine verbeamteten kolleginnen.
    Barbara Theisen

    Ungerecht ist,
    • wenn ca. 15% der Gesellschaft einen immer grösseren Lebensgestaltungsspielraum haben, während der Lebensgestaltungsspielraum der restlichen 85% immer kleiner wird - vor allem seit Hartz IV.
    • wenn Millionen Menschen in der Bundesrepublik am Rande der Existenz leben, ohne Chancen, ihre Lage selbst zu ändern, während diejenigen, die die Ursache dafür, nämlich Hartz IV, entwickelt haben, auch noch viel Geld dabei verdient haben.
    • wenn von den Hartz-IV-Betroffenen nicht jeder wenigestens 10.000 Euro Schadensersatz und Schmerzensgeld bekommt von den Verantwortlichen - der Bundesrepublik Deutschland sowie McKinsey u.a.
    • wenn der Kündigungsschutz gelockert wird, ohne die Risiken für die Betroffenen auszugleichen, z.B. durch ein vorbehaltloses Grundeinkommen für jeden und Abfindungen.
    Aurelia Osei-Bonsu
    Berlin


    Es gibt so viele die bei voller Gesundheit vorzeitig mit 58 Jahren, oft noch jünger, Rente bekommen, sogar ohne jegliche Abzüge meist durch irgendwelche Fördertöpfe, größtenteils bezahlt durch die Arbeitnehmer. Meist sind diese vorzeitig Rentenbeziehenden weit davon entfernt 40 Beitragsjahre in die Rentenkasse geleistet zu haben.
    Man empfindet es als äußert ungerecht, wenn man als Jahrgang 1946 ab den 1.1.1963 ohne Unterbrechung in die Rentenkasse einbezahlt hat und als Handwerker, also körperlich arbeitender, frühestens mit 63 Jahren in Rente gehen kann und nach 47 Beitragsjahren(!!) von einer bescheidenen Rente noch einen Abzug von 7,2% auf Lebzeit hinnehmen muss.
    André Debert Köngen
    Der Staat hat zuviel Geld, welches er allerdings nur für seine (Partei-)Büttel in 16 Bundesländern (16 verschiedene Kultusminister !!-und deren Ministerialanhang),300 Landratsämtern und den tausenden Rathäusern ausgibt,von denen jedes das Rad neu zu erfinden müsssen glaubt (jede Kommune betreibt z.B.ihre eigene Baugesetzgebung,oft parallel und sogar konträr des jeweiligen Landratsamtes.
    Hans-Peter Helfen
    Losheim am See


    Hallo zusammen! 1. Manager und Vorstände müssen auch auf lange Sicht Verantwortung für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmen übernehmen.Durch die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft müssen entsprechende Entscheidungen für die Lebensfähigkeit in der Zukunft getroffen werden, wobei leider nicht nur soziale Aspekte zu berücksichtigen sind. Die Einkommen der Unternehmensleitungen sollten den Betriebsergebnissen angepasst werden, aber in einem leistungsgerechten Verhältnis. Dabei muss einfach bedacht werden, dass in diesem Teil der Hierachie keine 37 - 40 Stunden Arbeitszeit gibt. Auch die Arbeiter und Angestellten der Unternehmen haben an der Erreichung des Ergebnisses mitgearbeitet und sollten deshalb mit einem angemessenen Anteil daran beteiligt sein. Dann wäre auch mehr Verständnis für Manager und Vorstände in der Bevölkerung vorhanden. 2.Ich stehe auf dem Standpunkt, alles was nichts kostet, wird als selbstverständlich angesehen, somit mit relativ wenig Nachdruck verfolgt und geachtet. Ab dem 3. Lebensjahr eines Kindes sollten 40 - 50 % des monatlichen Kindergeldes zweckgebunden in die Ausbildung des Kindes gesteckt werden. Dann könnte auch in den Fällen, in denen die soziale Situation der Eltern es nicht zuläßt, Werte und Wissen zu vermitteln, dem Kind Wesentliches für die eigene Zukunft gegeben werden. Dies wird bis zum Abschluss des Studiums getan, wobei die Kosten des Studiums vom Studierenden mitgetragen werden müssen. Welcher Anteil am monatlich aus Steuergeldern gezahlten Kindergeld kommt dem Kind zugute, welcher Teil wird auf anderen Wegen " konsumiert"? 3. Ich denke hier als Beispiel an die Situation eines 55 jährigen Menschen, der sein Leben lang in die Arbeitslosen - Versicherung eingezahlt hat und für seine Alterszukunft verantwortungsvoll vorgesorgt hat. Der wird unschuldig arbeitslos, wird nach relativ kurzer Zeit in Harz 4 "entlassen", muss nach und nach alle für das Alter gebildeten Rücklagen auflösen, kann also relativ schnell zu einem Sozialfall werden. Es kann nicht gerecht sein, diesen Menschen genau so zu behandeln, wie einen etwa 30 jährigen, der ja noch alle Möglichkeiten hat, auf seine Lebenssituation Einfluss zu nehmen. Darum sollte der Anspruch auf Arbeitlosengeld gestaffelt nach gerechten Leistungskriterien ermittelt werden.
    Mit herzlich Güßen ein sehr zufriedener Stermleser Helmuth Schmenk

    Einem Menschen seine Arbeit und somit sein Brot zu nehmen, finde ich mehr als schlimm. Da wird sein Selbstwertgefühl zerstört, das Ansehen in seiner Familie, bei seinen Freunden und in seinem Umfeld in Frage gestellt. Er gilt ab sofort nur als Mensch zweiter Klasse, weil man ihn nicht mehr brauchen will. Auf dem Abstellgleis ist sein Platz, oder anders ausge- drückt: er ist fehl am Platz. Dabei hat man ihn einst eingestellt, weil seine Leistung und damit seine Arbeit dringend benötigt wurde. Aber jetzt ist er überflüssig geworden: er muß raus. Dabei wird von sozialverträglich geredet - ohne ihm eine Wahl zu lassen.
    In der Regel gibt es dafür nur zwei Gründe. Der Gewinn muß gesteigert werden und damit auch die Bezüge der Vorstände. Das Missverhältnis der Einkommen von oben nach unten wird immer gravierender. Von Menschlichkeit ist nicht mehr die Rede, sondern der Ertrag und der eigene Geldbeutel haben Vorrang. Und das nicht nur bei Großbetrieben! Wenn sich alles auf Erden rächen soll - wie ein Sprichwort sagt - dann hat der liebe Gott noch eine Menge zu tun.
    Theo Zimmermann
    Liebe Sternredaktion
    Schön, dass das Fußvolk auch dazu befragt wird. Was ist ungerecht? Gierige, diletantische Konzernmanager, die außer dem nächsten hochdotierten Posten nebst Millionenabfindungen nichts riskieren, wenn sie Mist bauen. Realitätsferne, kurzatmige Politiker, die das Kleingedruckte ihrer eigenen Reformen nicht überblicken und die sich nach Räumen ihrer Machtpositionen in Aufsichtsräten von Firmen wiederfinden, für deren Interessen sie sich schon lange vorher stark gemacht haben (s. Schröder, Schily oder Clement). Aalglatte, gut abgesicherte Journalisten, die unisono die immer gleichen Sätze zu den scheinbaren unabänderlichen Notwendigkeiten der Globalisierung wie die Auwirkungen von Hartz IV oder real existierendes Lohndumping kleinreden als hätten sie alle eine Gehirnwäsche absolviert. Auf der anderen Seite die immer größere Anzahl von Menschen, die aus Geldnot nicht mehr wirklich am öffentlichen Leben teilnehmen können und tatsächlich (und nicht nur gefühlt) ausgegrenzt sind. Die immer größere Zahl von durchaus sehr gut ausgebildeten Jungen wie Alten, die zu Dumpinglöhnen arbeiten müssen, um die Arbeitslosenstatistik glattzubügeln und die gezwungen sind, sich bis zur seelischen Verformung Arbeitgeberinteressen anzupassen und ihr Leben nicht mehr planen können. Was daran ungerecht ist? - dumme Frage finde ich!
    Annette Horn

    Schon lange ärgert mich das ständige Klagen über zu wenig Geld -immer dann ,wenn es um Ausgaben für die Allgemeinheit geht (Spielplatz ,Kinderbetreuung ; Jugendklub... ) "Investoren" aber werden mit Millionen beschenkt.Für die Schaffung von Arbeitsplätzen sind Investitionen /Geld sicher nötig ,aber zinsgünstige Kredite täten es ja wohl auch.
    Das wöchentliche Politbarometer im stern zeigt meiner Meinung nach auch nicht die realen % der Zustimmung ,denn die Unentschlossenen gehören zu den 100 % ,die Zustimmung zu den Parteien ist also noch geringer als es die Zahlen glauben machen . Danke ,dass sich ihre Zeitschrift des Themas annimmt ,ich bin gespannt auf die Lesermeinungen.
    Sonja Bürgel

    Ich bin nach fast 35 Jahren arbeitslos geworden. Nach ca. 20 Monaten gab es kein Arbeitslosengeld mehr. Wofür zahlt man denn Jahre lang Beiträge, wenn Leute die nur ein paar Monate gearbeitet haben gleich behandelt werden!? Außerdem finde ich es ungerecht, dass unsere Politiker sich nicht zu fein sind Ihre Diäten ständig zu erhöhen und gleichzeitig unsere Steuern oder andere Abgaben.
    C. Klahr

    Liebe Leute vom Stern,
    die Frage: Was ist gerecht in Deutschland wäre erheblich schneller zu beantworten. Für eine Auflistung würde ich etwa zwei Minuten brauchen.
    R. Schulte

