19. September 2012, 08:20 Uhr

Merkel schlägt die gesamte SPD-Troika

Im Duell gegen Angela Merkel hat derzeit kein SPD-Kandidat eine Chance. Im direkten Vergleich der drei möglichen SPD-Kandidaten ist Sigmar Gabriel der deutliche Verlierer.

Kanzlerin Angela Merkel, Wunschkoaltion, stern-Umfrage, Merkel Angela, schwarz-gelbe Koalition, Neuwahlen, FDP, Wunschpartner FDP

Dominant: Die Umfragen sehen für die Kanzlerin derzeit rosig aus©

Bundeskanzlerin Angela Merkel scheint derzeit unschlagbar: Im Duell mit den drei möglichen Kanzlerkandidaten der SPD, Frank-Walter Steinmeier, Peer Steinbrück und Sigmar Gabriel geht sie jeweils als haushohe Siegerin hervor. Das zeigt eine Umfrage für das Hamburger Magazin stern.

49 Prozent der Wähler würden sich für sie entscheiden, hieße der Gegner Steinmeier – dieser käme auf 26 Prozent. Die Begegnung Merkel-Steinbrück ginge 50 Prozent zu 28 Prozent aus. Weit abgeschlagen käme Gabriel nur auf 16 Prozent der Wählerstimmen, ihm stünde eine Kanzlerin mit 60 Prozent Zuspruch gegenüber.

Vor allem die Jungen und Erstwähler sehen zu Angela Merkel keine Alternative: Die Zustimmung reicht von 59 Prozent im Vergleich zu Steinmeier (21 Prozent) bis hin zu 69 Prozent im Vergleich zu Gabriel, der bei dieser Konfrontation mit 13 Prozent untergehen würde.

Gabriels Engagement scheint aussichtslos

Mit wachsendem Alter der Wähler steigt die Unterstützung für Peer Steinbrück: Bei den 18- bis 29-Jährigen käme er nur auf 19 Prozent, von den 30- bis 44-Jährigen würden ihm 26 Prozent ihre Stimme geben, bei den 45- bis 59-Jährigen wären es 30 Prozent, schließlich 34 Prozent bei 60 Jahren und älter.

Im direkten Vergleich mit Frank-Walter Steinmeier kommt Angela Merkel in jeder Altersgruppe auf die geringste Prozentzahl der gesamtem Umfrage, nämlich 49 Prozent insgesamt, 59 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen, 48 Prozent bei den 30- bis 44-Jährigen und 43 Prozent bei den 45- bis 59-Jährigen. Die Wähler ab 60 Jahren würden sie zu 51 Prozent wählen – ein Prozent mehr, als sie in einem Duell mit Steinbrück erzielen würde.

Über alle Altersgrenzen hinweg aussichtslos erscheint das Engagement von Sigmar Gabriel. Die höchste Zustimmung erfährt er im Kreis der 30- bis 44-Jährigen mit 19 Prozent. Merkel käme bei diesem Vergleich auf 59 Prozent. Als indiskutabel schätzen ihn die jungen Wähler zwischen 18 und 29 Jahren ein: 13 Prozent gäben ihm ihre Stimme, 69 Prozent dagegen der jetzigen Kanzlerin.

Weitere Umfragen

Weitere Umfragen ... im aktuellen stern

Silke Müller
 
 
Jetzt bewerten
11 Bewertungen
MEHR ZUM ARTIKEL
stern-Umfragen Keinen Bock mehr auf Schwarz-Gelb

Sie nannten sich "Wunschpartner", aber harmonisch war es nie: Inzwischen sind 83 Prozent der Deutschen mit Schwarz-Gelb unzufrieden. Vor allem die FDP ist kaum noch zu retten.

Regionalkonferenz der CDU in Alsfeld Merkels Nachhilfestunde an der Basis

Die Euro-Krise, der Atomausstieg, die Aussetzung der Wehrpflicht - dieser Tage stellen die Christdemokraten in Berlin vieles auf den Kopf. So sehen es zumindest Teile der CDU-Basis. Daher reist Merkel in die Provinz. Auf der ersten Regionalkonferenz ging es auch um den lahmenden Koalitionspartner.

Äußerungen zur Euro-Krise Schäuble weist Rösler in die Schranken

Wolfgang Schäuble nervt die Unruhe in der Koalition und die Debatte um die Griechenland-Rettung. Er stellt klar, wer für Euro zuständig ist - der Finanzminister. Der Rüffel geht direkt an Wirtschaftsminister Philipp Rösler.

Schwarz-Gelb streitet um Euro-Politik Maulkörbe, Wahlkampf und Insolvenzen

Die Nerven in der Koalition liegen blank. Schäuble will, dass Rösler zur Euro-Politik schweigt, die FDP keilt zurück, sie kämpft in Berlin um die Existenz. SPD-Chef Gabriel höhnt: Gebt doch auf.

 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2013)
Hoffen oder handeln?