. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
11. Februar 2010, 13:37 Uhr

Steinbach einigt sich mit Bundesregierung

Ende des Theaters? Vertriebene und Koalition haben einen Kompromiss um die Rolle von Erika Steinbach in dem geplanten Stifungsrat der Vertreibungsgedenkstätte gefunden. Danach zieht sich die Vertriebenen-Präsidentin zurück - holt aber etwas für ihre Leute heraus.

Steinbach, Vertriebene, BdV, Westerwelle,

Weniger für sich selbst, mehr für ihren Bund: Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach© Klaus-Dietmar Gabbert/EPA

Der monatelange Konflikt über die Besetzung des Stiftungsrats der Vertreibungs-Gedenkstätte ist beigelegt. Die Spitzen der Fraktionen von Union und FDP einigten sich am Donnerstag nach Angaben aus Koalitionskreisen bei einem Treffen mit Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach in Berlin darauf, dass der Bundestag künftig die Mitglieder des Stiftungsrats benennt. Die Zahl der Sitze des Bundes der Vertriebenen in dem Rat soll von drei auf sechs angehoben werden.

Nach Angaben von FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger verzichtet Steinbach selbst auf einen Sitz im Rat der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung". Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte ihre Berufung in den Rat abgelehnt, weil er Kritik aus Polen befürchtete. Die Vertriebenen-Präsidentin hatte in der monatelangen Auseinandersetzung um die Besetzung des Rates neben mehr Sitzen verlangt, dass die Regierung kein Vetorecht mehr hat. Das wird nun der Fall sein.

Der Konflikt um die Vertriebenenstiftung belastet die schwarz-gelbe Koalition seit Amtsantritt schwer. Die Union hatte sich hingegen hinter Steinbach gestellt. Vor allem die CSU nutzte das Thema, das schon in der Großen Koalition strittig war, zu Attacken gegen Westerwelle und die FDP.

DPA/Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
LaoLu (14.02.2010, 11:26 Uhr)
Es dreht sich hier nicht um ein Museum
für deutsche Kultur und Geschichte, heiro,
sondern um eine Gedenkstätte für die Opfer von Vertreibung.
Daher ist Ihr Kommentar leider völlig daneben.
heiro (13.02.2010, 20:53 Uhr)
Das Land der Dichter und Denker?
Wichtiger als einige Räume in einem Museum ist die Bewahrung von 800 Jahren deutscher Geschichte und Kultur, eine gesamtdeutsche Aufgabe. Auch wenn beides hierzulande nicht mehr von Belang ist.
LaoLu (12.02.2010, 00:23 Uhr)
Oh ja, Sascha, Zustimmung, Zustimmung!
Ein würdiger Kompromiss!

6 der 21 Mitglieder des Stiftungsrates kommen in Zukunft aus dem Vertriebenenbund.

1 wird ein Jude sein.

Das muß reichen!

Jawoll!
Sascha63 (11.02.2010, 23:09 Uhr)
Frau Erika Steinbach ist eine hervorragende Politikerin
Nach Hans Peter Schütz soll man die Vertreibung aus Rache ansehen und Schluss damit. Die Schuld kann als Kollektivschuld angesehen werden, aber ein Unrecht betrifft immer einen Einzelnen. Und das erlebte Unrecht bleibt wie Stachel im Herz sitzen. Man kann zu dieser Zeit ein Kind sein oder erst von Eltern das Unrecht erfahren. Genau das hält den Bund der Vertriebenen zusammen

Frau Erika Steinbach ist eine hervorragende Politikerin. Sein gesetztes Ziel hat sie erfolgreich erreicht. Sie gibt die eigene Geschichte für Millionen Menschen frei. Höchst unrecht wurde sie beleidigt und beschimpft. Die Kritiker von Frau Steinbach wollen seine eigene Geschichte verdrängen. Sie wollen nicht sehen, dass die Vertreibung der Menschen nicht nur in die Geschichtsbücher gehört.

Es sind knapp 10 Jahren vorbei als in Europas Mitte die Menschen vertrieben wurden und schlechter als Vieh behandelt. Heute, während Frau Steinbach beschimpft wird, leiden unermesslich Millionen Vertriebene in Afrika. Und nicht nur in Afrika.
Vertreibung ist auch heute leider eine traurige Realität.
Wenn man Direkt nicht helfen kann, soll man mindestens diese Problematik aufklären.
heiro (11.02.2010, 21:56 Uhr)
Ein europäischer Neuanfang
Jetzt steht einer europäischen Vereinigung aller Vertriebenen nichts mehr im Weg. Organisatoren sind die jungen Istrier. Die Zyprioten stellen bereits handfeste Forderungen.
heiro (11.02.2010, 21:51 Uhr)
Welch ein Unterschied
In Italien wurde gestern der jährliche Gedenktag für die aus Istrien und Dalmatien vertriebenen Italiener begangen. Die Unione degli Istriani bekamen Grussbotschaften vom Regierungschef, Staatspräsidente, den Präsidenten beider Kammern und 8 Ministern. In Triest waren fast alle Lokalpolitiker anwesend, d. h. auch die Linke. Die italienische Linke ist anarchistisch und gebildet, die deutsche Linke ist spiessig, kleinkariert, ohne Kultur und frisst die eigenen Kinder.
budbundy69 (11.02.2010, 18:55 Uhr)
und wieder mal beugt sich Deutschland vor der Meinung der Welt
wenn polen finanzielle schwierigkeiten hat, wenn es gilt mit russland gut wetter zu machen, wenn griechenland sich verspekuliert und die usa sich ausmanövriert haben : call the germans
...
wenn aber deutschland respekt einfordert und seiner grösse und einfluss gemäss behandelt werden will : fuck of germans
---
wie lange noch will deutschland sich für etwas entschuldigen, selbstkasteien, auspeitschen lassen, bluten... was seit 65 jahren vorbei ist ? etwa bis der letzte sohn des letzten polnischen zwangsarbeiters seinen kindern erzählt hat, dass in deutschland finanziell immer was zu holen ist, und sei es nur mit politischem und moralischem druck aus allen richtungen.
---
DEUTSCHLAND, bitte lerne endlich das Wort : SELBSTACHTUNG UND SELBSTRESPEKT !!!!!!!!!!!!!!!!!!
--- Dein Volk wird es dir danken !!!!!!!!!
OttoB (11.02.2010, 18:06 Uhr)
Ich finde die Vertreibung von Polen und Deutschland
waren ein schlimmes Schicksal für die Betroffenen.
Nur wieso ist Frau Steinbach Vertriebene, ihr Vater wurde von den Tätern als Soldat dahingeschickt, ihre Mutter reiste aus Bremen nach und sie wurde dann hier geboren.
Ich wurde durch die Kriegsgeschichte genau so zufällig in Schleswig Holstein geboren, aber da sind doch nicht meine Wurzeln.
Gande (11.02.2010, 17:04 Uhr)
Vetriebene...
Sorry, ich will keinen zu nahe treten, aber, gibt es immer noch so viele "Vetriebene"? Die Grenzen sind doch offen, oder???
jetrabbit (11.02.2010, 16:08 Uhr)
polen
scheint sich nicht durchgesetzt zu haben. so wie ich das interpretiere hat der vertriebenrat mehr stimmen bekommen, sowie das vetorecht unterbunden. aber der stern schreibt hier nur wirres zeug, das kaum zu interpretieren ist. typische 0815 meldung für die medien. viel erzählt, nichts gesagt.
MEHR ZUM ARTIKEL
Streit um Stiftungsrat Wer ist Erika Steinbach?

Stiftungsrat? Vertriebene? Guido Westerwelle? Der Konflikt um die Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach eskaliert. Aber: Worum geht's da überhaupt? Und: Wieso sind die Vertriebenen wichtig? mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe