. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
13. Juli 2008, 17:39 Uhr

Große Koalition auch nach 2009

Der stellvertretende SPD-Chef Peer Steinbrück hält nichts von möglichen Dreier-Konstellationen und wirbt deshalb für die Fortsetzung der Großen Koalition über die nächste Bundestagswahl hinaus. Von Kanzlerin Angela Merkel bekam der Finanzminister erneut Rückendeckung für seinen derzeit unpopulären Sparkurs.

Widersteht hartnäckig dem "populistischen Wunschkonzert" an der Ausgabenfront: Finanzminister Peer Steinbrück© Markus Schreiber/AP

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, möchte die Große Koalition auch nach der nächsten Bundestagswahl fortsetzen. In der "Bild"-Zeitung stellte der stellvertretende SPD-Vorsitzende infrage, dass ein Dreierbündnis funktionieren würde. "Ich habe Zweifel, dass Deutschland in seinem ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis ein Experiment mit drei Koalitionspartnern in der Regierung schon jetzt verkraften würde. Die Große Koalition bietet gute Chancen, die wirtschaftliche und soziale Stabilität zu gewährleisten", wird der Finanzminister zitiert.

Als Markenzeichen der Koalition von CDU/CSU und SPD bezeichnete er es, sich gegen "das populistische Wunschkonzert" an Ausgabewünschen zu behaupten. Einer Großen Koalition falle dieser Kurs leichter als anderen Koalitionen. Vor diesem Hintergrund widersprach der Minister der Befürchtung, dass eine große Koalition die SPD als Volkspartei auszehre. "Wenn gerade die SPD stärker zu dem stehen würde, was sie seit 1998 erreicht hat - auch in der Großen Koalition - dann würde sie davon profitieren." Das sei eine Frage der Haltung, sagte der Finanzminister. "Ich nenne das politische Körpersprache. Daran müssen wir arbeiten."

Mit der Kanzlerin beim Nein zu Steuerentlastungen einig

Mit Blick auf die hohen Energiepreise sagte Steinbrück: "Die Nachfrage wird weiter steigen, die Preise werden weiter steigen - und im Trend nie mehr sinken. Über zwei Milliarden neue Kunden entdecken den Markt, und das erhöht den Preis." Eine Senkung der Energiesteuern lehnt er jedoch ab: "Für den Beifall von zwei Wochen Steuern zu senken, um dann wieder vor denselben Problemen zu stehen, ist keine Lösung."

Unterstützung für seinen Sparkurs erhielt Steinbrück von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die trotz wachsender Nervosität in Union und SPD umfangreiche Steuerentlastungen für die Bürger weiter ablehnt. "Es gibt Entlastungen durch die weitere Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zum 1. Januar 2009. Auch sollen der Kinderfreibetrag und das Kindergeld nächstes Jahr erhöht werden. Darüber hinaus sehe ich allerdings heute keine weiteren Möglichkeiten.", sagte Merkel der "Bild am Sonntag".

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 10)
 
Loewenherz_XL (14.07.2008, 11:12 Uhr)
Willkommen im Neo-Blockflöten-Staat…..
nur heißt jetzt der große Vorsitzende nicht Honeker sondern Merkel. Und im Hintergrund zieht nicht Breschnejew sondern Ackermann die Fäden.
----
Nun sollten auch die letzten Mohikaner unter den SPD-Wählern begreifen, dass sie mit der Wahl der SPD eigentlich die CDU/CSU/Deutsche Bank unterstützen. Wer sozialdemokratische Politik will, muss wohl die Linkspartei wählen.
bestoff5 (14.07.2008, 10:38 Uhr)
Oskar lacht........
....sich schlapp.Erbraucht diese Gurken nur machen lassen,um so mehr stellt sich raus das da ein Haufen Ahnungsloser sich auf den Regierungssesseln tummelt.
gmathol (14.07.2008, 10:24 Uhr)
Einheitsparteiensstem Sackgasse.
Die Farbe die Partei spielt nur noch eine marginale Rolle. Wenn die Bundesbuerger sich nicht endlich aufraffen und eine neue politische Bewegung in die Parlamente bringen wird sich nichts aendern und wir alle werden nur weiter "ausgeraubt" werden.
Das Tremolo koennte dann wie so oft in der deutschen Geschichte ein Krieg sein.
Mensch wacht doch endlich auf! Lamentieren hilft nicht! Wenn ihr doch wenigstens einen totalen Generalstreik zustande bringen wuerdet - fuer einen Tag - um dem P.ck zu zeigen das ihr nicht mir dem was sie tun einverstanden seid.
endbenutzer (14.07.2008, 09:00 Uhr)
Die nächste Bundesregierung...
...wird sowieso schwarz-grün. Möglicherweise wird sich noch die FDP anbiedern...äähhh anbieten - natürlich nur um eine rot-rote Regierung zu verhindern.
Dieter37 (14.07.2008, 08:07 Uhr)
Nein danke !
was Herr Steinbrück gern möchte, wird das Volk nicht mögen...und das ist dann auch gut so! Weg mit dem Versagerhaufen!
Gazda (13.07.2008, 23:29 Uhr)
Viele Dank für die Entscheidungshilfe Hr. Steinbrück
Wer die Weiterführung der CDU Politik nächstes Jahr verhindern will kann nur noch die Linken oder die Grünen wählen. Wer SPD wählt – wählt Merkel. Ein klares Statement von Peer Steinbrück.
ganzbaf (13.07.2008, 21:59 Uhr)
Parteiausschluss!

