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25. Mai 2010, 17:41 Uhr

Kanzlerin Merkel schwächelt, die Union ebenfalls

Atomdebatte, Zank um das Sparen: Die Union und die Kanzlerin kommen nicht aus dem Umfragetief. Wer glaubt, die SPD könne davon profitieren, irrt jedoch.

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Weit vor Gabriel, aber auch weit hinter ihren Bestwerten: Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU© Nigel Treblin/DDP

Die Union verharrt im Umfragetief. Im stern-RTL-Wahltrend kam sie in der zweiten Woche in Folge nur auf 32 Prozent, ihren bislang schlechtesten Wert in diesem Jahr. Die FDP stieg im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 7 Prozent. Die SPD erreicht 26 Prozent, einen Punkt weniger als in der Vorwoche. Die Linke verbesserte sich um einen Punkt auf 12 Prozent. Für die Grünen ergeben sich wie in der Vorwoche 16 Prozent. Für "sonstige Parteien" würden sich 7 Prozent der Wähler entscheiden (-1).

Die drei Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke liegen mit zusammen 54 Prozent damit 15 Punkte vor Union und FDP (gemeinsam 39 Prozent).

Merkel verliert sechs Punkte

Den schlechten Umfragewert für die Union führt Forsa-Chef Manfred Güllner im stern auf den parteininternen Streit um den Führungsstil der Kanzlerin, um den Atomausstieg und um Sparprogramme zurück, der viele Unionsanhänger irritiert habe. Der Zwist zieht auch die persönlichen Werte der Kanzlerin in Mitleidenschaft. Wenn die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich bei der Alternative Angela Merkel gegen Sigmar Gabriel noch 54 Prozent für die Kanzlerin entscheiden, 6 Punkte weniger als noch vor fünf Wochen. Der SPD-Chef profitiert allerdings nicht: Nur 21 Prozent würden für ihn stimmen. Güllner verwies darauf, dass sogar 39 Prozent der SPD-Anhänger Merkel vorziehen würden. Bei den Anhängern der Grünen sind 40 Prozent, bei den Linken-Anhängern 21 Prozent für Merkel.

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KOMMENTARE (9 von 9)
 
auwei (26.05.2010, 15:42 Uhr)
@Angeklagter
Zitat: "und mal ein bisschen in Politik machen.
Es wäre besser, wenn unser Land durch fähige Manager geführt würde.
Vielleicht kann Coca Cola oder Pepsi etc. einen Manager freistellen." Hmm...vielleicht ein HRE-Manager - oder einer von Siemens (die wissen wenigstens, wie Korruption funktioniert). Oder lieber ein GM-Boss? Ich fürchte, Ihr Vorschlag läuft auf eine Tombola hinaus: Der Eimer ist zu 99 Prozent voll mit Nieten!
Angeklagter (26.05.2010, 15:08 Uhr)
Anwaltskanzlei Deutschland
Wir haben einfach keine fähigen Köpfe in der Regierung.
Alles nur Politmarionetten, die sich in ihren tatsächlichen Jobs langweilen und mal ein bisschen in Politik machen.
Es wäre besser, wenn unser Land durch fähige Manager geführt würde.
Vielleicht kann Coca Cola oder Pepsi etc. einen Manager freistellen.
Kippi (26.05.2010, 14:50 Uhr)
Merkel schwächelt....
Würde die Mauer uns noch trennen, würden wir M E R K E L gar nicht kennen.
Den Soli würde es nicht geben.
Wir hätten viel mehr Geld zum Leben !!!!!
Die Kanzlerin aus Deutschlands Osten wird uns noch ´ne Menge kosten......
rockyciano (26.05.2010, 13:47 Uhr)
Wir müssen der Wahrheit
ins Auge schauen.Seit über 20 Jahren gibt es die spätrömische Dekadenz in Berlin.Wie sichern wir unseren eigenen Wohlstand und das unserer Seilschaften-Finanz,Wirtschaft.

Wir Bürger haben nur noch die Aufgabe zur Wahlurne zu gehen und Steuern zu entrichten.
BiffBoffo (26.05.2010, 11:02 Uhr)
RTL-Wahltrend ? Ähm ?
Ist wohl genauso wie der Springer-Wahltrend oder der Bravo-Wahltrend. Da muss ich doch mal schmunzeln.

Ich glaube Frau Dr. Merkel ist auch nur Opfer von "möchte gern" beratern die denken sie wissen wie die Welt funktioniert. Dabei haben ganz andere die Fäden in der Hand. Ich glaube auch sie ist mit Griechenland ganz schön auf die Fresse gefallen. Wir wurden komplett verarscht, mal wieder. Jetzt müssen wir halt schauen das es nicht weiterhin passiert.