    Als ungerecht empfinde ich Folgendes:
    1. Das Probleme der Arbeitslosigkeit wird nicht gelöst,sondern nur verwaltet. Trotz Steuergeschenke an die Unternehmen sind bisher kaum sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen worden.Wir haben also ein Wachstum ohne Arbeitsplätze.
    2. Das kommende Steuergeschenk an Unternehmen muß vom einfachen Steuerbürger gegenfinanziert werden.
    3. Der Wahlbetrug mit der Mehrwertsteuer: vor der Wahl: SPD=0%-Punkkte,CDU=2%-Punkte=3%-Punkte. Dazu Münteferings Äußerung,man dürfe nach der Wahl nicht an dem gemessen werden,was man vorher gesagt hat.Dann könnt ihr Politiker Euch den Wahlkampf und viel Geld sparen.
    4. Die ständigen 0-Runden für Rentner bei erhöhter Mehrwertsteuer. Wieso bekommen Pensionäre Weihnachtsgeld und Rentner nicht,obwohl sie bis zur Bemessungsgrenze Sozialaufwand aufs Weihnachtsgeld zahlen?
    5. Für Politiker hat die Verschwendung von Steuergeldern keine Konsequenzen. (S. Berichte Bundesrechnungshof)
    6. Die Zusammenstreichung der Pendlerpauschale.Die Politiker kassieren eine steuerfreie Abgeordnetenpauschale,für die kein Nachweis erbracht werden muß.Denjenigen ,die das Geld heranschaffen,von dem auch die Politiker leben,werden dagegen durch die Kürzung zur Kasse gebeten.
    7. Die Überversorgung der Politiker durch unbotmäßige Pensionen.
    8. Daß uns jeder Politmurks wie die Gesundheitsreform als Erfolg angepriesen wird.
    9. Frau Merkels erster Amtsgang nach Brüssel brachte uns durch Scheckbuchdiplomatie eine jährliche Mehzahlung von 2 M illiarden €.(als vorher von Schröder ausgemacht)
    10. Die Unterschicht gibt es nicht plötzlich.Es hat sich allmählich entwickelt. Nur die Politik hat nie etwas unternommen. Oder meinen die Herrschaften,durch die Begriffsänderung in Prekariat ist alles behoben?
    Jobst Ungewitter
    Hallo lieber Stern,
    ja ungerecht ist sehr vieles in unserem Land. Erstaunlich wie viele Menschen sich das noch gefallen lassen. Z.B. Total ungerecht ist meiner Meinung nach, das Rentenkürzungen jeden betreffen der unter 65 Jahren in Rente geht. Hier wird überhaupt nicht geschaut, wie lange hat die betroffene Person Beiträge eingezahlt. Egal ob jemand bereits 45 Jahre oder länger eingezahlt hat, er muss die gleichen Kürzungen wie jemand der wesentlich weniger Jahre eingezahlt hat in Kauf nehmen. Total ungerecht!!!!!!!
    Total ungerecht: Wieso Muss man für einen Kindergartenplatz Geld bezahlen - für einen Studienplatz nicht??? Das ist nicht OK.
    Arbeitslosengeld: Es ist doch nur rechtens das einer der viel in eine Versicherung eingezahlt hat, bei Bedarf auch eine entsprechende Gegenleistung erhält. D.h. Ältere natürlich länger als Jüngere.
    Dieses ließe sich endlos fortsetzen. Schön wäre es wenn sich der Stern einige dieser Probleme annehmen würde - und die Regierenden sich dessen auch einmal bewusst wären.
    Renate Savi

    Verlogen und heuchlerisch empfinde ich die Beitragsdebatte zur Rentenversicherung wenn es um die kinderlosen Steuerzahler geht. Unser Nachwuchsproblem und mein Gerechtigkeits-Empfinden würden sich mit dem folgenden Vorschlag spontan verbessern, wenn diejenigen, die den Solidarpakt aufgekündigt haben, mit folgender Option zur Kasse gebeten werden:
    RV-Beitrag ohne Kinder 30 %, für Steuerzahler mit 1 Kind = 15 %, mit 2 und mehr Kindern 12%, bei unveränderter Rentenanwartschaft ggü. heute 19,5%. Da der AG 50% trägt, würde sicher schnell in den Firmen Kinderbetreuung organisiert.
    Erst wenn sich Kinderbekommen für unsere am Geldverdienen orientierten Jungakademiker (und die Firmen) wieder rechnet, werden auch Gutverdiener wieder Kinder zeugen.
    Rolf-Dieter Schenk
    Weinheim


    Was ist ungerecht bei uns?
    Uralter Spruch: "Das Leben ist nicht gerecht!" Nirgends, auch nicht in Deutschland. Dabei unterscheiden wir uns in nichts von anderen Ländern der Erde. Wer keine Lobby hat, hat auch nichts zu sagen. Besonders schlimm finde ich in Deutschland die politischen Weichenstellungen für Kinder und Senioren. Diejenigen, die später etwas leisten sollen, werden nicht genug gefördert und die, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, können sich mit ihrer spärlichen Rente nicht mehr viel leisten. Da sind Millionenprämien für Vorstände nicht nur nicht vermittelbar, sondern eigentlich nur pervers.
    Schon komisch, dass da auch Religion und Ethik nichts geändert haben. Nur aus den skandinavischen Ländern hört man von positiveren Beispielen.
    R. Schüler
    Riedenberg


    Meine Erfahrung aus 30 Jahren als Lehrer:
    Gute, höfliche, lernwillige Schüler machen große Lernfortschritte, egal ob die Klasse groß oder klein ist, unabhängig von der Unterrichtsform und sie suchen die Schuld und Fehler nicht bei Anderen.
    Schlechte, d.h. lernunwillige und verhaltensauffällige bzw. - gestörte Schüler, oft auch bösartig, faul und permanent den Unterricht störend,lernen nichts in Kleingruppen, nichts bei noch so unterhaltsamen Unterricht, begleitet von Sozialarbeitern und Kopfstand machenden Lehrern. Sie sehen in Deutschland einfach keine Chance, dass es ihnen durch Bildung besser geht. Und es ist in Deutschland ja auch genau so: Der fleißige Hauptschüler, der bereit ist sich zu quälen, früher aufsteht als Andere und dann nach vielen Versuchen einen schlecht bezahlten Job erhält, wird von dem ausgelacht, der von staatlichen Leistungen recht gut lebt. Und daran sind die Lehrer schuld!!!
    Helmut Wirth

    Ungerechtigkeiten in Deutschland. Hier einige Beispiele:
    • Kündigungsschutz. Es gibt faktisch keinen Kündigungsschutz. Bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber entscheidet in der Regel das Arbeitsgericht und das endet mit einer Abfindung. œ Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr.
    • Kindeswohl. In über 90% werden bei Scheidungen die Kinder nicht dem Vater zugesprochen
    • Rentenkasse. Fremdleistungen werden zu Lasten der Beitragszahler geleistet. Ausgleich durch Steuermittel sind nicht kostendeckend.
    • Abgeordnetenbezahlung. Es widerspricht dem demokratischen Verständnis, dass Abgeordnete im Landtag und Bundestag sich Ihre Diäten selbst festlegen.
    • Ärzte. Erbrachte Leistungen müssen nicht vom Patienten quittiert werden. Vertrauen ist gut ...
    • Spitzensteuersatz. Ohne Notwendigkeit wird dieser gesenkt. Dafür werden Sozialleistungen gekürzt!
    Und noch viel mehr........
    Roland Nörz
    Ich bin seit 5 Jahren arbeitslos und da meine Ehefrau noch Arbeit hat, inzwischen längst aus dem "Leistungsbezug" ausgeschieden. Ich erhalte also weder Arbeitslosengeld, noch Sozialhilfe o.ä. Da meine Frau privat krankenversichert ist, nimmt mich Ihre Versicherung nicht, wie es gesetzliche Krankenversicherungen tun müssen kostenlos als Unterversicherten auf und ich muß die Kosten für meine gesetzliche Krankenversicherung selbst tragen, obwohl ich keinerlei eigene Einkünfte habe! Das nennt sich Solidargemeinschaft, die für jeden gilt, wie es immer so schön heißt, aber in Deutschland ist man eben nicht immer jedermann.
    F. Bendeler
    Kleve


    Deutschland ist nach meiner Meinung auf dem Weg in eine „Bananenrepublik“
    Nur eine Minderheit aus Politikern, Managern, Milliardären, Millionären, beuten immer mehr das kleine Volk aus und wissen nichts mehr von den Alltagproblemen der Bevölkerung. Gemäß dem „Peter-Prinzip“ steigt die Unfähigkeit und die Macht-Verlustheits-Ängste immer mehr, so dass diese Macher/innen an ihren Stühlen kleben. Es muss schon viel geschehen (Steuerhinterziehungen, Parteispendenbetrüge, Sexaffären, usw.) bis diese „Sonnenkönige/innen“ zum Rücktritt gezwungen werden.
    Leider ist das Wort Solidarität aus dem Sprachschatz der Deutschen verschwunden, oder wird gezielt (wenn es sein muss auch durch Notstandsgesetzte und „Friedensmilitär“) unterdrückt.
    In Frankreich wäre diese Volksausbeutung und Volksverdummung der Damen und Herren mit 5-stelligen Monatseinkommen und darüber ( z. B. der Gesundheitsreform, Geldverschleuderungen beim Aufbau Ost, Rentenkürzungen, Kriegseinsätze rund um den Globus), so nicht möglich. Die Franzosen sind solidarisch, wenn es denen dort Oben zu wohl wird.
    Ab uns zu wollte ich gerne ein Franzose sein und die 60 er Jahre wieder heraufbeschwören.
    Werner Schaumann
    Villingen-Schwenningen


    Sehr geehrte Daten und Herren,
    Deutschland, ein Land in dem, das gesprochene und noch mehr das geschrieben Wort, Sitte, Moral und Anstand in der Vergangenheit etwas galten!
    Diese Werte werden immer mehr mit Füßen getreten. Vorgelebt wird dies überwiegend von Leuten, die eigentlich als Vorbilder dienen müssten.
    Ob als Politiker, Steuerflüchtender ins Ausland, Empfänger von Millionen Abfindungen und, und, und, eine Affäre jagt die andere!
    Wenn man dann einem Teil der Jugend keine Arbeit und sonstigen Perspektiven gibt, dann noch sagt, für Bildungseinrichtungen fehlt das nötige Geld, braucht man sich nicht zu wundern, wenn Gewalt und Korruption immer mehr um sich greifen. Man kann immer nur das ernten, was man gesät hat!
    Dies schreibt ein 67 jähriger Rentner, der bisher das Glück hatte in geordneten Verhältnisse in Deutschland zu leben.
    Ludwig Karmann

    Wir leisten uns, eine ganze Gruppe von Jugendlichen im Alter von 15 nach der Schulausbildung alleine zu lassen, nach dem Motto: suche, finde oder du hast Pech. Gerade diese Gruppe der Abgänger aus Haupt- und Förderschulen hätte eine Förderung und / oder Ausbildungsmöglichkeit dringend nötig. Diejenigen, die von Haus aus durch höhere Intelligenz oder bessere Ausgangspositionen, da aus intakten, informierten und interessierten Familien stammend, eine idealere Startposition haben, können bis zur 13. Klasse kostenlos eine weiterführende Schule besuchen, um anschließend (nahezu) kostenlos eine vom Staat finanzierte, meist auch frei wählbare Ausbildung an einer Universität zu genießen. Der Rest wird bestenfalls mit fragwürdigen Lehrgängen versorgt oder muss seine Schulpflicht in überfüllten, sogenannten JOA - Klassen (Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis) erfüllen, um anschließend doch wieder auf der Straße zu stehen. Diese Zweiteilung finde ich ungerecht.
    Thomas Zapf
    Schulleiter an einer Berufsschule


    Seit Kain und Abel gibt es empfundenes Unrecht auf der Welt, das sich nicht in Heller und Pfennig messen läßt. Doch das größte Unrecht erscheint mir in der Selbstgewissheit zu liegen, mit der andere vermessen werden - wie gesagt: vermessen.
    Norbert Kapitola
    Rheda-Wiedenbrück
    Ungerecht ist, daß der Aufbau Ost seit 17 Jahren nur von den Lohn- und Gehaltsbeziehern in diesem Land bezahlt wird, während Beamte und Selbstständige keinen Pfennig für die Solidarität berappen müssen.
    Ungerecht ist, daß Topmanager sich Gehaltserhöhen von bis zu 175% genehmigen, während ihre Angestellten froh sein dürfen, bei realen Einkommensverlusten überhaupt noch im Job zu bleiben.
    Ungerecht ist, daß Abgeordnete mit Erstwohnung in Berlin Mietgelder für eine fiktive Zweitwohnung erhalten, während Wohngeldbezieher auch noch das letzte Mini-Sparbuch offen legen müssen, bevor sie ein paar Euro Zuschuß erhalten.
    Und dies sind nur drei von dreihundert oder vielleicht sogar dreitausend Ungerechtigkeiten, die den Grundstein für Demokratieverdruß und Wahlenthaltung bilden. Wann werden wir endlich den Kopf aus dem Sand ziehen?
    Barbara Skerath
    Köln


    Die Ausgabe des nächsten Sterns würde nicht ausreichen, wollte man alle Bereiche aufzähle, in denen es an Gerechtigkeit mangelt.
    Die Politik lässt sich vom Kapital steuern und ist deren Befehlsempfänger! Wir haben es nur noch mit zwei Bevölkerungsschichten zu tun, die Oberschicht, der es immer besser geht und dann die Unterschicht, die für die Oberschicht zu sorgen hat!
    Es stinkt zum Himmel, wann endlich wehrt sich die Unterschicht?
    Manfred Böttger
    Schwalmstadt


    Sehr geehrte Redaktion des Stern,
    ungerecht ist so vieles bei uns, dass ich nicht weiss, wo ich anfangen soll.
    Über dieses Stadium des Nachdenkens war ich schnell hinaus, als ich las, dass "Exit" vor dem Aus steht, weil kein Geld dafür vorhanden ist, "bekehrte" Nazis vor der Wut ihrer ehemaligen Bandenmitglieder zu schützen. Ich spreche hier von öffentlichen Geldern, denn wie ich bisher gelesen habe, haben sich die Bundes- oder Landesregierungen offensichtlich ohnehin noch nicht wesentlich an den Kosten beteiligt und "Exit" war/ist spendenfinanziert.
    Dabei müssten doch gerade wir in Deutschland über jeden Menschen froh sein, den wir aus diesem braunen Sumpf zurückholen.
    In diesem Zusammenhang: Ich finde es schreiend ungerecht, wenn "Exit" keine öffentlichen Gelder erhält, aber rechtsradikale Zusammenrottungen, die sich Parteien nennen, Zuwendungen aus Steuergeldern erhalten, und zwar im gleichen Rahmen wie Parteien.
    Es ist beschämend für Deutschland, dass wir nicht in der Lage sind, diese "Parteien" zu verbieten; es war für mich eine der schlimmsten Nachrichten, als ich las, dass damals der Prozess scheiterte. Es ist für mich ungerecht, in den Fernsehnachrichten mit ansehen zu müssen, wie diese braunen Gruppierungen von der Polizei, die in meinen Augen besserer zu tun hätte, vor Gegendemonstranten geschützt wird, während vielleicht gerade in diesem Moment ein unschuldiger Mensch von einem Mitglied dieser Gruppierung zusammengeschlagen wird.
    Barbara Welding

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    erst durch Neid, Mißgunst, fehlende Moral und Korruption wirkt vieles und wird vieles ungerecht!
    Horst Reiners
    Krefeld


    Meine einzige leibliche Schwester ist vor zwei Jahren Euromillionärin geworden. Sie ist die Ältere von uns beiden und hat durch den frühen Tod unseres Vaters den Hof unserer Familie per Gesetz geerbt.
    Die Crux: Die deutsche Höfeordnung sieht vor, dass weichende Erben bei Landverkäufen durch den Hoferben nur innerhalb einer Frist von 20 Jahren nach dem Erbfall am Gewinn beteiligt werden. Diese 20 Jahre hat meine Schwester geschickt abgewartet und finanziert seither ihr Leben dadurch, dass sie immer wieder Land verkauft hat.
    Vor etwa zwei Jahren gelang ihr der große Coup: 125.000 qm landwirtwirtschaftliche Fläche konnte als Gewerbegebiet verkauft werden. Der Verkaufserlös katapultierte sie in die Millionärsliga. Bewirtschaftet hat sie den elterlichen Hof nie.
    Meiner Meinung ist die in der Höfeordnung vorgesehene zeitliche Beschränkung der Ansprüche für die weichenden Erben auf 20 Jahre nicht mit Artikel 14 des Grundgesetzes vereinbar, der das Erbrecht verbürgt. Es muss daher für alle weichenden Erben einen lebenslangen Anspruch geben.
    Fazit: Die deutsche Höfeordnung ist ungerecht!
    Christine v. Reden
    Hamburg
    Hallo,
    also ich finde mehrere Dinge in Deutschland ungerecht, und zwar:
    1. dass Täter in Deutschland mehr geschützt werden als Opfer (Fall Marco)
    2. für Vergewaltigung und Verwahrlosung von Kindern viel zu milde Strafen verhängt werden, jedoch bei Steuerhinterziehung z.B. viel härter durchgegriffen wird
    3. dass Tiere in Deutschland nur als Sache bezeichnet werden, obwohl sie genauso Schmerz und Angst empfinden
    4. dass die lieben Politiker in Sachen Gammelfleisch immer noch nicht durchgreifen und was auf die Beine stellen was Hand und Fuß hat
    5. dass mit der Umwelt immer noch Schindluder getrieben wird obwohl wir ganz genau wissen auf was wir (und die nächsten Generationen) und da einlassen . . .
    da würde es noch so viel mehr Sachen geben die ich ungerecht finde aber das ist jetzt mal ein Teil davon den ich persönlich für mich am wichtigsten finde...
    ein grosses Lob an Eure Zeitschrift !!
    Steffi Sonnenberger

    Nach 40 Jahren Aufenthalt in der U.S.A. bin ich jetzt seit einiger Zeit in De. Wenn ich die Menschen und das Leben im Grossen und Ganzen vergleiche. Kann ich nur sagen: Den Deutschen geht es gut und sie sollten zufrieden sein. Es liegt wohl an der Natur der Deutschen das alles besser sein muss. Egal wo man in der Welt ist , die grössten Noergeler findet man unter den Deutschen.
    Guenther Rehder
    Nevada, USA


    Vorausgesetzt, meine naive Vorstellung, Geld und Wirtschaft wurden von Menschen zur Erleichterung ihres Lebens erfunden, ist richtig, ist die ursächliche Ungerechtigkeit für mich die Pervertierung eben dieses Gedankens, die die Menschen auf das Funktionieren im Dienst der Wirtschaft zum Nutzen der Kapitalseigner reduzieren will. Daraus folgen die weitere Öffnung der Schere zwischen Armen und Reichen und die Betrachtung von sozialen und kulturellen (Dienst-)Leistungen ausschließlich unter Kosten-Nutzen-Aspekten.
    Und zu vielen Politikern fehlen die Visionen, die Fähigkeit, der Wille und die Macht, daran Wesentliches zu ändern, was zwar nicht ungerecht ist, aber deprimierend.
    Eckart Langnickel
    Velbert


    Besonders ungerecht finde ich:
    • Das Parteibonzen und deren Ehefrauen aus der ehemaligen DDR Renten beziehen, wovon der größte Teil unserer Rentner träumt.
    • Das bei Steuergeldverschwendungen und Fehlplanungen die Verantwortlichen unbehelligt weiterhin ihr Unwesen treiben können.
    • Das Politiker, die so genannten Volksvertreter, unbehelligt Nebenbeschäftigungen nachgehen können und dabei hauptsächlich die Interessen gewisser Lobbyisten und die ihrer eigenen vertreten.
    • Das Angeklagte, die finanziellen Schaden angerichtet haben, größtenteils höher bestraft werden, als die die körperliche Unversehrtheit anderer geschädigt haben.
    Die Liste ließe sich noch erheblich ausweiten, aber……….
    Gerhard Harwardt
    Neuss


    Gerecht ist, wenn Herr Rüttgers längeres Arbeitslosengeld fordert für Arbeitslose die länger einbezahlt haben.
    Ungerecht ist, wenn Herr Müntefering dies ablehnt obwohl er es vor der Wahl selber gefordert hat.
    Gerecht wäre für mich:
    1. Die Zahl der Abgeordneten im Bundestag um ein Drittel zu reduzieren. Begründung u.a.: Bei jedem Problem brauchen unsere Politiker Hilfe von „so genannten“ Experten. Hartz, Rührup, Bernd Berger u.a.m.
    2. Die Zahl der Bundesländer halbieren – Ein gigantisches Einsparpotenzial mit dem man viele ungerechte Maßnahmen (Alte, Kranke, Rentner und Hartz 4 Geschädigte) gerechter machen könnte.
    3. Gerechtigkeit ist erst erreicht, wenn die Altersversorgung von Beamten und Politikern auf ein normales Maß zurückgeführt wird
    Horst Röder
    Neuss


    Ungerecht ist, dass
    • die Arbeitslosenversicherung im Versicherungsfall sogar überwiesen wird und er kann sie ausgeben wie er will. Ich dagegen bin 100% schwerstbehindert und bekomme mein Pflegegeld nicht zur freie Verfügung.
    • dass Bundeswehrsoldaten für teueres Geld im Ausland Routine Friedensdienst schieben und bei uns kein Geld für Altenheime, Pflege und Krankenschwestern da ist.Besser wäre eine Berufsarmee und verpflichtender Sozialdienst.
    • dass für Menschen im Gefängnis pro Tag mehr bezahlt wird als für unverschuldet Schwerstbehinderte.
    • dass junge Leute auf Staatskosten bei den Eltern ausziehen und sofort Sozialhilfe beanspruchen können.
    • dass arbeitsfähige Menschen sich faul ins Soziale Netz hängen
    • dass Kinderkrippen, Kindergärten und Vorschulen nicht kostenlos sind, dafür sollte man das Kindergeld kürzen,das Pappi und Mammi nur verrauchen.
    • Natürlicht ist das ungerecht, wenn junge Fussballer,Tennisspieler oder Boxer Unsummen verdienen,wie auch unsere Topmanager Marke"Hartz". In welcher Zeit denn? Eine Krankenschwester z.B.muss hart arbeiten und verdient ein Bruchteil.
    Reinhard Lachmann
    Es ist leider so in unseren Land, das es so aussieht oder schon ist, das die sogenannte Mittelschicht nicht mehr gibt.Das war noch für keine Gesellchaft gut.
    Von einer Regierung kann man nicht mehr sprechen, da jeses Gesetz nur noch durchgewunken werden muss.Dazu kommt noch, das wir anscheinend von der Wirtschaft regiert werden.Man hat das Gefühl, das die Gesetze für die Wirtschaft passend gemacht werden.
    Managergehälter bzw.Prämien sind viel zu hoch.Es ist der Bevölkerung schwer zu verkaufen, das sie sich selbst laufend ihre Bezüge erhöhen und Arbeitsplätze abbauen.
    Und das dieses noch den Wert der Aktien erhöht.Wie Vorstände bzw.Firmen umgehen, zeigt der Fall von Siemens mit dem Verkauf von BengQ.Das kann doch keiner glauben, das diese Insolvenz nicht vorher schon vorrauszusehen war.Da wollte sich warscheinlich Fa.Siemens vor Abfindungen etc.drücken.
    Nein , wie in diesen Land mit Menschen umgegangen wird, ist kaum zu beschreiben.
    Es war noch nie eine Regierung so weit von der Bevölkerung entfernt!
    Rosemarie Parchow
    Hannover


    Was empfinde ich als ungerecht in diesem Lande?
    Thornton Wilder schreibt in „Unsere kleine Stadt“ sinngemäß: „Die Strebsamen und Fleißigen werden den Weg nach oben finden, die Faulen und die Quertreiber mögen am Boden bleiben.....und solange man zwischen beiden Gruppen nicht sicher unterscheiden kann, tun wir alles, um denen zu helfen. Die sich nicht selbst helfen können.“ Die Ungerechtigkeit, die in unserem Lande tatsächlich existiert, beschreibt der zweite Teil des Satzes von Wilder.
    Ich beschwere mich nicht darüber, dass die „Strebsamen und Fleißigen“ mehr, meinethalben auch sehr viel mehr verdienen als die andern, sondern darüber, dass den zunächst Schwächeren in der Gesellschaft nicht ausreichend geholfen wird. Das Oben und Unten wird dadurch zementiert wie in einer feudalen Gesellschaft. Das demokratische Prinzip der Chancengleichheit, oder wenn Sie so wollen Chancengerechtigkeit, existiert bei uns nur auf dem Papier.
    Es ist so, wie Walter Wüllenweber in STERN 43/06 schreibt: Unser Bildungssystem, das dafür sorgen sollte „die Klassenschranken niedrig zu halten“, spaltet die Gesellschaft eher und vertieft den Graben zwischen Unter- und Oberschicht.
    Die Elite unseres Lande sorgt dafür, dass sich an diesen Verhältnissen nichts ändert. Wenn über Reformen im Bildungswesen gesprochen wird, dann debattieren bildungsbeflissene Eltern, Politiker und Lehrer über das Gymnasium oder bestenfalls noch über Elitekurse an Grundschulen etc., d.h. geredet wird über die, die sich selbst helfen könnten. Ich kenne z.B. keinen Verfechter der Hauptschule,der seine eigenen Kinder dieser Schulart anvertrauen würde. Warum nicht? Wenn die Hauptschule so gut und notwendig ist, wie sie behaupten, warum schicken sie ihre Kinder nicht auf diese Schulart? Ganz einfach: Die Hauptschule ist die Schule der Unterschicht und der Ausländer, der „Schmuddelkinder“ also, wie Wüllenweber schreibt. Da haben die Kinder der „oberen Dienstleistungsklasse“ (PISA) nichts verloren. Wir glauben in Deutschland seit über 100 Jahren fest daran, dass wir bei unseren Kindern im Alter von neun Jahren – da werden die Grundschulempfehlungen auf der Grundlage von zwei Noten (Rechnen und Deutsch) ausgesprochen und die Chancen für die weitere Zukunft der Kinder weitgehend festgelegt – unterscheiden können zwischen den Faulen und den Fleißigen, den Strebsamen und den Quertreibern. Wir können es nicht, wie gesicherte wissenschaftliche Untersuchungen (IGLU) belegen. Die Gesellschaft driftet auseinander. Wie lange können wir noch zuschauen?
    Jürgen Leonhardt, Gesamtschullehrer i.R.
    Mannheim


    Zuerst vielen Dank dafür, dass Sie das Thema aufgreifen.
    1) Ich würde als ersten Schritt der Partei der Nichtwähler im Bundestag die ihrer Prozentzahl bei der Wahl entsprechenden Sitze einräumen und verhüllen. Dadurch verringert sich die Zahl der „Volksvertreter“ und diese haben immer vor Augen, dass die verhüllten Sitze besetzt sein könnten, wenn die Politiker eine bessere Arbeit machen würden.
    2) Als ich mein Gehalt noch in DM bekommen hatte (ist noch gar nicht solange her!), war am Monatsende immer noch eine dicke Summe übrig und ich konnte sparen. Seit der Euro-Umstellung ist alles weg, am Monatsende wie vom Erspartem. Sage mir einer, das Leben ist nicht teurer geworden!
    3) Der „Aktien-Handel“ muss international neu überdacht werden. War er am Anfang des Industrie-Zeitalters dazu gedacht, Kapital zu sammeln, tummelt sich heute zuviel Geld in Fonds. Firmen werden zu Spielbällen der Macht. Und hinter jeder Firma stehen Menschen, deren Leben zur Disposition steht.
    4) Zieht Bush zur Rechenschaft. Sein „Krieg gegen den Terror“ hat die Welt unsicherer gemacht.
    Franz-Josef Assmann
    Reilingen

    Aufgrund der anstehenden Steueränderungen hinsichtlich der Erbschaftssteuer empfahl mir ein Rechtsanwalt entsprechende notarielle Schritte einzuleiten.
    Zur Auftragsannahme bestand er auf einer Vorausbezahlung, die ich auch leistete.
    Seinen Auftrag erfüllte er in Folge mit einer Langsamkeit, die meinerseits immer wieder zu Erinnerungen und Mahnungen führten, aufgrund derer er dann wieder stückweise tätig wurde.
    Diese Prozedur schleppte sich fast über zwei Jahre, so dass ich ihm mit einer Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer drohte, die er zu unterlassen bat, um ihm Unannehmlichkeiten zu ersparen. Schneller tätig wurde er jedoch auch dann nicht.
    In letzter Konsequenz informierte ich dann trotzdem die Anwaltskammer und belegte die äusserste Verschleppung durch Zusendung der kompletten Korrespondenz.
    Resultat: Die Kammer ging auf die schriftlich nachgewiesene Verschleppung mit keiner Silbe ein, sondern argumentierte mit den Worten des Rechtsanwalts, dass ich die nötigen Informationen nicht schneller geliefert hätte, was eine Unverschämtheit sondersgleichen von beiden darstellt, denn die Korrespondenz liefert alle Beweise gegen diese Lüge.
    Zu diesem Vorgang kommt mir nur der Gedanke: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus (und ist das typische Beispiel unseres "Rechts"staats, deren Vertreter zum grossen Teil auch Juristen sind).
    Fazit: Den letztendlich gelieferten Vertrag beurteilte der beurkundente Notar wie folgt:
    Jurist ohne jegliche Kenntnis des Grundstückrechts.
    Vertrag weder strukturiert, noch schlüssig.
    Vertrag widerspricht sich in sich selbst und ist so nicht vollzugsfähig.
    Zwei Jahre Wartezeit und das "Geld für einen jämmerlichen Juristen aus dem Fenster geschmissen". Gerechtigkeit in Deutschland?
    Hugo Jung
    Willstätt

    Die Frage, die doch letztlich bleibt, ist nicht, was ist ungerecht, sondern vielmehr: Was ist gerecht?!
    Ist es gerecht, dass die Politiker unentwegt das Volk belügen, und damit den größten Schaden anrichten, ohne jemals dafür persönlich haften zu müssen....????
    Ist es gerecht, dass Leute wie Reuter und Schrempp als ehemalige Vorständler bei Mercedes Benz Milliarden versenkten, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden?
    Ist es gerecht, dass die beiden oben geschilderten Beispiele schon ausreichen, um im Volk ein Gefühl der Ohnmacht wach werden zu lassen und als Reaktion für alle, die Deutschland nicht lebenslänglich gebucht haben, fluchtartig unser schönes Land verlassen.
    Ist es gerecht, dass dies als der einzige Weg erscheint, den angerichteten Katastrophen: unsichere Jobs, unsichere Renten, unsichere Altersrücklagen, unsichere Steuerentwicklung (die Gier und Einfallslosigkeit der handelnden Politiker ist ungebremst), um nur einige zu benennen, zu entkommen und einen Neustart irgendwo in der Welt der Vernunft zu suchen.
    Ist es gerecht, dass wir (das Volk ) die Verantwortlichen dieser Weltmiseren einfach laufen lassen müssen, anstatt sie weg zu sperren, wie es jedem „Normalbürger“ bei solchen Verbrechen ergehen würde und das im Namen des Volkes..?? !Früher holte das Volk ihre "Herren" einfach vom Pferd ! Wann schafft es das Volk sie heute vom Sockel zu stossen ?? Das wäre im Ansatz gerecht!
    Marvin Per Spaltmann
    Bonn

    Ich empfinde als ungerecht:
    Ich bin Angesteller, geschieden, 2 Kinder. Ich bin somit für die ganze Familie mit 2 Haushalten finanziell verantwortlich, werde vom Staat aber als Single, (Klasse 1) besteuert. Warum ist es der Trauschein, der steuerliche Vorteile verschafft, und nicht die Tatsache, das man für Kinder verantwortlich ist? Ich fühle mich doppelt bestraft und vom Staat betrogen!
    Ich bin in der gesetzlichen Krankenkasse versichert. Es ist ungerecht, dass ich höhere Beiträge als für eine private Krankenversicherung zahlen muß und dabei auch noch schlechter versorgt bin!
    Es ist ungerecht und widersinnig, das der Staat Milliarden für unsinnige Subventionen verschleudert, statt unseren Kindern eine gute Bildung zu ermöglichen. Zu viele Kinder fallen durch das Raster unseres Bildungssystems mit seinem personell Unterbesetztem, muffigen Frontalunterricht. Wir lassen es zu, das viel zu viele Kinder ohne oder nur mit gering qualifiziertem Abschluß die Schule verlassen. Jeder Euro, der hier gespart wird, kostet später 100 Euro Sozialhilfe.
    Ungerecht ist, das beim Arbeitslosengeld alle über einen Kamm geschoren werden. Wer lange einzahlt, sollte auch länger Arbeitslosengeld bekommen!
    Ungerecht ist, wenn ein Minister fordert, die Deutschen sollten auf einen Urlaub pro Jahr verzichten um die neuen Lasten zu Schultern. Ich kann mir nicht einmal einen Urlaub pro Jahr leisten. Der Minister scheint in einer anderen Republik zu leben als die Bürger...
    Ungerecht ist, wie der Staat unsere Steuergelder verschwendet. Würden die Haushalte der Bürger so mit dem Geld umgehen, wie es der Staat macht, so gäbe noch millonenfach mehr Fälle von Privatinsolvenz.
    Studiengebühren sind eine schreiende Ungerechtigkeit, da nun wieder nur die Reichen studieren können. Unsere Wirtschaft ist dagegen von den hoch qualifizierten Fachkräften abhängig. In der globalisierten Welt konkurrieren wir nunmal mit den bestens ausgebildeten Indern und Chinesen...
    Unser Rentensystem ist die größte Ungerechtigkeit überhaupt. Wir zahlen jetzt viel Geld in ein System ein, aus dem wir später keinen Nutzen ziehen können. Die Lösung soll private Vorsorge sein. Nur wovon ? Schon jetzt reicht mein Geld gerade so um über die Runden zu kommen ohne Schulden zu machen. Wenn man, wie unsere Politiker über ein reichlich sprudelndes Einkommen verfügt, so ist es wohl kein Problem ausreichend für das Alter vorzusorgen. Bei dem Normalbürger sieht das allerdings etwas aus...
    Nils Kay

    Sehr geehrte Stern Mitarbeiter/innen,
    dieser Beitrag streift eigentlich gleich drei Dinge, die mir "auf der Leber liegen", nämlich Insolvenzmißbrauch (?), Altersdiskriminierung und die Leiharbeit...
    Ich wurde Ende 2005, nach über 18 Jahren, durch die Insolvenz meines Chefs arbeitslos. Dieser hatte, nach dem Tod seiner Eltern vor wenigen Jahren, deren 50 Jahre bestandenes Dentallabor als Alleinerbe übernommen und dann nach ein paar Jährchen die Insolvenz angemeldet. Wir meist schon über 50jährigen Angestellten, die wir alle zwischen 18 und 40 (!) Jahre dem Betrieb angehört hatten, wurden ohne Abfindung, aber mit dem "Trost", daß es uns ja gutgehen werde, da der Staat für unsere Bedürfnisse aufkomme, in die Arbeitslosigkeit und den existenziellen Ruin entlassen, während mein ehem. Chef, unter großer Anteilnahme unserer Lokalzeitung, nach ca. einem Jahr schon wieder ein neues Dentallabor eröffnete! Ich hatte inzwischen, trotz vieler Bemühungen, nur knapp drei Monate Beschäftigung über eine Zeitarbeitsfirma gefunden, bei der ich für herzlich wenig Geld eine sehr anstrengende Tätigkeit verrichtete. Diese Leiharbeitsfirmen schießen seit einiger Zeit aus dem Boden wie Pilze nach einem warmen Regen, genährt von einem Heer verzweifelt nach Arbeit Suchender. Dieses Phänomen "Leiharbeit" wird meines Wissens bisher von den Medien totgeschwiegen, in Ihrem Magazin jedenfalls tauchte es bisher nicht auf, und auch in anderen nicht, obwohl es doch Tausende betrifft. Warum???
    Claudia Marquardt
    Bamberg

    ungerecht finde ich den undurchdringlichen Kündigungsschutz und das sage ich jetzt als eine, die davon im Ernstfall mehr als profitieren würde (sein 13 Jahren fest angestellt). Durch diesen Küdnigungsschutz lasse ich aber viele motivierte junge und alte (!) Leute auf der Straße, während unmotivierte Mitarbeiter Arbeitsplätze blockieren. Das führt dazu, dass sich niemand mehr wegbewegt, weil ja nur der eigene Arbeitsplatz sicher ist.
    ungerecht ist auch das unzeitgemäße Beamtentum, das sich ein so hoch verschuldeter Staat einfach nicht mehr leisten kann, es aber trotzdem tut. Das Aussitzen dieser Ungerechtigkeit bezahlen sie dann noch nicht einmal selber, sondern lassen es den Rest der Bevölkerung tun.
    Ines Wachs
    Erfurt

    Ich finde das sehr ungerecht, das die Lebensarbeitszeit in keiner Weise berücksichtigt wird, sonder nur das Lebensalter zählt.
    In meinem Fall habe ich 51 "Rentenversicherungspflichtige Jahre und 3 Monate" wenn ich mit 65 Jahren in Rente gehen werde. Ich bin Jahrgang 1946 und habe am 1.4.1960 angefangen zu arbeiten. (und seit dem Rentenversicherung gezahlt)
    Was ist mit denen die über den ewig genannten 45 Versicherungsjahren liegen, die als Grundlage der Rentenberechnung gelten? Haben die ganz einfach Pech gehabt, das die so lange arbeiten müssen?
    Bernd Schock

    Liebes stern-Team !
    ich empfinde es als eine große Ungrechtigkeit, dass Bundestagsabgeordnete "nebenbei" noch in Aufsichtsräten sitzen und somit ihre eigentliche Aufgabe, die Vertretung der Interessen ihrer Wähler, in den Hintergrund gerät. Wir sollten die ohnehin zu große Anzahl der Abgeordneten deutlich reduzieren, dafür Profis als Abgeordnete einsetzen. Diese können ruhig richtig Geld verdienen, dürfen aber KEINERLEI NEBENTÄTIGKEITEN ausüben.
    In der Zeit als Abgeorndnete sollten die Politiker eigene Rücklagen bilden und anschließend keinerlei Zahlungen mehr vom Staat erhalten. Carsten Janker bekommt jetzt von den Bayern auch kein Geld mehr, nur weil er dort gespielt hat....
    Und dann sollten alle Wahlen nur noch im Fünfjahresrhytmus stattfinden und an einem gemeinsamen Tag durchgeführt werden. Dann wäre Zeit zum Regieren, ohne ständig auf irgendwelche Wahltermine Rücksicht zu nehmen und sich somit für den Wähler unangenehme Entscheidungen aus falscher Rücksichtnahme auf Landesverbände oder kommunale Politiker zu verschleppen.
    Uwe Harlof
    Oberwiesen

    Was ist ungerecht bei uns ? Ich will es mal so ausdrücken: Es fehlt uns an Vorbildern in Politik und Wirtschaft und an einer sozialen Großzügigkeit, dass führt meiner Meinung nach zwangsläufig zu Ungerechtigkeiten, weil dafür der Blick für die Menschen verlorengegangen ist. Wir haben inzwischen eine ziemlich schlechte Unternehmenskultur, Beispiele von Mißmanagement sind hinlänglich bekannt, auch das führt zu Ungerechtigkeiten, weil sich der sogenannte "kleine Mann" verschaukelt fühlt und die "Großen" nicht ernsthaft belangt werden. Aber für mich gilt nach wie vor: Auf Dauer hat nur der Ehrliche mehr Erfolg. Ungerecht ist, dass die Ehrlichen in unserem Land noch immer bestraft werden.
    Jutta Ohl
    Itzehoe

    Sehr geehrte Damen und Herren, als extrem ungerecht empfinde ich unser Steuer- und Rentenrecht.
    In den 50er Jahren war das Steuerrecht gerechter. Ich warte auf das Realsplitting: Das Einkommen wird durch die Zahl der Köpfe geteilt,, die davon leben müssen. Das müsste auch für die Firmen gelten, d.h. eine Firma, die viele Köpfe im Inland ernährt, zahlt wesentlich weniger Steuern. Mit dem heutigen Steuerrecht werden die neuen Bundesländer nie auf die Beine kommen. Als Hohn empfinde ich unser Rentenrecht. Der Dank des Vaterlandes dafür, daß ich fünf Kinder großgezogen habe, ist nach einer unverschuldeten Scheidung ein 25% Abzug von meiner Rente. Da lobe ich mir die Niederlande. Meine erwachsenen Kinder bezahlen jetzt schon mehr in die Rentenkasse als ich bekommen würde.
    Peter Rimbrecht

