Ein Stückchen Schokolade hier, ein Käsehäppchen dort: Es gibt schlimmere Termine als die Eröffnung der Grünen Woche. Die Bundeskanzlerin schlemmt sich durch die Messehallen.
Mund auf ... und happs. Die Bundeskanzlerin sagt nicht nein, wenn ihr von "Frau Antje" ein leckerer Käsewürfel angeboten wird. Die Stärkung von der Messehostess wird Angela Merkel auch gut brauchen können, beim Rundgang auf der Internationalen Grünen Woche sind noch einige Stationen abzuarbeiten.
All die Gaumenfreuden führten bei der CDU-Politkerin zudem zu einer erstaunlichen Erkenntnis: "Die Menschen in Deutschland essen und trinken gerne. Ich finde, das ist ein guter Charakterzug, den wir haben."
Zum ersten Mal überhaupt hat Merkel die weltgrößte Agrarmesse besucht. Böse Zungen werten diesen Termin als wahlkampftaktisches Manöver. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast unkt mit Blick auf die Niedersachsen-Wahl: "Wenn Merkel zwei Tage vor einer Landtagswahl die Grüne Woche eröffnet, dann ist Merkel in Not."
Eigentlich geht es auf der Grünen Woche aber nicht um Wahlen, sondern um die mehr als 1630 Aussteller aus der Ernährungsbranche. Die Messe ist vom 18. bis zum 27. Januar für Besucher geöffnet. Holland ist das diesjährige Partnerland.