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3. Oktober 2010, 15:29 Uhr

Angeblich Anschläge auf Berlin geplant

Das Hotel Adlon am Brandenburger Tor, der Fernsehturm am Alex, der Hauptbahnhof - auf diese drei Berliner Sehenswürdigkeiten soll das Terrornetz al Kaida laut Medienberichten Attentate geplant haben. Das Bundesinnenministerium sieht aber keinen Grund zur Beunruhigung.

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Das Brandenburger Tor: Es zieht Touristen an - und offenbar auch Terroristen© Clemens Bilan/DDP

Islamistische Terroristen sollen nach Angaben des US-Senders Fox News in Deutschland das Hotel Adlon am Brandenburger Tor, den Fernsehturm am Alexanderplatz und den Hauptbahnhof im Visier haben. Zu möglichen Zielen von Terrorkommandos in Europa zählten außerdem der Eiffelturm und die Kathedrale Notre Dame in Paris, berichtete der Sender unter Berufung auf westliche Geheimdienstquellen. Auch die britische Königsfamilie sei ein Ziel der Terroristen.

Nähere Einzelheiten nannte der Sender nicht. Unklar blieb vor allem, in welchem Stadium sich die Planungen befinden sollen. Die Ziele soll der in Afghanistan auf der US-Militärbasis Bagram inhaftierte deutsche Islamist Ahmed S. in Verhören genannt haben.

Innenministerium: keine konkreten Hinweise

Das US-Außenministerium hatte am Sonntag Reisende nach Europa zur Vorsicht gemahnt und auf mögliche Terroranschläge verwiesen. Auch Großbritannien warnte darauf vor einer "hohen Bedrohung" insbesondere in Deutschland und Frankreich. Vergangene Woche waren Geheimdiensthinweise publik geworden, wonach das radikalislamische Terrornetzwerk al Kaida Anschläge in Deutschland, Großbritannien und Frankreich plant.

Dagegen erklärte das Bundesinnenministerium in Berlin, es gebe weiterhin keine konkreten Hinweise auf unmittelbar bevorstehende Anschläge. Daher sehe man keinen Anlass für eine Veränderung der Gefährdungsbewertung, sagte ein Sprecher am Sonntag.

Auch Frankreich reagierte nicht überrascht auf die Erkenntnisse: "Wir haben das zur Kenntnis genommen. Sie stehen im Einklang mit den allgemeinen Empfehlungen an die französische Bevölkerung", kommentierte das Außenministerium in Paris am Sonntag. Die Anschlagsgefahr sei unverändert hoch.

ukl/DPA/AFP
 
 
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