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Fehlbesetzung Philipp Rösler?

Trotz personeller Neuaufstellung - die FDP sackt wieder auf ihr Rekordtief ab. Und ihrem Spitzenpersonal um Philipp Rösler wird auch nicht sonderlich viel zugetraut.

Trotz ihrer Personalveränderungen an Kabinettstisch, Partei- und Fraktionsspitze kommt die FDP nicht aus dem Umfragekeller. Im stern-RTL-Wahltrend gaben die Liberalen im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ab und fallen zum vierten Mal in diesem Jahr auf ihr Rekordtief von 3 Prozent.

Die Union gewinnt einen Punkt hinzu, bleibt mit 32 Prozent aber schwach. Die Werte der Oppositionsparteien änderten sich nicht: Die Grünen liegen mit 26 Prozent weiter vor der SPD, die 22 Prozent erreicht. Die Linke verharrt bei 9 Prozent. Für "sonstige Parteien" würden 8 Prozent der Wähler stimmen.

Bei einem derartigen Wahlergebnis hätten Grüne und SPD (zusammen 48 Prozent) erneut eine absolute Mehrheit der Stimmen.

Gute Noten für Bahr

Als Hauptgrund für das schlechte Abschneiden der FDP nennt Forsa-Chef Manfred Güllner im stern den Wechsel im Wirtschaftsministerium. Der abgelöste Minister Rainer Brüderle sei gerade dabei gewesen, Profil und Zustimmung zu gewinnen. Dagegen werde seinem Nachfolger Philipp Rösler wenig zugetraut.

Dies untermauert eine weitere Umfrage des stern, der wissen wollte, inwieweit die wichtigsten Spitzenpolitiker der FDP in den Augen der Bürger ihrem Amt gewachsen sind. Danach halten 53 Prozent der Befragten den neuen Parteichef Rösler als Wirtschaftsminister für ungeeignet - nur 30 Prozent sagen, er sei geeignet. 65 Prozent sehen Außenminister Guido Westerwelle als eine Fehlbesetzung an, 31 Prozent schätzen ihn als geeignet ein.

Beim neuen Gesundheitsminister Daniel Bahr halten sich Für und Wider die Waage (37 Prozent "geeignet", 35 Prozent "ungeeignet"). Ihn kennen bislang allerdings nur 57 Prozent der Befragten.

Den neuen Fraktionschef Brüderle sehen 55 Prozent positiv, 27 Prozent halten ihn für das Amt ungeeignet. Die besten Noten erzielt der wiedergewählte Generalsekretär Christian Lindner: 60 Prozent sagen, er sei für das Amt geeignet, lediglich 18 Prozent trauen ihm das Amt nicht zu.

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