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4. Dezember 2009, 13:29 Uhr

Ein Freudentag für ledige Väter

Der europäische Gerichtshof hat die Rechte von ledigen Vätern gestärkt. Das hatte stern.de-Redakteur Christoph Schäfer scharf kritisiert. Hans Peter Schütz las und wurde zornig - hier seine Replik.

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Kinder brauchen auch ihre Väter: Der Europäische Gerichtshof hat die Rechte von Vätern in Sorgerechtsangelegenheiten gestärkt© Heiko Wolfraum/DPA

Wo nur lebt der Kollege, der das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte über die Rechte von Vätern nichtehelicher Kinder als historische Fehlentscheidung bezeichnet hat? Offenbar noch im Kaiserreich, wo es allererste Frauenpflicht war, Soldaten für den Weltkrieg zu gebären. Wo die Väter gezwungen waren, diese Kinder mit Frauen großzuziehen, mit denen sie außer dem Geschlechtsakt nichts verband. Wo Ehen im Extremfall einem Gefängnis mit zwei Pritschen glichen, weil Scheidung als gesellschaftliches Versagen betrachtet wurde.

Verräterisch für den Geist, der das Urteil "Fehlentscheidung" hervor brachte, ist auch die abfällige Bemerkung, wie die Republik es wagen konnte, mit Kristina Köhler eine ledige, kinderlose Familienministerin zu berufen. Schlimmer noch: eine Frau, die sich für mehr Rechte gleichgeschlechtlicher Partnerschaft eingesetzt hat. Fehlte nur noch, dass die Kanzlerin für ihren Job ungeeignet ist, weil kinderlos. Und der Außenminister aus dem Amt gejagt gehörte, weil gleichgeschlechtlich liebend.

Nein, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs war längst überfällig und kein "Torpedo auf die Verlässlichkeit der Ehe". Zu begrüßen ist, dass die neue Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger sich unverzüglich daran machen will, das Urteil umzusetzen und per Gesetzentwurf die Rechte lediger Väter stärker zu berücksichtigen. Und wir stimmen vorbehaltlos der "Süddeutschen Zeitung" zu, die jubelte, dass für nichtehehliche Väter das Weihnachtsfest in diesem Jahr schon Anfang Dezember fällig sei.

Andere Lebenswirklichkeit

Das Leben unserer Gesellschaft läuft schon Jahrzehnte nicht mehr so, wie es die ultrakonservative kaiserliche Gesellschaft und das NS-Regime einst gewünscht und teilweise mit Menschenverachtung durchgesetzt haben. Gott sei Dank!

Der Trauschein ist nun einmal keine Ewigkeitsgarantie für eine Beziehung. Ehen zerbrechen, auch wenn am Tage der Hochzeit die Beteiligten auf Wolken schweben. Und keiner denkt daran, dass er damit vielleicht lediglich eine zeitlich befristete Zweckgemeinschaft entert, die übermorgen schon wieder wegkippen kann. Der Staat und seine Justiz haben die Pflicht, die Scherben einer zerbrochenen Ehe daher wenigstens so weit zu entschärfen, dass sie nicht noch den Rest des Lebens Schnittwunden bei den Betroffenen verursachen - vor allem bei den Kindern gescheiterter Ehen.

An die Kinder denken

Sie sind doch die Hauptopfer von Scheidungen. Oft genug materiell, aber auch seelisch. Etwa dann, wenn die Mutter sich an dem Mann, der sie verlassen hat, rächt, indem sie ihm jeden Umgang mit dem Kind verweigert. Das ist bis heute rechtlich möglich und hier muss ein neues Sorgrecht her, das diesen Missstand beseitigt. Es geht ja nicht nur darum, ob ein Kind seinen geschiedenen Vater noch ab und an umarmen darf. Es geht auch darum, dass diese Kinder, die im Rachefeldzug als Kampfobjekt herhalten müssen, oft genug um eine glückliche Kindheit und später auch um schulische Bildung gebracht werden. Es muss daher möglich sein, dass die Väter - auch gegen den Willen der Mutter - Zugang zum gemeinsamen Kind bekommen.

Es ist nicht verwunderlich, dass die Kritiker dieser Sachlage auch noch vor der so genannten "Herdprämie" der CSU andachtvoll in die Knie gehen. Dass sich alle Pädagogen einig sind, dass Kinder sozial benachteiligt werden, denen man den Krippenbesuch vorenthält, scheinen sie energisch zu verdrängen. Könnte es sein, dass sie gedanklich lieber ausrechnen, wie viele Kästen Bier man von 150 Euro Herdprämie kaufen könnte?

Ein Kommentar von Hans Peter Schütz
 
 
KOMMENTARE (10 von 44)
 
SinaSina (05.12.2009, 18:37 Uhr)
Ich frage mich, warum es manchen Menschen nur möglich ist, durch ihre ideologisch gefärbte Brille die Welt zu betrachten?
@ laketahoe

Ich frage mich, warum es manchen Menschen nur möglich ist, durch ihre ideologisch gefärbte Brille die Welt zu betrachten?
°
Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?
°
Hier einige Beispiele aus meinem Familien- Freundes- und Bekanntenkreis:
°
1.Beispiel
°
Kinder sind keine Computeranimationen, die man nach Gutdünken an- und abstellen kann. Kinder können Herzerwärmend lachen, doch genauso gut können sie quengeln ohne Ende, trotzig sein.
°
Vater muss am Kinderwochenende noch eine Präsentation für die Arbeit fertig machen, doch Kind hat 0 Lust, friedlich zu seinen Füßen zu spielen. Da wäre doch ein Besuch bei Oma sehr nett, Oma hast Du doch so lange nicht gesehen, Oma freut sich immer so auf Dich und ich kann in Ruhe meine Arbeit fertig machen. Kind bleibt 1 Stunde bei Oma, 2, schließlich wird es nach 5 Stunden abgeholt. Tschuldigung, hat etwas länger gedauert.
°
Nun schnell nach Hause zu Vater, wo Kind, von Oma müde bespielt, schnell einschläft.
°
Und die Mutter?
°
Nachdem Kind immer häufiger die Vaterwochenendes bei Oma (oder Tante, Freundin, Freunden) verbringt, reagiert sie stinksauer. So hat sie sich die Vaterwochenenden nicht vorgestellt!
°
Ihr Kind am Vaterwochenende oft bei 2, 3 oder mehr anderen Menschen. Auch wenn diese Menschen noch so nett sind, Kind wird dadurch belastet, unruhig. Und Mutter muss es in den folgenden Tagen richten.
°
Ich fand es vollkommen richtig, dass meine Schwiegertochter sauer war. Obwohl sie nur die Schwiegertochter war, nicht die Tochter. Auch ich hätte als Mutter nicht gewollt, dass mein Kind an den 2 Tagen eines Vaterwochenendes sehr viel Zeit bei Menschen verbringt, die ich vielleicht sogar noch nicht mal kenne.
°
Ich denke, wenn meine Generation so gut mit dem Computer umgehen könnte, wie Ihre Generation und Mütter das Verhalten ihrer Söhne nicht schönreden würden, dann könnten Ihnen hier tausende und abertausende von Omas und Opas meine Erfahrungen bestätigen.
°
Auch dieses ist eine Realität, aber eine, die Väteraufbruch sehr, sehr gerne totschweigt.
°
2. Beispiel
Mutter bekommt mit, ihr Kind verbringt Vaterwochenende im Vereinsheim, wo geraucht wird, laute Musik läuft, Fernsehübertragung Fußballspiel etc. etc.
Vater findet nichts dabei, Kind wird doch von allen gemocht, jeder schaukelt es auf den Knien, Kind hat doch die ganze Zeit Ansprache.
°
Ist die Mutter, die sich dagegen wehrt, in Ihren Augen jetzt auch die böse Hexe, die Kind nur dazu benutzt, Vater abzuzocken? Oder ist sie nicht vielmehr eine sehr verantwortungsvolle Frau, die sich schützend vor ihr Kind stellt?
°
3. Beispiel
