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3. Juni 2009, 13:37 Uhr

Keiner kennt die Spitzenkandidaten

Am 7. Juni wird das EU-Parlament gewählt, doch die Deutschen lässt die Wahl weitgehend kalt. Nur sehr wenige Bürger kennen Namen und Parteizugehörigkeit der Spitzenkandidaten, wie eine stern-Umfrage zeigt. Doch eine Politikerin sticht hervor.

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EU-Wahl, Europawahl, Koch-Mehrin

Sie konnten immerhin 13 Prozent der Befragten richtig zuordnen: FDP-Frau Silvana Koch-Mehrin© Tim Brakemeier/DPA

Kurz vor der Wahl zum Europa-Parlament am kommenden Sonntag können die wenigsten Deutschen auf Anhieb sagen, wer für die einzelnen Parteien als Spitzenkandidat antritt. In einer Umfrage für den stern wussten nur 2 Prozent, wie der Spitzenkandidat der CDU heißt: Hans-Gert Pöttering, der Präsident des Europaparlaments. Die Frage nach dem SPD-Spitzenkandidaten konnten lediglich 6 Prozent der Befragten richtig beantworten: Martin Schulz. Ebenfalls 6 Prozent wussten, dass Lothar Bisky die Liste der Linkspartei anführt. Reinhard Bütikofer von den Grünen kam auf 4 Prozent. CSU-Spitzenmann Markus Ferber und die Grüne Rebecca Harms landeten mit jeweils 1 Prozent abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Am besten schnitt in der Umfrage die Liberale Silvana Koch-Mehrin ab. Auf die Frage nach dem FDP-Spitzenkandidaten nannten 13 Prozent der Wähler ihren Namen.

Selbst den Anhängern der Parteien waren die jeweiligen Spitzenleute nahezu unbekannt. Unter den CDU-Wählern kam Pöttering auf 3 Prozent, Schulz wurde von 13 Prozent der SPD-Anhänger genannt, Bisky von 12 Prozent der Linken-Wähler, Bütikofer von 7 Prozent der Grünen-Anhänger. Silvana Koch-Mehrin erzielte auch hier das beste Ergebnis: Rund jeder vierte FDP-Anhänger (26 Prozent) konnte spontan ihren Namen angeben.

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KOMMENTARE (10 von 38)
 
