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Vernachlässigt die AfD, kümmert euch um Nichtwähler!

Alle reden über die AfD und ihr gutes Abschneiden bei drei Landtagswahlen. Forsa-Chef Manfred Güllner liest aus den Wahlergebnissen ein ganz anderes Problem: Es gibt zu viele Nichtwähler.

  Warten auf Wähler: In vielen Wahllokalen, wie hier in Thüringen am vergangenen Wochenende, warteten die Helfer vergeblich auf Bürger, die ihre Stimme abgeben wollten.

Warten auf Wähler: In vielen Wahllokalen, wie hier in Thüringen am vergangenen Wochenende, warteten die Helfer vergeblich auf Bürger, die ihre Stimme abgeben wollten.

Die SPD legt im stern-RTL-Wahltrend um einen Prozentpunkt zu und kommt jetzt auf 24 Prozent. Die Unionsparteien CDU/CSU verlieren im Vergleich zur Vorwoche einen und liegen nun bei 41 Prozent. Die Werte für die anderen Parteien bleiben unverändert: Die Linken und die Grünen stagnieren bei jeweils 9 Prozent, die AfD bei 7, die FDP bei 3 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen 7 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 25 Prozent.

Nichtwähler - fast die Hälfte der Bevölkerung

In der niedrigen Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen in Thüringen und Brandenburg sieht Forsa-Chef Manfred Güllner eine Gefahr für die Demokratie. "Bei dauerhaften Wahlverweigerern nimmt die Akzeptanz des demokratischen Systems ab", sagt Güllner dem stern, "Nichtwähler haben das Gefühl, dass sich die Politik nicht mehr um sie kümmert – um die Sorgen und Nöte immerhin der Hälfte der Bevölkerung." Über diese Mehrheit der Nichtwähler werde kaum geredet, dafür umso mehr über die AfD, "eine Minorität von 5 bis 6 Prozent aller Wahlberechtigten".

Angst vor Terror in Deutschland

In einer weiteren Umfrage im Auftrag von stern und RTL untersuchte das Forsa-Institut, wie die Deutschen zu einem stärkeren Engagement der Bundesregierung im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat stehen. Eine breite Mehrheit von 66 Prozent befürchtet, dass durch die Waffenlieferungen in den Irak die Gefahr von terroristischen Anschlägen in Deutschland steigt, nur 29 Prozent sehen das nicht so. Vor allem Anhänger der Grünen (43 Prozent) und der Linken (42 Prozent) teilen diese Befürchtung nicht.

Datenbasis stern-RTL-Wahltrend: Das Forsa-Institut befragte vom 8. bis 12. September 2014 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Datenbasis Terror-Umfrage: Das Forsa-Institut befragte am 11. und 12. September 2014 im Auftrag des Magazins stern und des TV-Senders RTL 1002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

Diese und andere Umfragen ...

... lesen Sie im neuen stern, der am Donnerstag erscheint.

Werner Mathes
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