Kind, klein, wird mit zu Partys genommen, wo es ja im Kinderwagen in einem anderen Raum stehen kann. Dort bekommt es immerhin keinen Rauch ab, naja, die Musik wird schon nicht so schlimm sein, Kinder haben ja einen gesunden Schlaf. Und dass Vater am Ende der Party einen in der Krone hat ? ist ja kein Problem, oder?
^
Mein Mann hat nach seinem Stammtischbesuch einem Vater das ca. 2 jährige Kind abgenommen, als dieser mehr als angeheitert versuchte, seinen Schlüssel in die Autotür zu bekommen. Die herbeigerufene Mutter war entsetzt. Berechtigt oder in Ihren Augen unberechtigt?
°
4. Beispiel
Kind, 3 Jahre, schläft nach Vaterwochenenden urruhig, träumt schlecht, will dauernd zu Mama ins Bett. Es stellt sich heraus, Vater war mit Kind in Harry Potter, ist doch schließlich ein Kinderfilm. Mutter bittet Vater daraufhin, doch mit ihr abzusprechen, in welche Filme er mit Kind geht, Vater fühlt sich daraufhin gegängelt, der schönste Streit ist zugange.
°
5. Beispiel
Es ist oft anstrengend, mit Kindern zu lernen, weil man als Eltern / Großeltern nicht die Distanz eines Nachhilfelehrers hat. Vater soll am Wochenende mit Kind lernen? Wo er doch nur die wenigen Stunden mit dem Kind hat? Da möchte er lieber etwas Schönes mit dem Kind machen. Kind bekommt ein eigenartiges Bild der Welt: Bei Mama passieren so viel unangenehme Dinge, Hausaufgaben z.B. Bei Papa hingegen ist Wohlfühlprogramm angesagt.
°
Genau deshalb schrieb ich: Dieses Gesetzt (und viele andere die Scheidung betreffenden Gesetzte) dienen nicht dem Wohl der Kinder, sondern dienen einzig und alleine der Bedürfnisbefriedigung der Eltern.
°
Ihr zerrt heute Eure Kinder hin und her, nennt es verschleiernd Patchworkfamilien und tarnt damit nur Euren Egoismus, der da heißt: Mein Wohl über alles. Meine Selbstverwirklichung duldet es nicht, mich mit einer schwierigen Partnersituation auseinanderzusetzen..
°
Und wenn Ihr von anderen Menschen gesagt bekommt, Ihr tut damit Euren Kindern absolut keinen Gefallen, dann werden diese Menschen halt als konservativ, rückständig von vorgestern abqualifiziert.
botoxia (05.12.2009, 12:54 Uhr)
Wollen Männer eigentlich Kinder?
Meine Meinung: Nur Männer, die tatsächlich auch heiraten wollen, wollen aus eigenem Wunsch heraus Kinder haben. Meist verbinden diese in unserer heutigen Zeit als konservativ verunglimpften Männer Kinder mit Ehe und zu übernehmender Verantwortung. All die ledigen Väter sind größtenteils plötzlich und ungewollt vor die Tatsache gestellt worden, dass Frau schwanger ist. Zufällig, Sorry. Der Wunsch nach diesem Kind hat nicht bestanden, jedenfalls nicht beim Mann. Ich glaube, der Großteil der ledigen Väter kann auf dieses Gesetz verzichten, da eh nicht interessiert an wirklicher Mitwirkung. Ich weiß, ich habe kein schönes Bild gezeichnet, aber ich kenne zu viele getrennte Väter, denen jedes zweite Wochenende ein entnervtes - Ich kann leider nicht, hab das Kind - über die Lippen kommt. Mal hier und da, aber bitte passend zur eigenen Planung das Kind haben, das würden sie gerne, aber regelrecht das Sorgerecht einklagen, auf die Idee käme keiner. Zuviel Stress.
laketahoe (05.12.2009, 12:50 Uhr)
Schlusspunkt
@dreicon

Nach diesem Beitrag können Sie mich gerne weiter mit Ihren rein ideologisch gefärbten Posts in eigener und fremder Sache verfolgen. Ich sehe keinen Sinn darin, mit Ihnen oder SinaSina in Diskussionen zu gehen, da sie einer ganz klaren Argumentation nicht folgen wollen oder können.

Hören Sie doch bitte mit dem Geschwurbel über Frauen und Männer und deren Bindung und Obsorge für Kinder auf.

Hier geht es darum, was für die Kinder das Beste ist. Und das ist eine geteilte Erziehung und Obsorge durch beide Eltern. Und Gesetze, die diesen Zustand begünstigen, vorschreiben und notfalls auch erzwingen. Darüber hat Straßburg völlig richtig entschieden.

Und aus der Alimentationspflicht für eigene KInder, so wie Sie das selbst für Ihre Begriffe, noch verwirrter anmerken, konnte man sich vor und wird man sich als Mann nach dem Entscheid aus Straßburg nicht stehlen können.

So, nun aber gut!
dreicon (05.12.2009, 11:18 Uhr)
laketahoe (05.12.2009, 09:21 Uhr) - Es ist gefährlich,
anderen Nichtverständnis zu unterstellen, gerade dann, wenn man augenscheinlich selbst nicht verstanden han. SinaSina hat gewiß nicht die Sinnhaftigkeit von Kitas infrage gestellt. Vielmehr hat sie die Unterschiedliche Wahrnehmung von Müttern und Vätern herausgearbeitet, wenn es um echte Sorge um ihre Kinder geht.

Und ich behaupte nach wie vor, daß die Mehrzahl der nicht im Familienverbund mit ihren Kindern stehenden Väter ihren Kindern dankbar vorenthalten werden.

Es wäre wirklich erbaulich, gäbe es irgendwann mal eine statistische Erhebung, wie viele der jetzt mit neuen Rechten ausgestatteten Väter davon wirklich Gebrauch machen, und wie viele diese nur dazu verwenden, sich aus der Alimentationsverpflichung verabschieden zu wollen.
dreicon (05.12.2009, 11:07 Uhr)
laketahoe (04.12.2009, 19:13 Uhr Wer macht sich lächerlich?
Derjenige, der anerkennt wie die Realität nun mal ist, oder diejenige, die sich opportunistisch scheinbar nur eine "verbitterte, feindseelige Mutter" vorstellen kann?

Wenn der in diesem Falle so toll ausgleichende, optimistische Vater doch so von Verantwortungsgefühl strotzt, warum nimmt er den Nachwuchs dann nicht ganz zu sich. Die verbitterte, feinseelige Mutter wird es ihm bestimmt danken!
Guenther100 (05.12.2009, 10:19 Uhr)
@ IT Abteilung beim Stern
Wie wäre es, wenn sie im Jahre 2009 Ihrem Arbeitgeber und seine Kunden (also dem Stern und uns, seine Lesern) endlich ein CMS basteln würden, dass nicht davon ausgeht, dass alle, die hier Kommentare schreiben, mit Windows als Betriebssystem unterwegs sind?
? Das Zeichen am Beginn der Zeile ist ein öffnendes Anführungszeichen und kein Fragezeichen, es wird nur durch Ihr CMS zu einem gemacht. Leider.
Guenther100 (05.12.2009, 10:14 Uhr)
@watschdog39
Was mich an Ihrem Kommentar zum Kommentar stört, ist die rassistische Unterstellung, alle Einwanderer würden die gleichen Werte teilen ausnutzen, ?was sie bekommen können?.
laketahoe (05.12.2009, 09:21 Uhr)
@SinaSina 08:14 Uhr
Also entweder haben Sie das Urteil und dessen Grundlage nicht verstanden .... oder Sie denken gerne um die Ecke und verfransen sich dann naturgemäß.

Hunderttausende Kinder in Deutschland sind bereits von Scheidungen und Trennungen der Eltern betroffen und erleben in ihrem Alltag, dass ihnen der Vater vorenthalten wird. Und zwar von den Müttern und den Gerichten.

Also musste man handeln. Spät aber doch. Anderswo in Europa und darüber hinaus gelten längst Gesetze, nach denen beide Elternteile das Sorgerecht für das Kind erhalten. Und das unabhängig davon, ob die Kinder nun während einer Ehe oder außerehelich zur Welt kamen.

Kinder sind KInder mit ganz normalen Bedürfnissen. Und dazu gehört das Bedürfnis, seinen Vater so oft sehen zu können, wie die Mutter oder ganz bei ihm zu leben oder teilweise bei ihm zu leben.

Im Interesse des Kindeswohles sollte jede Form möglich gemacht werden. Und sei es, dass man uneinsichtige Mütter oder Väter durch Unterstützung ihrer Erziehung dabei hilft oder wenn nötig durch Gesetze dazu zwingt, sich hier endlich so zu verhalten, wie es für das Kind gut ist.

Diese Kita Replik in ihrem Post wundert mich ganz besonders. Das weiss doch nun wirklich jeder heutzutage, dass Kinder Sozialkontakte mit ihresgleichen lieben und in aller Regel gerne in den Kindergarten gehen. Das ist allemal spannender, lustiger, der geistigen und sozialen Entwicklung förderlicher, als mit Mutti im eigenen Saft zu kochen....

Mit ihrem Beitrag wollen Sie Stimmung dafür machen, dass Mütter immer das Richtige tun, wenn man ihnen nur Sicherheit bietet und jedes Kind dieser Mütter den Himmel auf Erden hat, so lange nur alles beim Alten geblieben wäre, so um 1960 herum......

SinaSina (05.12.2009, 08:14 Uhr)
Diese Gesetze dient nicht den Kindern, sondern einzig der Bedürfnissbefiedigung der Eltern.
Vor kurzem sagte meine Schwiegertochter, mittlerweile selbst Oma °Erinnerst Du Dich noch an unsere Diskussion über Emanzipationsbewegung und was Du damals dazu sagtest? °
°
Ja, ich erinnere mich gut, auch an die empörten Aufschreie von Schwiegertochter und ihren Freundinnen, als ich die Meinung vertrat, die Emanzipationsbewegung habe die Belange von Müttern völlig außer acht gelassen.°
°
Diese Meinung vertrete ich auch heute noch. Gleichberechtigte Partnerschaften lassen sich so lange wunderbar leben, solange keine Kinder dazu gehören. In kinderlosen Partnerschaften oder Ehen stellt sich die Frage nicht, wer wann wie arbeitet, wer wann die Kinder versorgen soll, wer wann wie Karriere macht. In einer kinderlosen Beziehung leben letztendlich zwei völlig voneinander unabhängige Menschen, die ihre eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund stellen können und bestenfalls die Bedürfnisse des Partners respektieren.
°
Sobald aber Kinder zu einer Beziehung gehören, verändert sich die Ausgangssituation. Die eigenen Bedürfnisse können nicht mehr in den Vordergrund gestellt werden, gilt es doch nun, den Bedürfnissen der Kinder Rechnung zu tragen. Und dieses schafft, ob man will oder nicht, Abhängigkeiten.
°
Hinzu kommt die biologische Aspekte, die meiner Meinung nach immer mehr außer Acht gelassen werden.
°
Wie viele junge Frauen habe ich erlebt, die vor der Geburt ihres Kindes verkündeten, sogleich nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gehen zu wollen. Dann war das Kind da und die Frau, nun zur Mutter geworden, konnte sich kaum vorstellen, ihr Kind 4 oder 8 Stunden in fremde Hände zu geben. Selbst die Vorstellung, Kind bei der Oma zu lassen, fiel vielen Müttern schwer.
°
Wie viel Mütter habe ich erlebt, die sich fragten °Was ist, wenn die Kinderpflegerin in der Krippe mein Kind fallen lässt, mir aber nichts sagt? Was ist, wenn mein Kind dort weinend liegt und es schreien gelassen wird, weil Kinderkrippen notorisch unterbesetzt sind?
°
Warum fragen sich Mütter so oft solche Dinge, während viele Väter da doch erheblich cooler reagieren? Ich bin davon überzeugt, hier spielt die Biologie eine große Rolle. Eine größere, als die moderne Gesellschaft wahrhaben will.
°
Heute soll eine Mutter freudestrahlend ihr Kind in der Kita abgeben, danach 4, 8 Stunden engagiert arbeiten, flexibel sein, auch die Bereitschaft haben, über die Arbeitszeit hinaus oder am Wochenende zu arbeiten. Nach ihrer Arbeit soll sie ebenso freudestrahlend und pünktlich ihr Kind abholen, denn Kitas richten sich nicht nach den Arbeitszeiten der Eltern. Zuhause angekommen, meldet das Kind seine Bedürfnisse, die man nicht wie ein angelesenes Buch auf dem Tisch deponieren kann. Und wenn das Kind des Nachts schreit, weil krank oder auch einfach so, dann muss Mutter oder Vater bereit stehen ?. und kein Arbeitgeber wird deshalb verminderte Leistung akzeptieren.
°
Auch Frauen wie Frau von der Leyen taugen hier wenig als Leitbild, denn welche normale Familie kann sich selbst bei zwei Gehältern Haushaltshilfe, Kindermädchen und Putzfrau leisten?
°
Und was haben meine Ausführungen mit dem neuen Gesetzt mit nichtehelichen Väter zutun?
°
Es mag sie geben, die Väter, die dieselben Leistungen hinsichtlich ihrer Kinder erbringen, wie Mütter. Begegnet sind sie mir bisher nicht. Wohl aber Väter, die alle 14 Tage den Superpapi gaben, der erlaubte, was er im Alltag nie erlaubt hätte, weil er dann die Konsequenzen hätten tragen müssen. So aber konnte das Kind vom Vater wieder bei der Mutter abgegeben werden, die dann sehen konnte, wie sie mit der Situation umgeht. Auch ist es leicht, alle 14 Tage für ein Kind rundum da zu sein, Bedürfnisse zu wecken, die keiner Alltagssituation standhalten, denn im Alltag ist Vater auch nach der Arbeit müde und möchte seine Ruhe. Dieses gilt gleichermaßen für ehemals eheliche Väter wie auch für nichteheliche Väter, denn keinem Kind ist damit gedient.
^
Für mich dienen diese Gesetze nicht den Kindern, sondern einzig der Bedürfnissbefiedigung der Eltern.
Watschdog39 (05.12.2009, 07:03 Uhr)
Was mich an dem ganzen
Kommentar des Herrn Schütz stört ist diese an den Haaren herbeigezogene Argumentation.
In Bezug auf EHE die Kaiserzeit und die NS-Zeit als negative Beispiele aufzuführen ist einfach nur dumm und populistisch.
Ehen werden schon seit einigen tausend Jahren geführt. Eine Familie (Vater, Mutter und Kinder) bilden die kleinste Zelle eines Staates. Wer diese zerstört, richtet auch den Staat zu Grunde. Dieses Hochjubeln von Alleinerziehenden, Kindern ohne BEIDE Elternteile, stilisieren des Vaters als sozialen Versager, Wochenend Clown, Vergewaltiger usw. ist doch gewollt um unseren Staat und seine ursprüngliche Gesellschaft wurzellos und leichter kontrollierbar zu machen.
Es gibt in Deutschland z.B. KEINE Immigranten Gruppierung, die dieses als Errungenschaft übernimmt. Diese Gruppierungen leben in Familienverbänden, halten in diesen auch zusammen. Klar, sie nutzen aus, was sie bekommen können; aber deutsche Frauen sind letzten Endes nicht wert in diese Verbände aufgenommen zu werden.
Und wer hier der Meinung ist, die Kinder der lieben alleinerziehenden Mütter seien als KINDER gewollt, der tut mir doch nur leid. Zwei oder drei Kinder reichen doch für ein bequemes Leben, notfalls wird nachproduziert. Natürlich jedes Kind von einem anderen Vater; damit das Unterhaltsrisiko breit gestreut ist.
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