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Forscher widersprechen Familienministerin Schröder

Gerade hat Familienministerin Kristina Schröder eine Studie zur Familienpolitik der Bundesregierung vorgestellt. Nun kritisieren die Wissenschaftler, Schröder verschweige wichtige Ergebnisse.

  Soll bei der Vorstellung der Studie einige Ergebnisse nicht erwähnt haben: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

Soll bei der Vorstellung der Studie einige Ergebnisse nicht erwähnt haben: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

Autoren einer Großstudie zur staatlichen Familienpolitik haben der Einschätzung von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) widersprochen, zentrale Ergebnisse der Untersuchung seien eine Bestätigung der schwarz-gelben Familienpolitik. "Es gibt offensichtlich Schlussfolgerungen, die die Politik nicht sehen will", sagt der Volkswirt Reinhold Schnabel von der Universität Duisburg-Essen dem "Spiegel" laut Vorabmeldung vom Sonntag. So habe die Untersuchung ergeben, dass einige Leistungen abgeschafft werden könnten.

Schröder hatte die Resultate der von ihrem Ministerium in Auftrag gegebenen "Gesamtevaluation der ehe- und familienpolitischen Leistungen" am vergangenen Donnerstag vorgestellt und die 156 untersuchten Instrumente als Erfolge gewertet. Dagegen sagte Katharina Spieß vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung dem "Spiegel", die Untersuchung habe ergeben, dass die Maßnahmen für die verschiedenen Familientypen unterschiedlich wirksam seien - es könne nicht pauschal vom Erfolg der Familienpolitik gesprochen werden. Zugleich zeigte sich Spieß verwundert, dass keiner der beteiligten Wissenschaftler zur Vorstellung der Untersuchung eingeladen war.

Geldleistungen bringen nichts

Auch Helmut Rainer vom Münchner Ifo-Institut unterstrich, er könne die Beurteilung des Ministeriums mit seinen Forschungsergebnissen "überhaupt nicht in Einklang bringen". Die Maßnahmen seien nicht aufeinander abgestimmt. Die von Schröder angekündigte Erhöhung des Kindergeldes halte er für falsch. Die Studie habe gezeigt, dass solche Geldleistungen weder zur Vermeidung von Armut noch zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitrügen.

Kritik an der Familienpolitik der Union übte derweil Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). "Die Union verfolgt in ihrem Wahlprogramm einen falschen Ansatz", sagte Bahr dem "Spiegel". "Anstatt das Kindergeld einfach nur zu erhöhen, sollten wir lieber die Milliarden in Infrastruktur und Kinderbetreuung anlegen", unterstrich der Minister. "Wir müssen jungen Familien jetzt bei der Kinderbetreuung helfen, damit sie Familie und Beruf vereinbaren können."

tkr/AFP/AFP
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