Koalition und Kanzlerin schwächeln weiter

17. August 2011, 07:00 Uhr

Die Kanzlerin verliert weiter an Zustimmung und ihre Partei dümpelt bei 32 Prozent. Regierungspartner FDP kommt nicht über die Fünf-Prozent-Hürde. Der aktuelle stern-RTL-Wahltrend.

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Bundeskanzlerin Merkel hat durch ihr Verhalten in der Eurokrise Zustimmung eingebüßt©

Die Regierungskoalition aus Union und FDP verharrt im Umfragetief. Im wöchentlichen stern-RTL-Wahltrend erreicht die Union zum dritten Mal in Folge nur 32 Prozent. Die FDP kann sich zwar im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt verbessern, würde mit vier Prozent aber weiter an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Die SPD gibt einen Punkt ab und fällt somit auf jetzt 26 Prozent. Unverändert 21 Prozent der Wähler wollen für die Grünen stimmen. Auch der Wert für die Linke änderte sich mit neun Prozent nicht. Auf "sonstige Parteien“ entfallen acht Prozent. Mit zusammen 47 Prozent hätte Rot-Grün somit einen Vorsprung von elf Prozentpunkten vor Schwarz-Gelb (gemeinsam 36 Prozent).

CDU erlebt "enormen Vertrauenseinbruch"

Forsa-Chef Manfred Güllner sprach gegenüber dem stern von einem "enormen Vertrauenseinbruch" für die Union. Früher seien für die Partei einmal Werte zwischen 40 bis 45 Prozent normal gewesen, jetzt sei das gesamte schwarz-gelbe Lager auf 36 Prozent abgesackt. Ein Grund für den Sympathieverlust sei, dass die Wähler der Union keinen klaren Kurs mehr erkennen könnten. Güllner: "Das ging mit der abrupten Energiewende los, die den Anhängern nicht erklärt wurde. Und setzt sich bei der Eurokrise fort. Hier haben die Leute den Eindruck, dass die Regierung ohne Konzept nur auf Ereignisse reagiert."

Auch das Ansehen von CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel habe gelitten: Sie habe den Nimbus der Kanzlerin, die sich um die Sorgen der Menschen kümmert, eingebüßt. Aktuell liegen ihre Sympathiewerte nur noch knapp vor SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und dem ehemaligen SPD-Finanzminister Peer Steinbrück.

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