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9. Juni 2010, 12:23 Uhr

Auch Unions-Politiker wollen Top-Verdiener belasten

Immer mehr Unions-Politiker melden sich zu Wort, weil auch sie das 80-Milliarden-Sparpaket ungerecht finden. Bundestagspräsident Lammert fordert jetzt, dass Spitzenverdiener einen Beitrag stemmen sollen.

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Norbert Lammert (r.) wünscht sich einen Beitrag der Wohlhabenden© Rainer Jensen/DPA

In der Union mehren sich die Stimmen, die eine soziale Schieflage des 80-Milliarden-Sparpakets beklagen. Nach CDU-Sozialpolitikern machen sich nun auch Bundestagspräsident Norbert Lammert und der CDU-Wirtschaftsflügel dafür stark, Top-Verdiener zu belasten. "Als Signal für die Notwendigkeit einer breiten, gemeinsamen Anstrengung in unserer Gesellschaft hätte ich mir gewünscht, dass auch die Spitzeneinkünfte einen besonderen Beitrag zu leisten haben", sagte CDU-Politiker Lammert der "Rheinischen Post".

CDU-Wirtschaftsrat: Spitzensteuer anheben

Die Vorschläge der Koalition seien notwendig und insgesamt gut dosiert, träfen aber viele Bezieher mittlerer und kleiner Einkommen und Hartz-IV-Leistungen, sagte Lammert. "Insofern sollten wir auch den Glücklichen in der Gesellschaft, die über ein besonders hohes Einkommen verfügen, einen zusätzlichen Beitrag abverlangen."

Der Präsident des CDU-Wirtschaftsrates, Kurt Lauk, zeigte sich bereit, den Spitzensteuersatz unter bestimmten Bedingungen um zwei bis drei Prozentpunkte anzuheben. Derzeit liegt der Satz bei 45 Prozent. Der halbierte Mehrwertsteuersatz solle mit Ausnahme der Grundnahrungsmittel abgeschafft werden. Die FDP habe sich bei der Frage nach Steuererhöhungen "verrannt", sagte er der ARD.

Entlastungen noch nicht vom Tisch

Die Koalition hat Steuerentlastungen für Normalverdiener trotz des Sparpakets noch nicht zu den Akten gelegt. Es sei weiter ein gemeinsames Anliegen der Koalitionspartner, den Tarifverlauf für "normale" Einkommen abzuflachen, hieß es in Regierungskreisen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte dieses Vorhaben wegen des Spardrucks zurückgestellt.

Bis 2014 sind Einschnitte von fast 82 Milliarden Euro geplant, vor allem bei Arbeitslosen, Eltern, im öffentlichen Dienst und bei der Bundeswehr, aber auch der Wirtschaft. Grünen-Chefin Claudia Roth warf der Regierungskoalition in der "Augsburger Allgemeinen" vor, den sozialen Frieden zu gefährden.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 26)
 