Wegen Dummheit und parteischädigendem Verhalten ;-P
seppmaier (13.07.2008, 18:50 Uhr)
das verhalter der spd
vor den letzten landtagswahlen in hessen und hamburg hat doch klar gezeigt: diese partei will verlieren.
die jetzige aussage von steinbrück macht das noch deutlicher.
es gibt keine spd mehr!
es gibte ein von neoliberalen finanziertes und gesteuertes einparteiensystem. der est ist reine farce und schwatzdrohnenclub.
ziel ist: alles soll so bleiben wie es ist, die macht kapitals über den menschen für ewig festgeschrieben werden.
neo-feudalismus.
eine elite und der rest sklaven.
warum wohl wurde vorsätzlich die gesammte mittelschicht verheizt?
naja, die deutschen brauchen traditionell immer ein wenig länger um unangenehme realitäten zu akzeptieren.
knilch_59 (13.07.2008, 18:37 Uhr)
Wenigstens mal ein klares statement!
Okay, dann weiß man wenigstens, wofür die SPD steht. Sie steht als Juniorpartner einer CDU-geführten Regierung für den Fall, dass es für schwarz-gelb nicht reicht, bereit. Tolle Aussichten – und programmatisch unheimlich motivierend und zukunftsorientiert. Von einem Dreierbündnis hält er nichts – anscheinend ist ihm entgangen, dass er Minister in einem ist. Die CSU ist eine eigenständige Partei, bildet aus rein machttaktischen Erwägungen im Bundestag lediglich mit der CDU eine Fraktionsgemeinschaft. Aber sie lässt traditionell keine Chance zum politischen Amoklauf aus, sobald sich eine Möglichkeit ergibt, die Eigenständigkeit zu demonstrieren.
.
Steinbrück, gib weiter den Oberbuchhalter und Chefknauserer, da gibst Du eine gute Figur ab. Aber den Anspruch auf intellektuelle Führung innerhalb der Sozialdemokratie hast Du mit diesen Äußerungen vergeigt.
.
Noch ein paar so kraftvolle und visionäre Äußerungen, und die SPD kann nach den nächsten Wahlen auf Augenhöhe mit der SPD in einem Anbiederungswettbewerb mit Westerwelle darum betteln, mit reden zu dürfen. Hoffentlich gibt sich Beck für diesen Weg in die bedingungslose Kapitulation nicht her!
oscarherz (13.07.2008, 17:58 Uhr)
Danke
Damit hat Steinbrück den Führungsanspruch der SPD aufgegeben, zum Beispiel eine Ampel. Damit weiß man, daß SPD wählen Merkel heißt. Die kann ich auch direkt wählen, falls ich es will.Konkret heißt es für mich aber, daß nur die Linke eine Alternative zur jetzigen Konstellation ist.Herr Steinbrück sie haben versagt, treten sie sofort als stellvertretender Parteivorsitzender zurück. Dies ist das Mindeste, was man nach solch einem Fehlverhalten tun kann.
MEHR ZUM ARTIKEL
Große Koalition Schlagabtausch zur Sommerpause

Wulff gegen Struck, Struck gegen Kauder, Kauder gegen Beck: Jeder gegen jeden, so scheint mit Beginn der Sommerpause das Motto der Großen Koaliton zu lauten. Als wäre das nicht schon schlimm genug, hat sich zudem Friedrich Merz zu Wort gemeldet und Angela Merkel kritisiert. mehr...

stern-Umfrage Zufriedenheit mit Großer Koalition steigt

Obwohl die Große Koalition sich gerne öffentlich streitet, wird ihre Arbeit von den Bürgern positiver bewertet als noch vor zwei Jahren. Dennoch lassen die absoluten Werte zu wünschen übrig. mehr...

Große Koalition Wir haben fertig

Bundespräsidentenwahl, Steuersenkungen, Dalai Lama - es mangelt nicht an erregten Debatten. Aber wo sind die großen Regierungsprojekte? Die große Koalition könnte in den 17 Monaten bis zur nächsten Bundestagswahl viel bewegen - will sie aber nicht. Wir erleben den Anfang vom langen Ende der Regierung. Ein Stillstandsbericht. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe