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Schwarz-Gelb hat die Mehrheit

Oh Wunder: Die FDP erholt sich - und kommt gemeinsam mit der Union auf eine dünne, aber regierungsfähige Mehrheit. Weit abgeschlagen: die Piraten und die AfD.

Seite an Seite: FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle und Kanzlerin Angela Merkel (CDU)

Seite an Seite: FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle und Kanzlerin Angela Merkel (CDU)

Drei Monate vor der Bundestagswahl im September steigen die Chancen von Union und FDP auf eine Fortsetzung ihres Bündnisses. Im stern-RTL-Wahltrend liegt die schwarz-gelbe Koalition mit zusammen 46 Prozent 1 Punkt vor SPD, Grünen und der Linken, die gemeinsam nur 45 Prozent auf sich vereinigen können. Union und FDP hätten damit im Bundestag eine regierungsfähige Mehrheit.

Die Zahlen im Einzelnen: Die Union erreicht wie in der Vorwoche 40 Prozent. Die FDP kann sich um 1 Punkt auf 6 Prozent steigern. Die SPD dagegen verliert 2 Punkte und fällt zum zweiten Mal in diesem Jahr auf ihr Jahrestief von 22 Prozent. Die Grünen gewinnen 2 Punkte, sie klettern auf 15 Prozent. Die Linke sinkt um 1 Punkt auf 8 Prozent. Sonstigen Parteien wollen 9 Prozent der Wähler ihre Stimme geben. Unter ihnen befinden sich die Piraten und die Alternative für Deutschland mit je 2 Prozent.

Steinbrück stürzt weiter ab

Die Schwäche der SPD spiegelt sich auch in der Frage wider, wen die Deutschen gerne als Bundeskanzler hätten. Könnten sie ihren Regierungschef direkt wählen, würden nach dem stern-RTL-Wahltrend 58 Prozent für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stimmen, 1 Punkt mehr als in der Vorwoche. Nur 18 Prozent ziehen SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück vor (minus 2). Für die Antwortmöglichkeit "keinen von beiden" entschieden sich 24 Prozent.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern, es zeichne sich ab, dass die SPD am Wahlabend einen schweren Stand haben wird. Güllner: "Die Menschen haben den Eindruck, dass der Kanzlerkandidat und seine Partei keine Einheit bilden." Auch sein Kompetenzteam aus Personen, die der Bevölkerung völlig unbekannt seien, hätte das Vertrauen in die Fähigkeiten der SPD nicht verbessert.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte zwischen dem 10. und 14. Juni 2013 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

mw/rda

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