stern.de für unterwegs
. .
Politik in Deutschland
RSS Mobil Wetter stern.de Blogs Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Günther Jauch
sternTV - Information und Unterhaltung mit Günther Jauch

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

 
6. Juli 2009, 09:03 Uhr

Krümmel steht auf unabsehbare Zeit still

Die Ursache für den Kurzschluss im Atomkraftwerk Krümmel ist weiterhin unklar. Der Reaktor war automatisch abgeschaltet wurden. Bis der Vorfall geklärt ist, wird die Anlage nicht wieder in Betrieb genommen. Doch ganz will Betreiber Vattenfall nicht auf Krümmel verzichten.

Zoom
Krü,mmel, Atomkraftwerk, Reaktor, Vattenfall

Anwohner und Umweltaktivisten protestieren gegen den Betrieb des Atomkraftwerks Kümmel© Kay Nietfeld/DPA

Der nach einer Panne per Notabschaltung stillgelegte Atomreaktor Krümmel bleibt auf unabsehbare Zeit abgeschaltet. Der zuständige Vattenfall-Geschäftsführer Ernst Michael Züfle sagte, ein Termin für das Wiederanfahren sei nicht abzusehen. Es müssten vorher "alle technischen und organisatorischen Fragen" geklärt werde, betonte Züfle auf einer Pressekonferenz am Sonntag. Er entschuldigte sich zugleich bei der Atomaufsichtsbehörde in Kiel für die verspätete Information. Das Aufsichtsamt hörte zuerst über die Polizei von dem Zwischenfall, ehe Vattenfall sich selbst meldete.

Der Reaktor war nach einem Kurzschluss in einem Transformator am Freitagmittag automatisch abgeschaltet worden. Nach Angaben des Geschäftsführers soll Krümmel nicht endgültig abgeschaltet werden: "Wir haben die Absicht, die Anlage wieder ans Netz zu bringen." Es sei noch eine Laufzeit von acht bis neun Jahren geplant.

Erste Einzelheiten der Panne veröffentlicht

Vattenfall gab erstmals Einzelheiten der Panne bekannt: Demnach hatte der Unfall Ähnlichkeit mit dem schweren Unfall von vor zwei Jahren, als nach einem Brand der Reaktor für zwei Jahre stillstand. Laut Vattenfall handelt es sich um zwei baugleiche Geräte. Der jetzt betroffene Transformator ist 33 Jahre alt und blieb damals unbeschädigt. Er sei während des Stillstandes kontrolliert worden. Nach dem Unfall gab es Folgeschäden bei der Schnellabschaltung: Wegen eines defekten Brennelementes kam es zu einer Erhöhung der Radioaktivität im Reaktorwasser. Außerdem kam es zu Problemen bei der Kühlung des Reaktorwasser-Reinigungssystems. Des weiteren war ein Elektronikteil kaputt.

Nach der Panne kam es zu schweren Störungen im Stromnetz von Hamburg und Teilen von Schleswig-Holstein. So fielen die meisten Ampeln der Stadt aus. Vattenfall räumte einen Spannungsabfall nach dem Abschalten ein. Dieser Einbruch von weniger als einer Sekunde habe dazu geführt, "dass sich einzelne Kundenanlagen vom Netz getrennt haben". Die Hamburger Wasserwerke berichteten, durch den Ausfall seinen große Schäden im Leitungsnetz entstanden, weil sich Pumpen plötzlich wieder einschalteten. Vattenfall sagte, darüber sei nichts bekannt. Beschwert hätten sich aber etwa Einkaufszentren und Industriebetriebe. Züfle gab auch Einzelheiten der Kosten der zweijährigen Reparatur Krümmels bekannt: Demnach wurden 300 Millionen Euro in die Arbeiten investiert, außerdem kam es zu Umsatzausfällen von einer Million Euro pro Stillstandstag.

KOMMENTARE (1 von 1)
 
STR_EDDS (05.07.2009, 18:58 Uhr)
Neckarwestheim
Meimeimei... Was ist das denn für eine Graphik? Neckarweistheim ist ca. 30km nördlich von Stuttgart. Und nicht kurz vor Freiburg...
MEHR ZUM ARTIKEL
Kernkraftwerk Krümmel Pannen-Reaktor nach Störfall vom Netz

Das Kernkraftwerk Krümmel in Schleswig- Holstein hat sich nach einem Störfall abgeschaltet. Das als Aufsichtsbehörde zuständige Kieler Sozialministerium sprach von einem gravierenden Vorfall. Das umstrittene Kraftwerk war nach einer Zwangspause von fast zwei Jahren erst seit zwei Wochen wieder in Betrieb. mehr...

AKW Krümmel Wichtig ist, was außen ankommt

Der Energiekonzern Vattenfall führte durch das Unglückskraftwerk in Krümmel, um zu zeigen: Wir haben aus unseren Fehlern nach den Zwischenfällen vom Juni 2007 gelernt. Letzte Antworten aber blieb der AKW-Betreiber schuldig. mehr...

Geesthacht Schwelbrand im AKW Krümmel

Schon wieder eine Panne in Krümmel: In dem abgeschalteten AKW kam es zu einem Schwelbrand. Wie der Betreiber Vattenfall mitteilte, soll dabei keine Radioaktivität freigesetzt worden sein. Ein Gutachter der Atomaufsicht untersucht nun die Brandumstände. mehr...

 
stern.de in Social Networks
 
Mobil
 
Widgets
 
 
Adobe Flash Player