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Pferdefleisch-Skandal schadet der Union

Die Eier sind noch nicht eingepreist, das Pferdefleisch schon - und die Umfragewerte der Union leiden darunter. Die Opposition erlebt einen leichten Aufwind.

  Derzeit hat Ilse Aigner wenig zu lachen: Die Wähler halten die Landwirtschaftsministerin für hilflos.

Derzeit hat Ilse Aigner wenig zu lachen: Die Wähler halten die Landwirtschaftsministerin für hilflos.

Die Union muss im Kampf um die Wähler einen Rückschlag hinnehmen. Im stern-RTL-Wahltrend verliert sie im Vergleich zur Vorwoche 3 Punkte und rutscht auf 40 Prozent. Die FDP dagegen kann sich um 1 Punkt auf 4 Prozent steigern, so dass die schwarz-gelbe Koalition zusammen bei 44 Prozent liegt.

Verbessern können sich auch die drei Oppositionsparteien: Die SPD klettert um 1 Punkt auf 25 Prozent, die Grünen legen um 1 Punkt auf 16 Prozent zu, und die Linke steigt um 1 Punkt auf 8 Prozent. Die jüngsten Stasi-Vorwürfe gegen Fraktionschef Gregor Gysi schaden der Linken nicht, sondern schweißen ihre Anhänger offenbar eher zusammen. Auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit sind die Piraten: Sie fallen um 1 Punkt auf 2 Prozent, ihren bislang niedrigsten Wert in dem stern-RTL-Wahltrend. Anderen kleinen Parteien wollen 5 Prozent der Wähler ihre Stimme geben.

Rot-Grün holt auf

Mit gemeinsam 41 Prozent haben SPD und Grüne ihren Abstand zur Koalition auf 3 Punkte verkürzt. Eine Mehrheit hätten beide Lager weiter nicht.

Für den Ansehensverlust der Union sieht Forsa-Chef Manfred Güllner einen Mix aus drei Gründen. Dem stern sagte er, der erste Grund sei der Skandal um das Pferdefleisch. Güllner: "Dieses Thema fällt in den Bereich Ökologie, ein Kompetenzfeld der Grünen. Sie legen zu. Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner dagegen gilt als hilflos." Zweitens seien die Anhänger der Union durch die Meldung verunsichert, dass die Energiewende bis zu einer Billion Euro kosten könnte. Der dritte Grund sei, dass die Eurokrise, bei der die Union als besonders kompetent gelte, in den vergangenen Wochen spürbar in den Hintergrund getreten sei. Der Meinungsforscher zum stern:"Die Sogwirkung durch dieses Thema hat deshalb etwas nachgelassen."

mw/nsc

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