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4. August 2010, 06:24 Uhr

Wirtschaft erholt sich - Schwarz-Gelb nicht

Trotz anziehender Konjunktur bleiben die Bürger skeptisch: Die schwarz-gelbe Bundesregierung verharrt im Stimmungstief. Bei der SPD stellt sich indes eine ganz andere Beständigkeit ein. Sie landet wiederholt auf ihrem - bescheidenen - Jahreshoch.

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Sommer, Sonne, Sonnenschein? Nicht für Guido Westerwelle und Angela Merkel. Schwarz-Gelb verharrt im Tief© Tobias Kleinschmidt/DPA

Die schwarz-gelbe Koalition in Berlin verharrt trotz der anziehenden Konjunktur im Stimmungstief. Im stern-RTL-Wahltrend gewann die Union im Vergleich zur Vorwoche zwar einen Punkt hinzu, sie bleibt mit 30 Prozent aber weiter rund vier Punkte unter ihrem schwachen Ergebnis bei der letzten Bundestagswahl. Die FDP kommt erneut auf 5 Prozent. Mit gemeinsam 35 Prozent liegt die Koalition gut 13 Punkte unter ihrem Ergebnis der Wahl im September. Die Sozialdemokraten halten in der vierten Woche in Folge ihr Jahreshoch von 28 Prozent, die Linke erreicht erneut 11 Prozent. Die Grünen verloren einen Punkt und erzielen 18 Prozent. "Sonstigen Parteien" wollen 8 Prozent der Wähler ihre Stimme geben.

Auf die Frage, weshalb die Koalition nicht von den glänzenden Zahlen aus der Wirtschaft profitiere, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem stern, für die Menschen sei der Staat nach wie vor hoch verschuldet, sie würden erleben, wie er sparen und Leistungen kürzen muss. Auch sei die Skepsis groß, ob der Boom von Dauer ist. Und die Politik etwa der FDP sei ja nicht besser geworden.

Den Deutschen sei zudem klar, welch geringen Einfluss die Politik habe. Güllner: "Die Leute wissen, dass die Politik nicht einfach den Hebel umlegen kann, und dann läuft die Konjunktur gut oder schlecht. Die Bankenkrise wurde ihr nicht angelastet, nun werden ihr gute Zahlen nicht zugeschrieben."

Für den Wahltrend werden 2501 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger befragt.

 
 
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