. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
12. November 2008, 07:50 Uhr

Schlechte Noten für Bildungspolitik

Sieben Jahre nach Veröffentlichung der ersten Pisa-Studie stellen die Bundesbürger dem Bildungssystem in Deutschland ein schlechtes Zeugnis aus. Vor allem Eltern mit Kindern sehen die Entwicklung skeptisch. Experten aber mahnen zur Geduld.

Ob sich Deutschland im Pisa-Test verbessert hat, zeigt die neue Studie am kommenden Dienstag© Picture-Alliance

Nur ein Prozent sagt, es habe sich in den vergangenen Jahren "deutlich" verbessert, ein Drittel (33 Prozent) meint, es sei "etwas" besser geworden. 37 Prozent sind der Ansicht, es habe sich nichts geändert. Dass Bildung in Deutschland sogar schlechter geworden ist, glauben 18 Prozent - 12 Prozent erklärten, es habe sich "etwas", 6 Prozent, es habe sich "deutlich" verschlechtert.

© stern-Infografik

Noch negativer sehen die befragten Eltern mit Kindern im Haushalt die Entwicklung des Bildungssystems. Nur 29 Prozent sehen "deutliche" oder "leichte" Verbesserungen. 40 Prozent der Eltern sagen, es gebe seit Veröffentlichung der ersten Pisa-Studie keine Änderungen. Ein Viertel der Eltern klagt, es sei schlechter geworden: 17 Prozent sehen "etwas", 8 Prozent "deutliche" Verschlechterungen.

Manfred Prenzel, Leiter der Pisa-Studie in Deutschland, mahnte dem stern gegenüber zu Geduld: "Tiefgreifende Veränderungen im Schulsystem brauchen zehn bis 20 Jahre."

Am kommenden Dienstag werden in Berlin die Befunde der neuen Schulstudie Pisa E mit Ergebnissen aus den 16 Bundesländern vorgestellt.

Datenbasis: 1000 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 5. und 6. November 2008. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte, Auftraggeber: stern. Quelle: Forsa-Institut, Berlin.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 47/2008

 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
ritamaria (18.11.2008, 15:32 Uhr)
Das System krankt doch schon lange..
oder wie soll man sich die vielen Nachhilfestunden erklären, die man heutzutage zahlen muß. Eine Schule, die im September anfängt und nach den Weihnachtsferien schon die Noten fürs 1.Halbjahr festgelegt werden,
damit die Lehrer das ja alles unter einen Hut bekommen,Unterrichtsstunden ohne Ende ausfallen und manchmal sogar Eltern etc. als Lehrer eingesetzt werden.. Die Kinder werden nur noch mit Wissen traktiert, ohne es zu verstehen.
Unmotivierte "Pädagogen" runden das Schlamassel ab. Alle Kinder sind wissensdurstig, aber was bekommen sie in der Schule geboten? Ganz oft wird "trockener Stoff" vermittelt, sodaß bei den Kindern keinerlei Lust am Lernen geweckt wird. Mein Sohn hatte im 1.ten Jahr Physik nicht mal einen Physikraum, sodaß 1 Jahr lang trockene Physik nach Büchern gemacht wurde, danach hatte die ganze Klasse keinerlei Lust mehr auf Physik.
In den teilweise schmutzigen Klassenzimmern Schimmel, uralte Bänke und Stühle, alte unmotivierte Lehrer, kein Wunder das unseren Schülern hier Hessen Motivation und Lust am Lernen vermittelt wird.
Gisella (12.11.2008, 11:38 Uhr)
Warum
alles auf den Staat abschieben. Wer hat denn die Kinder in die Welt gesetzt????Es fängt bei den ELTERN AN, ihren Kinder etwas beizubringen und sei es als erstes das Schwimmen. Kein Lehrer will, dass ein Vorschulkind schon rechnen und schreiben kann, aber den Namen, Strasse und Ort sollte es schon sagen können.Oder???Weniger Fernsehen ,weniger teure Geschenke, incl. Marken-Bekleidung und raus mit dem Fernsehgerät aus dem Kinderzimmer.Das wären schon erste Hilfen. Und, nein, ich bin kein Lehrer-aber habe von 1950 an immer fleissig lernen müssen und es hat nicht geschadet. Und man lernt niemals aus.Ich weiss aber auch, welche Generation gerade Kinder groß-zieht-die -unserer Kinder-denen wurde beigebracht-in den 80zigern, dass man Eltern anzeigen könne, falls sie mal eins hinter die Ohren bekommen würden. Das kreide ich unseren Regierungen an-alles andere liegt an und bei uns.
JPSpecial (12.11.2008, 09:47 Uhr)
Geduld haben?!
Ist ja schön, dass Herr Prenzel zur Geduld rät, wenn man nicht gerade Kinder in der Schule hat.
Wenn ich sehe was mein 12-jähriger Sohn schon an schulpolitischen Experimenten über sich hat ergehen lassen müssen, kann man sich nur über darüber wundern, dass unsere Kinder überhaupt noch etwas lernen.
Ich denke, alles was dem deutschen Bkildungssystem fehlt ist der politische Wille für Bildung (ab dem ersten Lebensjahr) Geld ausgeben zu wollen. Bildung muss als Investition in die Zukunft unseres Staates kostenlos werden und nicht nur von einem Teil der Gesellschaft - den Eltern - finanziert werden.
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe