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Steinbrück trennt sich von Sprecher Donnermeyer

Pleiten, Pech, Pannen: Der Wahlkampf von Peer Steinbrück glich einem Desaster. Jetzt hat der SPD-Kanzlerkandidat einen Schuldigen ausgemacht: Er trennt sich von seinem Sprecher Michael Donnermeyer.

  Muss seinen Hut nehmen: Steinbrücks-Sprecher und Wahlkampfmanager Michael Donnermeyer

Muss seinen Hut nehmen: Steinbrücks-Sprecher und Wahlkampfmanager Michael Donnermeyer

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat sich von seinem Sprecher Michael Donnermeyer getrennt. Ein entsprechender Bericht von "Spiegel Online" wurde am Montag aus Parteikreisen bestätigt. Mit Donnermeyer habe es "nicht funktioniert" hieß es.

Seit Monaten gab es immer wieder Unmut in der Partei über Pannen in der Kampagne Steinbrücks, die zum Teil auch Donnermeyer angelastet wurden. Etwa die Aussage Steinbrücks in einem Interview, dass eine Kanzlerin oder ein Kanzler zu wenig verdiene - gemessen an der Leistung, die sie oder er erbringen muss.

Nach einem "Bild"-Bericht folgt auf Donnermeyer der frühere "Bild"-Journalist Rolf Kleine.

Letzte Mitglieder des Kompetenzteams vorgestellt

Die Nachricht über die Trennung überlagerte am Vormittag auch die Vorstellung der letzten drei Mitarbeiter von Steinbrücks-Kompetenzteam. Die Investmentbankerin und frühere saarländische Finanzministerin Christiane Krajewski übernimmt das Thema Wirtschaft. Für die Entwicklungspolitik soll Cornelia Füllkrug-Weitzel zuständig sein, die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt. Für die Kulturpolitik holte Steinbrück Oliver Scheytt in sein Team. Der 55-Jährige ist Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH, die das Ruhrgebiet 2010 mit Essen als Europäische Kulturhauptstadt präsentiert hatte.

Die Felder Außenpolitik und Finanzen ließ Steinbrück unbesetzt. Dieser Themen will er sich als Kanzlerkandidat selbst annehmen.

kng/DPA/Reuters/DPA/Reuters

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