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AfD rutscht weiter ab - Schulz wäre besserer Kanzlerkandidat

Nach den Pöbeleien am Einheitstag in Dresden verliert die AfD im stern-RTL-Wahltrend erneut an Zustimmung. In der K-Frage sticht EU-Parlamentspräsident Martin Schulz seinen SPD-Chef Sigmar Gabriel deutlich aus.

Die Kombo zeigt die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry und den EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz

Die eine schwächelt, der andere trumpft auf: AfD-Chefin Frauke Petry und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz

Die Pöbeleien zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden haben der AfD geschadet. Im stern-RTL-Wahltrend verlieren die Rechtspopulisten im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und liegen nun bei 12 Prozent. Dagegen können CDU und CSU einen Prozentpunkt auf jetzt 34 Prozent hinzugewinnen. Die Werte für die anderen Parteien haben sich nicht geändert. Die SPD kommt auf 22 Prozent, die Grünen erreichen 11 Prozent, die Linke kommt auf zehn Prozent und die FDP auf sechs Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen fünf Prozent. Der Anteil der Nichtwähler liegt weiterhin bei 28 Prozent.

Bei der Kanzlerpräferenz – wenn also die Spitze des Kanzleramts direkt gewählt werden könnte – gewinnt Angela Merkel einen Prozentpunkt und kommt auf 45 Prozent. Ihr Vorsprung auf beträgt weiterhin 27 Prozentpunkte, da Gabriel auch einen Prozentpunkt zulegt und nun 18 Prozent erhält.

Martin Schulz in K-Frage klar vor Sigmar Gabriel

Das Forsa-Institut ermittelte auch, wie EU-Parlamentspräsident Martin Schulz als möglicher SPD-Kanzlerkandidat im Vergleich zu Merkel abschneiden würde. Danach würde er mehr Zuspruch als Gabriel erhalten und 29 Prozent bekommen. Für Merkel würden sich in diesem Fall 46 Prozent entscheiden. "Manfred Schulz ist ein unbeschriebenes Blatt", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner. "Er hätte die Chance, dieses Blatt positiv für die SPD zu beschriften, weil er Gruppen außerhalb der Partei anspricht und verlorene Wähler zurückholen könnte." 


Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 4. bis 7. Oktober 2016 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders 2004 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergestützte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkte.

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