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Mumm hat er: Der designierte Bundespräsident Joachim Gauck stellte sich bei der Linksfraktion vor, die ihn nicht wählen wird. Und machte sich gleich richtig unbeliebt. Die Beobachtung der Linken durch den Verfassungsschutz hält Gauck für legitim.
Gerüchte um das Aus der Stasi-Akten-Behörde hat Kulturstaatsministerin Christia Weiss dementiert. Die Behörde werde zwar verlagert, verliere aber weder ihre Aufgabe noch den Status.
Rund 600 Millionen handgerissene Papierschnipsel hat die Stasi in einer der größten Aktenvernichtungsaktionen der Geschichte hinterlassen. Mit Computerhilfe sollen die Akten wiederhergestellt werden.
Die Stasi-Akten über Alt-Kanzler Helmut Kohl bleiben weitgehend unter Verschluss. Das Bundesverwaltungsgericht gab nur einen Teil der Akten frei. Besonders für die Medien bedeutet das Urteil erhebliche Einschränkungen.
Für das Publikum im Deutschen Theater von Berlin ist der Fall klar: Joachim Gauck muss der neue Bundespräsident werden. Mit einer nachdenklichen Grundsatzrede hat der Kandidat von Grünen und SPD die Leute von den Stühlen gerissen. Selbst ein prominentes CDU-Mitglied stimmte in die Standing Ovations ein.
Dass der Todesschütze des Studenten Benno Ohnesorg ein Stasi-Spitzel war, hat die deutsche Öffentlichkeit überrascht. Vorwürfe, dies hätte die Stasi-Aktenbehörde früher publik machen müssen, wies Behördenchefin Marianne Birthler nun zurück. Gleichzeitig stellte sie fest, es gebe keine Stasi-Akten über den Dutschke-Attentäter Josef Bachmann.
Die Unterlagen der Staatssicherheit der früheren DDR werden noch viele Jahre lang auf Anfrage öffentlich zugänglich bleiben. Dies hat Bundeskanzlerin Merkel bei einem Besuch der sogenannten Birthler-Behörde betont. Vor allem junge Menschen zeigten zunehmend Interesse an den Stasi-Akten.
Zehn Jahre lang war der Pfarrer und Mitbegründer des Neuen Forums "Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes" - kurz der Gauck-Behörde.
Sicher ist: PDS-Chef Lothar Bisky wurde bei der Stasi als "IM" geführt. Offen bleibt, ob er nur Reiseberichte verfasst hat, wie er behauptet, oder ob es nicht doch mehr war. Bisky selbst bestreitet trotz massiver Vorwürfe, ein Spitzel gewesen zu sein.
Nach jahrelangem Streit wird die Stasi-Akten-Behörde am Donnerstag Unterlagen über Altkanzler Helmut Kohl herausgeben - allerdings nur an bestimmte Personen.
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