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Piraten noch hinter der FDP

Ein Trauerspiel: Rund sieben Monate vor der Bundestagswahl verharren die Piraten im Umfragetief. Chancen? "Extrem gering", analysiert Forsa-Chef Güllner.

  "Kaum attraktives Personal": Piratenpartei

"Kaum attraktives Personal": Piratenpartei

Die Union befindet sich in der Wählergunst wieder leicht im Aufwind. Im stern-RTL-Wahltrend gewinnt sie im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt hinzu und klettert auf 41 Prozent. Damit gleicht sie die Delle nach der verlorenen Niedersachsen-Wahl langsam wieder aus. Die FDP verharrt bei 4 Prozent, womit die Liberalen nicht mehr im Bundestag vertreten wären. Zudem: Mit zusammen 45 Prozent würden beide Parteien auch nicht über eine Regierungsmehrheit verfügen.

Der SPD wollen unverändert 25 Prozent der Wähler ihre Stimme geben, den Grünen erneut 15 Prozent. Mit zusammen 40 Prozent liegt Rot-Grün derzeit fünf Punkte hinter Schwarz-Gelb.

Die Linke fällt um einen Punkt auf 7 Prozent. Die Piraten kommen zum zweiten Mal in Folge nur auf 3 Prozent. Auf sonstige Parteien entfallen 5 Prozent.

Abwanderung von den Piraten

Weiter im Umfragetief verharrt SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Wenn die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich lediglich 21 Prozent für ihn entscheiden. Für Angela Merkel würden 58 Prozent stimmen – ein Vorsprung von 37 Prozentpunkten. Steinbrück hat nicht einmal die SPD-Wähler geschlossen hinter sich: Rund ein Viertel (24 Prozent) von ihnen zieht die CDU-Chefin dem eigenen Kandidaten vor. 58 Prozent der SPD-Anhänger wollen Steinbrück wählen.

Dass die Piraten in dem stern-RTL-Wahltrend bei 3 Prozent stagnieren, kommentiert Forsa-Chef Manfred Güllner im stern mit den Worten: "Sie haben ihre Chance nicht genutzt, sich im Parteienspektrum festzusetzen." Der Unmut über die anderen Parteien habe sie in vier Landtage gebracht. Güllner: "Doch dann sah man, dass sie auch nicht klüger sind und kaum attraktives Personal haben. Das enttäuschte ihre Wähler." Die Aussichten der Piratenpartei, in den nächsten Bundestag einzuziehen, seien "extrem gering". Der Meinungsforscher zum stern: "Dazu müssten sie attraktives Führungspersonal hervorzaubern. Das ist nicht in Sicht." Ein Großteil ihrer ehemaligen Wähler würde in die Wahlenthaltung gehen. Die anderen würden sich wieder den großen Parteien und den Grünen zuwenden.

Datenbasis: 2500 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 28. Januar bis 1. Februar 2013, statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Institut: Forsa.

mw/lk

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