Mobile Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere
Darstellung auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
HOME

AfD nahe der Fünf-Prozent-Hürde

Noch hat Schwarz-Gelb einen hauchdünnen Vorsprung. Aber: Die SPD legte nach dem TV-Duell leicht zu. Und die Alternative für Deutschland arbeitet sich in der Wählergunst nach vorn.

  AfD-Chef Bernd Lucke bei einer Parteiveranstaltung am 17. August in Hamburg

AfD-Chef Bernd Lucke bei einer Parteiveranstaltung am 17. August in Hamburg

Rund zweieinhalb Wochen vor der Bundestagswahl liegt die schwarz-gelbe Koalition in der Wählerstimmung weiter hauchdünn vor dem rot-rot-grünen Oppositionslager. Im stern-RTL-Wahltrend, der vom Dienstag voriger Woche bis einschließlich Montag dieser Woche erhoben wurde, erreichen Union und FDP gemeinsam 45 Prozent, SPD, Grüne und Linke kommen zusammen auf 43 Prozent.

Der Union wollen derzeit 40 Prozent der Wähler ihre Stimme geben, 1 Punkte weniger als in der Woche zuvor. Die FDP verharrt bei 5 Prozent. Die SPD kann sich im Wochendurchschnitt um 1 Punkt auf 23 Prozent verbessern, wobei sie den größten Zuwachs am Montag nach dem TV-Duell verbuchen konnte. An diesem Tag erzielte sie 24 Prozent. Die Grünen liegen wie in der Vorwoche bei 11 Prozent. Die Linke fällt um 1 Punkt auf 9 Prozent.

Schwarz-Gelb (noch) regierungsfähig

Die Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" kann sich um 1 Punkt auf 4 Prozent steigern. Es ist im stern-RTL-Wahltrend der bislang höchste Wert für die erst im Februar gegründete Partei. Die Piraten stagnieren bei 3 Prozent. Auf sonstige kleinere Parteien entfallen insgesamt 5 Prozent.

Im Parlament könnten bei einem derartigen Wahlergebnis Union und FDP weiterregieren – bei einem Anteil der nicht im Bundestag vertretenen Parteien von derzeit 12 Prozent würden 44 Prozent für eine regierungsfähige Mehrheit ausreichen.

TV-Duell positiv für Steinbrück

Gestiegen sind auch die persönlichen Werte von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Wenn die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich 23 Prozent für Peer Steinbrück entscheiden, 2 Punkte mehr als in der Vorwoche. Auch hier kam der größte Zuwachs am Tag nach dem TV-Duell. Für Merkel würden 55 Prozent stimmen, minus 1 Punkt. Keinen von beiden würden 22 Prozent wählen.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern, bei dem TV-Duell hätten Kanzlerin und Kandidat vor allem die eigenen Lager hinter sich scharen können. Ausschlaggebend für die Wahl seien aber die vielen unentschlossenen Wähler. Hier sei jedoch keine klare Tendenz zu erkennen: 38 Prozent von ihnen hätten Merkel, 44 Prozent Steinbrück als Sieger gesehen. Güllner zum stern: "Inwieweit Letztere nun am 22. September tatsächlich SPD wählen werden, ist offen."

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte zwischen dem 27. August und 2. September 2013 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Matthias Weber/print
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools