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8. Oktober 2007, 12:24 Uhr

Müntefering schließt Rücktritt aus

Der innerparteiliche SPD-Streit über die Reform der Agenda 2010 ist schon soweit gediehen, dass über einen Rücktritt von Arbeitsminister und Vizekanzler Franz Müntefering gemunkelt wurde. Doch der lässt jetzt ausrichten, derartige Spekulationen seien "mehr als müßig".

Franz Müntefering hält an seinem Ministerstuhl fest© Markus Schreiber/AP

Bundesarbeitsminister Franz Müntefering hat Spekulationen zurückweisen lassen, er könnte im SPD-Streit über eine längere Zahldauer des Arbeitslosengeldes I von seinem Ministeramt zurücktreten. Derartige Spekulationen seien "mehr als müßig", sagte sein Sprecher Stefan Giffeler in Berlin. Müntefering stehe "ganz fest in seinen Funktionen". Dies sei aktuell so, und das werde auch in Zukunft so bleiben. Müntefering werde unabhängig vom Ausgang des SPD-Parteitages in seinem Amt bleiben.

Müntefering hatte sich gegen den Vorstoß von SPD-Chef Kurt Beck gestellt, das Arbeitslosengeld I für über 50-Jährige auf bis zu 24 Monate auszuweiten. Der SPD-Parteitag Ende Oktober in Hamburg soll darüber abstimmen. Es wird mit einer großen Mehrheit für Becks Initiative gerechnet.

Im Streit um den SPD-Kurs wurde und wird über mögliche personelle Konsequenzen spekuliert: "Wenn er gehen will, muss er gehen", sagte ein Regierungsmitglied der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Dann müsse Parteichef Beck nach Berlin kommen und das Amt des Vizekanzlers übernehmen. Auch Münteferings eigener Landesverband steht nicht mehr hinter dem Vizekanzler. NRW-Parteichefin Hannelore Kraft schweigt seit Beginn des Müntefering-Beck-Streits. Kaum jemand in der SPD glaubt, dass der Vizekanzler mit seiner Haltung zu Hartz IV auf dem SPD-Parteitag Ende Oktober gegen Parteichef Kurt Beck mehrheitsfähig sein kann.

Merkel will sich vorerst raushalten

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich in den Streit vorerst nicht einschalten. Die Diskussion über das Arbeitslosengeld I sei Sache der Parteien, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg. Eine Änderung beim Arbeitslosengeld I sei derzeit nicht Gegenstand des Regierungshandelns.

Steg ging aber davon aus, dass die Kanzlerin nach ihrer Rückkehr von ihrer Afrika-Reise am frühen Montagmorgen noch im Laufe des Tages auch wegen der anstehenden Termine ein Gespräch mit Müntefering suchen werde. Der Minister plant für Donnerstag zur Arbeitsmarktpolitik eine Regierungserklärung im Bundestag.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 10)
 
ganzbaf (09.10.2007, 21:08 Uhr)
Münteschrecke soll sich vom Acker machen
...und seine Seeheimer Scheissgesellen gleich mitnehmen.
Und tschüss,
mit unfreundlichen Grüßen.
Roy05441 (09.10.2007, 16:03 Uhr)
Wenn niemals du...
Lobbyist gewesen bist, produzierst du ein Leben lang nur Mist!
Easy_d (09.10.2007, 07:16 Uhr)
Rente von Münte
"Deutschland ist ein starkes Land. Wir stehen in der Wirtschaft an der Weltspitze, die Menschen bei uns genießen großen Wohlstand und ein hohes Maß an sozialer Sicherung. Das will ich erhalten...." so steht es unter http://www.bundestag.de/mdb/bio/M/muentfr0.html
also bringt der Herr Müntefering uns allen Wohlstand! Und etwas weiter unten steht dann, dass der mehr als 20 Hartz4-Empfänger monatlich nebenbei verdient (durch dieses komische Stufensystem kann man ja nicht genau sehen wieviel er genau verdient, es können also auch 100 Harzt4-Empfänger sein :-( )! Wie soll so jemand denn noch soziale Gerechtigkeit einschätzen können?! Aber so ist es nun einmal, warum soll er also in Rente gehen?
Clibanarius (08.10.2007, 20:05 Uhr)
@Beegeesfan
Unabhängig von meiner Zustimmung zum Grossteil deines Kommentars und der ehrlichen Anteilnahme für deine Schwester: Deine Versalschrift ist eine absolute Zumutung! Bitte deaktiviere deine "Caps Lock"-Taste (Feststelltaste, die mit dem Pfeil nach unten ganz links) - dabei müsste eine der leuchten rechts oben ausgehen. Falls es defekt ist, eine neue Tastatur (z.B. von Logitech) kostet deutlich unter 10€.
BEEGEESFAN (08.10.2007, 19:09 Uhr)
UNGERECHTIGKEIT
ALS UNMITTELBAR BETROFFENER VON HARTZ 4 KANN ICH NUR SAGEN DAS DIES DIE UNGERCHTESTE SACHE IST DIE DIE SPD JEMALS ZUSTANDE GEBRACHT HAT. MEINE SCHWESTER HAT 24 JAHRE GEARBEITET IST DURCH SCHLIESSUNG DES BETRIEBES (HEUSCHRECKEN) ARBEITSLOS GEWORDEN UND MUSS NUN MIT IHREN ZWEI KINDERN VON HARTZ 4 LEBEN.DAS RESULTAT IST DAS ICH SIE JETZT MIT UNTERSTÜTZEN MUSS,WEIL DAS GELD FÜR SIE HINTEN UND VORN NICHT REICHT.IHRE ALTERSRÜCKLAGEN HAT SIE SCHON ANGEGRIFFEN. AUCH DARAUS FOLGT DAS SIE SPÄTER ALS RENTNER EIN EINKOMMEN HAT WAS IHR NICHT REICHT. IST SIE JETZT SCHULDIG NUR WEIL SIE BEDÜRFTIG IST?
WENN ICH HIER DIE KOMMENTARE LESE "MÜNTE BLEIB HART" WÜNSCHE ICH DEMJENIGEN NUR 3 MONATE ALS HARTZ 4 EMPFÄNGER. DIE SPD IST IMMER EINE ARBEITER PARTEI GEWESEN.JETZT KANN MAN SIE ALS KLEINE SCHWESTER DER CDU BEZEICHNEN.WO IST DAS SOZIALE GEWISSEN DER SPD?DEN UNTERNEHMERN WIRD DAS GELD HINTERHERGEWORFEN.(SIEHE UNTERNEHMENSSTEURREFORM) UND DEM ARBEITER WIRD DAS GELD AUS DER TASCHE GEZOGEN.ES WIRD ZEIT DAS HARTZ 4 ENDLICH IN DER VERSENKUNG VERSCHWINDET.
Clibanarius (08.10.2007, 18:01 Uhr)
Früher oder...
...später musste ja ein Poster kommen und auf einige ach so reichen Sozialempfänger (die natürlich nur er kennt) hinweisen. Beim Zeus...wie oft muss den noch gesagt werden, daß NICHT die Sozialleistungen zu hoch, sondern DIE LÖHNE zu NIEDRIG sind? In dem Sinne: Herr (Gott, Allah, Brahma, Odin, Saturn, Zeus etc.) lass Hirn regnen.
zeus166 (08.10.2007, 14:44 Uhr)
münte bitte bleib hart
Nun sind die Arbeitslosenzahlen endlich spürbar gefallen und schon wollen Teile der SPD aus populistischen Gründen die Arbeitslosigkeit wieder ankurbeln. Wenn ich sehe, was einige Leute an Sozialleistungen erhalten und nichts dafür machen müssen komme auch ich in Versuchung für 2 Jahre auf arbeitslos zu machen. Vielleicht macht mal jemand endlich was für die arbeitende Schicht!
Punito (08.10.2007, 14:19 Uhr)
Natürlich

gibt es für Münte keinerlei Gründe,
die aus seiner Selbstbetrachtung dafür
sprechen , seine mühsam erarbeitete
Machtposition innerhalb der SPD ,
als auch als "Gestalter" der Bundesregierung sein gut dotierts Plätzchen zu verlassen .
Ob es Anderen gefällt oder nicht ,
Münte macht weiter , wie gewohnt .
Und das ist gut so, Basta !!, für ihn.
Hirschi1 (08.10.2007, 13:32 Uhr)
Müntefering
Nee, der soll nicht in Rente gehen, der soll beim ehemaligen Basta-Kanzler und jetzigen Putin-Angestellten Büroleiter werden und mindestens bis 67 mit HARTZ IV-Entlohnung arbeiten.
Salzsteuer (08.10.2007, 13:00 Uhr)
Münte...
sollte in Rente gehen, sofort und mit den gleichen Kürzungen die er uns auch zumutet.
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