Westerle.Merkwelle (04.06.2009, 08:48 Uhr)
FDP: Maßlose Selbstbedienungsmentalität
Die FDP will das Steuersystem vereinfachen. Das Motto lautet dabei "Mehr Netto vom Brutto".
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Aber tatsächlich geht es der FDP um die weitere Reduzierung der Steuern für die Reichen. Das Resultat sind weitere Defizite im Staatshaushalt, was wiederum bestens dafür taugt, die Sozialausgaben weiter zu reduzieren, da dafür ja kein Geld mehr da ist.
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Stoppt diese Scharlatane! Keine Stimme dieser Klientelpartei!
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Westerwelle und seine ewig gestrige FDP stehen für die Freiheit des Kapitals und des Marktes - alle anderen Sonntagsreden sind Kosmetik.
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Ihre Doktrinen finden sich allerdings auch in anderen Parteien, weshalb diese alle um die Senkung der Spitzensteuersätze und die Zerschlagung des Sozialstaates wetteifern.
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Die alten Theorien des Liberalismus, die im 19. Jahrhundert Hunger und Elend über Millionen von Europäern brachten, wurden von den Westerwelles , Schröders und Biedenkopfs dieser Republik aus den Mottenkisten geholt und als moderne, adäquate Antworten auf die Herausforderungen der Globalisierung dargestellt.
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Nicht mehr der Mensch, sondern der Gewinn steht im Mittelpunkt politischen Handelns.
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Die neoliberale Politik der letzten 20-30 Jahre hat ihren Ausgangspunkt in der Chikagoer Schule von Milton Friedman in den USA. Naomi Klein(naomiklein.org), eine anerkannte kanadische Journalistin, beschreibt in ihrem Buch "Die Schockstrategie" sehr präzise und gut recherchiert die Zusammenhänge zwischen dem sozialen Kahlschlag, dem Abbau von Grundrechten, den Folterregimen dieser Welt und dem Liberalismus.
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Ich kann dieses Buch nur allen empfehlen, die verstehen wollen, warum und wie alle Bundesregierungen der letzten Jahrzehnte unsere Republik zurück ins 19. Jahrhundert führen wollten bzw. wollen. Danach weiß man, wen man nicht mehr wählen sollte.
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# Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 1 (10. September 2007)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3100396111
# ISBN-13: 978-3100396112
pitiplatsch (04.06.2009, 05:58 Uhr)
Die Liberale Silvana Koch-Mehrin
soll laut FAZ auch eine der faulsten sein. Die Präsenzquote Frau Koch-Mehrins liegt laut FAZ bei 38,9 Prozent seit ihrer Wahl im Jahr 2004 bis Ende 2008. Solche fleisige Arbeiter werden bei jedem Unternehmen hochkantig rausgeschmissen. In Brüssel nicht da braucht man solche Faulenzerinnen die nur abzocken und sich pflegen und sich nen faulen Lenz machen. Weg mit solchen Faulenzern.
Angel_of_Mercy (04.06.2009, 05:21 Uhr)
Alle hätte ich auch nicht gewusst
Aber Pauli (FW) und Koch-Mehrin (FDP wusste ich. Schon allein deswegen, weil die beiden Damen ja optisch wesentlich ansprechender sind als viele andere.
Das ist aber auch schon alles. Bei mir wählt das Auge nicht mit. Ich habe bisher jedwedem Personenkult widerstanden. Ich wähle die Partei mit dem Wahlprogramm, welches mir am ehesten zusagt. Da muss ich die Personen nicht unbedingt kennen.
Ich kaufe ja auch keine Milchschnitte, nur weil die Klitschkos, gegen Bezahlung, dafür warben.
ramteid (03.06.2009, 21:42 Uhr)
Völli normal.
Es sind j auch keine Spitzenpolitiker, sonder von Parteiem aussortierte. Warum sollte man sich die also merken, geschweige wählen. Bütikofer(?)z.B., den wählen doch höchstens Leute aus den alten Bundesländern, die politisch sehr hinter dem Mond leben. Genauso wie sie Daniel Cohn Bendit gewählt haben, trotz seines Buches und den darin veröffentlichten Ansichten als Kindergärtner. Da steht ja einiges im Internet. So doof kann nur ein naiver Wähler sein.
sedanon (03.06.2009, 20:42 Uhr)
Brief von Niebel an die ARD
http://www.sueddeutsche.de/politik/255/470799/text/
sachsenwini (03.06.2009, 19:06 Uhr)
Arthur Schopenhauer

Wenn Wahlen etwas bewirken würden, wären sie verboten.
Arthur Schopenhauer
vegefranz (03.06.2009, 16:45 Uhr)
interne Bezeichnung für die FDP-Fraktion: FDP = Fehlen Dauernd im Parlament

das agen die sicherlich auch nicht fleissigen EU parlamentarier über die FDP.
Wahltag ist Zahltag (ich persönlich empfehle die Protestparteien: Linke, NPD etc)
utospatz (03.06.2009, 16:07 Uhr)
Ein Großteil der Bürger hat doch schon
erkannt, dass es 100dert Mitglieder bedarf, um in Europa etwas zu bewegen! Die Zerpröckelungsanzeichen sind doch schon ersichtlich. Wenn der Immobilienmarkt in Griechenland genau so einbricht wie in USA, müssen sämtliche Länder, die wirtschaftlich auch nur minimal besser stehn, für deren Misswirtschaft haften! Wohl dem, der sein Sparbuch unter dem Kopfkissen hat! Trau schau wem!
bmpost (03.06.2009, 15:58 Uhr)
... und morgen kennen diese Dame
sicher mehr als 80 Prozent der Deutschen... aber anders, als ihr lieb sein dürfte. Und das ist auch gut so! (Gell vegefranz?)
bmpost (03.06.2009, 15:42 Uhr)
Wieso?
Vorbestraft sein für ein Wirtschaftsdelikt oder einen kleiner Meineid unter Ehrenwort-Freunden wertet so eine Politkerkarriere doch mitunter auch auf, oder nicht? Jetzt ist mal ne Frau dran. Nur schade, daß die sich so blond anstellt. Weiber! denkt Guido jetzt sicher.
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