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Barack Obama kommt nach Berlin

Bei seiner Rede an der Siegessäule vor knapp fünf Jahren war er nur Kandidat, doch nun kommt Barack Obama als US-Präsident nach Deutschland. Die Details seines Besuchsprogramms sind noch nicht klar.

  Bei seinem letzten Berlin-Besuch im Juli 2008 hielt Barack Obama als US-Präsidentschaftskandidat eine vielumjubelte Rede an der Siegessäule

Bei seinem letzten Berlin-Besuch im Juli 2008 hielt Barack Obama als US-Präsidentschaftskandidat eine vielumjubelte Rede an der Siegessäule

US-Präsident Barack Obama kommt am 18. und 19. Juni erstmals zu einem Besuch nach Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ließ während eines Afghanistan-Aufenthalts erklären, sie freue sich "sehr auf diesen Besuch und auf die Gespräche". Über Einzelheiten des Programms gab der stellvertretende Sprecher der Bundesregierung, Georg Streiter, noch keine Auskunft. Offen ist, ob Obama neben Merkel auch den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück treffen wird.

Über den Besuch war bereits seit längerer Zeit spekuliert worden. Jetzt findet er fast auf den Tag genau 50 Jahre nach der Rede des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy vor dem Rathaus Schöneberg im Juni 1963 statt, die durch Kennedys Satz "Ich bin ein Berliner" in die Geschichtsbücher einging. Zuvor hält sich Obama zum alljährlichen Gipfel von sieben wichtigen Industrienationen und Russland (G8) in Nordirland auf.

Berlin-Besuch als Präsidentschaftskandidat

Merkel hatte Obama schon mehrfach zum Besuch eingeladen, zuletzt nach dessen Wiederwahl im November 2012. Nach Angaben des Vize-Regierungssprechers soll es nun um "ein ganz breites Spektrum bilateraler und globaler Fragen einschließlich der weiteren Vertiefung der transatlantischen Beziehungen" gehen. Nähere Angaben machte er nicht.

Obama war im Juli 2008 schon einmal in der deutschen Hauptstadt zu Gast. Damals war er aber noch nicht Präsident, sondern erst Kandidat. Merkel verhinderte seinerzeit einen Wahlkampf-Auftritt vor dem symbolträchtigen Brandenburger Tor. Schließlich hielt Obama seine Rede an der Siegessäule, wo er enthusiastisch gefeiert wurde. Als Präsident kam er bislang zweimal nach Deutschland: 2009 war er im Rahmen eines Nato-Gipfels in Baden-Baden und Kehl. Wenige Wochen später besuchte er Dresden, Weimar und die US-Truppen in Landstuhl (Rheinland-Pfalz).

Kein Staats- sondern ein Arbeitsbesuch

Bei dem bevorstehenden Aufenthalt handelt es sich protokollarisch nicht um einen Staatsbesuch, sondern lediglich um einen Arbeitsbesuch. Das genaue Programm steht nach Angaben der Bundesregierung sowie der US-Botschaft in Berlin noch nicht fest. Bei der SPD hieß es, es sei "noch nicht klar", ob es auch ein Treffen mit Kanzlerkandidat Steinbrück geben werde. Offen blieb zunächst auch, ob "First Lady" Michelle Obama dabei sein wird.

tkr/DPA/DPA

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