tatanuna (10.06.2010, 03:20 Uhr)
Topverdiener müssen zur Genesung
der Finanzen herangezogen werden.Frau Merkel zeigen sie einmal Charakter und Stärke und befreien sie sich aus dem Würgegriff von Westerwelle. Sie können diese dämliche Liebesheirat platzen lassen.Die SPD steht sicherlich zur Verfügung. Der Abartige aus Bonn ,(nicht seine sexuelle Neigung) sondern seine wirre Gedankenwelt, muß schnell und hart auf dem Boden der Realität landen.Wenn sie Frau Kanzlerin, weiter auf ihrem Stuhl kleben, ohne endlich zu regieren, schleichen etliche CDU-MB`s mit Acetonflaschen um ihren Stuhl, um den Kleber zu entfernen.Sie haben die schlechtesten CDU-Wahlergebnisse zu verantworten und diese Volkspartei zerstört. Auch ich werde in Zukunft nie mehr CDU wählen.trennen sie sich schnellsten von der Lobbyisten-FDP, bevor sie selbst in den Abgrund segeln.
immerNett (10.06.2010, 01:59 Uhr)
@Prologo
Das Mövenpick-Bübchen Lindner war an Peinlichkeit in Hart aber fair nicht mehr zu überbieten. Allein an dieser Personalie zeigt sich das Elend der Mövenpick-Partei: Ein gesscheiterter Unternehmer masst sich an zu beurteilen was gut oder schlecht für die Republik ist. Ich lach mich schlapp. Auf der anderen Seite: Weiter so Guido unfd Bübchen Lindnde, der Weg zu 1% Mikropartei ist nicht mehr zu stoppen...:-)
n8g8 (09.06.2010, 23:13 Uhr)
@Prolog: Schon gelesen?
Haben Sie schon den Artikel zur Dampferfahrt der Seeheimer Spargel-Spitzen gelesen?
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699690,00.html
Vielleicht wird verständlicher, warum sich Sozialdemokraten auch im dritten Wahlgang so schwer tun, ausgerechnet Gauck zu wählen.
Solidarische Grüße &
Auf Wiederlesen!!!
n8g8 (09.06.2010, 22:52 Uhr)
@Prolog:
Danke, unterirdisch. Nu isser weg, gut so. ;-)
Wegen der Unterschlagung bzw. Nichterwähnung von Die Linke.:
Seitdem das Hornissen-Spaßpaket rechtzeitig zur WM verabschiedet worden ist, vermitteln die Medien den Eindruck, die Opposition besteht nur aus SPD und Grüne. Die Linke. wird fast immer in den Artikeln unterschlagen, nicht erwähnt oder die Berichterstattung erschöpft sich in einem Gysi-Zitat in der Länge von ca. zehn Worten.
Dieses flächendeckend mediale Vorgehen kann den Eindruck vermitteln, dass Zeitungen der Merkel-Guido-Tinen-Regierung äußerst dankbar sein müssen, dass ihnen der reduzierte Merkelsteuersatz belassen worden ist.
Schon zynisch: Obwohl ihnen das Geld für ne Zeitung ausgerechnet wegen der Heizkosten kaum mehr reichen wird, finanzieren die Armen die obrigkeitshörige Journaille mit, die ihre parlamentarischen Vertreter aus der öffentlichen Meinungsbildung offensichtlich, offenlesbar und offenhörbar ausklammert.
Damit werden die Armen im wörtlichen Sinne verheizt!
Das Spaßpaket hat sich für die Merkel genau so medienhypemäßig ausgezahlt wie für die rosane Seeheimer- und die grüne Pseudo-Pazifisten-Partei.
Die Konsenssosse soll medial über das eklatante Auseinanderklaffen der sozialen Schere des korrupten und ferngesteuerten Berliner Vier-Parteien-Systems hinwegtäuschen.
Warten wir noch ab, wenn die Bürger das nächste Mal einen Blick in ihren Geldbeutel werfen. Vielleicht werden diese Blinden noch sehend?
Ich denke nicht. B-)
Prologo (09.06.2010, 21:38 Uhr)
n8g8, Hart aber herzlich, zu Ihrem Kommentar, aber....

.....in Anbetracht dessen, was Merkel und Westi gerade abgeben, passt das zu Kakao, oder?

Stern.de hat heute bei seinem 5% FDP Artikel gleich mal die %te der LINKEN (12) unterschlagen, um das zu korrigieren brauchteAdmin mal drei Stunden,...

....beim Löschen sind sie da schneller!!

Zum Trost, Merkels Tage sind gezählt, denn wenn sich der CDU Wirschaftsboss Merkel kritiseren traut, dann ist Merkel zu weit gegangen, oder?

Merkel wird jetzt zur Gefahr der CDU/CSU, deshalb kommt jetzt der Aufstand aus der eigenen Partei noch dazu. Die sehen unter Merkel ihre Pfünde davon schwimmen, deshalb kommen sie jetzt aus ihren Löchern raus.

Nur die LINKE hat das noch nicht begriffen, und das ist eine Katastrophe für diese Anfänger.

MfG,
T.
n8g8 (09.06.2010, 21:23 Uhr)
Korrektur und Löschungsantrag
""Nie soll man so tief sinken, den Kakao, durch den man gezogen wird, auch noch zu trinken. " stammt von Emil Erich Kästner.
@Admins: Bitte löscht meinen (abgesehen von dem Zitat) unqualifizierten Beitrag von eben. Ist auf Westerwelle-Niveau. Herzlichen Dank!!!
jps-mm (09.06.2010, 19:50 Uhr)
Es geht laengst um die Merkel selbst
Das Traumpaar Merkel/Westerwelle fand leicht zusammen, weil gleich und gleich sich gern gesellt. Doch ihre Seelenverwandtschaft beruht vor allem auf einem ähnlichen Grad der Bindungslosigkeit, der eine Beziehung im Grunde sinnlos macht. Übergangslos brach ein schwarz-gelber Rosenkrieg aus, der nach wenigen Monaten auch die zu hilflosen Geiseln gemacht hat, denen Besseres zuzutrauen ist. Die Hauptakteure unter der farbenblinden Chefin sind gefangen in einer Umklammerung, in der man sich mit umso mehr Wucht wehzutun bereit ist, als man ihr nicht entfliehen kann. Da kann man allen nur in Bälde wünschen, worauf ihr Drama unausweichlich zutreibt. Ein Ende, den Bruch. Befreiung. Neuwahlen.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/schwarz-gelb-ein-zerrspiegel/1855196.html
Benkku (09.06.2010, 18:36 Uhr)
Schon wieder vergeigt.
Merkels Horror-Bilanz:

Bankengarantie; Deregulierung des Finanzmarktes; Aushebelung des EU-Verbots, marode Staaten zu stützen; Folge: Destabilisierung des Euro trotz Hunderte Milliarden-Transfer. Vorallem die Schuldlosen sollen für den Schaden aufkommen.

Weshalb läßt sie sich bei Kürzungen ausgerechnet von Westerwelles Ungerechtigkeitsempfinden leiten, wenn sich einen Tag später Politiker aus den eigenen Reihen melden, die das Kürzungspaket für sozial total ungerecht halten?

Wozu brauchen wir einen Kanzler, der dem Volk Schaden auf Schaden zufügt, durch dickfälliges Verschleppen von Finanzaktionen, durch Kadaverhörigkeit gegenüber den Strippenziehern des Großkapitals? Wozu brauchen wir einen Kanzler, der es zuläßt, daß Lobbyisten sich ihre Gesetze selber machen?

Die gut besoldete Dame - ohne jegliche persönliche Haftung - mit hohen Pensionsansprüchen ist in der Sache eine Fehlbesetzung. Ihr fehlt die nötige Fachkompetenz, um Entscheidungen zu treffen, in denen es um den Bestand von Milliarden des Volksvermögens geht.

Ihre aus der DDR-Zeit importierte Hörigkeit verträgt sich nicht mit dem Dauerdruck, den die Finanzmaffia auf Posten wie den ihren ausübt, bei denen es um Milliarden-Abzockerei geht.
demokrat030 (09.06.2010, 17:11 Uhr)
Topverdiener CDU
Das Vertrauen in die Politiker wächst, selten so gelacht.
nightmare_online (09.06.2010, 17:02 Uhr)
@tannebaum
ich frage mich ohnehin, warum die Grenze, wo der Spitzensteuersatz beginnt, nicht genauso dynamisch ist, wie das Existenzminimum. Wenn ich mich recht erinnere, lag der vor 20 Jahren bei 120.000 DM / 240.000 DM. Seitdem haben wir kumuliert sicherlich 40% Inflation.
Entsprechend beginnt der Spitzensteuersatz heute in der Mittelschicht. Das ist doch ein Witz!
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