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27. Juli 2011, 07:35 Uhr

Auch Rösler rauscht ab

Und wieder liegt die FDP auf ihrem Rekordtief - bei fast lächerlichen 3 Prozent. Rösler schafft den Turn-Around nicht, Westerwelle bleibt ein Mühlstein, wie seine Imagewerte zeigen.

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"Nett, aber ohne Kontur": FDP-Chef Philipp Rösler© Sebastian Tanke/DPA

Auch unter ihrem Parteichef Philipp Rösler kann die FDP ihr Umfragetief nicht überwinden. Im wöchentlichen stern-RTL-Wahltrend verliert die Partei im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und sinkt damit erneut auf ihr Rekordtief von 3 Prozent. Es ist der niedrigste Wert in der bisherigen Amtszeit Röslers. Zuletzt waren die Liberalen in der zweiten Maiwoche, kurz vor Röslers Wahl zum neuen Vorsitzenden, so niedrig bewertet worden. Die Union kann sich verbessern, sie gewinnt in der zweiten Woche in Folge einen Punkt hinzu und steigt auf 33 Prozent. Auch die Sozialdemokraten legen in der Wählergunst zu, sie klettern um 1 Punkt auf 25 Prozent. Die Grünen büßen einen Punkt ein und fallen auf 22 Prozent. Es ist ihr schlechtester Wert seit Anfang April. Die Linke legt um einen Punkt auf 10 Prozent zu. Für "sonstige Parteien" wollen 7 Prozent der Wähler stimmen (-1).

Mit zusammen 47 Prozent hätte ein rot-grünes Bündnis weiter eine Mehrheit von 11 Punkten vor der schwarz-gelben Koalition (gemeinsam 36 Prozent) und im Parlament eine knappe Mehrheit der Mandate.

Wie seine Partei kommt auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) in der Bevölkerung nicht an. Nur 28 Prozent der Deutschen sagten in einer weiteren Umfrage für den stern, er mache seine Arbeit gut. 61 Prozent schätzten sie als weniger gut oder als schlecht ein. Mehrheitlich zufrieden (67 Prozent) sind lediglich die derzeit noch verbliebenen FDP-Wähler.

Forsa-Chef Manfred Güllner erklärte die Schwäche der FDP damit, dass ihre neue Spitze die Wähler nicht überzeuge. Dem stern sagte er: "Der Außenminister bleibt ein Hemmschuh. Der Wirtschaftsminister gilt als nett, hat fachlich aber noch keine Kontur gewonnen. Und bei Entscheidungen wie jetzt zum Euro steht nicht er, sondern Kanzlerin Angela Merkel auf der Weltbühne." Der SPD dagegen sei mit dem Auftritt ihrer Spitzenpolitiker als Troika "ein geschickter Schachzug" gelungen. Güllner: "Gabriel präsentierte sich erstmals als ruhiger, staatstragender Oppositionsführer, flankiert von Steinmeier und Steinbrück - das strahlte Einigkeit sowie Kompetenz aus und trug zur Stabilisierung der Partei bei."

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mw/lk
 
 
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