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Steinbrück-Nominierung mit positivem Effekt

Der etwas ruckelige Start der Kanzlerkandidatur von Peer Steinbrück schadet der SPD nicht - im Gegenteil, wie eine neue Umfrage zeigt.

  Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sorgt bei der SPD für einen Aufwärtstrend bei Wahlergebnissen

Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sorgt bei der SPD für einen Aufwärtstrend bei Wahlergebnissen

Der SPD scheint die Debatte um die Nebeneinkünfte ihres Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück nicht zu schaden: In der wöchentlichen Forsa-Umfrage für den "Stern" und den Sender RTL erreicht die Partei erstmals seit November 2006 wieder die 30-Prozent-Marke. Auch für den Kandidaten selbst verbesserten sich die Werte noch einmal, wie der #link;http://www.stern.de/politik/deutschland/stern-rtl-wahltrend-90295407t.html;"stern-RTL-Wahltrend" ergab.

Für die Wunschkoalition mit den Grünen (12 Prozent) würde es für die SPD weiterhin nicht erreichen. Rot-Grün kommt auf 42 Prozent. Schwarz-Gelb liegt bei zusammen 40 Prozent, wobei die FDP mit vier Prozent den Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag verpassen würde.

Auch Steinbrück selbst gewinnt an Zustimmung. 35 Prozent der Bundesbürger wünschen ihn sich als Kanzler, das ist ein Prozentpunkt mehr als zuvor. Damit liegt er elf Prozentpunkte hinter Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die auf 46 Prozent Zustimmung kommt.

Viele Deutsche bezweifeln Unterstützung für Steinbrück

"Steinbrück bündelt die Kräfte. Und er mobilisiert Nichtwähler", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner im "Stern". Ihr Anteil sei von 32 auf 28 Prozent gesunken. Die Linke rutscht in der Umfrage von acht auf sieben, die Piraten von sieben auf sechs Prozent.

Laut einer weiteren Umfrage des "Stern" glaubt knapp die Hälfte (47 Prozent) der Deutschen nicht, dass Steinbrück die volle Unterstützung seiner Partei hat. Unter den SPD-Wählern glauben 56 Prozent an den bedingungslosen Rückhalt für Steinbrück.

Im Streit um Steinbrücks Honorare hatte die SPD zuletzt den Spieß umgedreht - sie fordert nun von Union und FDP, bei einer transparenteren Veröffentlichung von Nebeneinkünften mitzumachen. Der frühere Bundesfinanzminister Steinbrück hat wegen seiner Vorträge als Bundestagsabgeordneter die höchsten Nebeneinkünfte. In der Summe werde aber bei Union und FDP am meisten hinzuverdient, betont die SPD. Sie will eine Regelung durchsetzen, wonach alle Nebeneinkünfte centgenau angegeben werden müssen.

jat/AFP/DPA/DPA

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