Die Deutschen haben angst um ihr Geld und das nicht ohne grund.
Sollte hier eine Abwertung stattfinden garantiere ich für nichts mehr auf den Strassen. Dann herscht hier Krieg!

agruenberg (26.05.2010, 10:41 Uhr)
knilch
ja, in vielen Dingen sehe ich das auch so. Alte Politker wieder auf den Stuhl wäre sicher ein Rückschritt, aber gefühlt irgendwie besser, als alles was im Moment in Berlin produziert wird, oder eher nicht produziert wird. Ich habe bei der letzten Bundestagswahl als CDU Naher FDP gewählt, nur um die große Koalition zu verhindern und nicht um den Guido W. zu stärken. Jetzt habe ich mittlerweile das Gefühl, die große Koalition wäre besser als das Dilemmer mit schwarz-gelb. Manchmal meint man schon zu glauben, Merkel wäre als Vorsitzende der SPD besser dran. Bei allen Problemen steht für mich nur im Vordergrund, wie kann ich als Bürger dieses Landes einen Umbruch schaffen mit legitimen, demokratischen Mitteln. Ich möchte nicht noch 4 Jahre diese Regierung ertragen. Dies macht es so negativ. Nur wer bringt in Berlin dieses Land wieder in Ordnung. Mir fällt keiner ein!
knilch_59 (26.05.2010, 10:10 Uhr)
@agruenberg
Unwahrheiten bleiben Unwahrheiten, auch wenn man sie permanent wiederholt! Man muss die Rot/Grüne Regierungszeit ja nicht lieben, aber zur Kritik wären ein paar Fakten nicht schädlich.
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Die Finanzpolitik war das Seriöseste, was Deutschland nach 1975 hinbekommen hat: Schauen Sie sich mal, z.B. bei Wikipedia, die Entwicklung der Staatsverschuldung an. Nehmen Sie die Beitragssätze zu den Sozialversicherungen hinzu, die in dieser Zeit gesenkt wurden. Und dann versuchen Sie sich daran zu erinnern, in welchem Maß das damalige Platzen der .com-Blase und die Anschläge vom 09.11. die Welt verändert hatten. Insgesamt kommt bei Rot/Grün dann ein besseres Ergebnis heraus, als bei 4 Jahren GroKo in Zeiten relativer Ruhe oder sogar eines halben Jahres Schwarz/Gelb. Desaströse Staatsfinanzen gibt es immer, sobald die CDU mitmischt. Das gilt seit 45 Jahren!
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Ja, in der Ära Rot/grün wurde Hartz-IV verbrochen. Aber auch hierzu ist es Fakt, dass das kein Ausfluss Rot/Grüner Politik war, sondern Ergebnis eines Kompromisses unter Beteiligung der Länder. Das Gesamtwerk ist nicht der Regierung, sondern dem Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat zu verdanken, also ausdrücklich auch Schwarz/Gelb und der CSU!
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Was das mit heute und Frau Dr. Merkel zu tun hat? Alles! Es sind Leute wie Sie, die die Vergangenheit in einer höchst subjektiven Weise umdeuten, indem sie Falschbehauptungen über Ereignisse aufstellen. Da wird das Dosenpfand Herrn Trittin angelastet, dabei ist es eine Töpfer/Merkel-Erfindung. Da wird die Öko-Steuer als negativ dargestellt, dabei haben uns die hohen Ölpreise und der damit erzwungene sparsame Umgang davor bewahrt, in einen Immobilienboom mit platzender Preisblase zu fallen, wie das in USA, Spanien, England oder Irland der Fall war.
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Wir haben immer noch nicht den Preis dafür bezahlt, wie verschwenderisch Kohl (!) die Staatskassen geplündert hat. Schröder ist im Nachhinein vorzuwerfen, dass er noch zu wenig saniert hat, aber wir müssen leider zugeben, dass uns das, was er gemacht hat, schon damals zuviel war. Frau Dr. Merkel hingegen hat überhaupt nichts aufzuweisen. Ihr Krisenmanagement hat sich, seit nunmehr 4 ½ Jahren, darauf beschränkt, alle Zukunftsrisiken in Staatsschulden umzuwandeln. Die letzten Wahlen hat sie damit gewonnen, zum Ausgleich für dummes Handeln noch die Steuern senken zu wollen.
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Problem ist, dass der Deutsche Michel immer noch nicht aufwacht und endlich der Realität ins Auge sehen will. Die wird per Mehrheitsvotum ausgeblendet.
andre1971germany (26.05.2010, 09:57 Uhr)
Naja...
Ob die politischen Altväter es besser machen würden wage ich zu bezweifeln.

Auch sie hatten während Ihrer Amtszeit nicht immer alles richtig gemacht (Genscher: z.B. zu frühe Anerkennung der Unabhängigkeit von Kroatien mit den bekannten Folgen).

agruenberg (26.05.2010, 09:36 Uhr)
Wähler im luftleeren Raum
Merkel und Co in den Umfragewerten weiter auf dem Weg nach unten. Aber die SPD kann nicht profitieren. Ich glaube, es geht vielen Bürgern so, dass sie die schlechte Politik der amtierenden Regierung unschwer erkennen aber bei der Suche nach Alternativen wohl auch kläglich scheitern. Merkel weg, dafür Gabriel oder Nahles, oder sogar beide. Nein danke, die sind nicht die Alternative für unser Land. Beide hoffen zwar, dass sich die Deutschen nicht mehr an die rot-grüne Politzeit erinnern, als Deutschland unter Schröder so richtig kräftig den Schuldenberg erhöht hat. Es gab genug Leichen im Keller, die diese Regierung zu entsorgen hat. Leider mit dem gelb-blauen Bremser Guido W. nur noch schwieriger. Ich persönlich kann keinem der im Moment im Angebot stehenden Politikern vertrauen. Gespart werden soll überall, und die erlauchten Politiker erhöhen sich die Gehälter. Ich nenne es die Machtlosigkeit der demokratischen Wähler, dass wir so was alles getragen müssen. Es wäre sicher nicht die schlechteste Alternative, Politiker wie Schmidt oder Genscher wieder auf den Stuhl zu holen, die würden mit 90 wohl noch viel bessere Politik machen, als der ganze Haufen in Berlin.
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