Startseite

Jeder vierte Vater nimmt Babyzeit

Männer an der Windelfront: Für das Elterngeld steigt jeder vierte Vater aus dem Job aus, um sich ein paar Monate um den Nachwuchs zu kümmern. Besonders eifrig sind dabei die Partner erwerbstätiger Mütter.

  Mehr Zeit für die Familie und mehr Geld in der Kasse: Das Elterngeld kommt bei Familien gut an

Mehr Zeit für die Familie und mehr Geld in der Kasse: Das Elterngeld kommt bei Familien gut an

Immer mehr Väter beziehen nach der Geburt ihres Kindes Elterngeld. Inzwischen werde für jedes vierte Kind vom Vater die Leistung in Anspruch genommen, sagte der Präsident des Statistischen Bundesamts, Roderich Egeler, am Mittwoch in Berlin. Die Väterbeteiligung habe mit 25,3 Prozent einen neuen Höchststand erreicht und liege deutlich höher als bei dem bis 2006 gezahlten Erziehungsgeld. Dieses sei zuletzt nur von 3,5 Prozent der Väter in Anspruch genommen worden.

Für Kinder, die im Jahr 2010 geboren wurden, haben zwischen Januar desselben Jahres und März 2012 laut Statistischem Bundesamt insgesamt 643.000 Mütter und fast 168.000 Väter Elterngeld erhalten.

Ein Elternteil kann das im Jahr 2007 eingeführte Elterngeld für mindestens zwei und maximal zwölf Monate beziehen. Hinzu kommen zwei weitere Monate, die aber vom anderen Elternteil in Anspruch genommen werden müssen. Die Unterstützung orientiert sich am bisherigen Einkommen und beträgt höchstens 1800 Euro und mindestens 300 Euro im Monat.

Der Auswertung zufolge nutzen Väter nach wie vor größtenteils nur diese sogenannten Partnermonate. Drei von vier Vätern (76 Prozent) bezogen laut Egeler die Leistung für maximal zwei Monate. Nur knapp jeder Fünfzehnte (sechs Prozent) bekam das Elterngeld ein Jahr lang.

Erwerbstätigkeit der Mütter entscheidend

Entscheidenden Einfluss, ob Mutter und Vater die Leistung beziehen oder nur die Mutter, hat die Erwerbstätigkeit von Frauen in den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes. "Wenn Frauen einer Erwerbstätigkeit nachgehen und Nachwuchs bekommen, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch der Vater eine Babyzeit nimmt, in der er Elterngeld bezieht", erläuterte Egeler.

Insgesamt gab es gut 155.000 Paare, bei denen sowohl die Frau als auch der Mann Elterngeld bezogen. Zwei Drittel von ihnen (65 Prozent) erhielten das Elterngeld für einen kurzen Zeitraum zeitgleich - im Durchschnitt für zwei Monate.

Weiter ermittelte das Statistische Bundesamt, dass 38 Prozent der Elterngeldbezieher lediglich den Mindestbetrag von 300 Euro bekamen. Im Durchschnitt lag der Elterngeldanspruch für die im Jahr 2010 geborenen Kinder bei 964 Euro. Allerdings erhielten Väter mit 1201 Euro über ein Drittel mehr als die Mütter mit 878 Euro.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) zeigte sich erfreut über die Entwicklung. "Vom Elterngeld profitieren Mütter, immer mehr Väter - und vor allem die Kinder", erklärte Schröder. Die Leistung unterstütze die Eltern dabei, "ihre Aufgaben in Familie und Beruf partnerschaftlich aufzuteilen." Das Elterngeld gebe den Familien damit "die Zeit und die Chance, in der ersten Zeit nach der Geburt eines Kindes enger zusammenzuwachsen."

mlr/Reuters/AFP/Reuters

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools