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Hauchdünner Vorsprung für Schwarz-Gelb

Das Regierungslager führt in der Wählergunst, Kanzlerin Merkel ist beliebter als Herausforderer Steinbrück. Die SPD müsste aber nur leicht zulegen, um eine Neuauflage von Schwarz-Gelb zu verhindern.

  Noch würde es für eine neue Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel reichen. Sie muss bis zur Bundestagswahl der Vorsprung halten - also noch neun Wochen.

Noch würde es für eine neue Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel reichen. Sie muss bis zur Bundestagswahl der Vorsprung halten - also noch neun Wochen.

Neun Wochen vor der Bundestagswahl am 22. September haben Union und FDP in der Wählergunst einen hauchdünnen Vorsprung vor SPD, Grünen und Linken. Im wöchentlichen stern-RTL-Wahltrend kommt die Union zum vierten Mal in Folge auf 41 Prozent, die FDP erreicht ebenfalls zum vierten Mal in Folge 5 Prozent. Die SPD legt im Vergleich zur Vorwoche um 1 Punkt auf 23 Prozent zu. Grüne und Linke geben je 1 Punkt ab: Die Grünen fallen auf 14 Prozent, die Linke auf 8 Prozent. Sonstigen Parteien wollen 9 Prozent der Wähler ihre Stimme geben (+1). Die Piraten sind bereits im Block "Sonstige" aufgegangen.

Mit zusammen 46 Prozent könnten Union und FDP mit einem derartigen Wahlergebnis im Parlament eine Regierung bilden. SPD, Grüne und Linke hätten zusammen nur 45 Prozent.

Im direkten Vergleich liegt die Kanzlerin weiter mit großem Abstand vor ihrem Herausforderer: Könnten die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen, würden sich nach dem stern-RTL-Wahltrend 57 Prozent für Angela Merkel (CDU) und 20 Prozent für Peer Steinbrück (SPD) entscheiden. 23 Prozent wollen keinen von beiden als Kanzler haben.

SPD müsste es auf auf 25 oder 26 Prozent schaffen

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte den stern, die SPD leide unter zwei eklatanten Schwächen: "Ihr Kandidat punktet nicht, und nur 11 Prozent der Deutschen sagen, sie könne die Probleme des Landes lösen." Die geplanten flächendeckenden Hausbesuche können nach seiner Auffassung noch einige frühere Wähler mobilisieren. Sollte die SPD sich auf 25 oder 26 Prozent steigern, könnte sie möglicherweise eine erneute schwarz-gelbe Koalition verhindern. Für ausgeschlossen hält es der Wahlforscher, dass die SPD es schaffen könnte, noch stärkste Partei zu werden.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte zwischen dem 8. und 13. Juli 2013 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Matthias Weber/print
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