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AfD verliert ihren Schrecken für die Union

Die Wähler sind den Unionsparteien treu, zeigt der stern-RTL-Wahltrend. Angst vor der AfD? Das war vielleicht einmal. Aktuell gelten die Eurokritiker nur noch als Sammelbecken für Enttäuschte.

Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel mit CSU-Chef Horst Seehofer: Zumindest vor der euroskeptischen AfD müssen sich die zwei nicht fürchten.

Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel mit CSU-Chef Horst Seehofer: Zumindest vor der euroskeptischen AfD müssen sich die zwei nicht fürchten.

Ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl sind die Deutschen in ihrer Zustimmung zu den Parteien weiter erstaunlich stabil. Im stern-RTL-Wahltrend verliert die Union zwar im Vergleich zur Vorwoche 1 Punkt, bleibt mit 41 Prozent jedoch weiter stark. Für die SPD wollen sich zum dritten Mal in Folge 23 Prozent der Wähler entscheiden. Die Linke liegt unverändert bei 10 Prozent.

Die Grünen klettern um 1 Punkt auf 10 Prozent. 16 Prozent der Wähler wollen für nicht im Parlament vertretene Parteien stimmen: 5 Prozent für die AfD, 4 Prozent für die FDP und 7 Prozent für sonstige kleinere Parteien.

Potenzial der AfD liegt bei Nichtwählern

Die AfD, die gerade mit ihrem turbulenten Europaparteitag in Erfurt für Schlagzeilen sorgte, stellt nach Ansicht von Forsa-Chef Manfred Güllner keine Gefahr für die Union dar. Die konservativen Kritiker innerhalb der Union seien meist kirchlich gebunden und europafreundlich.

Die Wähler der AfD dagegen seien überwiegend konfessionslos und hingen gern Verschwörungstheorien an - nach dem Motto: "Der Euro ist an allem schuld". Der Meinungforscher zum stern: "Die AfD ist nur ein Sammelbecken für Unzufriedene am rechten Rand. Ihr Potenzial liegt hauptsächlich bei Nichtwählern sowie Wählern sonstiger, vor allem rechtsradikaler Parteien."

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 17. bis 21. März 2014 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

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Matthias Weber/print

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