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FDP legt zu, SPD und Union verlieren

Würde der Bundestag heute neu gewählt werden, wäre die FDP wieder dabei - ganz im Gegensatz zur letzten Wahl 2013. Mit der AfD wäre zum ersten Mal seit der Nazi-Zeit auch eine rechtsradikale Partei vertreten.

Christian Lindner ballt die Faust

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner hat allen Grund, sich über die Zahlen des stern-RTL-Wahltrends zu freuen

Die Union büßt im stern-RTL-Wahltrend wieder einen Prozentpunkt ein und kommt jetzt auf 38 Prozent. Auch die SPD verliert im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und sackt auf 23 Prozent ab. Die FDP dagegen legt um einen Punkt auf 5 Prozent zu. Die Werte für die anderen Parteien bleiben unverändert: Die Grünen liegen weiterhin bei 10 Prozent, die Linke behauptet ebenfalls ihre 10 Prozent, und die AfD bleibt bei 8 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 6 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt jetzt 33 Prozent.

Bei der Kanzlerpräferenz – wenn also die Spitze des Kanzleramts direkt gewählt werden könnte – rutscht Angela Merkel wieder um einen Prozentpunkt ab, während Sigmar Gabriels Wert unverändert bleibt. Mit 49 Prozent liegt Merkel damit 34 Punkte vor Gabriel mit 15 Prozent.

Gleich zwei Punkte verliert die Union wieder bei der politischen Kompetenz – welche Partei also mit den Problemen am besten fertig wird. 29 Prozent aller Bundesbürger trauen dies nun CDU/CSU zu, während die SPD hier auf nur noch 8 Prozent kommt, ein Punkt weniger als in der Vorwoche. 7 Prozent trauen diese politische Kompetenz anderen Parteien zu, 56 Prozent keiner Partei, drei Prozent mehr als in der vergangenen Woche.

Würde der Bundestag Ende 2015 neu gewählt, würde sich immerhin ein Drittel der Wahlberechtigten – und damit mehr als die 28,5 Prozent bei der vergangenen Bundestagswahl im September 2013 – nicht an der Wahl beteiligen. Die Union hätte 3,5 Prozentpunkte weniger, die SPD 2,7 weniger als 2013. Die Grünen und die Linke erhielten mit jeweils 10 Prozent etwas mehr Stimmen.

Forsa-Chef Manfred Güllner: "Die FDP wäre, anders als 2013, wieder im Bundestag, in dem mit der AfD zum ersten Mal in der Wahlgeschichte nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus auch eine rechtsradikale Partei vertreten wäre."

Große Koalition könnte fortgesetzt werden

Wenn die kleineren Splitterparteien auf zusammen 6 Prozent kämen, wären, so Güllner, mindestens 47 Prozent für eine regierungsfähige Mehrheit nötig. "Damit könnte die Große Koalition mit zusammen 61 Prozent fortgesetzt, aber auch eine schwarz-grüne Regierung mit zusammen 48 Prozent gebildet werden." Für eine schwarz-gelbe Koalition mit zusammen 43 Prozent oder ein rot-rot-grünes Bündnis mit zusammen ebenfalls 43 Prozent würde es derzeit allerdings nicht reichen.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 21. bis 23. Dezember 2015 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 1501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.



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