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Grüne punkten - trotz Steuerkonzept

Rot-Grün macht Boden gut im stern-RTL-Wahltrend. Das umstrittene Steuerkonzept schadet der Öko-Partei offenbar nicht. Bei den Liberalen hingegen werden die Sorgenfalten wieder größer.

  Die Grünen-Spitze sieht zwar so aus, als ob ihr der Himmel auf den Kopf fällt. Dazu gibt es aber keinen Anlass: Die jüngste Forsa-Umfrage bestätigt, dass die umstrittenen Steuerpläne den Beifall der Deutschen finden.

Die Grünen-Spitze sieht zwar so aus, als ob ihr der Himmel auf den Kopf fällt. Dazu gibt es aber keinen Anlass: Die jüngste Forsa-Umfrage bestätigt, dass die umstrittenen Steuerpläne den Beifall der Deutschen finden.

SPD und Grüne verbessern sich in der Wählergunst im Vergleich zur Vorwoche um jeweils 1 Punkt. Die Sozialdemokraten kommen im aktuellen stern-RTL-Wahltrend auf 24 Prozent, die Grünen auf 15 Prozent. Damit liegt Rot-Grün mit zusammen 39 Prozent noch 4 Punkte hinter dem "bürgerlichen" Wählerlager: Die Union kommt unverändert auf 39 Prozent, während die FDP unter die 5-Prozent-Marke auf 4 Prozent zurückfällt.

Die Linke verharrt bei 8 Prozent. Der Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) wollen wie in der Vorwoche 3 Prozent der Wähler ihre Stimme geben, nur noch 2 Prozent wollen die Piraten wählen. Auf sonstige kleinere Parteien entfallen 5 Prozent.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem Magazin stern, das bürgerliche Lager aus Union und FDP sei "instabil" geworden. "Die Schlagzeilen zur Selbstbedienungsmentalität der CSU sowie die Diskussion um Uli Hoeneß irritieren die Anhänger."

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schadet dies jedoch nicht. Sie liegt in der Wählergunst bei 58 Prozent und damit 40 Punkte vor ihrem Herausforderer Peer Steinbrück (SPD).

Hoher Spitzensteuersatz findet Anklang

Die von den Grünen im Wahlprogramm angekündigte Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 49 Prozent für ein Jahreseinkommen über 80.000 Euro findet den Beifall der Deutschen: Zwei Drittel sind dafür, von den eigenen Anhängern sogar 88 Prozent. Allerdings sinkt die Zustimmung mit steigendem Gehalt. Von denjenigen, die mehr als 3000 Euro netto im Monat verdienen, befürworten nur noch 53 Prozent die Pläne. Und lediglich 27 Prozent der Deutschen wären bereit, mehr Steuern als bisher zu zahlen. Die große Mehrheit (68 Prozent) lehnt dies ab.

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jr/print

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