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FDP-Wähler halten Brüderle für besseren Parteichef

Hätten die FDP-Wähler mitzubestimmen, hieße der FDP-Parteichef nicht Philipp Rösler. In einer Umfrage für den stern sprachen sich über drei Viertel der Wähler für einen anderen Kandidaten aus.

  FDP-Chef Philipp Rösler wird von Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle gestützt. Oder gestürzt. So genau weiß das noch keiner.

FDP-Chef Philipp Rösler wird von Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle gestützt. Oder gestürzt. So genau weiß das noch keiner.

Kurz vor dem Dreikönigstreffen der Liberalen an diesem Sonntag in Stuttgart ist das Ansehen von FDP-Chef Philipp Rösler weiter im Keller. In einer Umfrage für den stern vertraten 38 Prozent der Bürger die Ansicht, Fraktionschef Rainer Brüderle sei als Parteichef eher geeignet als Rösler. 28 Prozent glaubten nicht, dass Brüderle es besser machen würde. 34 Prozent hatten keine Meinung.

Deutlicher fällt das Bild unter den derzeitigen Wählern der FDP aus. Hier meinen sogar 76 Prozent, Brüderle wäre ein besserer Vorsitzender als Rösler. Nur 8 Prozent sehen das nicht so.

Bei dem Dreikönigstreffen muss Rösler vor allem die Basis für sich gewinnen. Am 20. Januar könnte sein Schicksal auch davon abhängen, ob seiner Partei bei der Wahl in Niedersachen der Wiedereinzug in den Landtag gelingt.

Nach Ansicht von Forsa-Chef Manfred Güllner ist die Aussagekraft von Landtagswahlen für den Bund allerdings begrenzt. Dem stern sagte er, im Vorfeld der Bundestagswahl 1994 sei die FDP bei fünf Landtagswahlen gescheitert. Dennoch habe sie im Bund dann 6,9 Prozent geholt. Der Meinungsforscher räumt jedoch ein, dass eine regionale Wahlpleite "innerparteiliche Entscheidungen beschleunigen" könne.

Bundesweit lagen die Liberalen nach dem letzten stern-RTL-Wahltrend bei 4 Prozent. Für die Union wollten sich 41 Prozent der Wähler entscheiden. Wegen der Feiertage wird der nächste Wahltrend erst für kommende Woche wieder erhoben.

Datenbasis: 1003 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 20. und 21. Dezember 2012, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte. Institut: Forsa. Auftraggeber: stern..

Matthias Weber/print

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