Laut einer Umfrage fühlt sich ein großer Teil der Hochschulrektoren von ihren Landesregierungen nur unzureichend auf die Studiengebühren unterrichtet. stern.de hat bei der Uni Köln nachgefragt.

Studentenproteste in Frankfurt/Main: "Positive Auswirkung auf die Motivation"© Alex Kraus/DDP
Sind Sie für die Einführung von Studiengebühren? Was versprechen Sie sich davon? Wir haben uns an der Universität zu Köln für die Einführung von Studiengebühren entschieden. Wir versprechen uns davon eine bessere Finanzierung der Hochschule und eine positive Auswirkung auf die Studierendenmotivation.
Ja.
Ja. Beispielsweise durch die Einstellung zusätzlicher Lehrkräfte, bessere Ausstattung der Bibliotheken, Praktika, Mentorenprogramme und vieles mehr.
Nein. Was nicht heißt, dass sich das Budget nicht aus anderen Gründen verkleinert. Zum Beispiel müssen wir die steigenden Energiekosten aus eigener Tasche begleichen. Allerdings steht dem der politische Wille gegenüber, die Finanzierung der Hochschulen langfrsitig zu verbessern. Bildung und Forschung sind in einem rohstoffarmen Land der zukunftsfähige Treibstoff für die Gesellschaft.
Glauben Sie, dass es bei den 500 Euro pro Semester bleibt? Nein, aber ich werde mich dafür einsetzen, dass der Rahmen vernünftig bleibt.
Das gehört nun einmal zu einer demokratischen Gesellschaft. Ich habe jedoch nicht für jede Form des Protests Verständnis. Unsere Arbeit müssen wir weiterhin ungestört erledigen können.
Zum Thema Laut einer Emnid-Umfrage im Auftrag der Initiative Neue Marktwirtschaft fühlen sich 48 Prozent der Hochschulrektoren von ihrer Landesregierung nicht ausreichend auf die Einführung von Studiengebühren vorbereitet. 54 Prozent glauben, dass ihre Budgets zusammengestrichen werden. stern.de hat mit Axel Freimuth, Rektor der Uni Köln, ein E-Mail-Interview geführt.