    Ungerecht ist, dass der Staat seinen Bürgern immer mehr in die Tasche greift, selbst aber viel zu geringe Sparanstrengungen unternimmt.
    Ungerecht ist, dass Beamte und Politiker ihre Pensionen nach letztem Gehalt und aus dem Steuersäckel beziehen. Gerecht wäre, wenn sie wie Angestellte und Arbeiter in die Rentenkasse einzahlen und daraus ihre Altersruhegeld erhalten würden.
    Ungerecht ist, dass Beamte 13 mal jährlich Pension beziehen, Arbeiter und Angestellte nur zwölf mal im Jahr Rente bekommen.
    Ungerecht ist, dass der Ex-Senator Schill aus Hamburg seit Jahren auf Staatskosten durch die Welt reisen darf. Normalsterblichen wird, wenn sie nicht arbeiten möchten, die Unterstützung gestrichen.
    Ungerecht ist, dass der Sparerfreibetrag immer weiter gekürzt wird, Aktien- und Immobiliengewinne dagegen nach gewissen Fristen steuerfrei sind. Gerecht wäre, wenn Zinserträge mindestens bis zur Höhe der Inflationsrate steuerfrei wären, damit Sparer wenigstens ihr reales Vermögen halten können.
    Ungerecht ist, dass der Süden Deutschlands mehr Feiertage hat als der Norden.
    Maritta Rewermann
    Bad Oldesloe

    Ungerecht ist das Arbeitslose zu Hartz IV verdonnert werden, weil man das Geld in der Bürokratie verballert hat.
    Da wäre es gerecht bezüglich der Staatsverschuldung, die Einkommen und Pensionen von Beamten und Politikern, die ja zum großen Teil aus neuen Schulden gezahlt werden, auch um mind. 40% zu reduzieren, auch weil die uns alles eingebrockt haben.
    W.Tacke

    Eine Politik, die nicht die Meinungsbildung im Volke und durch das Volk zum Zweck hat ist keine nachhaltig positive Politik.
    Eine solche Politik setzt sich mit den Auslandseinsätzen deutschen Militärs über den Willen des Volkes hinweg. Eine Politik, die mit Beratern entworfen wird, die Monate und Jahre später wegen Bestechlichkeit und Bestechung wie ein Herr Hartz oder Herr Klaasen vor den Kadi landen, steht Zuständen unter Berlusconi bald nicht nach. Und mit einer unverschämten Leichtigkeit führt man dem „Souverän“ dessen Ohnmacht vor. Dies wird nicht gut enden. Diese Politik zersetzt Moral und verletzt Gesetz.
    Diese Politik ist eine nachhaltige Gefahr für Demokratie, für Mensch und Natur und Frieden.
    Wolfgang Theophil
    Karlsruhe

    Ich empfinde die Politik unseres Staates als ungerecht seit ich erfahren habe, dass das Volksvermögen sich in immer weniger Händen konzentriert. Das heisst doch, dass vielen etwas weggenommen wird um es wenigen zu schenken. Das ist ein Trend, dem die Politik entgegen wirken müsste, es aber offensichtlich nicht tut.
    Statt dessen versucht man uns seit genau so langer Zeit einzureden, dass durch den Verzicht auf Lohn und ander Errungenschaften der Gewerkschaften und früherer Regierungen Arbeitsplätze geschaffen würden und es uns allen dadurch besser gehen würde. Das Gegenteil ist der Fall: die Wenigen, die das Geld und damit die Macht haben, erpressen uns mit der Androhung von Verlagerung von Arbeitsplätzen und Kapital ins Ausland.
    Diese Wenigen geben ihr Geld sowieso nicht im Laden um die Ecke oder beim bodenständigen Handwerker aus, wie es notgedrungen der Normalverbraucher tun müsste und damit die Inlandswirtschaft stärken würde. Das heisst nun nicht, dass ich jemandem, der durch Glück oder eigene Arbeit reich wurde dieses nicht gönne, nur hätte man die Steuern von Spitzenverdienern nicht unbedingt senken müssen und jemandem, der sich dieser Steuern entzieht, sollte man die Staatsbürgerschaft aberkennen. Auch ist es nicht nötig, dass riesige Erbschaften größten Teils unangetastet bleiben, statt dessen sollte man mehr darauf verwenden, möglichst allen Kindern einen guten Start ins Leben zu geben, durch kostenlose Tagesstätten, Kindergärten, Schulen und Universitäten, die mit ausgezeichneten Lehrkräften ausgestattet sein sollten. Zu einem guten Start für alle gehören auch Ganztagsschulen, wo den Kindern nachmittags Unterstützung geboten wird, für die zu Hause nicht in allen Familien Gelegenheit besteht. Das ist es, was mich aufregt.
    C. Haley

    Wir finden ungerecht, dass wir für zwei studierende Kinder jeden Monat 530€/Kind bezahlen müssen + neuerdings - zumindest in NDS- 500€/Semester Studiengebühr.
    Bei der Berechnung der Unterhaltspflicht spielt es keine Rolle, ob man finanzielle Verpflichtung z.B. für ein Haus hat. Auch die Kosten für den Weg zur Arbeit zählen nicht, lediglich der Steuerbescheid ist rechtliche Grundlage.
    Wenn man dann mitbekommt, dass andere Kinder zur gleichen Zeit 345€ fürs Nichtstun + Wohngeld obendrauf bekommen, kann man schon mal wütend werden.
    Wenn man schon so viel ändert und die skandinavischen Modelle in vielen Bereichen als Spiegel vorhält, warum schaut man nicht auch, wie es dort hinsichtlich der Ausbildung von Kindern geregelt ist? Uns gefällt hier das schwedische Modell: Alles wird über Steuern finanziert, da ist es dann auch egal, aus welchem Elternhaus jemand kommt. Der Staat verlangt regelmäßig Nachweise über das Weiterkommen in der Ausbildung und erwartet, dass nach Abschluss der Ausbildung das gezahlte Darlehen zurückgezahlt wird.
    Jutta Stahmer

    Die schlimmste Ungerechtigkeit besteht nicht etwa darin, dass viele Leute ziemlich reich sind, sondern, dass sie sich - ganz legal - weitgehend bis komplett vor dem Zahlen von Steuern und Sozialbeiträgen drücken können.
    Karl-H. Quoss
    Glückstadt

    Die Mehrwertsteuererhöhung!
    Ich kann wählen, ob ich einen neuen Fernseher brauche oder will. Eine erwachsene Person kann sich entscheiden, ob er/sie neue Schuhe kauft oder die Treter vom letzten Jahr anziehen wird...
    ...und wir...?
    Wir - gesegnet mit einem 6- und einem 5-jährigen - werden dazu verdonnert sein, im nächsten Jahr die pro Kind pro Jahreszeit anfallenden zwei paar Schuhe für Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter jeweils mit dieser Erhöhung tragen zu müssen. Ergo - 16 ! paar Kinderschuhe ( ohne Hausschuhe, Gummistiefel, Hallenturnschuhe separat aufzuzählen ) mit dieser Mehrwertsteuererhöhung.
    Und wir haben keine Alternative, denn diese Kinderfüße werden wachsen!
    Die Rechnung, nur an diesem Beispiel genannt, zieht sich in jede Richtung des Kinderbedarfs und kann beliebig erweitert werden.
    Ruth Büsing
    Schwanewede

    hallo,
    eine der größten ungerechtigkeiten ist das kapital. klar haben wir irgendwie hier in deutschland ein hohes lohnvivau doch es kann doch nicht sein, das innerhalb kürzester zeit das meiste teurer wird, die gewinne in die höhe steigen, und die einkommen sinken. man soll (muss) vorsorgen für die rente, die gesundheit wird immer teuerer sowie nicht zu vergessen auch die energiekosten. nur was eigentlich das schlimmste ist, das alle die oben sitzen und entscheidungen treffen, darüber bescheid wissen und nicht den mum haben konsequent daran zu arbeiten, vernünftige lösungen zu finden. aber man beißt ja nicht um sich, denn keiner tut dem anderen weh oder man hat angst seine position zu verlieren. und so werden leider keine entscheidungen getroffen die auch unangenehm sein können. klar kann man nicht alles unter einen hut bringen doch sollte man es probieren und vielleicht auch viel mehr erklären ohne vieler fremdworte.
    mir und meiner familie geht es nicht ganz so schlecht wie vielleicht vielen anderen, aber auch wir mußten unsere ausgaben neu überdenken und regeln. als beispiel genannt haben wir unser dieselfahrzeug gegen ein ergasfahrzeug eingetauscht wo wir auf 100 km ca.4-5 € einsparen. oder unser haus in der wintersaison (seit 2,5 jahren) nur über einen holzofen feuern (bauweise hierfür bestens geeignet) und nach abzug aller kosten sparen wir hier noch ca. 1000,-- € ein.
    familie
    grabbe

    Ich will mich kurz fassen: Als Mitarbeiter einer Bank fühlt man sich doch um den Erfolg der Arbeit betrogen, wenn man jahrelang Entbehrungen hinnimmt, alles gibt, seine Gesundheit opfert und dann trotz der steigenden Gewinne mit dem Verlust des Arbeitsplatzes rechnen muss. Dies lässt sich in anderen Branchen ebenfalls beobachten. Hinzu kommt, dass die Vorstände für diese Politik mit steigenden Löhnen belohnt werden. Deutschlands soziale Marktwirtschaft ist in Gefahr. Der Globalismus führt dazu, dass die Politik die Staatsziele vernachlässigt. Es gibt nur wenige Menschen, meist alte konservative, die sich entgegenstellen, wie z.B. die Manager von Haribo, Deichmann, DM, Trigema und Co. Leider eine aussterbende Spezies.
    Ingo Heinrich

    Die Mehrwertsteuer wird erhöht, die Unternehmensteuer wird gesenkt, die Vermögensteuer und Gewerbekapitalsteuer werden gestrichen, die Körperschaftssteuer wird gekürzt, der Spitzensteuersatz wird gesenkt und gleichzeitig wird den Bürgern empfohlen auf das Auto zu verzichten um für die Rente anzusparen.
    Noch nie ist man sich in dieser Republik als Arbeitnehmer so verkackeiert vorgekommen. Ich werde nur noch Wahllokale betreten um alle Stimmzettel ungültig zu machen. Über den Begriff "Volkspartei" kann ich nur noch grinsen.
    Horst Marquardt
    Aßlar

    Ich finde es ungerecht, dass sich Frauen mit betrügerischen Mitteln ein Kind erschleichen können und der betrogene Mann dafür auch noch ein halbes Leben lang Unterhalt zahlen muss.
    Berlin

    Jeder Bürger unserer Republik hat jeden Tag die Chance, sein Leben in die Hand zu nehmen. Ohne eigene Motivation geht gar nichts.
    Martina Breitling
    Freiburg

    Ungerechtigkeit heißt wohl für die meisten: Nehmt es von den anderen, aber nicht von mir! Die, die zu den Besserverdienenden gehören, erbringen bereits jetzt die Mehrzahl der Einkommenssteuer.

    Gerecht wäre es, wenn alle ihre Pflichten als Eltern wahrnehmen und die Kinder in die Lage versetzen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das wäre aber gerecht.

    L.T.

    Ich bin vor zwei Jahren aus Deutschland weggezogen. Deutschland ist immer noch sehr vielen seiner EU-Mitländer voraus. Es geht um tief liegende Probleme und charakterliche Abgründe, wie Neid und Missgunst. Wer besser, fleißiger, pfiffiger, geschickter ist als ich, dem missgönne ich nicht seine Lorbeeren, ob nun materiell oder ideell.
    Patrizia Cardillo

    Ungerechtigkeit kann man an der sinkenden Wahlbeteiligung und an der Nachwuchsverweigerung festmachen. Die Parteien vertreten nicht mehr die Bevölkerung, sondern nur noch die Interessen der Wirtschaft. 80 bis 85 Prozent der Bevölkerung empfindet keine Teilhabe mehr am Geschehen in unserer Gesellschaft und auch keine Teilhabe am riesigen Reichtum in dieser Republik.
    Günter Bialkowski
    Aerzen

    Ich finde, dass Politiker keine Nebeneinkünfte haben dürften. Sie müssten ebenso wie alle anderen Bürger auch in die Staatskasse zahlen. Der Durchschnittsbürger hat gerade noch genug Geld um zu überleben oder ist schon überschuldet, während die ausgesuchten Politiker und Firmenbosse nicht wissen, wohin mit ihrem Geld.
    Matthias Nickel
    Hamburg

    Die Lobbyisten der Unternehmer und Verbände treiben die Vorgänge voran, die Ihren Erwartungen nützen. Trotz Milliardengewinne erwarten die deutschen Unternehmen vom „guten Staatsbürger“ unterstützt zu werden. Wer keine Lobby hat ist der „gute Staatsbürger“ selbst, er wird zum Spielball der Interessen.
    Franz Putz
    Olching

    Meiner Ansicht nach müsste ganz dringend für Chancengleichheit gesorgt werden. Die Lenker des Unternehmens Deutschland haben meiner Meinung nach kein zukunftsfähiges Konzept und in den Parteien der politischen Mitte leider noch nicht einmal einen Verhaltenskodex. Ich frage mich manches Mal, ob das Bewusstsein für die Pflicht, diesen Staat zu gestalten und eine Zukunftsvision auf Tatsachen zu begründen, überhaupt noch existiert.
    Sigrun-Isolde Wewer
    Zorneding

    Die Ungerechtigkeit der Politik im Staat hat sich mit dem gewachsenen Lobbyeinsatz entwickelt. Seitdem für die Mehrheit der Regierungsmitglieder und Mandatsträger in den Länder- und Bundestagen Nebenverdienste zum Hauptverdienst wurden und das Mandat nur als lästiges Hindernis gesehen wird ist, bleibt die Gerechtigkeit vermehrt auf der Strecke.
    Der Wähler kann sich nur noch als Stimmvieh fühlen. Er darf nicht erfahren von wem und für wie viel sich seine „Vertreter“ ihre Unabhängigkeit haben abkaufen lassen. Von Konzernen bezahlte Lobbyisten sitzen als Ministerialbeamte getarnt in einflussreichen Positionen oder schreiben die Reden unserer „Volksvertreter“.
    Thomas Habersetzer
    Unterschleißheim

    Ungerecht finde ich einen mit sich selbst beschäftigten öffentlichen Dienst. Nicht wenige Beamte, die Bürger drangsalieren und nur Kosten verursachen stehen im Verhältnis zu immer weniger Leistungsträgern, die ihre entlassenen Kollegen in der freien Wirtschaft mit Überstunden ersetzen dürfen und mit immer höheren Beiträgen in die Sozialkassen, weniger Service und späterer Außerdem fehlen mir Volksabstimmungen.
    Thomas Schatz

    Der Begriff "Ungerechtigkeit" ist sicherlich dehnbar und auslegbar. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt des Ehegattensplitting ist immer wieder die deutliche Kinderfeindlichkeit unserer Gesellschaft zu spüren. Warum wird nicht mehr in die Kinder investiert? Warum ist der Stellenwert der Kinder so gering?
    Heinrich Zintl
    Landsham

    Zum einen wird GEMA verlangt, aber dann kommen so gut wie nur noch CDs mit Kopierschutz raus. Ich finde das ungerecht. Was Patente betrifft, bewegen wir uns auf amerikanische Verhältnisse zu. Die Großen der Wirtschaft begrüßen es, da sie die Konkurrenz klein halten könnten.
    Allexander Leidinger

    Ungerecht ist unsere Sozialgesetzgebung und wie damit umgegangen wird.
    Ungerecht ist die Selbstherrlichkeit der Politik.
    Ungerecht ist die nicht vorhandene Neutralität der Presse.
    Ungerecht ist die Selbstbedienermentalität unserer Manager im Verhältnis zu deren Fehlleistung.
    Ungerecht ist unsere Justiz, die nur Täterschutz kennt und die Opfer allein lässt.
    Ungerecht ist, dass nur noch Seilschaften und keine Fachleute unser Land regieren, deren erste Lüge schon bei der Vereidigung ´zum Wohle des Volkes´ ausgesprochen wird.
    Ungerecht ist, dass der Rechtschaffende und Ehrliche in Deutschland immer der Dumme ist.
    Ungerecht ist, dass unsere staatlichen Institutionen immer korrupter werden und nicht belangt werden.
    Hubert Walke
    Gladenbach

    Ich finde es ungerecht, dass Politiker ihre Diäten einfach so bekommen. Dies sollte nach Leistungsprinzip erfolgen. Wieso dürfen große Konzerne Millionen Gewinne machen, den ohne Strafe im Ausland investieren und im Inland haufenweise Arbeitsplätze abbauen? Wieso werden Manager, wenn sie einen Betrieb zerwirtschaftet haben, bei Entlassung mit einer Abfindung in Millionenhöhe "bestraft"? Wenn andere Arbeitnehmer Mist bauen, werden sie einfach entlassen.
    Ute Groß
    Böhlen bei Leipzig

    Was ist ungerecht? Grundsätzlich ist es doch so, dass in diesem Land eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen bestehen, die keiner kennt und deshalb nicht beachten kann. Noch dazu würde deren Befolgung geradezu dem gesunden Menschenverstand widersprechen. Da sich also kaum einer an alles hält, sind alle irgendwie kriminell. Bestrafungen finden aber nur selten und meist willkürlich statt. Das ist die große Ungerechtigkeit unserer Zeit.
    Dipl.-Med. Andreas Oling
    Schwerin

    Was Ungerechtigkeit ist? Dass insbesondere die Justiz mehr und mehr ihre Unabhängigkeit verliert und die Ärmsten mehr und mehr auch durch das Festhalten an einer politischen und wirtschaftlichen Obrigkeit systematisch entrechtet werden.
    Gerhard Heise
    Koeln

    Liebe Stern-Redaktion,
    beim Thema "Soziale Ungerechtigkeit" geht es in Deutschland immer nur um Menschen am Rande der Gesellschaft, Hartz IV-Empfänger, finanziell Schwache. Dass auch Besserverdiener erheblich benachteiligt werden, glaubt einem kaum einer. So ist es aber.
    Wieso sind die Gebühren für eine Dienstleistung nach dem Einkommen gestaffelt? Wenn ich einen Handwerker bestelle, nimmt er mir doch auch nicht den doppelten Satz ab, nur weil ich mehr Geld verdiene. Warum gönnt mir niemand einen Mehrverdienst, den ich mir durch eine gute Ausbildung und Leistung im Job erarbeitet habe?
    Axel Hartmann
    München

    Die Bürger führen einen nicht unerheblichen Teil ihres Einkommens an eine gigantische Umverteilungsmaschine ab, die in ihrem Verfahren mehr als undurchsichtig ist. Insbesondere bei der Rente führt das über die Generationen zu massiven Verzerrungen. Ein 30-jähriger darf zeitlebens einzahlen, für ihn selbst bleibt nur eine Grundrente. Das ist kein Generationenvertrag mehr, das ist kalte Enteignung. Wir leisten uns in diesem Lande einen Sozialverwaltungsapparat, der an Verfettung kaum noch zu übertreffen ist.
    Der neue Adel, also die politische Klasse und die höhere Verwaltungsebene mästet sich selbst auf Kosten des Volkes. Regelmäßige Kritik in den Medien perlt anscheinend wirkungslos ab, ein moralisches Verantwortungsbewusstsein scheinen diese Damen und Herren nicht zu besitzen, Ich unterhalte mich jeden Tag mit bis zu 100 Patienten aus allen sozialen Schichten in meiner Praxis. Fast alle sagen dasselbe. Das Volk ist nicht dumm, es wird nur für dumm verkauft. Und das ist ungerecht.
    Dr. med. Jan Löhler
    Bad Bramstedt

    Verglichen mit zahlreichen anderen Staaten der Erde leben wir Deutschen im Paradies. Dennoch klagen wir alle darüber, wie ungerecht es in unserem Land zugeht. Es steht außer Frage, dass in Deutschland Dinge passieren, die äußerst ungerecht sind. So sind beispielsweise die in einigen Bundesländern eingeführten Studiengebühren nicht rechtens, da jungen Leuten aus ärmeren Familien ein Studium damit verwehrt bleibt. Diese Vorgehensweise der Landesregierungen spaltet das Land in eine Zweiklassengesellschaft, da alles darauf hinausläuft, dass in Zukunft ein Hochschulstudium zum Privileg der Reichen wird. Auch über die Gerechtigkeit unseres Rechtssystems lässt sich streiten. Warum muss ein Raubkopierer bis zu fünf Jahre im Gefängnis verbringen, während ein Kinderschänder oftmals nach drei Jahren wieder in die Freiheit entlassen wird? Hat demzufolge jemand, der das Leben eines unschuldigen Kindes für immer zerstört hat, eine mildere Strafe verdient als eine Person, die der deutschen Musikindustrie einen geringen Schaden zugefügt hat?
    Sandra Hartung
    Eisenach

    Was ist ungerecht? Die großen Managergehälter vorzuwerfen wäre für mich ein Ablenkungsmanöver. Das Geld wird ja zuvor verdient und wird letztlich niemandem gestohlen. Ob sie nun X Millionen verdienen oder Y. Der Status des Lohnabhängigen ändert sich dadurch nicht. Kein Arbeitgeber ändert dadurch seine Lohnpolitik. Schlimm ist dieses Gefühl des Einzelnen nicht mehr gebraucht zu werden, nicht mehr erwünscht zu sein oder von vornherein nicht dazu zu gehören.
    Günther Fabritz
    Kernen

    Das so viele Menschen Deutschland für ein ungerechtes Land halten paßt wunderbar zu dem Neidkomplex der Deutschen und der schwindenden Fähigkeit und Lust das Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die Verantwortung für gute und damit dann auch gerechte persönliche Lebensverhältnisse wird an einen Staat abgetreten der bis heute vorgibt eine gerechte Umverteilung vorzunehmen. Wie das verwöhnte Kind den Eltern immer vorwerfen wird nicht genug berücksichtigt zu werden wird derjenige, der nie die Verantwortung für sein eigenes Leben und Wohlergehen übernimmt unzufrieden bleiben
    Christoph Pröse
    Bottrop

    es ist kein besonderes erlebnis in dem sinne. es ist auch keine einzelne geschichte mit klarem handlungsstrang. es ist ein immer wiederkehrendes gefühl der ernüchterung, des tiefempfundenen mitleids und eine gute portion angst, ausgelöst durch immer gehäufter vorkommende momente. momente in denen ich zum beispiel aus dem kino komme, gut gelaunt wegen gelungener geistiger entführung in eine filmscheinwelt und wegen freunden von denen man umringt ist. und dann fällt mein blick auf zwei jugendliche, einer davon offensichtlich körperlich behindert, die bei 0 grad nachts singend auf einer filzigen decke sitzen, um mit hohlwangigen gesichtern, zitternd ein paar euro von vorbeigehenden passanten zu erbetteln. oder ich husche zu später stunde schnell zur s-bahn selig grinsend, weil ich gerade von einem treffen mit eine lange nicht gesehenen freundin komme und mich an die letzten paar unterhaltsamen stunden in einem café erinnere. plötzlich kommt eine ältere frau auf mich zu, grauhaarig, abgehärmt, in soviel kleider gehüllt wie ein mensch auf einmal tragen kann. sie lächelt mich zaghaft an, stellt ihren mit paketschnur zusammenghaltenen koffer ab und fragt mich fast schon flüsternd, ob ich ihr nicht ein paar cent geben könnte, sie wäre sehr dankbar für diese hilfe. dabei hält sie mir ihre alten schwieligen hände hin, die mit fetzen umhüllt sind. diese und andere momente erlebe ich wöchentlich und jedes mal braucht es ein bisschen länger, bis ich aus dem grübeln herauskomme. was ist mit diesem menschen passiert? warum scheint keine hilfe vorhanden zu sein? jedes mal wird das gefühl intensiver, dass ich selbst kaum ein recht habe fröhlich zu sein, solange soviel elend direkt auf unseren strassen herrscht.
    Anja Kipper

    Es ist für mich ein großes Fragezeichen, wie ein Land, das sich selbst erhobenen Hauptes als "Rechtsstaat" bezeichnet, an einem überkommenen Brauch wie der Wehrpflicht festhalten kann. Ich kann nicht nachvollziehen, wie sich Berliner Politiker über Absurditäten streiten können, während vor unseren Augen ein solches Überbleibsel militärfaschistischer Praxis stillschweigend geduldet wird. Nicht nur, dass die Wehrpflicht einst von Adenauer dreist durch eine Manipulation des Grundgesetzes eingeführt wurde- sie ist und bleibt eine Form der Zwangsarbeit- und dass Protest gegen die Wehrpflicht strafbar ist, zeigt für mich, wie es um das Demokratieverständnis in Berlin bestellt ist. Nicht nur, dass es sich hierbei um eine Diskriminierung des männlichen Geschlechts handelt: die Pflicht zum Dienst an der Waffe ist aus sicherheitspolitischer Perspektive nicht mehr zu rechtfertigen.
    Stefan Stamer
    Wurmberg

    Der „Aktien-Handel“ muss international neu überdacht werden. War er am Anfang des Industrie-Zeitalters dazu gedacht, Kapital zu sammeln, tummelt sich heute zuviel Geld in Fonds. Firmen werden zu Spielbällen der Macht. Und hinter jeder Firma stehen Menschen, deren Leben zur Disposition steht.
    Franz-Josef Assmann
    Reilingen

    Ich finde ungerecht, dass Tiere in Deutschland nur als Sache bezeichnet werden, obwohl sie genauso Schmerz und Angst empfinden.
    Steffi Sonnenberger

    Die immer größere Zahl von sehr gut ausgebildeten Jungen wie Alten, die zu Dumpinglöhnen arbeiten müssen, um die Arbeitslosenstatistik glatt zu bügeln und die gezwungen sind, sich bis zur seelischen Verformung Arbeitgeberinteressen anzupassen.
    Annette Horn

    Während die "Suppenküchen" immer stärker von Kindern und ihren Eltern frequentiert werden, für die Hartz IV den „Luxus“ einer warmen Mahlzeit am Tag erst gar nicht vorsieht, bereiten anspruchsvolle Hundebesitzer der "guten Gesellschaft" in einem Kochkurs frische Leberwurstpastete für ihren "Wauwau" vor.
    Angelika Toure

    Ich habe das Gefühl, dass alle gesellschaftlichen Institutionen von starken wechselseitigen Abhängigkeiten derart durchwebt sind, dass niemand mehr das Gesamtsystem steuern kann. Wir sind alle nur noch Gefangene dieses Systems. Diese Ohnmacht macht mich wütend.
    Martin Ander
    Marburg

    Ich finde ungerecht, dass Mütter für die Zeit, in der sie zur Erziehung ihrer Kinder zuhause bleiben, keine Rente bekommen.
    Peter Hetz
    Bubenreuth

    In unserem Sozialstaat kann jeder ein Dach über dem Kopf haben und braucht nicht verhungern. Unseren Werteverfall nennen wir "Ungerechtigkeit". Ein Hohn gegenüber allen Lebewesen auf dieser Welt, deren Rechte mit Füßen getreten werden.
    Andrea Dietzel
    Frankfurt/Main

    Am meisten ärgert es mich, dass sich Fleiß, Anstand und gutes Benehmen nicht mehr lohnen.
    Peter Dittert
    Kaufbeuren

    Ich halte es für ungerecht, dass sich nur noch die Besserverdienenten schöne und gesunde Zähne erlauben können.
    Joachim Götz

    Die einstmals hehren Ziele der Sozialen Marktwirtschaft sowie der Humanisierung der Arbeitswelt sind längst auf dem Altar des Götzen Profitmaximierung geopfert worden.
    Bernd Schulmeyer
    Kirchheim

    Ungerecht finde ich, dass junge Menschen, die jahrelang studiert und viel Kraft und Geld in ihre Ausbildung investiert haben, häufig schlecht bezahlte Praktikumsplätze angeboten bekommen statt vollwertige Arbeitsplätze.
    Doris Weber
    Oldenburg

    Es kamen große Ankündigungen von Rauchverboten. Inzwischen war die Zigarettenlobby derart tätig, dass das Ganze wirkungslos ist. Der Staat kassiert die Steuern, der Krankenkassen-Beitragszahler kommt für die Schäden auf.
    Rainer Paskarbeit
    Bad Oeynhausen

    Ungerecht ist es, dass Schwulen und Lesben in Deutschland die Ehe und das Adoptionsrecht verweigert werden. Damit gibt der Staat deutlich zu erkennen, wen er für Bürger 2. Klasse hält. Was nützt ein Gleichbehandlungsgesetz, wenn nicht gleich behandelt wird?
    Frank Hichert
    Köln

    Ungerecht ist, dass die Verschmutzung der Städte in den Randgebieten immer größer wird. Die Grünanlagen bleiben in den Randgebieten ungepflegt und werden als Müllhalden missbraucht. Vandalismus und Zerstörungswut greifen immer mehr um sich.
    Manfred Sauter
    Frankfurt

    Ganz besonders ärgert mich, dass Alleinerziehende schlechter versteuert werden, als Verheiratete!
    Dagmar Tornier

    Wir leben im "Turbo-Kapitalismus". Immer mehr, immer schneller, immer weiter. Auf der einen Seite das dicke Schnitzel essen wollen, auf der anderen soll das Schwein von dem das Schnitzel kommt noch leben...
    Rudi Marschall
    Süsel

    Um den PISA- Test endlich erfolgreicher zu bestehen, sollten Lehrer grundsätzlich nicht verbeamtet sein. Es muss die Möglichkeit geschaffen werden, sich von schlechten Lehrern zu trennen.
    Rolf Gilbert

    Wo bleibt das Geld? Statt es sinnvoll für den Schuldenabbau einzusetzen oder in die Zukunft (zum Beispiel den Bildungsbereich) zu investieren, behält der Staat auch weiterhin die Spendierhosen an.
    Helmut Filmer

    Als höchst ungerecht empfinde ich es, dass der Wähler nur sehr sporadisch auf politische Entscheidungen Einfluss nehmen kann. Mir würde es gefallen, wenn unsere Verfassung erheblich mehr direkte Demokratie zuließe.
    Norbert Fielers
    Herzlake

    Warum müssen wir in anderen Ländern Autobahngebühren zahlen, aber unsere sind für jeden frei befahrbar?
    Bianca Heine
    Salzgitter-Bad

    Firmen, die verschlafen haben, etwas rechtzeitig zu unternehmen, machen einen Ausverkauf. Und ist das noch nicht schlimm genug, werden auch noch unser Know-how und unsere Patente leichtfertig auf einem "Goldtablett" mitgeliefert.
    Jörg Kubin

    Als Mutter von zwei Töchtern im Alter von 11 und 14 Jahren ärgert es mich sehr, dass man fast überall für Kinder ab 12 oder 13 volle Eintrittspreise bezahlen muss. Das finde ich ungerecht.
    Heike Wollherr
    Potsdam

    Wir Deutschen vergleichen uns mit unseren Mitbürgern und prüfen, ob wir nicht etwa benachteiligt sind. Wie ein Kleinkind wenden wir uns an den "Vater" Staat und fordern Zuwendung. Kommt diese nicht im geforderten Umfang, ist der Staat ungerecht.
    Gunnar Bluhm
    Berlin

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