. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
6. April 2009, 19:37 Uhr

Ermittlungen gegen OB Schramma eingestellt

Entlastung von Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma: Der Vorwurf, der CDU-Politiker habe illegal Tonbandaufnahmen von internen Sitzungen zum Einsturz des Stadtarchivs gemacht, ist laut Staatsanwaltschaft haltlos. Schramma reagierte erleichtert.

Köln, Stadtarchiv, Schramma

Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma: In der Öffentlichkeit hatte das Verfahren gegen den CDU-Politiker als "Schramma-Gate" für Aufsehen gesorgt© Hermann J. Knippertz/AP

Die Ermittlungen gegen den Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) wegen Tonbandmitschnitten zum Stadtarchiv-Einsturz sind eingestellt worden. Das teilten die Stadt Köln und die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Es gebe keinen hinreichenden Tatverdacht, sagte Oberstaatsanwalt Günther Feld und bestätigte einen Bericht des Kölner "Express". Gegen den aus dem Amt scheidenden OB war wegen des "Verdachts der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes" ermittelt worden, weil er zwei interne Sitzungen des Koordinierungsstabes auf Tonband aufgezeichnet hatte. Bei dem Einsturz des Historischen Archivs am 3. März waren zwei junge Männer ums Leben gekommen. Die Ursache des Unglücks ist weiter unklar.

Schrammas Krisenmanagement war heftig kritisiert worden. Vor einer Woche zog der Politiker die Konsequenzen und erklärte, nicht mehr bei der nächsten Oberbürgermeisterwahl anzutreten. Sein Amt will er aber bis Mitte Oktober fortführen. Am Montag erklärte der 61-Jährige, er fühle sich von einigen seiner Spitzenbeamten hintergangen, vor allem von Stadtdirektor Guido Kahlen (SPD). Dieser habe ihm mit drei bis fünf Jahren Gefängnis gedroht, sagte Schramma der "Welt". Nach dem Strafgesetzbuch kann ein Amtsträger für das illegale Mitschneiden von Sitzungen mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.

Schramma reagierte erleichtert auf das Ende der Untersuchungen: Die "umgehende Einstellung des Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft macht deutlich, was an der Sache wirklich dran ist", sagte er. In der Öffentlichkeit hatte das Verfahren gegen den CDU-Politiker als "Schramma-Gate" für Aufsehen gesorgt und dem Ansehen des Oberbürgermeisters weiter geschadet.

Gegen Kölns Baudezernenten Bernd Streitberger (CDU) hatte Schramma ein Disziplinarverfahren eingeleitet, weil dieser ihm Informationen zur möglichen Ursache des Archiv-Einsturzes vorenthalten hatte. Die CDU sucht nach Schrammas Verzicht weiter einen Kandidaten für die OB-Wahl.

DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Gisella (06.04.2009, 21:52 Uhr)
Kölscher Klüngel
-alles wie gehabt.Schnell wieder Pöstchen neu besetzen-ran an den Futtertrog.
MEHR ZUM ARTIKEL
Kölner OB Schramma "Hier wird jemand totgeschossen"

Nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat Oberbürgermeister Fritz Schramma nun beschlossen, die Kandidatur für seine Wiederwahl zurückzuziehen. Stattdessen will er nun bedingungslos aufklären - und die Verantwortlichen für die Tragödie zur Rechenschaft ziehen. mehr...

Kölner Stadtarchiv OB Schramma gibt auf

Der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Damit zieht er die politischen Konsequenzen aus dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs mit zwei Toten. mehr...

Kölner Stadtarchiv Ermittlungen gegen OB Schramma

Gegen den Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Schramma soll illegal Tonbandaufnahmen von internen Sitzungen zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs gemacht haben. Der CDU-Politiker erklärte, diese Mitschnitte seien zur Erleichterung für die Protokollführer angefertigt worden. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe