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Deutsche hängen am Sozialstaat

Verschwendung öffentlicher Gelder ist den meisten Bürgern hierzulande ein Gräuel. Dafür halten sie Milliardenausgaben für die Rentenkasse und zur Absicherung von Arbeitslosigkeit für richtig.

Von Matthias Weber

  Gibt zu viel Geld für Überflüssiges aus: CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble

Gibt zu viel Geld für Überflüssiges aus: CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble

  • Matthias Weber

Auch angesichts der Finanznot von Bund, Ländern und Kommunen will die große Mehrheit der Deutschen einen starken Staat, der eine möglichst umfassende und sichere Versorgung seiner Bürger garantiert. Das zeigt eine Umfrage für stern.

Unmut über unnütze Ausgaben

Darin erklärten fast zwei Drittel der Befragten (63 Prozent), ihnen sei ein funktionierendes Gemeinwesen wichtig, das auch im Alter, bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit für sie da ist. Bei den Jüngeren zwischen 18 und 29 Jahren wünschen dies sogar 71 Prozent. Nur 31 Prozent aller Deutschen bevorzugen einen schlanken Staat, der sich auf das Nötigste wie Justiz, Polizei oder Verteidigung beschränkt und möglichst viel privatisiert.

Allerdings ist bei vielen Deutschen der Unmut über das Finanzgebaren des Staates groß. Vier von Fünf (80 Prozent) sagen, die Finanzminister würden zu viel Geld für Unnützes und Überflüssiges ausgeben. Unzufriedenheit herrscht auch über die Verteilung der Gelder. 85 Prozent wünschen mehr Mittel für Schulen und Universitäten. 65 Prozent meinen, es sollten mehr Gelder in die Altersversorgung fließen. Gespart werden könne nach Ansicht von 43 Prozent aller Befragten bei der Verteidigung.

Datenbasis: 1003 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 21 und 22. November 2012, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte. Institut: Forsa.

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