15. August 2012, 07:00 Uhr

FDP reißt wieder die Fünf-Prozent-Hürde

Wäre jetzt Bundestagswahl, würde die FDP nicht ins Parlament einziehen. Im neuen stern-RTL-Wahltrend fällt sie erneut auf vier Prozent zurück. Ungeheuer beliebt ist dagegen die Bundeskanzlerin.

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FDP-Chef Philipp Rösler muss nachdenklich bleiben: Im neuen Wahltrend reicht es bei der Sonntagsfrage wieder nicht für fünf Prozent©

Die FDP verliert beim Wähler wieder an Ansehen. Im stern-RTL-Wahltrend büßt sie im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ein und sinkt wieder auf vier Prozent. Die Linke dagegen erholt sich etwas und steigt um einen Punkt auf sieben Prozent.

Die Werte der anderen Parteien bleiben stabil: Die Union erzielt zum siebten Mal in Folge 36 Prozent. 26 Prozent der Wähler wollen für die SPD stimmen, 13 Prozent für die Grünen und neun Prozent für die Piratenpartei. Auf "sonstige Parteien" entfallen fünf Prozent.

Eine rot-grüne Mehrheit ist weiter nicht in Sicht: SPD und Grüne liegen mit zusammen 39 Prozent sogar einen Punkt hinter Union und FDP, die zusammen auf 40 Prozent kommen. Die vier Prozent der Liberalen würden allerdings beim Versuch einer Regierungsbildung nicht zum Tragen kommen, da sie für den Einzug in den Bundestag nicht ausreichen.

SPD-Kandidaten gegen Merkel chancenlos

Gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hätten nach dem stern-RTL-Wahltrend alle drei möglichen SPD-Kanzlerkandidaten nur geringe Chancen. Bei einer Direktwahl des Regierungschefs würden sich 28 Prozent der Bürger für SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier entscheiden, für Merkel würden 49 Prozent stimmen. Steinmeier steht damit etwas besser da als SPD-Finanzexperte Peer Steinbrück, der 27 Prozent erhielte. Für Merkel wären in dieser Konstellation 51 Prozent. Sigmar Gabriel käme nur auf 16 Prozent gegenüber 60 Prozent für Merkel.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern dazu, Merkel habe "eine ungeheure Popularität, von der Helmut Kohl nur träumen konnte. Das macht es jedem Herausforderer schwer." Die SPD dürfe ihren Wahlkampf daher nicht zu sehr auf den Kandidaten zuspitzen. Sie müsse als Partei Kompetenz gewinnen, eine klare Zukunftsperspektive bieten - und dem Kandidaten "kluge Köpfe" an die Seite stellen.

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Matthias Weber
 
 
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