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4. November 2009, 23:00 Uhr
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SPD und Linke besiegeln Rot-Rot in Brandenburg

Grünes Licht für Rot-Rot in Brandenburg: Sowohl die SPD als auch die Linke stimmten auf Sonderparteitagen für eine gemeinsame Koalition im Potsdamer Landtag. Vor allem bei der SPD gab es aber reichlich Kritik der Basis. Vorbehalte gegen die "ehemaligen SED-Funktionäre" gibt es zuhauf.

Brandenburg, SPD, Rot-Rot, Linke, Sonderparteitag

"Es geht um Brandenburg": Ministerpräsident Platzeck, SPD, will es mit der Linken richten© Bernd Settnik/DPA

Die Rot-rote Koalition in Brandenburg ist beschlossene Sache. Zunächst stimmte die SPD für das Regierungsbündnis. Auf dem SPD-Sonderparteitag in Altlandsberg wurde der Koalitionsvertrag am Mittwochabend mit deutlicher Mehrheit angenommen. Der künftige Koalitionspartner folgte wenige Stunden später. Auch der Sonderparteitag der Linken votierte mit deutlicher Mehrheit für eine gemeinsame Regierung mit den Sozialdemokraten.

SPD-Landesparteichef Matthias Platzeck und der Chef der SPD-Bundestagsfraktion Frank-Walter Steinmeier mussten zuvor bei den 133 anwesenden Delegierten um Vertrauen für das Regierungsbündnis mit der Linkspartei werben. In Brandenburg würden die Uhren 20 Jahre nach dem Mauerfall nicht zurückgestellt, sagte Steinmeier - "es wird keine DDR-Nostalgie ausbrechen". Es sei mit dem Wechsel des Koalitionspartners weder ein Wahlversprechen gebrochen worden noch gehe die SPD mit Hurrageschrei in die Koalition mit der Linkspartei.

Basis vermisst innerparteiliche Diskussion

Platzeck begründete seinen Abschied vom bisherigen Koalitionspartner CDU, mit dem die SPD seit 1999 regiert hatte, mit dem inneren Zustand dieser Partei und der brüchigen Mehrheit im Landtag. Die märkische Union sei seit 20 Jahren in sich tief zerstritten. Hinzu komme, dass SPD und CDU eine nominelle Mehrheit von gerade einmal fünf Mandaten besäßen. Das sei nicht das Fundament für eine stabile Landesregierung, sagte Platzeck.

Die Aussprache auf dem SPD-Sonderparteitag wurde von deutlicher Kritik der Basis geprägt. Der Ex-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Ilte, zugleich ein märkisches SPD-Gründungsmitglied, sagte, jene Ex-SED-Mitglieder, die bis heute nichts dazugelernt hätten, machten noch immer den größten Teil der Mitglieder der Linkspartei aus. Der wichtigste Gründungsgrund der ostdeutschen SPD sei es gewesen, den Machtanspruch der SED zu brechen. Havelland-Landrat Burkhard Schröder warnte vor einem Linksruck der märkischen SPD. Andere SPD-Delegierte bemängelten, dass es keine innerparteiliche Debatte über das grundsätzliche Verhältnis zu den Linken gegeben habe.

Vor zehn Jahren hatte Platzeck auf dem Sonderparteitag in Ludwigsfelde mit seinem Werben für eine SPD-CDU-Koalition und einer Absage an die damalige PDS 145 von 150 Delegiertenstimmen hinter sich gebracht.

AFP
KOMMENTARE (10 von 14)
 
Oetker333 (06.11.2009, 16:23 Uhr)
Korrektur
mit Regierung mein ich natürlich die im Bund.
Bartsch und Gysi scheinen mir und nicht schienen mir als die Vernünftigsten
Oetker333 (06.11.2009, 16:21 Uhr)
Also bitte!!!
Man sollte hier nicht so tun als hätte die Linkspartei die gesellschaftliche Mehrheit hinter sich. Im Ranking der beliebtesten Politiker waren Gysi und Lafontaine noch hinter Ulla Schmidt! Es ist eher umgekehrt: Ohne die SPD wird die Linkspartei niemals an die Regierung kommen, denn der einzigster politisch möglicher Koalitionspartner ist die SPD. Und dass die neue Führungsspitze um Gabriel und Nahles (eine Parteilinke) nicht gleich automatisch auf die Linkspartei fixiert ist, ist ja auch klar. Eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ist in der SPD-Wählerschft noch nicht mehrheitsfähig. Aber sie weiß auch dass man die linke Option offen halten muss. Nur muss sich da die Linkspartei bewegen wenn sie überhaupt in ihrer Parteigeschichte mal an die Regierung kommen wollen. Dass da noch viel Arbeit vor ihnen liegt sieht man am Wahlprogramm der NRW-Linken, welches sogar von den eigenen Spitzenleuten (Bartsch und Gysi) kritisiert wird. Bartsch und Ramelow schienen mir als die pragmatischsten in der Partei, welche unbedingt von ihren radikalen, regierungsuntauglichen Positionen abrücken muss.
n8g8 (06.11.2009, 00:24 Uhr)
Herrjeehhh!!!!!!!!
Wie kann die Linke nur mit so Pseudos und Wahllügnern wie der kriegstreiberischen Hartz-IV-SPD paktieren, ich bin ehrlich entsetzt!!!
Prologo (05.11.2009, 23:52 Uhr)
Platzeck hats als einziger der SPD kapiert.
Platzeck versucht es mit den Linken.
Er ist der Vorreiter der neuen SPD.
Ohne die LINKE ist die SPD verloren.

Das müssen sich die Betonköpfe Gabriel und Nahles und Steinmeier und Münte endlich in den dämlichen Schädel schlagen!

Aber die sind zu dämlich dafür. Die haben den Knall immer noch nicht gehört.
Die sind nicht nur dämlich sondern auch taub.

Anders ist diese Sturheit an den Fehlern der SPD festzuhalten, nicht mehr zu begreifen.

Die SPD hat sich überflüßig gemacht.
Deren Stelle nimmt die LINKE ein.
Mit Recht.

MfG,
Tobi
n8g8 (05.11.2009, 21:50 Uhr)
@Prolog
Testen Sie weiter! Denn:
Es grenzt schon an gewillkürter Schizophrenie, wenn auf einem stern-Artikel basierende hierarchische Tatsachenschilderungen, insbesondere der Arbeitnehmereigenschaft von Ullrich zu einem FDPler und ein harmloses, nettes und sonnenblumig harmonisches Liedchen wie "Es grünt so grün wie spanische Blüten blühen!" Zensur nach sich ziehen, obwohl damit in keiner Weise Fälschung gerechtfertigt werden soll. Im Gegenteil!!!
Mein Fazit: Das kann eventuell an den schwarzen Streifen der Tigerente mit Moosbefall gelegen haben!
Prologo (05.11.2009, 20:24 Uhr)
test
test2
Prologo (05.11.2009, 19:08 Uhr)
@raptor-xl
Es ist schwer solche Artikel aus der Vergangenheit wieder zu finden.

Aber für ohne schreibe ich nicht ohen.

Und muhahahaha!!! Ist nicht meine Sprache.
Bei Pisa gibts das auch nicht, glaube ich.

MfG,
Tobi
raptor-xl (05.11.2009, 18:20 Uhr)
@Prologo
der spiegel - vor vielen jahren. also ich habe gegoogelt ohen ende. nix!!!

aber das kann man in wikipedia lesen:
"Während 1997 noch 98 % der Mitglieder der PDS bereits Mitglied in der SED oder ihrer Jugendorganisation FDJ waren, sank deren Anteil in der Partei Die Linke wegen der Fusion mit der WASG und dem altersbedingten Ausscheiden früherer Mitglieder..."

so, und jetzt zeigen sie mir mal, wie die cdu das toppen kann.... muhahahahahaha!!!!!!!!
Prologo (05.11.2009, 17:16 Uhr)
@raptor-xl
Den Komplettunsinn hat der Spiegel aufgezeigt. Allerdings schon vor mehreren Jahren.
Und dem Spiegel kann man noch glauben.
Der hat immerhin die wenigsten Artikel, die er zurücknehmen oder korrigieren muss, in Deutschland.

MfG,
Tobi
raptor-xl (05.11.2009, 16:58 Uhr)
@Prologo
bei der cdu sitzen mehr aus der ehemaligen sed als bei den linken? können sie mir diesen ausspruch beweisen oder wo haben sie diesen komplettunsinn her?
meine güte, was sich hier für ein halbwissen breitmacht! pisa hat recht!!!
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