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18. November 2009, 07:45 Uhr

Kraft treibt Wähler in die Arme der CDU

Bis zu den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen vergeht noch ein halbes Jahr, doch zeigt sich nach einer stern-Umfrage bereits ein klarer Trend für Schwarz-Gelb. Vor allem Ministerpräsident Rüttgers hat es den Wählern angetan - was aber auch an seiner Herausforderin liegt.

Rüttgers, NRW, CDU

Arbeiterführer: Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) kassiert auch die Stimmen der traditionellen SPD-Kundschaft ein© Federico Gambarini/DPA

Rund ein halbes Jahr vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zeichnet sich in Düsseldorf eine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition ab. Nach einer stern-Umfrage liegt die CDU in dem bevölkerungsreichsten Bundesland derzeit bei 41 Prozent, die FDP kommt auf 9 Prozent. Die CDU wäre damit schwächer als bei der Wahl 2005. Damals erhielt sie 44,8 Prozent der Stimmen. Die FDP würde zulegen, 2005 holte sie 6,2 Prozent.

Die SPD würde ihr schlechtes Ergebnis von 2005 nochmals unterbieten: In der stern-Umfrage kommt sie auf 31 Prozent, gut 6 Punkte weniger als 2005, als sie 37,1 Prozent bekam. 9 Prozent der Nordrhein-Westfalen wollen für die Grünen stimmen, 6 Prozent für die Linke, die damit erstmals den Sprung ins Landesparlament schaffen könnte. Für "sonstige Parteien" würden 4 Prozent stimmen.

Könnten die Bürger an Rhein und Ruhr ihren Ministerpräsidenten selbst wählen, würden sich aktuell 52 Prozent für den amtierenden Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) entscheiden. Für seine Herausforderin, die SPD-Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin Hannelore Kraft, würden nur 21 Prozent der Nordrhein-Westfalen stimmen. Rüttgers liegt in allen Altersgruppen und fast allen sozialen Schichten vor Kraft. Selbst 31 Prozent der SPD-Anhänger ziehen Rüttgers der eigenen Kandidatin vor. Nur 44 Prozent von ihnen würden sich für Kraft entscheiden. "Hannelore Kraft treibt die Wähler scharenweise in die Arme der Rüttgers-CDU", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem stern.

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