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26. Oktober 2007, 08:14 Uhr

GDL stellt neues Ultimatum

Der längste Streik in der Geschichte des Regional- und S-Bahnverkehrs ist vorbei. Rund 30 Stunden lang standen 11.000 Züge still. Ob und wann es zu neuen Ausständen kommt, will die Lokführergewerkschaft am Montag entscheiden. Dann läuft ein neues Ultimatum an die Bahn ab.

Reisende warten am Berliner Hauptbahnhof auf ihre Züge© Carsten Koall/Getty Images

Die Lokführergewerkschaft GDL hat der Bahn ein neues Ultimatum für die Vorlage eines verbesserten Angebots gestellt. Die GDL werde auf der Grundlage am Montagnachmittag um 15 Uhr entscheiden, ob es neue Streiks geben werde oder nicht, sagte der stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende Claus Weselsky.

Pünktlich um 8 Uhr hatte die Lokführergewerkschaft GDL ihren bislang längsten Streik im Regional- und S-Bahnverkehr beendet. Der Ausstand dauerte 30 Stunden. Es seien vorerst keine weiteren Streiks geplant. "Wir wollen der Bahn Zeit geben, ihr Angebot deutlich nachzubessern", heißt es bei der GDL. Die Gewerkschaft will anfang kommender Woche über weitere Streiks entscheiden.

Bahnvorstand Karl-Friedrich Rausch in Berlin und die GDL in Frankfurt wollen am Vormittag eine erste Bilanz des Lokführerstreiks ziehen. Unmittelbar nach Streikende hatte die Bahn noch keinen Überblick über die Behinderungen im Bahnverkehr. Bislang seien 11.000 Regionalzüge und S-Bahnen ausgefallen. Diese Zahl werde sich aber noch weiter erhöhen.

Reguläres Programm könne erst am Samstag wieder gefahren werden

Die Bahn war bis Streikende nach einem Ersatzfahrplan gefahren, der eine Halbierung des regulären Angebots bei Regionalzügen und S-Bahnen vorsah. Nach Angaben der Lokführergewerkschaft GDL war die Streikbeteiligung auch nach mehr als 24 Stunden sehr hoch. Durch den am Donnerstag um 2.00 Uhr begonnenen Ausstand mussten Pendler und Bahnreisende erneut mit Verspätungen leben.

Auch nach Streikende rechnet die Bahn bis in die Nachmittagstunden mit Einschränkungen im Regionalverkehr. Die Züge sollen erst nach und nach wieder nach dem regulären Fahrplan verkehren. Das reguläre Programm könne erst am Samstag wieder gefahren werden.

DPA
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
ScoutHH (27.10.2007, 11:16 Uhr)
GdL = Schmuddelkinder
Warum haben sich Transnet und GDBA von der GdL vor Monaten getrennt?
Weil die GdL sich zu den "Schmuddelkindern" auf Arbeitnehmerseite entwickelt hat.
Die GdL und ihre Unterstützer (auch in diesem Forum) haben nichts verstanden von der sich rasant und ständig ändernden globalen Wirtschaft. Die einzigen, die einen pragmatischen Weg gefunden haben, waren die Transnet und GDBA, die übrigens auch die volle Rückendeckung des DGB haben. Und nur hiervor, spricht vor der mächstigen Vereiningung des DGB, hat die DB + Mehdorn Respekt.
Und genau diesen Punkt hat die GdL komplett übersehen und sich von Schell einlullen lassen, man könne als kastrieter Wadenbeisser utopische Forderungen durchsetzen.
Sialan (27.10.2007, 08:25 Uhr)
Neues Ultimatum?
Für die Streik-Terrorgruppe GdL den Begriff "Gewerkschaft" zu benutzen, ist eine Beleidigung aller Gewerkschaften in Deutschland.
troller (27.10.2007, 00:56 Uhr)
Ich
würde mich für dieses Affentheater als Lokführer mit einem der Beschäftigung agemessenen Entlohnung schämen. Aber das rationale Denken ist ja unter dem ideologischen Dauerfeuer der GDL-Führung als erstes bei denen flötengegangen. Traumtänzer.
bernie-abg (26.10.2007, 13:47 Uhr)
Die Idee...
...Flächentarifverträge zugunsten von Spartentarifverträgen und sogenannten "Bündnissen für Arbeit" zu untergraben, natürlich um Lohndrückerei zu betreiben, stammt doch von den Arbeitgebern.
Sich jetzt zu beschweren ist genauso Doppelzüngig wie die freie Marktwirtschaft zu fordern und dann zu jammern wenn sich die Arbeitnehmer diese Freiheit nehmen.
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